Fortbildung des Youpans vom 15. bis 18. Dezember 2017

Hinter uns liegt ein intensives und erlebnisreiches verlängertes Wochenende, an dem wir viele neue, wertvolle Erkenntisse gewonnen, an neuen Projekten gearbeitet und uns die Zähne an bestimmten Themen ausgebissen haben. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, hatten wir viel Spaß und sind als Youpan zusammengewachsen.

Hier ein Überblick über das Wochenende

Freitag:

Puh. Erstmal ankommen nach einer langen Zugfahrt, die bei den meisten zum Glück mit wenig Verspätung verbunden war. (Ein Weihnachtsgeschenk der Deutschen Bahn?)

Dann: „Wow!“ – Die Zimmer und der Seminarraum des Wannsee-Forums sind super eingerichtet, das Essen lecker und nichts steht einem tollen Seminar mehr entgegen.

Wir schreiben Erwartungen, Befürchtungen und Dinge auf, die wir an diesem Wochenende erleben oder lernen möchten. Nina und Julian stellen uns die Struktur und Programmpunkte des Wochenendes vor und es wird klar: Wir haben einiges vor.

Am Abend stellt uns Doro vom Verein Kreidestaub ihr Projekt „Let’s play Schule“ vor, das uns echt beeindruckt.

Samstag

Wir sprechen über unsere Kommunikationskanäle und bekommen ein Programm vorgestellt, mit dem wir unkompliziert über unsere elektronischen Geräte kommunizieren können und das über zahlreiche Vorteile verfügt, vor allem, dass die Server in Deutschland liegen und die Gefahr, dass unsere Daten von gewissen Organisationen aus Übersee gesammelt werden, nicht ganz so groß ist.

Außerdem machen wir uns darüber Gedanken, in welchen Situationen Mehrheitsbeschlüsse sinnvoll sind. Es gibt großen Diskussionsbedarf und tatsächlich wird die Frage, wie wir als Youpan Beschlüsse fassen, uns noch viel Zeit und Mühe kosten.

Nachmittags gibt es einen Open space, in dem wir Zeit haben, uns mit Themen zu beschäftigen, die für uns im Youpan wichtig sind. Was in wenigen Stunden dabei entsteht, ist beeindruckend: Wir definieren und setzen uns konkrete Ziele für 2018, erarbeiten große Teile unseres Positionspapiers und planen einen Youpan-Infostand für einen Kongress in Lüneburg.

Als wäre das noch nicht genug, folgt nun ein World Café: die Vertreter von drei Projekten aus der Region Berlin, die Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) umsetzen, nehmen sich Zeit, mit uns zu reden und unsere Fragen zu beantworten. Dabei lernen wir mehr über den „Craddle-to-craddle“-Ansatz, über die Arbeit von „Life-EV“ und über die Ziele von „Was bildet ihr uns ein?“.

Neben interessanten, anregenden Gesprächen entstehen erste Ideen zur Zusammenarbeit.

Diese Gespräche sind für viele von uns der Höhepunkt des Wochenendes und geben uns allen noch einmal einen Motivationsschub.

Nach dem Abendessen gönnen wir uns noch einen Vortrag von Dilan, in dem sie uns über die Arbeitsweise des BMBFs, der Stiftung Bildung aufklärt und Bedingungen für die Projektfinanzierung noch mal klarmacht.

Kaum zu glauben, aber selbst nach so einem Tag, haben manche von uns noch die Energie dazu, auf eine Weihnachtsparty zu gehen 😉

Sonntag:

Den Vormittag füllt ein Vortrag von Andi aus, der die Öffentlichkeitsarbeit für den Verein „Sozialhelden“ macht und uns mit seiner Erfahrung Tipps für unsere eigene Öffentlichkeitsarbeit geben möchte. Fragen kommen auf wie „Welche Ziele verfolgen wir mit unserer Öffentlichkeitsarbeit? Welche Zielgruppen möchten wir ansprechen? Wie viel Zeit können wir in die Öffentlichkeitsarbeit investieren?“.

Der Nachmittag wird gefüllt mit praktischer Arbeit: Wir schreiben Presstexte und versuchen, die Fragen zu beantworten. Dabei bemerken wir, wie schwierig es ist, Begriffe wie „BNE“ „NAP“ oder „Unesco-Weltaktionsprogramm“ in einer Sprache zu vermitteln, die dem Otto-Normal-Bürger verständlich ist. Sogar unser Name „Youpan – Youth Panel“ wird zu einer Herausforderung, weil man „Panel“ mit Gremium, Aussschuss, Forum und Armaturenbrett übersetzen kann!

Neben der Planung für unseren Ministeriumsbesuch am Montag wird der Abend vor allem mit einer Diskussion gefüllt, wie wir als Youpan Entscheidungen treffen wollen. Eine gefühlte Ewigkeit vergeht (tatsächlich zieht sich der Prozess etwa von 21 bis 23 Uhr), während der Nina und Dilan abwechselnd in hysterisches Lachen ausbrechen, uns Tipps geben, extra nicht hinhören – kurz gesagt, mit uns „mitleiden“… Als dann endlich alle so erschöpft sind, dass wir schon fast aufgeben, kriegen wir dann aber doch die Kurve und entscheiden, wie wir Entscheidungen treffen!

Stöhn. Diskussionen können nervtötend sein. Aber auch extrem motivierend, wenn man schließlich doch eine Lösung findet! 🙂

Montag:

Der Besuch im Ministerium, dem BMBF. Es freut uns sehr, dass Frau Haugg sich mehr Zeit für uns nimmt als wir gedacht haben, auf unsere Fragen rund um das Youpan eingeht und uns sogar ein wenig durch das Ministeriumsgebäude führt. Mir persönlich wird dabei nochmal bewusst, was für eine besondere Stellung wir als Youpan haben. Das ist keine Selbstverständlichkeit, und es liegt an uns, so viel wie möglich daraus zu machen, damit „Jugendbeteiligung“ in der Form, wie es jetzt beim Youpan der Fall ist, bald kein Fremdwort mehr für Ministerien ist, sondern etwas Wichtiges und Berechtigtes!

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