Aaron

Bildung 2.0? Die didacta in Hannover

Nach einer langen Anreise kommen Hanna und ich (Aaron) am Hauptbahnhof in Hannover an und machen uns, kurz nach dem Einchecken in unserer Unterkunft, auf den Weg zur Bildungsmesse didacta 2018 – dem Bildungsgipfel im Flachland.

Durch den Eingang West kommen wir direkt in Halle 13 und schnell wird klar, dass sich hier alles um Digitalisierung und Industrie 4.0 handelt. Wir sind in der Halle mit den Themengebieten Berufliche Bildung und didacta Digital.

Es gibt 3D-Drucker,

 

 

 

 

Roboterarme werden ausgestellt, mit denen verschiedene Prozesse automatisiert werden können und viele Start-ups präsentieren ihre neuen Ideen. Noch nie habe ich so stark gemerkt, dass wir in einer Zeit leben, in der sich alles verändert. Ich habe auch noch nie einen 3D-Drucker gesehen und mir wird bewusst, was das für eine bahnbrechende Technologie ist. Auf Knopfdruck kann theoretisch jedes Ding, was man sich wünscht, ausgedruckt werden – wir sehen sogar eine Geige, die von einem 3D-Drucker gedruckt wurde – cool!

Werden wir in Zukunft noch Dinge kaufen, oder sie von unserem Drucker ausdrucken lassen? Wie wird das Arbeitsleben in Zukunft aussehen? Werden wir noch arbeiten müssen, wenn vieles automatisiert werden kann? Werden wir weniger arbeiten, weil wir durch solche Technologien immer effizienter werden? Das sind spannende Fragen die wir uns stellen sollten.

Bildung 2.0

Aber hier auf der didacta geht es um Bildung und das merken wir auch. Riesige Whiteboards werden ausgestellt, die die normalen Tafeln, auf der Lehrer mit Kreide schreiben, schon lange abgelöst haben – zumindest auf der Schule, wo ich war. Ob das schon überall der Fall ist, weiß ich nicht, aber ich bin mir sicher, dass es die alten Kreide-Tafeln in Zukunft nicht mehr geben wird.

Die Frage die ich mir stelle ist, ob sich etwas an den Unterrichtsmethoden ändert. Wird es weiterhin Frontal-Unterricht geben? Werden wir an dem aktuellen Konzept von der Schule festhalten oder wollen wir innovative Wege gehen, wie zum Beispiel Finnland, welches die Schulfächer bis 2020 abschaffen will. (Quelle) Wie gehen wir mit der Digitalisierung um?

Ich erinnere mich, wie ich früher meine Eltern alles gefragt habe: Wie funktioniert eine Videokamera? Was ist das größte Tier, das jemals existiert hat? Wie viele Menschen gibt es auf der Welt? Außerdem hatten meine Eltern Kochbücher und Landkarten, wenn wir in den Urlaub gefahren sind, um zu schauen, welcher Weg der richtige war. Obwohl meine Eltern einige gute Ansätze auf meine Fragen hatten und wir immer das Ziel erreichten, wenn wir reisten, und obwohl meine Eltern viele leckere Gerichte kochen und mir das beigebracht haben, sind ihre Ansätze veraltet. Das liegt nicht daran, dass ich das so will, sondern weil wir jetzt Computer und das Internet haben.

Durch irgendwelche Suchmaschinen bekomme ich eine Antwort auf so gut wie alle Fragen. Wenn ich ein Ziel erreichen möchte, benutze ich einen der vielen Online- und Offline Kartennavigatoren und wenn ich etwas kochen möchte, dann gibt es im Internet tausende Möglichkeiten ein Gericht zu kochen.

Natürlich nimmt es die menschliche Erfahrung nicht weg, aber wir können so gut wie alles durch das Internet lernen. Ist die Schule an sich veraltet und obsolet?

In Halle 12 geht es genau um das Thema Schule/Hochschule. Es gibt sehr viele Verlage, die ihre Schulbücher präsentieren, zahlreiche Schulmaterial-hersteller sind vertreten und auch andere Organisationen, wie Greenpeace, die Heinrich-Böll-Stiftung, PETA etc..

Weiter geht es mit Halle 11, die in das Thema Schule und Frühkindliche Bildung aufgeteilt ist. Es gibt einen Stand von dem Klimahaus Bremerhaven, dem deutschen Jugendherbergswerk, dem Bund der freien Waldorfschulen e.V. und von viele anderen.

Die didacta hat sogar eine eigene Internetseite, wo du alle Aussteller und viele zusätzliche Informationen finden kannst.

Auf dem Weg zu Mio

Doch eigentlich sind Hanna und ich auf dem Weg zu Mio. Wo ist denn eigentlich Mio? Er nimmt an einer Podiumsdiskussion teil aber wir wissen nicht, wo diese stattfindet.

Wir kommen an den BNE-Stand (Bildung für nachhaltige Entwicklung) von der UNESCO, machen ein kurzes Foto und erfahren, dass er im Congress Center sein müsste. Dort angekommen, sitzen alle beim Mittagessen also kommen wir genau richtig. Doch Mios Auftritt haben wir verpasst, was Schade ist. Wir schnacken kurz, doch dann muss er auch schon weiter – wie man Mio halt so kennt (er ist immer unterwegs 🙂 ).

Nach dem Mittagessen laufen wir noch mit Dilan und Sophia von der YouboX herum, bevor wir dann am Abend völlig erschöpft in unsere Betten fallen und sofort einschlafen.

Vielleicht bis nächstes Jahr?

Am nächsten Tag heißt es auch schon auf Wiedersehen, denn Hanna macht sich jetzt schon auf den Weg zum YoupaN Treffen im Harz, zu dem Nora und ich später dazu stoßen werden, weil wir noch das Treffen vom Fachforum Schule haben.

Ich schaue nochmal auf der didacta vorbei, lasse mich von einer Albert-Einstein-Figur aus einem 3D-Drucker faszinieren, wage mich mit einer Spezial-Brille von Google in virtuelle Welten und frage mich, was die Bundeswehr auf einer Bildungsmesse macht.

Alles in allem war es interessant auf der didacta zu sein, doch wie Bildung in Zukunft aussieht, steht immer noch offen. Was denkst du?

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