Das youpaN bei der Search Conference BBNE

Neulich waren Marcel und ich zusammen in Berlin bei der 1. Search Conference für Berufliche Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BBNE). Zahlreiche Expert*innen aus der Beruflichen Bildung kamen zusammen und wir sprachen über die Entwicklung eines Systems von Indikatoren, anhand dessen sich die Umsetzung der BBNE bemessen lässt. Leider waren keine jugendliche Expert*innen aus der Beruflichen Bildung da, also keine Menschen, die gerade eine Ausbildung machen und mitten drin stecken.
Das fanden wir sehr schade und wünschen uns eine solche Beteiligung für die nächste Search Conference!
Foto: Christopher Zentgraf
Trotzdem waren wir froh, jugendliche Perspektiven einbringen zu können. Dabei haben wir vor allem betont, dass uns für ein nachhaltiges Lernen auch besonders das Wie des Lernens und nicht nur das Was, die ganzheitliche Nachhaltigkeit, und eine gute Partyzipation wichtig sind.
Für mich war es interessant in das Feld einzusteigen und wir freuen uns auf die nächste Konferenz, hoffentlich mit mehr Beteiligten von der lernenden Seite der Beruflichen Bildung.
Der Artikel wurde von Noura aus dem youpaN verfasst.

 FF Kommunen und eine spannende Randnotiz

Ich war für das youpaN auf der letzten Sitzung des Fachforums Kommune unterwegs. Dort wurde berichtet, dass die Gremienstruktur weitgehend erhalten bleibt und wir freuen uns, weiter an Bord zu sein. Trotzdem habe ich diese Sitzung (und das nicht als einzige*r) wieder als zu passiv und wenig gestalterisch wahrnehmen können. Deshalb machen wir uns auf den Weg, in Zukunft auch beim Partnernetzwerk Kommunen mitwirken zu können und noch tiefer einzusteigen. Fingers crossed!
Bildung für nachhaltige Entwicklung

P.S.: Eine spannende Randnotiz, die ich von dieser Sitzung mitgenommen habe, liest, dass sich im neuen „Klimaschutzpaket“ der GroKo noch keinerlei BNE finden lässt. Das könnten wir ändern, finde ich!

Der Artikel wurde von Noura aus dem youpaN verfasst.

BNE für eine friedliche Gesellschaft

Nutzen wir BNE zur Gestaltung einer friedlichen Gesellschaft!

BNE ist ein ganzheitlicher Ansatz für Bildung, Frieden und Friedensbildung. Und genau diese sind auch ein großer Teil von BNE. Nur eine friedliche Gesellschaft kann eine nachhaltige sein – dabei geht es bei Frieden um so viel mehr, als die bloße Abwesenheit von Krieg. Frieden bedeutet ein gutes Zusammenleben der Menschen einer Gesellschaft, die Konflikte ohne verbale oder physische Gewalt lösen kann. Nachhaltigkeit eben.

Um all diese Themen drehte sich der IPB-ITUC-Youth Summit 2019 auf dem ich (Nicolas) für das youpaN unterwegs war. Zusammen mit Personen aus über 25 Ländern diskutierte ich über Frieden, soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit und wie wir diese erreichen können. Dabei wurde auch immer wieder die Wichtigkeit von (Friedens-) Bildung betont – einem wichtigen Aspekt von BNE.

Nicolas aus dem youpaN beim IPB Youth Summit

Neue Narrative gestalten

Ein großer Bestandteil von Friedensbildung sind gesellschaftliche Narrative, die wir erzählen. Gut festmachen lässt sich das Problem der aktuellen Narrative am „Sicherheitsbegriff“. Auf Englisch beschreibt man dieses Problem als Safety vs. Security. Ca. seit den Anschlägen von 9/11 hat sich unsere Konnotation des Begriffes „Sicherheit“ stark gewandelt. Heutzutage hat er sehr viel mit Polizei und Militär zu tun, mit Kontrolle, Angst und Abschirmung, eine klassische Konnotation des Begriffes „Security“ eben. Dass diese Konnotation problematisch ist und keine friedliche Gesellschaft fördert, ist wohl relativ offensichtlich. Doch was wäre ein besseres Narrativ von Sicherheit? Es ist das Narrativ von „Safety“, einer Besetzung des Sicherheitsbegriffes, welche sich von Polizei und Militär entfernt. Bei dieser Konnotation geht es um Wohlstand, Glück und ein „sicheres“ Umfeld, d.h. um die Sicherheit, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen, welches frei ist von Gewalt, materiellen und/oder anderweitigen Sorgen. Nur ein solcher Sicherheitsbegriff kann eine nachhaltige Gesellschaft gestalten, da Menschen, die ein erfülltes Leben führen, nicht zu Gewalt zur Lösung von Konflikten greifen werden.

Das Militär uncool machen

Ein zweites Narrativ, welches wir verändern müssen, ist die „Coolness“ von Kriegen und Militär. Doch woher kommt diese überhaupt? Ganz einfach – Kriege und Militär bieten einfache und schnelle Lösungen; sie unterteilen die Welt in Schwarz und Weiß, Gut und Böse, Terrorist*in und Held*in. Frieden dagegen ist deutlich komplexer und somit auch langweiliger. Es geht um Verhandeln, viel stumpfes Gerede, lange Abkommen und eine langwierige und tiefgehende Analyse von Konflikten. Und genau hier müssen wir ansetzen, um Narrative und damit auch die Gesellschaft zu verändern.

Wir brauchen diese Narrative, um eine friedliche Gesellschaft zu schaffen – ganz im Sinne einer BNE und einer nachhaltigen Entwicklung. Denn wenn die Transformation hin zu einer gewaltlosen Gesellschaft scheitert, dann scheitert mit ihr auch eine nachhaltige Entwicklung als Ganzes.

Der Artikel wurde von Nicolas aus dem youpaN verfasst.

Proteste auch in den Sommerferien

Ferienziel Dortmund – aber nicht zum Entspannen, sondern um für eine andere Klimapolitik zu kämpfen. Fünf Tage dauerte der Sommerkongress von „Fridays for Future“ und das youpaN war mit dabei.

Bild: Simeon Timmer

Die Klimakrise ist in den vergangenen Wochen wieder in den Fokus gerückt, dank Fridays for Future. Oftmals kamen höhnische Anmerkungen seitens der Kritiker*innen, doch der Sommerkongress in Dortmund beweißt das Gegenteil. Den Schüler*innen geht es nicht darum, die Schule zu schwänzen. Dies sollte inzwischen allen klar sein.

Doch worum ging es auf dem Sommerkongress?

Es ging um die Bilanz: Was hat die Bewegung geschafft und was ist ihre Vision: Wo soll es hingehen? Da sich viele bisher nicht persönlich getroffen hatten, stand in Dortmund ein weiterer Punkt auf dem Plan: „Dass sich alle besser kennenlernen und auch außerhalb der WhatsApp-Gruppen und Telefonkonferenzen miteinander ins Gespräch kommen“, erklärt der Dortmunder Schüler Hanno Merschmeyer.

Bisher organisierte sich „Fridays for Future“ online. In unzähligen Chatgruppen, häufig unterteilt nach Ortszugehörigkeit, tauschen sich die Aktivist*innen über Aktionen aus. Auch die Beratungen darüber, wie sie ihre Forderungen gegenüber der Lokal- aber auch Bundespolitik mehr Druck verleihen können, finden hauptsächlich dort statt.

Die letzten Tagen geschah das nun komplett analog – zumindest für die rund 1.500 Kongressteilnehmenden. „Hauptsächlich sind das die Jeningen, die in den gut 600 Ortsverbänden für Aktionen und Demonstrationen vor Ort die Hauptorganisation vorantreiben“, sagt Merschmeyer.

An dieser Struktur soll sich auch trotz des Kongresses nichts ändern. Die Haupt-organisation verläuft weiterhin dezentral. „Die Bewegung ist so besonders, weil wir inklusiv sind: Jede und jeder kann mitstreiken“, erklärt Marschall. „Wir sind eine basisdemokratische, offene Bewegung.“

Bild: Simeon Timmer

Doch es ging auch um Inhalte, Fortbildung und Forderungen der Fridays wurden ausführlich diskutiert und besprochen. In den Workshops in zwei Schulgebäuden – direkt neben dem Dortmunder Revierpark mit Camping, Bühne und Kochstellen – ging es vor allem um Fortbildung zu Themen wie „„Veränderungen auf Landes- und Bundesebene erreichen“ oder auch „Biodiversität: Paar Käfer weniger – na und?“. In Podiumsdiskussionen diskutieren mit Wirtschaftsweisen und Klimawissenschaftler*innen. Politiker*innen waren nicht eingeladen. Die Debatte an sich ist sehr wertvoll, doch nun sind wir an einem Punkt in der Geschichte angelangt, an dem wir gemeinsam entscheiden müssen, wie es von hier an weitergehen wird. Doch nicht nur Inhaltliches stand auf der Agenda, verschieden Prominente wie Joko Winterscheid, Eckart von Hirschauen (Scientist for Future) u.a. haben die jungen Aktivist*innen motiviert und für ihr Engagement gelobt.

Voller Motivation geht es am Sonntag für die Teilnehmer*innen wieder nach Hause und in den kommenden Wochen werden wir sehen, was sie vom Sommerkongress mitgenommen haben und wie sie es umsetzen werden. Wir sind gespannt!

Der Bericht ist von Simeon Timmer aus dem youpaN

Bild: Simeon Timmer

Brandenburg macht BNE!

Unter dem Slogan „Brandenburg macht BNE“ fand am 12. September 2019 im Haus der Natur in Potsdam die Auftaktveranstaltung der „Servicestelle Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ Brandenburg statt, die im Frühjahr diesen Jahres ihre Arbeit aufnahm.

Die Servicestelle, die unter der Trägerschaft von drei brandenburgischen Institutionen läuft (der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Brandenburg e.V. (ANU), dem Verbund entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen Brandenburgs e.V. (VENROB) und der Hoschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE)), hat die Zielsetzung, brandenburgische Akteur*innen aus dem Bereich BNE zu qualifizieren und miteinander zu vernetzen.

Bild: Laura Rupenow

Bildungsangebote für BNE

Der Fokus der Servicestelle liegt auf Bildungsangeboten im nonformalen Bereich, die zukünftig auch von der Servicestelle zertifiziert werden können. Wer sich das Logo der neuen BNE-Anlaufstelle mal genau anschaut, der entdeckt darin die Farben der 17 Nachhaltigkeitsziele (engl.: Sustainable Developemnt Goals, SDGs). Auf die stützt sich nämlich das konzept der     Bildung für nachhaltige Entwicklung – konkreter auf das SDG 4: Hochwertige Bildung.

Bild: Laura Rupenow

Beim Auftakt in Potsdam hat sich Laura aus dem youpaN mit verschiedensten BNE-Multiplikator*innen ausgetauscht und die jugendliche Perspektive in die Diskussionsrunden miteingebracht. Mal schauen, was sich da in nächster Zeit noch so bewegen wird in Brandenburg…

Dieser Artikel wurde verfasst von Laura aus dem youpaN.

Das youpaN – Aktiv für den Klimaschutz

Der Klimawandel mit seinen Folgen ist eine der größten globalen Heraus­forderungen. Wir müssen die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad begrenzen. Nur so können wir die Lebensgrundlagen für unsere Zukunft erhalten.

Das ist nicht nur wissenschaftlicher Konsens, sondern auch das Ziel der Bundesregierung. „Aktiv für Klimaschutz“ heißt daher der neue Flyer des Bundesbildungsministeriums. In ihm wird der Beitrag von Bildungs- und Forschungsprojekten für die Lösung der Klimakrise dargestellt. Als Vorzeigeprojekt wird auch das Jugendforum youpaN vorgestellt. Denn es setzt sich auf vielfältige Weise dafür ein, dass junge Menschen die Zukunft mitentscheiden dürfen. Und es ist dafür da, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Deutschland umgesetzt wird. Damit lernen Menschen durch Bildung, nachhaltig zu denken und zu handeln.

Das youpaN in Aktion auf der youcoN in Rügen

Neben Jugendbeteiligung geht es auch um grüne Berufe und Energiespartipps. Außerdem kannst du mehr über Forschungsprojekte zu Radfahren in der Stadt oder der Zukunfststadt lesen.

Insgesamt fördert das Ministerium für Bildung und Forschung in der laufenden Legislaturperiode Projekte zu Nachhaltigkeit, Klima und Energie mit 2 Milliarden Euro. Auch damit soll das Ziel eines klimaneutralen Deutschlands bis zum Jahr 2050 erreicht werden.

Hier kannst du dir den Flyer durchlesen und downloaden:

Fragen folgen

Was passiert, wenn junge Menschen ihren Fragen folgen? Wenn es einen Ort gibt, wo nicht für Creditpoints gelernt wird, sondern aus inneren Antrieb? Von November bis Mai kamen im youprO „Fragezeichner“ 14 junge Menschen zu einem Raum der Fragen zusammen: Ein Ort an dem eine ungebremste Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen und zukunftsrelevanten Themenfeldern möglich ist.

Foto: www.manofaktur.com

14 junge Menschen, 180 Tage, 1000 Ideen

Was bringt 14 junge Menschen dazu, sich für sechs Monate in und um ein Haus auf eine Suche zu begeben und was ist ihre gemeinsame Ausrichtung? Vielleicht: Die Ahnung, dass eine schönere Welt möglich ist. Die Suche nach einem Leben und einer Kultur, die in Einklang mit dem Leben ist. Das Gefühl, dass in der Welt, in der wir leben, dies noch nicht der Fall ist. Dass es einiges zu wandeln gibt.

Was die jungen Menschen auf ihrer Suche erlebt und herausgefunden haben, erzählt uns einer der Teilnehmenden aus seiner Perspektive auf das Projekt. Es gibt aber mindestens 13 weitere.

Zelten für die Zukunft

Gemeinsam mit 80 anderen jungen Menschen setzten wir uns auf unserem  yourpO „Zeltlager für eine Nachhaltige Entwicklung“ ein Wochenende zusammen und beschäftigen uns in unterschiedlichen und bunten Formaten mit Themen der Nachhaltigkeit.

Natur pur – volle Konzentration auf Nachhaltige Entwicklung

Mitte Juli war es endlich so weit, rund 80 Jugendliche gemischten Alters kamen an einem kleinen See im schönen Oberschwaben zusammen, um ihre Zelte aufzuschlagen. Das Zeltlager war am perfekten Ort, denn weit und breit war keine Stadt zu sehen, nicht mal ein Haus in erreichbarer Nähe. So konnten sich alle voll und ganz dem Programm widmen und Nachhaltigkeit leben.

Von Tierethik zur Europäischen Energiewirtschaft

Am Freitag startet dann für alle das Programm mit einem Workshop über Tierethik. „Warum klassifizieren wir Tiere in Haus-, Nutz-, und Schädlingstiere?“. Nach der Mittagspause und sehr leckerem, veganen Bio-Mittagessen ging es in die zweite Workshop-Phase. Das Demokratiezentrum Oberschwaben erklärte sich dazu bereit, einen Input mit Diskussion zum Thema „Europäische Energiewirtschaft“ anzuleiten.

Der Abend ließen wir mit Gesang und Tanz ausklingen. Und trotz Regen fanden sich Menschen, die Lust hatten, ein Feuer anzuzünden und so die Teilnehmenden aus den Zelten zu locken.

Was macht eigentlich so eine Kuh?

Am Samstag starteten wir den Tag mit Gruppenspielen. Hierbei verwandelten wir uns spontan in Kühe und ihre Ställe.

Danach ging es spannend weiter mit einer Auswahl an Workshops. Parallel gab es die Möglichkeit, etwas über Permakultur, Gemeinwohlökonomie oder Klimafolgen und Gewitter zu lernen.

Während des ganzen Zeltlagers gab es die Gelegenheit, sich kreativ auszuleben und eine der Leinwände oder Steine zu bemalen. Zeitweise wurden sogar Autos oder Menschen zu Leinwänden umfunktioniert. Außerdem wurde viel geschwommen und Sport gemacht. Ebenfalls entstand ein spontaner Schnitzkurs, in welchem viele Löffel und Schüsseln, sogar ein Krug, geschnitzt wurden.

Nach einer langen Lagerfeuerlied-Nacht und einer Menge Spaß, fing am Sonntagmorgen schon der Abbau an. Da alle tatkräftig mithalfen, war vor der Abreise noch genug Zeit für eine ausgiebige Abschiedsrunde.

Mehr Projekte für eine bessere Welt

Das Zeltlager für Nachhaltige Entwicklung ist eins von ganz vielen Projekten junger Menschen, die wir vom youpaN unterstützen, um die Welt nachhaltiger machen.

Drei Wochenenden für die Umwelt – die Umweltwerkstatt

„Umweltschutz“ und „Nachhaltigkeit“ ist in aller Munde. Aber was ist „Umwelt“ und wieso ist es wichtig, sie zu schützen? Welche Rolle spielt dabei das Smartphone? Diese und ähnliche Fragen stellten wir uns mit insgesamt 100 Jugendlichen an drei Wochenenden in unserem youprO „Umweltwerkstatt“.

Drei Wochenenden für die Umwelt

Anfang August war es soweit. Nach wochenlanger Vorbereitung konnte die erste von drei Umweltwerkstätten beginnen. Die Materialien waren vorbereitet und wir warteten ganz gespannt. Dann kamen die wissbegierigen Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren. Nach einem Kennlernabend mit Spielen, Gesprächsrunden und einem gemütlichen Lagerfeuer ging es endlich los.

Foto: Umweltwerkstatt

 

Drei Wochenenden für die Umwelt

Der nächste Morgen brach an und an verschiedenen Stationen legten die Teilnehmer*innen los. Es wurden Nistkästen zum Mitnachhausenehmen gebaut, Kerzen gezogen und nebenbei über Vögel und Bienen, ihre Bedeutung in der Natur sowie ihre Lebensweise gesprochen. Das Sammeln von Wasserproben in der Havel war besonders spannend, da man erst später unter dem Mikroskop erblickte, was man da eigentlich in den Händen hielt.

Foto: Umweltwerkstatt

Nach dem selbst geschnippelten Mittagessen ging es weiter. Beim Umweltseminar rauchten die Köpfe, an „Wissensstationen“ wurde diskutiert und die Ergebnisse in der „großen Runde“ vorgestellt. Dabei wurde besonders auf moderne Technik, wie Handys oder das Internet eingegangen. Viele der Kinder waren verblüfft, wie eng Umwelt und Technik miteinander verknüpft sind.

Den Spuren im Wald folgen

Später war es dann soweit, die Teilnehmer*innen begaben sich auf eine Waldwanderung. Sie entdeckten Ameisenhaufen, Tierspuren, Singvögel und Pilze. Bei einem gemütlichen Picknick mitten im Wald, wurde jeder*m die Schönheit unserer Natur klar.

Foto: Umweltwerkstatt

Nun neigte sich der Tag schon dem Ende, nach einem spielerischen Ausklang und einer Sinneswanderung durch den nächtlichen Wald ging es ins Bett. Am nächsten Morgen, setzten sich alle zusammen und diskutierten über eigene Ideen und Pläne zum Schutz der Umwelt. Die Ideen waren weitgestreut und kreativ. Wir waren verblüfft, wie sehr die Teilnehmenden an dem Thema interessiert waren. Schließlich wurden Nistkästen, Kerzen, Bilder und Infoblätter zusammengepackt. Dann ging es auch nach Hause.

Direkt im Anschluss an die erste Werkstatt saßen wir als Team zusammen und waren rundum zufrieden. Wir hatten die Umweltwerkstatt zusammen wahrwerden lassen und dem ein oder anderen jungen Menschen ein neues Bild unserer Umwelt gegeben.Orga-Team der Umweltwerkstatt

Die Umweltwerkstätten 2 und 3 im Spetember und November liefen immer besser. Wir merkten, wie wir immer besser zusammenarbeiteten und lockerer in der Umsetzung des Projektes wurden. Insgesamt sind wir uns als Team einig, das Projekt Umweltwerkstatt war ein voller Erfolg, mit allen Aktionen konnte 100 Kindern und Jugendlichen Umweltschutz vermittelt werden.

Die Umweltwerkstatt geht weiter

Zusätzlich zu unseren Wochenenden führt unser Projektteam eine Reihe von vielfältigen Tagesveranstaltungen durch. Z.B. Exkursionen zur Naturschutzstation Zippelsförde, Wanderungen in der Natur, Unterstützung beim Bau von Krötenzäunen oder Beobachtungen auf Streuobstwiesen, denn  unsere Umweltwerkstatt soll weitergehen, um mit kleinen Aktionen Kinder und Jugendliche von der Natur zu begeistern.

Mehr Projekte für eine bessere Welt

Die Umweltwerkstatt ist eins von ganz vielen Projekten junger Menschen, die wir vom youpaN unterstützen, um die Welt nachhaltiger machen.

Wenn Jugend Bildung für nachhaltige Entwicklung verändert

Im Rahmen des Freitalkformats der Grünen Jugend Hamburg war ich (Marcel) für das youpaN eingeladen, einen Vortrag über die Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Bezug auf junge Menschen zu halten.

Eine wichtige Voraussetzung um BNE überhaupt umsetzen zu können, ist die richtige Auffassung von BNE. Es ist nicht irgendeine Bildung, sondern eine gute, effiziente Bildung. Sie bedeutet sich nachhaltig zu bilden und sich ein breites Wissen anzueignen, welches Menschen dazu befähigt, die Auswirkungen ihres eigenen Handelns zu verstehen, um verantwortungsvolle Entscheidungen treffen zu können. Das ist echte Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Nun gilt es als große Herausforderung diese Art von Bildung umzusetzen. Doch wie?

Foto: Marcel Kupfer

UNESCO Weltaktionsprogramm für 17 Ziele

Im Rahmen des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung verfolgen wir 17 Ziele, die Sustainable Development Goals (SDGs), welche 2015 von den Vereinten Nationen beschlossen worden sind und bis 2030 erreicht werden sollen.

Zur Erreichung der Ziele muss eine nachhaltige Entwicklung flächendeckend, auf Deutschland bezogen bundesweit umgesetzt werden. Dafür muss sich BNE in Strukturen verankern, wie beispielsweise in den Bildungsplänen der Länder. Daneben sollte auch die Art und Weise des Lernens reflektiert werden und überdacht werden. Wichtig ist, dass die Menschen nachhaltig lernen, und so agieren, damit das morgen und übermorgen noch genauso lebenswert sein wird, wie das heute ist!

Junge Menschen ändern Bildung

Ein wichtiger Faktor für die Umsetzung einer guten Bildung ist die Beteiligung junger Menschen. Um unsere Welt nachhaltig zu verändern, müssen wichtige Entscheidungen getroffen werden, und darauf geachtet werden, dass der Veränderungsprozess zielführend gestaltet wird. Dazu braucht es die Meinungen und Ideen aller Altersgruppen. Auch der Jugend!

Als Jugendgremium youpaN setzen wir uns für eine gute Jugendbildung ein. Mit guter Jugendbeteiligung meinen mir den Einbezug junger Menschen im gesamten Prozess der Bildungstransformation in Deutschland. Also von der Ideenfindung, über die Diskussion bis hin zur Entscheidung und mit einem bestimmten Quorum! Gleichzeit müssen Jugendbeteiligung und freiwilliges Engagement für junge Menschen auch möglich gemacht werden. Das heißt, bei guter Jugendbeteiligung muss das Engagement mit der Schule, dem Studium, der Ausbildung etc. gut vereinbar sind. Dafür setzen wir uns ein!

BNE muss noch viel bekannter werden

Während des Freitalks bei der Grünen Jugend Hamburg wurde durch die Teilnehmenden festgestellt, dass BNE noch nicht das Maß an Bekanntheit hat, welches sie eigentlich haben müsste. Diese Feststellung muss ernsthaft behandelt werden, denn es muss gewährleistet sein, dass die Menschen darüber informiert werden, was Bildung für nachhaltige Entwicklung eigentlich ist und warum dieser Bildung ein hohes Maß an Wichtigkeit zugeschrieben wird.

Nun gilt es die aktuellen Gegebenheiten aufzugreifen und zu analysieren und dabei zu schauen, wie die Umsetzung einer guten BNE angegangen werden kann, möglichst zeitnah!