Auf dem Markt der Möglichkeiten mit Engagement Global

Auf dem Markt der Möglichkeiten können am Stand von Engagement Global mehrere Wettbewerbe zu globaler Entwicklung an deutschen Schulen kennengelernt werden. Wir haben der Standpatin ein paar Fragen gestellt.

Was machst du hier?

Ich bin heute mit dem Stand auf dem Markt der Möglichkeiten der youcoN, um Jugendlichen von uns zu berichten und auf unsere Aktionen hinzuweisen. Dazu gehören der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „Alle für eine Welt – eine Welt für alle!“ und der Songcontest „Dein Song für eine Welt“.

Wie bringt ihr euch für nachhaltige Entwicklung ein?

Mit unserem Songcontest wollen wir Jugendliche für nachhaltige Entwicklung sensibilisieren. Wir rufen mit dem Wettbewerb Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 25 Jahren dazu auf, Verantwortung für unsere Welt zu übernehmen und über den Tellerrand hinaus zu blicken. Es wurden zuletzt sehr viele Lieder eingereicht, die sich mit Ungleichheit in der Welt beschäftigen und sich mit Friedensoptionen auseinandersetzen.

Wie kann man euch denn unterstützen oder bei euch mitmachen?

Uns kann man vor allem unterstützen, indem man auf uns und unser Anliegen aufmerksam macht. Auf der Messe haben wir zum Beispiel schon einige junge Lehrer getroffen, die unsere Wettbewerbe in ihren Klassen publik machen wollen. Viele der Gewinner der letzten Songcontests unterstützen uns zudem, indem sie ihre Lieder bei Veranstaltungen wie der Grünen Woche vortragen und damit auf uns und unser Kernthema hinweisen.

Was gefällt dir an der youcoN?

Hier sind so viele freiwillige Jugendliche, die sich für nachhaltige Entwicklung interessieren und sich engagieren, um ihre Projekte zu verwirklichen. Gerade nachhaltige Bildung ist ein Thema, das ganz entscheidend von unten mitgestaltet werden und nicht den Jugendlichen von oben aufgedrückt werden soll.

Welche drei Dinge wünscht du dir für eine nachhaltige Zukunft?

Ich wünsche mir eine Veränderung im Konsumverhalten der Menschen oder dass die Menschen ihr Konsumverhalten zumindest überdenken. Außerdem wünsche ich mir Bildung, die praktisches Handeln berücksichtigt und auch Jugendliche zum praktischen Handeln motiviert. Zudem würde ich mich sehr über mehr zwischenmenschlichen Zusammenhalt freuen, gemeinsam ist doch vieles einfacher.

Vielen Dank für das Gespräch!

Dieser Artikel wurde geschrieben von Marie Haase von der Jugendredaktion der Jungen Presse e.V., die live von der youcoN auf ihrem Magazin www.youthmag.de berichtet und uns diesen Beitrag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Seit über 65 Jahren setzt sich die Junge Presse ehrenamtlich für medieninteressierte Jugendliche ein und ist einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände.

Nachhaltigkeit in jedes Studium

Auch an den Hochschulen wird fleißig mitgemischt, um die Welt der nachhaltigen Entwicklung mit den eigenen Gedanken und Tagen zu gestalten. Anastasia und Jannik leiten gemeinsam den Workshop zum Thema “BNE an Hochschulen”, um am Besuchertag klare Forderungen an die Hochschulpolitik zu äußern. Rund zwanzig engagierte Teilnehmer entwickeln gemeinsame Ideen für die nachhaltige Hochschulbildung von morgen.

Die Universitäten selbst waren nicht untätig bisher. In vielen Curricula wurden die drei Säulen der Nachhaltigkeit bereits übernommen und fest eingebunden: In so genannten “Commitments” –  Strategien – haben sich die Hochschulen bereits zu Nachhaltigkeitszielen und deren Umsetzung verpflichtet. So existieren an Unis bereits Preisausschreibungen, die nachhaltige Projekte von Studierenden fördern, ein “nachhaltiger Monat” pro Jahr mit wöchentlichen Themenschwerpunkten oder ein “Klimateller” in der Mensa, der regionale Produkte auftischt. Ein gemeinsames nationales Konzept fehlt hingegen. Ebenso wie ein klares Bekenntnis der Hochschulen, wie sie Nachhaltigkeit definieren.

Nachhaltigkeit gehört dazu

Aus Sicht der Teilnehmenden spricht nichts gegen die individuelle Ausarbeitung von Strategien zur Umsetzung der Sustainable Development Goals. Auffällig ist, dass die Erfahrungswelten sich von den verschiedenen Universitäten und Studiengängen der Teilnehmer stark unterscheiden. Die Dringlichkeit der Umsetzung wurde offenbar noch nicht in jedem Fachbereich und jeder Uni erkannt. Was fehlt ist der feste Wille, die BNE integral in jeden Studiengang einzubinden. So lautet die Forderung der Arbeitsgruppe, dass Nachhaltigkeit in jedes Studienfach integral eingebunden sein muss.

„Nachhaltigkeit muss verpflichtender integraler Bestandteil in jedem Studienfach werden – macht Nachhaltigkeit unausweichlich!“

Für die Umsetzung dieser Forderungen wurden Bereiche und konkrete Themen erarbeitet. Bei guter Musik und konstruktiven Diskussionen wurden Handlungsvorschläge in vier Themengebieten ausgearbeitet: Lehrpläne beziehungsweise Module innerhalb der Studiengänge, Organisationsstrukturen an den Hochschulen, Kooperationen der Universitäten mit der Außenwelt und die Umsetzung konkreter Projektideen. Der Wunsch der Teilnehmer ist klar: Nachhaltigkeit ist zu fundamental, als dass es aus den Vorlesungen herausgehalten werden kann. Es gehört in die Mitte des universitären Alltags, unter anderem als Pflichtmodul mit Creditpoints und auf die Mensateller. Egal ob angehender Ingenieur, Betriebswirt oder Pädagoge – Nachhaltigkeit geht alle an.

Green Offices, studentische Nachhaltigkeitsgremien, Ringvorlesungen

Die Liste konkreter Ideen der Teilnehmenden ist lang. Klar ist: Je mehr sich organisch aus dem Uni-Standort heraus eigenständig entwickelt, desto individueller ist das Angebot auf die örtliche Nachfrage angepasst. Die Erfolgschancen für das Projekt steigen, gemeinsame Leitlinien können dabei helfen. Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Kommunikation. Erst wenn eine Begründung hinter einer umweltfreundlichen Maßnahme erklärt wird, kann das Verständnis bei den Betroffenen dafür enstehen. Und sei es die verdünnte Seife auf den Uni-Toiletten, die nun schaumig aus dem Spender kommt. Sie ist CO2-neutraler und effizienter und so ein Beitrag zu einem lebenswerteren Morgen. Darüber hinaus wird die Verantwortung der Studierenden selbst nicht aus den Augen verloren, denn Skripte gehören nicht zwangsläufig ausgedruckt auf den Tisch.

Alle müssen anpacken

Unverzichtbar zur Nachhaltigkeit gehört auch der Bereich der Ökonomie. Universitäten arbeiten in vielen Bereichen mit Drittmitteln. Für Kooperationen der Unis mit Unternehmen schlagen die Teilnehmenden vor, dass es es einen Fokus auf die lokale Einbindung des nachhaltigen Potenzial der Studierenden geben soll. Ambitionierte Firmen, die Nachhaltigkeit in ihre Beschaffung oder ähnliches einbinden, könnten für Kooperationen bevorzugt und gefördert werden. Auch für die Studierenden selbst können sich daraus Vorteile für die spätere Jobsuche ergeben: Weg von dem Zwang, ein Auslandssemester zu absolvieren, muss die lokale Zusammenarbeit gestärkt werden. Durch die Vermittlung von Praktika oder Nebenjobs in nachhaltigen Firmenbereichen können beide Seiten profitieren.

Innovative Ideen und Vorschläge sind da, jetzt geht es an die Umsetzung. Mit dem gemeinsamen Wunsch, Nachhaltigkeit unausweichlich in die Bildung zu integrieren, geht der Workshop heute in den Besuchertag. Denn eine lebenswerte Zukunft beginnt in unserem Alltag – auch an den Hochschulen.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Jana Jansen von der Jugendredaktion der Jungen Presse e.V., die live von der youcoN auf ihrem Magazin www.youthmag.de berichtet und uns diesen Beitrag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Seit über 65 Jahren setzt sich die Junge Presse ehrenamtlich für medieninteressierte Jugendliche ein und ist einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände.

Mit und über Medien lernen

In der Schule werden hauptsächlich zwei verschiedene Typen von Filmen verwendet: Spielfilme, die als Lückenfüller vor den Ferien dienen und altmodische Dokumentationen, die eher zum Schlafen als zum Lernen verleiten.

Im Workshop : „Überraschung garantiert! Digitale Berufsorientierung oder: ‚What’s life got to do with it?'“ sehen die Teilnehmenden zum Einstieg einen Erklärfilm zu Berufsorientierung, der diesen Klischees nicht entspricht. Protagonistin Ipek zeigt einen typischen Tag in ihren letzten Ferien. Mit ihrem besten Freund Tomás zieht sie durch die Stadt, dreht lustige Videos und genießt ihren freien Tag. Die Schülerin weiß noch nicht, was sie nach ihrem Abschluss machen möchte oder überhaupt welche Berufe es neben dem der Lehrkraft gibt. Dabei sind für das „Funktionieren“ des normalen Alltags zahlreiche Fachkräfte verschiedener Bereiche notwendig. Ipek fragt die Zuschauenden direkt: „Welchen Talenten oder Ausbildungsberufen habe ich diesen Tag zu verdanken?“

Das Video stoppt – die Teilnehmenden sind gefragt. Mit über 30 Berufen von der Fachkraft für Speiseeis bis zum Zerspanungsmechaniker liegen sogar einige richtig. Das Ende des Films zeigt anschaulich, wo all diese Berufe ihren Einfluss auf den Alltag wirken. Ipek appelliert, dass man diese berufliche Vielfalt entdecken und mit offenen Augen durch die Welt gehen solle, um seine Talente finden und fördern zu können.

Das Start-Up visionYOU, zu dem Referenten  Theresa Keil und Paul Lorenz gehören, zeigt dieses und andere Videos mit unterschiedlichen Konzepten auf ihrer visionTour – einer Projektwoche zur Berufsorientierung an verschiedenen Schulen. Schon im zehnminütigen Film ist deutlich, dass visionYOU die Lernthemen nicht auf altbekannte Weise übermitteln, sondern auf kreativen und modernen Wegen digitale Bildung voran treiben möchte. Das Unternehmen stellt einsatzbereite, multimediale Bildungskonzepte für Bildungsinstitutionen und Unternehmen.

Welche Vorteile die digitalen Lernkonzepte mit sich bringen, erfahren die Teilnehmenden ganz einfach durch Ausprobieren
Apps wie WWF Free Rivers vermitteln durch Augmented Reality anschaulich, wie das komplexe Ökosystem Fluss funktioniert. Die Informationen sind durch dieses Format viel einprägsamer als über lange Fachtexte. Das Material ist über Smartphones und Tablets ständig mobil verfügbar und die Nutzung der Programme an Schulen ist vergleichsweise einfach umsetzen.

Auch einfach umzusetzen, aber sehr wirkungsvoll sind 360°-Videos, die ihre Zuschauer in unbekannte Welten versetzen. Mit einer lustigen Pappbrille und seinem Smartphone befindet man sich im Handumdrehen auf einem Dach und sieht einem Dachdecker bei der Arbeit zu oder erforscht die Pyramiden in Ägypten. Die Videos sind frei zugänglich und bieten eine neue abwechslungsreiche Sichtweise zu verschiedensten Themen.

Digitale Bildung kann Barrieren überwinden. Robo Wunderkind zum Beispiel führt spielerisch Kinder an anspruchsvolle Themen wie Robotik und Informatik heran, wofür sie nicht einmal lesen können müssen. Mit dem Bau eines Roboters aus Bauklötzen und seiner Programmierung werden intuitiv mediale Kompetenzen vermittelt.

Alles zielt auf Interaktion. Allein ein Klick steigert den Lerneffekt im Vergleich zu klassischen Vorträgen. Best Practice-Beispiele zu E-Learning zeigen, dass es digital viele Möglichkeiten gibt, Informationen graphisch umzusetzen und auch, sich individuell an den Lernenden anzupassen. Je nachdem, für welche Antwort sich ein Benutzer beispielsweise in einem Test entscheidet, bekommt er unterschiedliche weiterführende Informationen oder Fragen.

Der Workshop fokussiert sich auf die Vorteile des Lernens mit und über Lernen
Nachteile werden nur nebenbei erwähnt. Warum? visionYOU hat die Erfahrung, dass diese, sobald man neue digitale Projekte umsetzen wolle, sowieso von Lehrkräften/Eltern/“den Entscheidenden“ genannt werden würden. Aber das solle kein Grund sein, sich der Digitalisierung zu verschließen und sich die vielen Vorteile entgehen zu lassen.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Palina Tkachonak von der Jugendredaktion der Jungen Presse e.V., die live von der youcoN auf ihrem Magazin www.youthmag.de berichtet und uns diesen Beitrag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Seit über 65 Jahren setzt sich die Junge Presse ehrenamtlich für medieninteressierte Jugendliche ein und ist einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände.

youcoN 2018 – Wer steckt dahinter?

Die youcoN 2018 wurde schon 2017 und wird auch dieses Jahr wieder von dem youpaN und Mitarbeitern der Stiftung Bildung organisiert. Das youpaN ist das Jugendforum, das junge Menschen mobilisiert, um sich an der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) zu beteiligen, und besteht aus 16 Personen. Die Stiftung Bildung unterstützt die youpaN maßgeblich bei ihrer Arbeit.

Dilan (28) ist die Projektmanagerin der youboX und kümmert sich während der youcoN um alle Absprachen mit der Autostadt, alle Plenums-Situationen, die Kommunikation mit der Technik und den Veranstaltungsorten des Abendprogramms und der Übernachtungen. Außerdem ist sie für die Abrechnung und das gesamte Team zuständig. Als Angestellte der Stiftung Bildung kann sie sich diesen Aufgaben hauptamtlich widmen. Über das Jahr hinweg begleitet sie zudem das youpaN, mit dem sie gemeinsam Projekte konzipiert und neue Wege findet, Jugendliche an der Bildung für nachhaltige Entwicklung zu beteiligen.

Ich glaube einfach an Bildung und will einen Job machen, der auch was verändert. – Dilan

Julian (27) hingegen ist relevant für alle pädagogischen Inhalte der Konferenz. Er stimmt mit Kollegen ab, wie sich die Fragestellungen am besten umsetzen lassen. Die Betreuung der Programmgestalter läuft zudem komplett über Julian.

Das Ziel ist, dass die Teilnehmer viele Inhalte mitnehmen und Spaß an der Sache haben. – Julian

Engagiert? Eigentlich schon immer
Beide haben schon früh angefangen sich bei aktuellen Fragestellungen zu beteiligen. Während die Beiden in ihrer Jugendzeit fleißig auf Landesebene mitgeholfen haben, um die Meinung Jugendlicher zu vertreten und sich aktiv an Gesetzesentwürfen zu beteiligen, übernehmen sie nun mehr den Part, eine Plattform für die jüngere Generation zu schaffen, auf der sich diese Austauschen können.

Es war inspirierend, zu merken, dass man auch als Jugendlicher etwas bewirken kann. – Julian

Rund um die Uhr für Euch da
Abgesehen von den Organisierenden tragen auch die Betreuungskräfte für die Teilnehmer vor Ort sehr zu einer gelungenen Veranstaltung bei. Sabrina und Lea sind beide im Betreuungsteam aktiv und behalten immer ein Auge auf die Teilnehmer und sorgen dafür, dass jeder Teilnehmer jederzeit einen Ansprechpartner hat, falls es Probleme gibt.

Lea ist 20 Jahre alt, lebt in Berlin und wurde noch spontan von den Organisatoren angefragt, weil jemand entfallen ist bzw. noch Unterstützung gebraucht wurde. Sie ist also mehr oder weniger nur über Kontakte in das Programm gekommen und kannte daher noch kaum jemanden aus dem Betreuungsteam, das schon durch vorherige Zusammenarbeit im Kongressrahmen oder auf Jugendcamps eingespielt war. Sie fängt zu diesem Wintersemester an, „Agrarwissenschaften“ zu studieren und hat bis jetzt noch nicht so viel Erfahrung im Bereich Jugendarbeit.

Ich merke, dass es mich immer mehr reizt, solche Projekte als Team zu begleiten. – Lea

Sabrina ist 23 Jahre alt und kannte schon jemanden von den youcoN-Organisatoren aus einem früheren Bildungscamp. Sie studiert mittlerweile Erziehungs- und Bildungswissenschaften im Master und arbeitet nebenher sehr viel mit Menschen jeder demographischen Schicht.

Ich finde es unglaublich wichtig, sich auch schon während des Studiums mit seinem späteren Beruf auseinanderzusetzen, damit man Einblicke bekommt und verschiedene Bereiche kennenlernt. – Sabrina

Am ersten Abend der Veranstaltung wurde mitunter für die beiden extra eine Einweisung gegeben, die die Betreuungskräfte über alle Regeln und Rahmenbedingungen in Kenntnis setzte, da auf einer Veranstaltung mit Minderjährigen auch die Jugendschutzverordnung in jedem Fall eingehalten werden muss.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Johanna Dörrie von der Jugendredaktion der Jungen Presse e.V., die live von der youcoN auf ihrem Magazin www.youthmag.de berichtet und uns diesen Beitrag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Seit über 65 Jahren setzt sich die Junge Presse ehrenamtlich für medieninteressierte Jugendliche ein und ist einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände.

Informell, formal, ganz egal?

Einer der Workshops, der den Freitag auf der youcoN 2018 maßgebend mitgestaltete, beschäftigte sich mit der Frage, wie man Bildung für nachhaltige Entwicklung dauerhaft mit in den Sektor der non-formalen und informellen Bildung integrieren kann.

Schon auf den ersten Blick ist erkennbar, dass einige der youcoN Teilnehmer sich dafür interessieren, wie die beiden Bereiche miteinander kombiniert werden können. Zuerst wurde allerdings in der Gruppe geklärt, was eigentlich non-formale und informelle Bildung ist bzw. wo sie vermittelt wird. Viele Begriffe fallen, darunter „Museen“, „Familie“, „Jugendcamps“, „Fußballvereine“, Begriffe, die inhaltlich nicht unterschiedlicher sein könnten. Doch alle haben eine Sache gemeinsam: Keiner der Bereiche ist staatlich institutioniert oder verfolgt Lehrpläne, die strikt bestimmte Inhalte vorschreiben. Somit ist einer der Schlüsselpunkte der non-formalen und informellen Bildung die Unabhängigkeit.

Dass auch von einer Teilnehmerin der Begriff „Leben“ in den Raum geworfen wird, ist also nicht verwunderlich. Schließlich lernt der Mensch tagtäglich in jedem seiner Lebensbereiche. Tatsächlich werden sogar 60% aller Lernprozesse eines Menschen in seinem Alltag abgeschlossen. Wieder wird an dieser Stelle ein Kernpunkt deutlich: Die non-formale und informelle Bildung ist durch ihre Vielfalt, Freiheit und somit auch Möglichkeit zur kreativen Gestaltung geprägt. 

Daraus leitet sich ein extrem hohes Innovationspotential in dem Bereich ab. Ein natürliches, freiwilliges Lernen und Austauschen wird möglich, da die Auseinandersetzung mit Themen motiviert und gezielt abläuft. Jeder Mensch besucht in seiner Freizeit, die er außerhalb von Anforderungen, Lehrplänen und frei von Bewertungskriterien verbringt, logischerweise vorrangig die Veranstaltungen, die ihn persönlich interessieren.

Jedoch kann das auch zu einem grundlegendem Problem werden. Dieser Zustand wird sehr gut durch das Phänomen der „Öko-Bubble“ beschrieben. In dem Fall isoliert sich der Teil, der sich aktiv für einen nachhaltigen Lebensstil einsetzt, vom Rest der Gesellschaft und hat deshalb kaum Berührungspunkte, an denen Diskussionen zum Thema Nachhaltigkeit entstehen können.

So schön es auch wäre, Erfahrungsberichten und dem obigen Grund zufolge wird das Thema Nachhaltigkeit bei wenigen Menschen im Alltag diskutiert. Dabei stellen die jungen youcoN-Teilnehmer im Laufe des Workshops fest, dass der Austausch mit seinen Mitmenschen in hohem Maße ausschlaggebend für eine flächendeckende Ausbreitung der Bildung für nachhaltige Entwicklung ist. Denn auch in jeder zwischenmenschlichen Beziehung bildet sich der Mensch weiter, sei es in Gesprächen, Diskussionen oder allein durch den Verweis eines Freundes auf eine interessante Veranstaltung.

Das Ziel dahinter

Die stärkere Verbindung zwischen non-formaler und informeller Bildung und der Bildung für nachhaltige Entwicklung ist für die Zukunft unabdinglich, da nur durch ein größeres Bewusstsein für die Thematik auch verantwortungsvolle Entscheidungen gefällt werden können.

So kann langfristig zukunftsfähiges Denken und Handeln gefördert und durchgesetzt werden.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Johanna Dörrie von der Jugendredaktion der Jungen Presse e.V., die live von der youcoN auf ihrem Magazin www.youthmag.de berichtet. Seit über 65 Jahren setzt sich die Junge Presse ehrenamtlich für medieninteressierte Jugendliche ein und ist einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände.

Niemand enthält sich

Was passiert, wenn sich alle einbringen? Der Workshop „Erwachsene – wo ist eure demokratische Haltung?“ beschäftigt sich unter der Leitung von Lukas Daubner damit, welche Kriterien demokratische Beteiligung im Alltag behindern und wie diese behoben werden können. Lukas engagiert sich im Verein “Was bildet ihr uns ein?”, der sich für Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen einsetzt.  Diese Mitbestimmung wird immer wieder gefordert, doch woran scheitert ihre Umsetzung und warum ist sie nicht alltäglich?

Bringt man sich ein, bohrt man die dicken Bretter

Mio ist 23 Jahre alt, lebt in Göteburg  und ist ehemaliges youpaN-Mitglied. Aus seiner Sicht fehlen Räume, die Austausch und Mitbestimmung ermöglichen, räumlich wie zeitlich. In vielen Fällen ist es effizienter, die Betroffenen einer Entscheidung nicht zu fragen. „Man verliert die Motivation, wenn man sich in der Schülervertretung engagiert und wiederholt scheitert“, bringt Hanna, 18 Jahre alt, ein. Sich einbringen, aber auch Mitbestimmung zuzulassen, kann schwierig sein. Der Workshopleiter Lukas berichtet aus seiner Erfahrung als Jugendleiter: „Stellt euch vor, alle Kinder wollen im Ferienlager einstimmig, dass es immer Pommes zum Mittagessen gibt. Da kann es als Betreuer schnell unangenehm werden: Lasse ich die Mitbestimmung zu und alle haben nach drei Tagen Bauchschmerzen oder verbiete ich die Mitbestimmung, indem ich eine ausgewogene Ernährung undemokratisch bestimme?“  

Reden hilft

Doch die Welt ist voller Lösungen. Wichtig ist, dass miteinander gesprochen wird: Transparenz schafft Verständnis. Jean ist Mitglied der Landesschülervertretung in Rheinland-Pfalz und stellt klar, dass bestehende Regeln durchaus ihre Berechtigung haben, man dennoch konstruktiv über sie diskutieren kann. Hinter vielen Regeln stehen Ideen, die das Zusammenleben grundlegend verbessern wollen. Klar, es gibt kaum ein Kind, das nicht gerne Pommes isst, aber jeden Tag Pommes essen ist leider nicht gesund. Was ist also zu tun? Miteinander reden. Es ist wichtig zu erklären, dass Brokkoli klar den Kampf um das beliebteste Essen gegen Pommes verliert, aber auf Dauer ist es die bessere Alternative. Setzen sich Erwachsene und Kinder zusammen, um gemeinsam an einem Essensplan zu arbeiten, kann eine gesunde Ernährung den Rahmen bieten, in dem die Kinder mitbestimmen können. Es ist wichtig, dass Mitbestimmung früh geübt wird, damit sie im späteren Leben eingefordert und ausgeführt werden kann.

Es gibt immer etwas zu tun

Dafür bedarf es auf der einen Seite Personen, die engagiert sind, ihr Recht auf Mitbestimmung in Anspruch zu nehmen. Umfassende Rechte für eine studentische Vertretung sind wirkungslos, wenn niemand kandidiert. Eine Befragung der Stadtbewohner hat keine Aussagekraft, wenn sich keiner an der Wahl beteiligt, und der Speiseplan würde kein Kind glücklicher machen, wenn diese das Angebot der Mitgestaltung ausschlagen. Auf der anderen Seite müssen die Strukturen sich einzubringen vorhanden sein. Feedback, Wahlen oder das Ergreifen eines Amtes müssen institutionalisiert sein und dürfen keine Frage von engagierten Personen sein. Die Schülervertretung – kurz SV – ist vielen Personen geläufig, ihre umfassenden Rechte nicht. Das macht eine Kandidatur möglicherweise weniger attraktiv. Aufklärung, die Bereitstellung von Informationen und ein wertschätzender Umgang sind für die Demokratisierung von Kitas, Schulen und Hochschulen daher dringend erforderlich. Der Verein “Was bildet ihr uns ein?” hat sich genau das zur Aufgabe gemacht. Es ist wichtig, die Rolle der Kinder und Jugendlichen zu stärken, aber auch das Verständnis, was Mitbestimmung heißt, zu transportieren: Beteiligung an Entscheidungsprozessen, nicht die Entscheidung alleine zu treffen.

Wann wirst du dich einbringen?

Demokratie darf also nicht eine Frage von Interesse oder Elitenstatus bleiben. Sie muss für alle zugänglich sein und von allen genutzt werden. Wie sieht es bei den Teilnehmern des Workshops aus? Sophie kommt aus Berlin und engagiert sich bereits ehrenamtlich bei Greenpeace. Nach der Diskussion ist sie fest entschlossen, sich politisch zu engagieren und sich nicht unterkriegen zu lassen, wenn ein Entscheidungsprozess Durchhaltevermögen fordert. Hanna will von ihrem Wahlrecht bei den kommenden Landtagswahlen in Bayern Gebrauch machen und Mio appelliert: “Bringt euch beim Besuchertag ein! Dort sitzen die wichtigen Leute. Kommt ins Gespräch, erzählt ihnen, was euch am Herzen liegt. Enthaltet euch nicht, nutzt eure Stimme.”

Es ist wichtig, sich kooperativ zu verbinden, als Multiplikator tätig zu werden und sich von vorhandenen Angeboten und Möglichkeiten zu erzählen, denn: Gemeinsam erreichen wir mehr.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Jana Jansen von der Jugendredaktion der Jungen Presse e.V., die live von der youcoN auf ihrem Magazin www.youthmag.de berichtet. Seit über 65 Jahren setzt sich die Junge Presse ehrenamtlich für medieninteressierte Jugendliche ein und ist einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände.

Der ökologische Fußabdruck – wie ist ökologisch Leben überhaupt noch möglich?

Ökologisch fair leben ist ein wichtiges Thema unter den Teilnehmenden der youcoN 2018. Im Veranstaltungsort, der Autostadt Wolfsburg, kann man in der Ausstellung „Level Green“ den eigenen ökologischen Fußabdruck messen. Dabei gibt es einige überraschende Ergebnisse.

Ein in Deutschland lebender Mensch hat durchschnittlich einen ökologischen Fußabdruck von der Größe von 6,6 Fußballfeldern. Wenn jeder Mensch diesen Lebensstandard erreichen wollte, bräuchten wir 2,6 Erden – das sagt die digitale Installation in der Ausstellung „Level Green“ in der Autostadt Wolfsburg. Dort kann man mit Schiebereglern verschiedene Kriterien eintragen. Von der Länge des Duschens am Morgen über die Wohnungsgröße, -wärme und Mitbewohnerzahl bis hin zu Reisen mit Auto, Bahn und Flugzeug werden insgesamt 16 Kriterien miteinbezogen. Bei vielen Teilnehmenden der youcoN stand am Ende eine Zahl von 1,3 bis 1,6 Erden auf dem Bildschirm. Deutlich unter dem Durchschnitt, aber leider trotzdem noch zu viel.

Wie viele Erden braucht der Mensch?

Das Ganze könnte man natürlich auf die Spitze treiben: 9,3 Fußballfelder oder 3,7 Erden, weiter lässt sich der Computer nicht ausreizen. Was aber müssten wir tun, damit unsere Füße klein genug werden, um nebeneinander auf einer einzigen Erde stehen zu können? Also alle Einstellungen am Computer nach und nach mal runter gedreht. Und tatsächlich: Auf dem Bildschirm steht „0,9 Erden“.
Die eingegebenen Kriterien: Eine Wohnung mit 10 m2 Wohnfläche für zehn Personen, keine Duschen, Fahrten mit dem Auto, Bus oder Bahn, keine neue Kleidung oder Technik, 12° Celsius in der Wohnung im Winter. Insgesamt recht kläglich und nicht real umsetzbar. Wie kommt man zum Beispiel zur Arbeit, wenn man nicht gerade in einem Radius von einer Fahrradstunde wohnt?

Aus dieser Simulation, so ungenau sie auch sein möge, ergibt sich eine interessante Diskussionsfrage für die Teilnehmenden der youcoN 2018. Was auf der Welt, abgesehen von unserem eigenen Umgang mit der Umwelt, muss sich noch ändern, wenn wir unsere Erde erhalten wollen? Und wie können wir das gemeinsam erreichen? Auf dem Besuchertag am youcoN-Samstag kann mit Menschen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft darüber diskutiert werden.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Pascal Bucksteeg von der Jugendredaktion der Jungen Presse e.V., die live von der youcoN auf ihrem Magazin www.youthmag.de berichtet und uns diesen Beitrag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Seit über 65 Jahren setzt sich die Junge Presse ehrenamtlich für medieninteressierte Jugendliche ein und ist einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände.

Dem Klimawandel die Stirn bieten

Der Klimawandel begleitet uns jeden Tag. Wir hören von schmelzenden Polkappen, CO2-Fußabdrücken, extremen Wetterbedingungen und Ernteausfällen. Diese und viele weitere Faktoren sorgen für den anthropogenen, also den vom Menschen gemachten Treibhauseffekt, der unsere Jahrsmittelwerte der Lufttemperaturen stetig ansteigen lässt und damit fatale Folgen auf unseren Planeten bewirkt.

Im Workshop „Zukunft verändern – Klima wandeln“ beschäftigen sich die Teilnehmer unter Anleitung von Lukas Böhm und Annalena Stöger vom SV-Bildungswerk daher mit der drängenden Frage: Wie kann das Klima geschützt werden? Was können wir konkret machen, um den Wandel zu stoppen?

Die Teilnehmer nähern sich dabei dem Kern des Themas auf mehreren Etappen und sammeln zunächst, welche Akteure den Klimawandel mitgestalten. Sortiert wird nach Problemmachern und Lösungsschaffenden. Neben großen Industrienationen, global agierenden Konzernen und Fabriken finden sich dabei als Problemmacher einige sehr konkrete Beispiele: Fleischesser, Touristen, Flugreisende und Konsumenten im Allgemeinen tauchen in der Sammlung auf. Als Lösungsschaffende werden Umweltverbände, Aktivisten, Hochschulen mit Programmen für Nachhaltigkeit und Schulen genannt.

In einem nächsten Schritt hinterfragt jeder Teilnehmer sein eigenes Tun: Welche klimaschädlichen Dinge tue ich jeden Tag? Reflektiert gibt jeder Auskunft über sein eigenes Handeln: Fleisch essen. Lange duschen. Pflegeprodukte und Make-up nutzen. Strom verbrauchen. Technik besitzen, deren Komponenten klimaschädlich hergestellt werden. Lebensmittel aus Übersee verzehren, deren Anbau Unmengen an Wasser verschlingt. Flug- und Autoreisen. Das Bild, das sich den Teilnehmern bietet, erschreckt.

Selber zum Lösungsschaffenden werden

Das Blatt wird daher gewendet: Es wird nach Lösungen gesucht, um diese Probleme zu vermeiden. Gemeinsam werden zahlreiche Alternativen gefunden: Vegetarisch oder vegan essen. Kein Essen verschwenden und auf saisonale, regionale und biologisch hergestellte Lebensmittel Wert legen. Mehr Fahrrad fahren. Weniger Pflegeprodukte und feste Kosmetik benutzen. Die Liste an Möglichkeiten, um den Herausforderungen zu begegnen, wird deutlich länger als die Liste der Probleme.

Mit den gefundenen Ansätzen überlegen die Teilnehmer anschließend über Chancen, diese Ideen weiterzugeben und damit selber zum Lösungsschaffenden zu werden und entwickeln konkrete Pläne:

Wir wollen Vorbilder sein für andere und ein klimafreundliches Verhalten vorleben. Wir wollen Raum für Gespräche und Diskussionen nutzen, um andere an unseren Gedanken teilhaben zu lassen. Wir wollen kreativ sein und uns weiterentwickeln und dabei neue Möglichkeiten finden, um den Wandel zu leben. Wir wollen offen sein. Wir wollen Handlungsspielräume wahrnehmen und uns einmischen. Wir wollen niemanden bevormunden. Wir wollen Freunde einladen, mit uns gemeinsam die Veränderung zu sein, die diese Welt braucht.

Es wird klar: Jeder ist selber dafür verantwortlich, sein Handeln zu reflektieren und zu überdenken, Probleme zu erkennen und Lösungsansätze zu schaffen. Die Grundlage dafür wurde dank Lukas Böhm und Annalena Stöger gelegt – es liegt nun an den Teilnehmern, diese Veränderung weiterzutragen.

Dieser Artikel wurde geschrieben von  Marie Haase von der Jugendredaktion der Jungen Presse e.V., die live von der youcoN auf ihrem Magazin www.youthmag.de berichtet und uns diesen Beitrag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Seit über 65 Jahren setzt sich die Junge Presse ehrenamtlich für medieninteressierte Jugendliche ein und ist einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände.

 

Wo sind eigentlich die Azubis?

Die Werkstätten auf der youcoN sind in verschiedene Bildungsgruppen aufgeteilt – von „Frühkindlicher Bildung“ bis zur „Hochschule“. Schnell wird klar: die Gruppe der Azubis ist unterbesetzt.

Als die Werkstatt „Hochschulbildung“ beginnt, wird noch einmal kräftig die Werbetrommel für die „Berufliche Bildung“ gerührt.  Ob noch wer wechseln wolle, wird gefragt, schließlich hätte gerade die Gruppe der Auszubildenden den größten Einfluss auf die Wirtschaft und deren Nachhaltigkeit. Eine Person geht, der Rest bleibt. Die meisten hier studieren oder sind noch Schüler.

Auszubildende werden nicht ernst genommen

Bei der „Beruflichen Bildung“ sitzen am Ende acht Leute, sieben studieren, eine macht gerade eine Ausbildung und engagiert sich bereits im youpaN, dem Jugendausschuss  für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE). Eigentlich weiß niemand, was ihn oder sie hier erwartet. Es fehlen die Auszubildenden auf der youcoN, die eigentlich junge Menschen am Entstehungsprozess der BNE beteiligen will.

Daniela Nguyen sitzt im Fachforum für berufliche Bildung, einem der insgesamt sieben Fachforen für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Wer zu Kongressen wie der youcoN wolle, müsse freigestellt werden, erklärt sie der Runde. Gerade in kleineren Betrieben würden sich die Auszubildenden zwar für das Thema Nachhaltigkeit interessieren, aber gerade diese bräuchten jeden Mitarbeiter. Ein weiteres Problem sei es, dass die jungen Menschen, gerade Auszubildende, oft nicht ernst genommen würden, gerade in größeren Betrieben. Auch im Fachforum selber, bei dem es ja gerade um die Bildung von Azubis gehe, würden die jungen Menschen selten tatsächlich gefragt. Außerdem zeige man ihnen dort, dass man sie nicht ernst nehme, kritisiert Daniela.

Die Steinriesen

Zu den Zielen des Fachforums  gehören unter anderem das stärkere Einbeziehen von Auszubildenden und Lehrenden, soziale Nachhaltigkeit und das Lernen von Handlungskompetenzen. Konkreter wird es leider nicht. Das Fachforum sei zwar schon seit fünf Jahren bei der Arbeit, treffe sich aber nur zwei Mal im Jahr, sagt Daniela. Die dort teilnehmenden Vertreter der Arbeitgeber seien meistens von großen Dachverbänden und anderen Institutionen entsandt. Sie könnten nur wenige Entscheidungen und Beschlüsse wirklich mittragen, weil Tausende kleinerer Verbände dahinter stünden, die sich nicht einheitlich zeigten oder denen das Interesse am Thema fehle. Nelo Locke, die die Werkstatt leitet, bezeichnet sie als „Steinriesen, deren riesige Mühlen langsam mahlen.“

Am Ende der Einführung in das Thema steht fest: Auszubildende wie Berufstätige müssen beginnen, sich mit dem Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung auseinander zu setzten. Sonst werden es andere für sie tun.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Pascal Bucksteeg von der Jugendredaktion der Jungen Presse e.V., die live von der youcoN auf ihrem Magazin www.youthmag.de berichtet und uns diesen Beitrag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Seit über 65 Jahren setzt sich die Junge Presse ehrenamtlich für medieninteressierte Jugendliche ein und ist einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände.

Die youcoN geht los – wir berichten live

150 junge Menschen starten die 2. BNE-Jugendkonferenz.

Gerade eben hat die youcoN – Gemeinsam.Zukunft.Leben begonnen. Wir vom Organisationsteam youboX freuen uns auf alle, die für die nächsten vier Tagen in die Autostadt in Wolfsburg gekommen sind. Denn wir werden eine tolle Konferenz mit spannenden Vorträgen und coolen Workshops zu Bildung für nachhaltige Entwicklung erleben. Und wir werden jede Menge tolle Ideen und Projekte von jungen Menschen erfahren, die die Welt und unsere Bildung nachhaltiger machen wollen.

Hier findest du erste Bilder von unserer Veranstaltung. Und du siehst, was die Teilnehmenden für Erwartungen nach Wolfsburg mitbringen.

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Für alle die wissen möchten, was auf unserer Konferenz so geht, gibt es ab heute Abend in unserem Blog eine LIVE-Berichterstattung mit Bildern, Texten und vielem mehr von der Jungen Presse.