Die youcoN geht los – wir berichten live

150 junge Menschen starten die 2. BNE-Jugendkonferenz.

Gerade eben hat die youcoN – Gemeinsam.Zukunft.Leben begonnen. Wir vom Organisationsteam youboX freuen uns auf alle, die für die nächsten vier Tagen in die Autostadt in Wolfsburg gekommen sind. Denn wir werden eine tolle Konferenz mit spannenden Vorträgen und coolen Workshops zu Bildung für nachhaltige Entwicklung erleben. Und wir werden jede Menge tolle Ideen und Projekte von jungen Menschen erfahren, die die Welt und unsere Bildung nachhaltiger machen wollen.

Hier findest du erste Bilder von unserer Veranstaltung. Und du siehst, was die Teilnehmenden für Erwartungen nach Wolfsburg mitbringen.

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Für alle die wissen möchten, was auf unserer Konferenz so geht, gibt es ab heute Abend in unserem Blog eine LIVE-Berichterstattung mit Bildern, Texten und vielem mehr von der Jungen Presse.

BNE in Kommunen – Zukunftsweisende Projekte und konkrete Umsetzungen

Am Samstag, den 15. September war ich für das youpaN in Gelsenkirchen auf der Veranstaltung „BNE in Kommunen – Zukunftsweisende Projekte und konkrete Umsetzungen“. Auch Julian war da und hat über Jugendbeteiligung bei BNE gesprochen, die leichter gesagt ist, als getan.

„global denken – lokal handeln – global wirken“

In Vorträgen, Interviews und Workshops habe ich gelernt, wie BNE unter dem Motto „global denken – lokal handeln – global wirken“ auf lokaler Ebene umgesetzt werden kann. Meine Erkenntnis: BNE in der Gemeinde zu verankern kostet viel Zeit und ist ein fortdauernder Prozess. Außerdem braucht die Umsetzung von BNE Schlüsselpersonen, die für das Thema brennen und bereit sind, viel Herzblut in Projekte zu stecken und das Thema immer neu weiterzudenken. Auch die Politik – besonders ein*e engagiertere BürgermeisterIn oder GemeinderätIn, der*die sich von einem Projekt überzeugen lassen – spielen eine sehr wichtige Rolle.

Foto: Clara

Gelsenkirchen zeigt, wie es geht

Wenn allerdings drei Dinge vorhanden sind – engagierte AktivistInnen, aufgeschlossene PolitikerInnen und BürgerInnen, die sich auf BNE einlassen – können unglaublich viele nachhaltige Projekte entstehen. Das beweist auch die BNE-Vorreiter-Stadt Gelsenkirchen, u.a. mit der evangelischen Gesamtschule, in der die Veranstaltung stattfindet: Die Schule, die ich je gesehen habe. Es hat eine „Oase“ mit Bäumen im Gebäude, einen Schulteich und Klassenzimmer, die eine „Empore“ haben, in der die SchülerInnen selbstständig lernen können. Im Laufe des Tages erfahre ich, dass das gesamte Gebäude mit den SchülerInnen zusammen geplant und realisiert worden ist. Aha, denke ich, kein Wunder, dass es allen so gefällt! SchülerInnen wissen eben immer noch am besten, wie eine gute Schule auszusehen hat! 😉

Dieser Artikel wurde von Clara verfasst.

youprO: Studierendenpodcast

Unsere Projektidee

Wir wollen zusammen mit Studierenden einen mehrteiligen Podcast entwickeln mit dem Themenschwerpunkt öffentlicher Raum und Straßengestaltung. Dabei gucken wir uns besonders die soziale und ökologische Nachhaltigkeit an.

Dies sind zum Beispiel Podcastepisoden zu klimafreundlichen Verkehrsmitteln wie Fuß, Rad und ÖPNV sowie zur Barrierefreiheit. 

Einer unserer Schwerpunkte des Projektes ist die öffentliche Diskussion durch den Podcast und zugehörige Blogbeiträge. Wichtig ist uns aber auch, dass Studierende selbst ein Bewusstsein für umweltfreundliche und soziale öffentliche Räume entwickeln.

Projektdaten

Ort: Berlin

Zeit: Oktober 2018 bis März 2019

Mitmachen: Melde dich bei der youboX und werde Interviewpartner*in.

Reden ist gut, umsetzen ist besser!

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist ein Thema, das nicht nur in Deutschland relevant ist. BNE sollte und muss in allen Teilen der Welt von hoher Wichtigkeit sein.

Mir persönlich ist es wichtig, auch darauf zu gucken, was andere Länder machen, dass unsere Welt nachhaltig wird. Wie gehen andere Länder mit begrenzten Ressourcen um? Diese Fragen beschäftigen mich täglich! Warum? Weil wir in der BNE international zusammenarbeiten müssen!

Foto: Marcel

Umweltbildung in Russland

Bei meiner Recherche, was andere Länder im Bereich BNE machen, bin ich auf den DRJUG e.V. gestoßen und sie kontaktiert. Gemeinsam haben wir uns überlegt eine Veranstaltung durchzuführen. Am 8. August haben wir im Rahmen der Hauptstadtgespräche im Roten Rathaus in Berlin eine Podiumsdiskussion zum Thema: „Zivilgesellschaftliche Initiativen zur Umweltbildung in Russland und Deutschland“ veranstaltet. Die Frage dahinter war, wie sich der Energiesektor mit BNE verknüpfen lässt. Braucht es eine andere Bildung, damit Menschen im Energiesektor nachhaltiger und umweltfreundlicher agieren? Teilnehmende dieser spannenden und wichtigen Diskussion waren Sebastian Scholz (NABU), Dmitriy Zakarlukin (russische Lokalinitiative Chelyabinsk) und Vadim Nikolaev (Energieunternehmen Gazprom Russia).

Mir ist wichtig, dass unsere Vernetzung nur ein Anfang ist und in Zukunft weiter ausgebaut wird. Die Welt muss sich vernetzten, für eine bessere BNE in der Welt. Ideen müssen ausgetauscht, verknüpft und umgesetzt werden. Nur so kann eine globale Bewegung erfolgreich sein!

Verfasser: Marcel

Das youpaN auf der Utopiekonferenz

Was wäre, wenn die Städte autofrei wären? Was wäre, wenn Produkte so besteuert wären, dass die umweltschädlichen Wirkungen im Preis enthalten sind? Was wäre, wenn Bildung kostenlos, barrierefrei und lebenslang für alle zugänglich wäre?

Diese und weitere Fragen haben wir (Jeanne und Clara) uns mit rund 600 weiteren Teilnehmer*innen auf der Utopie-Konferenz an der Leuphana Universität Lüneburg vom 20. bis 22. August gestellt. Neben interessanten Vorträgen und Diskussionen, u.a. mit Richard David Precht, Daniel Domscheit-Berg, Reinhard Kahl und Maja Göpel haben wir in diversen Workshops konkrete Utopien für eine bessere Welt ausgearbeitet. Die Workshops waren dabei so vielfältig wie inspirierend und reichten von einer Vollgeldreform über ein ökologisch-soziales Steuersystem bis hin zu sozialer Landwirtschaft und „Commonismus“.

Besonders beeindruckend war ein Impuls des Mathematikers und Autors Gunter Duecks, der auf unterhaltsame Weise erklärte, wie man als Multiplikator*in Menschen für Nachhaltigkeit begeistern kann, die noch nie etwas von diesem Begriff gehört haben. Die Anregung, jede Gesellschaftsgruppe mit anderen, auf sie zugeschnittenen Argumenten zu überzeugen, werden wir auf jeden Fall für unsere Arbeit im youpaN mitnehmen.

Es war eine tolle Erfahrung, so viele engagierte Menschen an einem Ort versammelt zu sehen, die sich der Erfüllung ihrer Träume von einer besseren Welt verschrieben haben. Obwohl sie alle unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen auf die Welt mitbringen, eint sie die Hoffnung durch ihre Initiative zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft beizutragen. Auf der Konferenz entstehen Ideen, die heute zwar noch Utopie sind, aber morgen Realität sein können. Die positive Energie, die mitten in unserer Gesellschaft steckt, macht Mut zu träumen und weiterhin an eine Trendwende zu glauben, trotz der Trägheit des Systems, in dem wir funktionieren müssen.

BNE – von der Utopie zur Wirklichkeit?!

In unserer heutigen Zeit scheint es nur noch wenige Leute zu geben, die Utopien erdenken, ausformulieren und für sie einstehen. Zu groß ist die Angst, die Utopie könnte zu einer Dystopie werden und wir könnten unseren jetzigen Wohlstand verlieren. Das ist schade, denn die Menschheit hat sich nur durch ihre Träume weiterentwickelt und es gibt so viele Utopien – eine europäische Republik, ein Bauernhof für jede Schule, eine Gesellschaft der Zeitmillionäre – die es Wert sind, in die breite Gesellschaft getragen zu werden. Auch Bildung für nachhaltige Entwicklung scheint manchmal eine Utopie zu sein, ein schöner Traum, aber in unerreichbarer Ferne. Immer öfter jedoch – und das haben wir auch wieder auf der Konferenz festgestellt – ist BNE schon heute konkrete, gelebte Utopie und vielleicht morgen bereits fester Bestandteil unseres Alltags…

Dieser Artikel wurde von Clara verfasst.

youprO: Das war WeRunTheWorld

Beim Spendenlauf am 23. Juli 2018 des Städt. Bertold-Brecht-Gymnasiums in München warb jede Klasse für ein SDG. Alle 407 Schülerinnen der Mädchenschule waren involviert – jede sollte und konnte und durfte dabei sein, Gemeinschaftsgefühl inklusive. Ein T-Shirt mit passendem Slogan, z. B. „Wir laufen für Hochwertige Bildung“, zeigte dabei, für welches SDG die Klasse wirbt.

Was sind denn die SDGs?

Ein paar Wochen vorher kommen für das youprO  „WeRunTheWorld“ die Jugendlichen von Green City und Munich for SDGs mit einem Referenten an die Schule. Dort erklären sie, was die „Sustainable Development Goals“ sind. Durch Fragen wie „Wer wird schnell sauer, wenn er hungrig ist?“ oder „Wer bringt seine eigene, wiederverwendbare Trinkflasche mit in die Schule?“ können die Schülerinnen ihren Alltag und ihre Erfahrungen mit den SDGs verknüpfen. Gespannt verfolgen die Mädchen, für welches SDG ihre Klasse im Juli laufen wird. Am Ende der Schulstunde gibt es sehr gute und tiefgehende Fragen, die die Schülerinnen an die Vortragenden stellen. Ein gelungener Auftakt!

Laufen für die SDGs

Am Tag des Laufes liegt eine positive Anspannung in der Luft. Treffpunkt ist um 7.45 Uhr. Man hat nicht viel Zeit, um alles vorzubereiten. Eine kleine Gruppe rammt die Absperrleinenhalter („Teufelshaken“) in den Boden und steckt die Laufstrecke ab. Drei Leute verteilen die T-Shirts in die jeweiligen Klassenzimmer, die Restlichen bauen Tische für die Zählstation auf und sortieren Laufzettel nach Alphabet. Um 9.00 Uhr steht die erste Klasse im Pausenhof, das T-Shirt mit rotem Icon, das alle tragen, verrät: Die Klasse 5a läuft heute für „Keine Armut“. Startschuss, und los geht’s!
Die Klassen starten versetzt, die Laufstrecke wird immer bunter, bis alle 17 Farben der SDGs auf den Rücken der Mädchen durcheinander laufen. Das Wetter spielt mit, nach kurzem Regen am Morgen bleibt der Himmel bedeckt. Die angenehmen Temperaturen erlauben den Läuferinnen, sich richtig ins Zeug legen zu können. Für jede gelaufene Runde (900 Meter) bekommt man einen Stempel. Manche haben am Ende ihren ganzen Arm voll mit kleinen bunten Bildern.

Lauscht man den Gesprächen der Schülerinnen, merkt man, dass bereits ein Denkprozess angestoßen worden ist. Ganz handfest wird die Wirkung des Projekts dann noch durch die erzielten Spendengelder: Sponsoren zahlen pro gelaufene Runde einen Betrag, der am Ende an den Marie-Schlei-Verein gespendet wird. Der kümmert sich um Bildung und Stärkung von Mädchen und Frauen in Entwicklungsländern. Das ist der Mädchenschule ein besonderes Anliegen – und Ziel 5 „Geschlechtergleichstellung“ wird auch damit bedient.

7.200 Euro für die Bildung für Frauen in Entwicklungsländern

Zwei Tage nach dem Lauf geht Tammy für die Sportlerehrung nochmal an die Schule. Auf die Frage „Habt ihr Muskelkater vom Lauf?“ kommt im Chor ein lautes „Ja!“ zurück – Stolz schwingt in der Stimme mit. Als die großartige Summe von 7.200€ verkündet wird, geht ein unglaubliches Raunen durch die Menge. Das ist mehr als doppelt so viel wie bei den beiden vorherigen Spendenläufen der Schule. Das zeigt: Gibt man den Schülerinnen einen Rahmen – Laufen für die SDGs – wird der Ehrgeiz geweckt. Alle freuen sich, dass junge und engagierte Menschen den Schulalltag aufgemischt haben.

Die Idee hinter „WeRunTheWorld“: Die symbolische Botschaft der Sustainable Development Goals findet über das Laufen einen Weg in die Schulgemeinschaft und regt zum Nachdenken an.

Übrigens: Wenn ihr möchtet könnt ihr euch die T-Shirts bei der youboX ausleihen, um das Projekt nachzumachen.

Schul- und Kitafördervereine auf der youcoN

Dieses Jahr ist es uns ein besonderes Anliegen Engagierte aus Kita- und Schulfördervereine auf die Jugendkonferenz youcoN einzuladen. Denn gemeinsam mit ihnen möchten wir Jugendbeteiligung für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) durch Partner*innen vor Ort langfristig gestalten und stärken.

BNE ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess, der eine Transformation der Bildung hin zu einer Bildung für nachhaltige Entwicklung bedeutet. Deshalb ist es so wichtig, dass alle Beteiligten diesen Prozess mitgestalten und ihre Expertise einbringen.

Über die wichtige Rolle von Fördervereinen im BNE-Prozess

Kita- und Schulfördervereine zeichnen sich durch ein besonders gutes Verständnis aus, spezifische Herausforderungen vor Ort zu erkennen und mit passgenauen Lösungsansätzen zu begegnen. Gerade für eine erfolgreiche Umsetzung von BNE kann dies ein wichtiger Faktor sein. In unserem Jugendbeteiligungsprojekt für BNE bringen sich beispielsweise viele junge Menschen mit eigenen Projektideen für eine nachhaltige Zukunft ein und suchen sich dabei Partner*innen vor Ort, wie etwa Kita- oder Schulfördervereine, die sie unterstützen können.

Einaldung der Aktiven aus Fördervereinen auf den Besucher*innentag der youcoN

Das Jugendbeteilungsbüro der Spendenorganisation Stiftung Bildung lädt alle Aktiven aus Kita- und Schulfördervereinen herzlich zum Besucher*innentag auf der Jugendkonferenz youcoN am 6.10.2018 in der Autostadt in Wolfsburg ein. Auf der viertägigen youcoN kommen 150 junge Menschen im Alter von 14 bis 27 Jahren zusammen, um Ideen für die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans BNE aus der Sicht junger Menschen zu entwickeln.

Am 6.10.2018 steht die Konferenz unter dem Motto „Gemeinsam in Aktion!“. Eingeladen sind dann erwachsene BNE-Akteur*innen, die gemeinsam mit den jungen Menschen in das Gespräch kommen, sich vernetzen und an der Umsetzung von BNE in Deutschland arbeiten können.

Dafür wird es auf der Konferenz besondere Inhalte und Formate geben auf denen Aktive von Fördervereinen:

  • mehr über BNE erfahren,
  • über die Rolle von Fördervereinen diskutieren, z.B. „Wie können Fördervereine BNE in die Breite tragen?“,
  • sich mit jungen und alten BNE-Aktiven vernetzen und
  • unsere BNE-Mikroprojekte kennenlernen, die mit Partner*innen vor Ort (z.B. Fördervereinen) gemeinsam Projekte umsetzen.

Melden Sie sich oder andere Menschen aus Ihrem Förderverein bis zum 16. September 2018 unter https://youpan.de/anmeldung-youcon-besuchertag/ an. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

Alle Fakten auf einen Blick

  • Was wird gemacht? Workshops, Vorträge, Diskussionen
  • Wann? 10.2018, 11:00–18:00 Uhr
  • Wo? Autostadt in Wolfsburg
  • Wer? Interessierte von Kita-und Schulfördervereinen, aus Politik, Bildung und Zivilgesellschaft
  • Kosten: Teilnahme ist kostenlos, für Verpflegung ist gesorgt
  • Mehr Informationen? youpan.de/besuchertag
Hintergrund: Die youcoN ist Teil des Jugendbeteiligungsprojekt für Bildung für nachhaltige Entwicklung „youpaN“, welches durch die Stiftung Bildung mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung umgesetzt wird. In dem Projekt geht es darum,  junge Menschen an der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung zu beteiligen.