Auch 2020 soll es Jugendbeteiligung geben

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hatte uns in den letzten Monaten ihre Pläne für die Zukunft mitgeteilt. Genauer: Die Zukunft der Nationalen Plattform, der Fachforen und auch des youpaN. Denn die UNESCO hat ein neues Weltaktionsprogramm versprochen, dass eng an dem bisherigen Programm weitergeht.

Und für uns ist klar: natürlich braucht es hier eine starke und gelungene Jugendbeteiligung.
Neben vielen Hintergrundgesprächen veröffentlichen wir dazu auch eine Stellungnahme. Diese könnt ihr hier lesen.

Wir hoffen euch bald mehr zu unserer Zukunft sagen zu können. Aber wir sind uns sicher: Ohne Jugend geht es nicht!

Engagement für jede*n!

Ermäßigungen für Ehrenamtler*innen. 51 % Jugendquote in Politik. Wahlrecht ab 16. Bildung neu und mit Engagement zusammen denken. All diese Ideen kamen beim #JugendMacht Workshop des Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) auf.

Foto: Elena Keil

In dem Workshop setzten Nicolas, Noura und Elena vom youpaN sich mit Jugendvertreter*innen aus Organisationen wie „Jugendhackt“, der „Jugendfeuerwehr“, dem „Jugendrat“, „Lernen durch Engagement“ (…) zusammen, um über unser Engagement zu reden.

Dabei wurde schnell klar: Wir sind alle motiviert, weil uns die Themen am herzen liegen, für die wir uns einsetzen. Doch auch Frust kommt an der einen oder anderen Stelle auf: Es wird immer gesagt, wir seien die Zukunft! Doch sie aktiv mitzugestalten, wird uns nicht immer leicht gemacht.

Termine von Ministerien und Politiker*innen unter der Woche, die wir mit unseren Herzensthemen trotz Schule, Uni oder Arbeit erreichen möchten. Hoher Zeitaufwand, der oft kaum gewürdigt oder gewertschätzt wird. Vor allem aber: Das Gefühl, oft einfach nicht richtig ernst genommen zu werden.

Foto: Elena Keil

Aus diesem Grund konnten wir an mehreren Terminen Forderungen entwerfen, die das Engagement von uns jungen Menschen stärken und uns keine Steine mehr in den Weg legen. Es ist außerdem nicht selbstverständlich, dass wir überhaupt die Möglichkeit haben uns zu engagieren. Oft geht das schon durch den hohen Leistungsdruck in Schulen, der Situation zu Hause oder am Arbeitsplatz nicht.

Wir möchten, dass in Zukunft jede*r das Gefühl hat, sich beteiligen zu können!

Mein Praktikum in der Stiftung Bildung (youboX)


„Ich war beim Startschuss der BNE Jugendbeteiligung vor zwei Jahren dabei und freue mich ins Team zurückzukommen“

20 Jahre alter Student im weißen T-Shirt vor der Stiftung Bildung
Foto: Dorothea Oelfke

In diesem Blog möchte ich euch die kommenden sechs Wochen mitnehmen und über mein Praktikum auf dem Laufenden halten. Nach Abschluss meines Praktikums werdet ihr einen guten Einblick in das Praktikum in der Stiftung Bildung haben. 

Zu meiner Person

Mein Name ist Niklas Hähn, ich studiere Politikwissenschaft an der Uni Mannheim und absolviere ein sechswöchiges Praktikum in der Stiftung Bildung.

In den letzten fünf Jahren engagierte ich mich in verschiedenen Bildungspolitischen Gruppen, wie der Landesschüler*innenvertretung Rheinland-Pfalz  und dem AStA der Uni Mannheim  für mehr Mitsprache von jungen Menschen. Ich freue mich die Möglichkeit zu bekommen, das youpaN bei seiner aktuellen Arbeit zu unterstützen.

Meine Aufgaben

Während meines Praktikums freue ich mich einen Einblick in die Arbeit einer Stiftung zu erhalten, die youboX bei ihrer Arbeit zu unterstützen und in tollen Teams an Projekten zu arbeiten. Es ist nicht selbstverständlich so viele Möglichkeiten zum selbstständigen Mitarbeiten und Weiterbildung  während eines so kurzen Praktikums zu erhalten. Vielleicht sieht man sich in den nächsten Wochen auf Kongressen zum Thema Bildung für Nachhaltige Entwicklung.

Ein besonderer Fokus meiner Arbeit wird auf der Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung Bildung und der youboX liegen. Dafür werde ich mich mit der Homepage auseinandersetzen und sie während meiner Zeit im Praktikum mitbetreuen.

Ich möchte sehr eng mit dem youpaN zusammenarbeiten, einen guten Einblick in ihre aktuelle Arbeit und Projekte in ganz Deutschland bekommen und sie bei ihrer Arbeit unterstützen, um das Projekt Bildung für Nachhaltige Entwicklung weiter voran zu treiben.

Ich hoffe, dass ich trotz der Sommerpause die Möglichkeit bekommen werde die Stiftung auf einen Lobbytermin zu begleiten, um mich auch gegenüber Dritte für die Ziele der Stiftung einzusetzen.

Das Praktikum ist sowohl für engagierte Schüler*innen, wie auch für Personen nach dem Schulabschluss zu empfehlen, die sich für Gremienarbeit, Verwaltungsarbeit und BNE interessieren. 

Das youpaN beim Markt der Utopien!

Am 23.06.19 war das youpaN auf dem „Markt der Utopien“ in Dresden vertreten, der vom Dresdener BNE-Verein „Sukuma e.V.“ organisiert wurde.

Standbetreibende waren verschiedene Nachhaltigkeits-Akteur*innen wie etwa Cradle to Cradle, die BUND Jugend Dresden oder „Arche noVa“, die aktiv im Bereich BNE und Globales Lernen sind.

Etwa 200 interessierte Besucher*innen jeglichen Alters hatten die Möglichkeit an diversen Ständen regionales und nachhaltiges Essen zu genießen und sich auf dem Markt interaktiv zu Nachhaltiger Entwicklung zu informieren.

Wir konnten unsere Arbeit auf Bundesebene und unseren Versuch, auch in Sachsen Beteiligungsstrukturen im Bereich BNE für Jugendliche zu schaffen, ausführlich erläutern. Wenn ihr euch auch dafür einsetzen möchtet, könnt ihr uns hier mit eurer Unterschrift unterstützen: https://weact.campact.de/petitions/jugendbeteiligung-in-der-umsetzung-von-bildung-fur-nachhaltige-entwicklung-in-sachsen

Das youpaN konnte sich mit diversen BNE-Akteur*innen in Dresden vernetzen und sich über viele positive Reaktionen der Marktbesucher*innen freuen.

Abgehängt! – Das youpaN bei dem „Chancen-Hackathon“ 2019

Hannes Jähnert vom Deutschen Roten Kreuz, Max Strohmeyer von der VILLA Leipzig, Julia Bousboa von der Hospiz-initiative Kiel und Christopher Zentgraf vom youpaN

Am Wochenende war Christopher bei dem „Chancen-Hackathon“ des BMFSFJ! Dabei ging es hauptsächlich um die Frage, wie alle von der Digitalisierung profitieren können.

Unterschiedlichste Vertreter*innen aus sozialen Vereinen, den Sozialwissenschaften, Verwaltung und der Software-Entwicklung, haben zuerst in fünf Großgruppen mögliche Ideen gesammelt:

  • Familien mit geringem Einkommen helfen
  • Mit offenen Daten Teilhabe stärken
  • Gleichstellung fördern und sichtbar machen
  • Den Helfern helfen
  • Offener Track

Anschließend haben sich diese Gruppen weiter unterteilt, um schlussendlich zwölf ausgewählte Ideen zu Ende zu denken und auszuarbeiten.

Die Idee, die in Christophers Team entstanden ist, ist ein Kartenspiel: „Abgehängt – das Diversity-Spiel“. Ziel ist es, Vereinen und Organisationen aufzuzeigen, welche Chancen Diversität für sie selbst haben kann, und welche Hürden vielleicht noch im Weg stehen.

Dazu schlüpft der Verein in die Rolle einer Person, die sich engagieren möchte. Jede*r Mitspieler*in zieht dafür drei Merkmale, beispielsweise „Rollstuhlfahrer*in“, „ALG II-Empfänger*in“, „homosexuell“. Zusätzlich zieht jede*r eine Ressourcen-Karte, beispielsweise „kann Gebärdensprache dolmetschen“, sowie eine Hilfe-Karte.

Anschließend werden Challenges gezogen, die beim Engagement auftreten können, beispielsweise: „Es werden keine Fahrtkosten erstattet“. Dann wird reihum gegangen und geschaut, ob eine Person mit der Challenge ein Problem hat, oder nicht; das wird auch in der Gruppe diskutiert.

Spieler*innen können sich gegenseitig durch Einsatz einer Hilfe-Karte helfen, sofern das durch die Persönlichkeitsmerkmale der einsetzenden Person plausibel möglich ist. Die Karte wandert dann zur geholfenen Person und kann von dieser wieder verwendet werden. Falls eine Person eine Challenge nicht überwinden und ihr auch nicht geholfen werden kann, wird sie abgehängt und bekommt eine „abgehängt“-Karte. Bei drei „abgehängt“-Karten fliegt ein*e Spieler*in raus.

Bei den Challenges gibt es zusätzlich noch einen QR-Code, der zu Best Practices führt, wie diese Challenge in anderen Vereinen/Organisationen gelöst wurde oder gelöst werden kann.

Insgesamt war es ein sehr produktiver Hackathon, mit vielen Ideen, die hoffentlich auch in Zukunft umgesetzt werden können!

youcoN 2019 – 150 junge Menschen berieten auf Rügen über die Zukunft

Seit Monaten demonstrieren weltweit Jugendliche für ihre Zukunft. Noch einen Schritt weiter gingen sie bei der youcoN 2019, einer der größten Jugendkonferenzen für Nachhaltigkeit bundesweit. Organisiert hat sie die spendenfinanzierte Stiftung Bildung auf Rügen.

Gruppenbild der Teilnehmenden an der youcoN 2019

Die Teilnehmenden der youcoN 2019

Bei der youcoN kamen aus ganz Deutschland 150 junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren zusammen. Als Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft wollen sie den Unterricht in Schulen und Universitäten verändern. Denn umwelt- und sozialbewusstes Verhalten kann man lernen – davon sind die Konferenzgäste überzeugt. In Prora berieten sie vom 29. Mai bis 2. Juni 2019 über kreative Wege dafür. Im Angebot waren über 40 Workshops, Vorträge und Diskussionen finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

youcoN 2019: Klima, Plastik und mehr

Workshop-Ideen für eine nachhaltige Zukunft

Workshop-Ideen für eine nachhaltige Zukunft

Die großen Überschriften der Veranstaltung erstreckten sich von hochaktuellen Themen wie Klimaschutz und Plastikvermeidung bis hin zu digitaler Bildung, umweltverträglicher Mobilität und Ernährung. Die zentrale Frage: Wie kann man selbst einen persönlichen Beitrag dazu leisten und vor allem andere Menschen bewegen, aktiv zu werden? Dazu haben die jungen Konferenzgäste fünf Tage lang diskutiert, Spiele und Apps getestet, Konzepte entwickelt und sogar Solarlampen selbst zusammengelötet. Ein Team der „Jungen Presse“ hat dazu im Blog des youpaN laufend vor Ort berichtet.

Ökologische und soziale Probleme zusammen sehen

Lötarbeiten für den Bau einer Solarlampe

Löten für eine Solarlampe

Fachleute nennen das „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Dabei vermittelt man Schülern, Schülerinnen und Studierenden Wissen darüber, wie ökologische und soziale Probleme auf der ganzen Welt zusammenhängen. Zum Beispiel, wie die Klimakrise durch den steigenden Meeresspiegel dazu führt, dass Menschen in Küstenregionen ihre Existenzgrundlage verlieren. Im nächsten Schritt lernen die jungen Menschen, welche Lösungen es gibt – und setzen in Projekten und Aktionen eigene Ideen dazu um. Spenden für deren Realisierung sammelt bundesweit die Stiftung Bildung, die auch die youcoN organisiert hat.

Höhepunkt der youcoN 2019: Fest der Zukunft

Strampeln auf dem Smoothie-Rad

Strampeln auf dem Smoothie-Rad

Das Besondere bei der jährlichen stattfindenden Jugendkonferenz ist: Hier kommen junge Leute zusammen, die ihre Ideen auch an Lehrkräfte und die Politik weitergeben. Denn nur so lässt sich Bildung für nachhaltige Entwicklung flächendeckend verankern. Dazu stellten die Konferenzgäste ihre Ergebnisse am vorletzten Tag der Öffentlichkeit vor. Bei diesem “Fest der Zukunft” fanden an verschiedenen Ständen Mitmach-Aktionen und Informationsaustausch statt. Neben einer Kleidertauschparty, konnten die Teilnehmer*innen Bienenwachstücher als Alternative zu Frischhalte- oder Alufolie herstellen und Smoothies aus lokalen Produkten mixen. Der Strom dafür kam nicht aus der Steckdose, sondern von einem Tretfahrrad.

Forderung: Fortbildungen in Nachhaltigkeit für Lehrkräfte und Politik

Ergebnisse der youcoN 2019 als Theaterstück

Ergebnisse der youcoN 2019 als Theaterstück

Am Abend zeigten die Workshop-Gruppen, was sie in drei Tagen erarbeitet hatten. In Form von Filmen, auf Instagram und bei Theater-Aufführungen wurden Ergebnisse zu Themen wie „Sozialraum Kommune“, „Spielplatz Bildung“ und „Jugendbeteiligung 2030“ präsentiert – von Ideen und Vorschlägen bis hin zu konkreten Wünschen und Lösungen. Erst unlängst hatten zudem einige der Teilnehmenden gefordert, dass sich Politik und Lehrkräfte grundlegend in Nachhaltigkeit fortbilden lassen sollen. Nur so könnten sie in ihrer Vorbildfunktion zukunftsweisend vorangehen.

Aufbruch in eine andere Zukunft

Forderung: Systemwandel statt Klimawandel

Klares Ziel: Systemwandel statt Klimawandel

Mit ihren Vorstellungen stehen die jungen Menschen bei der youcoN 2019 für einen Aufbruch in eine andere Zukunft. Ganz so wie die gesellschaftskritische Hip-Hop-Band Loopmilla aus Rostock, die den finalen Abschluss des Abends bildete – und deren Beats auch die letzten Tanzmuffel auf die Tanzfläche lockten.

Mehr zu den Forderungen nach Fortbildungen

Weitere Artikel zu youcoN 2019 im Blog des youpaN

Rückblick: youcoN-Konferenzprogramm

Autor: Jan Bruns (Stiftung Bildung)

youprO: Podcast zum öffentlichen Raum

Das youprO Podcast Raumcast ist ein Studierendenprojekt an der TU Berlin, das im Oktober 2018 gestartet ist. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung eines Podcast zum Thema „Öffentlicher Raum“ mit Bezug zur Nachhaltigkeit.

Im Projekt schufen 15 Studierende zusammen mit den Projektgründer*innen Ana Teresa Burgueno Hopf und Bjarne Lotze die ersten vier Episoden und bauten damit die Grundlagen für nachfolgende Semester auf. Die Themenvielfalt der ersten Folgen geht von „Insektenfreundlichen Städten“ über „Fahrradstadt und Carsharing“ bis zu „Obdachlosigkeit“. Die Teilnehmenden lernten neben dem tiefen inhaltlichen Input ein breites Feld zwischen selbstständigem Projektmanagement, Interviewführung, Tonaufnahmen im Tonstudio, Tonschnitt kennen. Gemeinsam wurden neben der eigentlichen Podcastproduktion viele Arbeitspakete wie Logo, Internetseite und Öffentlichkeitsarbeit gemeinsam diskutiert und erste Schritte gemacht. Herausragend und gelobt im Vergleich zu anderen Lehrveranstaltungen ist die offene Partizipation der Veranstaltung, sodass alle Teilnehmenden Entscheidungen mitgestalten und eigene Stärken und Motivation miteinbringen.

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Der Podcast ist als Raumcast bei Spotify zu finden sowie bald auf der eigenen Website. Im Rahmen der tu projects wurde das Projekt eine Lehrveranstaltung der TU Berlin und kann somit mit ECTS-Punkten im freien Wahlbereich der Studierenden angerechnet werden. Die Studierenden kamen jedoch auch von anderen Universitäten und waren interdisziplinär vertreten z.B. mit den Studienfächern Biotechnologie, Soziologie, Verkehrsplanung, Architektur und weiteren. Das Projekt läuft aktuell bereits im zweiten Semester und wird voraussichtlich bis Mitte 2020 fortgeführt. Neben der Fortführung des Podcast wird die Öffentlichkeitsarbeit weiter in den Fokus gestellt und die Zusammenarbeit mit anderen Lehrveranstaltungen.

Die Zukunft feiern – auf dem „Fest der Zukunft“

Foto: Marie Haase

Nach drei Tagen voller Workshops, Diskussionen und Seminaren zum Thema „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ präsentiert sich der Samstag als „Fest der Zukunft“: Auf dem großen Freigelände vor und rund um die Jugendherberge können sowohl Teilnehmende der youcoN als auch externe Gäste die Zukunft feiern und in verschiedenen Mitmach-Angeboten erleben. Einige Highlights des Tages haben wir euch hier zusammengestellt:

1 Bienenwachstücher als Ersatz für Frischhaltefolie in Eigenregie anfertigen

Frischhaltefolie kommt jeden Tag in zahlreichen Haushalten zum Einsatz und wird dabei aber oft nur wenige Stunden verwendet, um kurz eine zubereitete Speise oder angeschnittene Lebensmittel im Kühlschrank abgedeckt aufzubewahren. Anschließend landet die Folie im Müll.

Am Stand des SV Bildungswerk e.V. können die Besucher eine nachhaltige Alternative dazu selber herstellen: Bienenwachstücher. Zugeschnittene Stoffe werden mit geriebenem Bienenwachs bestreut und anschließend zwischen zwei Seiten Backpapier gebügelt. Das dabei schmelzende Wachs dringt in die Stofffasern ein und macht aus dem weichen Stoff eine beschichtete, elastische Folie, welche sich ganz unkompliziert an abzudeckende Gegenstände anschmiegt. Nach Gebrauch wird das Tuch einfach mit kaltem Wasser abgewaschen. Sollte die Wachsschicht porös werden, kann diese durch erneutes Bügeln wieder aufgefrischt werden.

Foto: Marie Haase

Foto: Marie Haase

2 Regional-vegane Shakes und Smoothies mixen

Am Stand der Stiftung Bildung können Gäste und Teilnehmende ihren eigenen Smoothie aus biologisch hergestellten, veganen und zum Teil regionalen Zutaten kreieren. Ob ein gemüsiger Shake mit Rote Beete, Gurke, Rucola und Hafermilch, ein fruchtiger mit Sanddorn, Rhabarber, Erdbeeren und Joghurt oder eine Kombination aus beidem: Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Gemixt werden die vorbereiteten Zutaten anschließend, ohne dass dafür Strom benötigt wird: Der Mixer wird von umgewandelter Energie durch ein feststehendes Fahrrad angetrieben. Erst wenn jemand ordentlich in die Pedale tritt, drehen sich die rotierenden Messer schnell genug, um die Zutaten zu pürieren.

Foto: Marie Haase

3 Kleidung tauschen statt neu kaufen

Ungeliebte, nicht mehr passende oder einfach selten getragene Kleidungsstücke können am Stand von Greenpeace gegen neue Kleidung eingetauscht werden. Einzige Voraussetzung: Die Kleidung sollte gut erhalten sein. Da sich viele der Gäste und Teilnehmenden an dem Stand tummeln, ist eine große Auswahl an möglichen Tauschobjekten vorhanden und es finden viele T-Shirts, Hosen oder Schals einen neuen, glücklichen Besitzer.

Am Stand können sich die youcoN-Besucher zudem über fair fashion (fair gehandelte Kleidung) und Öko-Label für Textilien informieren oder herausfinden, welche Optionen es abseits von Kleidertausch gibt, um Textilien ein zweites Leben zu schenken. Möglichkeiten dafür sind zum Beispiel Up-Cycling oder Kleiderspenden an Sozialkaufhäuser oder gemeinnützige Kleiderkammern.

Foto: Nele Kälberloh

4 History-Tour durch das Dokumentationszentrum

Der Veranstaltungsort der youcoN, Prora, hat geschichtlich einiges zu bieten: Geplant als „Kraft durch Freude“-Seebad für bis zu 20.000 Urlauber wurden die angefangenen Bauarbeiten mit Beginn des 2. Weltkrieges eingestellt. Nach dem Krieg wurde aus Prora erst als Flüchtlingslager genutzt, später als Kaserne der „Nationalen Volksarmee“ (NVA) der DDR. Anfang der 90er ging das Gebäude in das Eigentum des Bundes über, nach und nach wurden die Blöcke 1, 2, 3 und 4 an private Investoren verkauft. Der Block 5 gehört dem Landkreis Rügen, 2011 entstand dort die Jugendherberge Prora.

Über diese und viele weitere spannenden, geschichtlichen Hintergründe können sich interessierte Teilnehmende und Gäste während der History-Tour durch das Dokumentationszentrum von Prora informieren und Geschichte so hautnah erleben.

Foto: Nele Kälberloh

5 Nistkästen für heimische Singvögel bauen

Am Stand der Jugendherberge Prora bietet sich für alle Gäste und Teilnehmende die Gelegenheit, aus vorgefertigten Bauteilen ein Nistkasten für die gefiederten Freunde zusammenzubauen. Innerhalb weniger Minuten werden die Holzstücke mit wahlweise Schrauben oder Nägeln zusammengesetzt. Anschließend können die fertigen Nistkästen noch farbig oder klar lackiert werden. Durch den Lack wird die Haltbarkeit des Holzes erhöht, um möglichst lange Freude an dem selbstgebauten Werk zu haben.

Foto: Marie Haase

Wir hoffen, euch hat das Fest der Zukunft ebenso gut gefallen wie uns!

Dieser Artikel wurde geschrieben von Marie Haase von der Jugendredaktion der Jungen Presse e.V., die live von der youcoN auf ihrem Magazin www.youthmag.de berichtet und uns diesen Beitrag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Seit über 65 Jahren setzt sich die Junge Presse ehrenamtlich für medieninteressierte Jugendliche ein und ist einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände.

Was verändert die youcoN eigentlich?

Foto: Carolin Schnelle

Das youpaN und die Stiftung Bildung fördern jedes Jahr einige Projekte von engagierten Jugendlichen.

Mit an die hundert geförderten Projekten hat die Stiftung Bildung bisher viele kreative Köpfe unterstützt, von denen bisher 27  youpaN oder youcoN Teilnehmern sind. Sie stellt das Budget, mit dem die youprO-Projekte der Jugendlichen gefördert werden. Die Förderung liegt zwischen 1€ und 5000€. Doch nicht nur das youpaN bzw. die Stiftung Bildung unterstützen die Projekte. Auch vor Ort gibt es Organisationen wie Schulen oder Vereine, die die jungen Leute fördern.

Von der Idee zum Projekt:

Hat man eine konkrete Idee, wie man etwas zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung in seiner Stadt beitragen kann und ist ein junger Mensch zwischen 14 und 27 Jahren, so kann man das youpaN kontaktieren und seine Idee einreichen. Wichtig ist hierbei nur, dass die Idee auch wirklich etwas mit Bildung für Nachhaltige Entwicklung zu tun hat. Das youpaN entscheidet dann, ob diese im Rahmen des youprO gefördert wird. Es ist auch möglich, Ideen, die schon anderswo umgesetzt wurden, in der eigenen Stadt nachzuahmen. Das youpaN betreut dabei die Projekte und kümmert sich um eine gute und erfolgreiche Umsetzung. Ein Beispiel für ein solches Projekt, das von der Stiftung Bildung unterstützt wurde, ist die Nachhaltigkeits-App der 19-jährigen Clara Lauer. Nachdem Clara schon bei der letzten youcoN einen Workshop zum Thema Umweltschutz organisiert und geleitet hat, entwickelte sie nun mithilfe des youprO und der youcoN eine App. Diese befasst sich mit dem Thema Nachhaltigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Man kann sich dort über Wege informieren, wie man seinen Alltag aktiv nachhaltiger gestalten kann.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Florian Ring von der Jugendredaktion der Jungen Presse e.V., die live von der youcoN auf ihrem Magazin www.youthmag.de berichtet und uns diesen Beitrag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Seit über 65 Jahren setzt sich die Junge Presse ehrenamtlich für medieninteressierte Jugendliche ein und ist einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände.

Grüne Tauschparty

Prora. Nachdem sich über vier Tage lang 150 junge BildungsgestalterInnen mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzten, wurden auch am letzten Tag der youcoN innovative Methoden für ein nachhaltigeres Leben gefunden. Dabei durfte auf der großen Abschiedsmesse, dem Fest der Zukunft, eine Kleidertauschparty nicht fehlen.

Auf dem Gelände des Festplatzes konnten Teilnehmende der Bildungsveranstaltung alte Kleiderstücke mitbringen und sie gegen interessante Secondhand-Waren eintauschen. Durch die Vielzahl an Tauschenden war eine große Bandbreite an Kleidung vertreten. Denn von Kleidern und Röcken bis hin zu T-Shirts und Kappen stellte der Tauschstand Kleiderstücke für alle Geschlechter aus.  Besonders Frauen zeigten dabei ihre Affinität zum Tauschen: Von den über 50 interessierten Tauschenden identifizierten sich mehr als die Hälfte als weiblich. Geleitet wurde der Stand von Greenpeace-AktivistInnen aus der Umgebung um Prora. Mit der Aktion zeigten sie nachhaltige Alternativen zum Kauf von neuer Kleidung auf, ohne dass Abwechslung im Kleiderschrank fehlen würde.

Der Erfolg der Tauschparty beweist, dass Nachhaltigkeit auch am letzten Tag der Bildungsmesse in vollen Zügen gelebt wurde.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Carolin Klein von der Jugendredaktion der Jungen Presse e.V., die live von der youcoN auf ihrem Magazin www.youthmag.de berichtet und uns diesen Beitrag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Seit über 65 Jahren setzt sich die Junge Presse ehrenamtlich für medieninteressierte Jugendliche ein und ist einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände.