FF Kommunen und eine spannende Randnotiz

Ich war für das youpaN auf der letzten Sitzung des Fachforums Kommune unterwegs. Dort wurde berichtet, dass die Gremienstruktur weitgehend erhalten bleibt und wir freuen uns, weiter an Bord zu sein. Trotzdem habe ich diese Sitzung (und das nicht als einzige*r) wieder als zu passiv und wenig gestalterisch wahrnehmen können. Deshalb machen wir uns auf den Weg, in Zukunft auch beim Partnernetzwerk Kommunen mitwirken zu können und noch tiefer einzusteigen. Fingers crossed!
Bildung für nachhaltige Entwicklung

P.S.: Eine spannende Randnotiz, die ich von dieser Sitzung mitgenommen habe, liest, dass sich im neuen „Klimaschutzpaket“ der GroKo noch keinerlei BNE finden lässt. Das könnten wir ändern, finde ich!

Der Artikel wurde von Noura aus dem youpaN verfasst.

Proteste auch in den Sommerferien

Ferienziel Dortmund – aber nicht zum Entspannen, sondern um für eine andere Klimapolitik zu kämpfen. Fünf Tage dauerte der Sommerkongress von „Fridays for Future“ und das youpaN war mit dabei.

Bild: Simeon Timmer

Die Klimakrise ist in den vergangenen Wochen wieder in den Fokus gerückt, dank Fridays for Future. Oftmals kamen höhnische Anmerkungen seitens der Kritiker*innen, doch der Sommerkongress in Dortmund beweißt das Gegenteil. Den Schüler*innen geht es nicht darum, die Schule zu schwänzen. Dies sollte inzwischen allen klar sein.

Doch worum ging es auf dem Sommerkongress?

Es ging um die Bilanz: Was hat die Bewegung geschafft und was ist ihre Vision: Wo soll es hingehen? Da sich viele bisher nicht persönlich getroffen hatten, stand in Dortmund ein weiterer Punkt auf dem Plan: „Dass sich alle besser kennenlernen und auch außerhalb der WhatsApp-Gruppen und Telefonkonferenzen miteinander ins Gespräch kommen“, erklärt der Dortmunder Schüler Hanno Merschmeyer.

Bisher organisierte sich „Fridays for Future“ online. In unzähligen Chatgruppen, häufig unterteilt nach Ortszugehörigkeit, tauschen sich die Aktivist*innen über Aktionen aus. Auch die Beratungen darüber, wie sie ihre Forderungen gegenüber der Lokal- aber auch Bundespolitik mehr Druck verleihen können, finden hauptsächlich dort statt.

Die letzten Tagen geschah das nun komplett analog – zumindest für die rund 1.500 Kongressteilnehmenden. „Hauptsächlich sind das die Jeningen, die in den gut 600 Ortsverbänden für Aktionen und Demonstrationen vor Ort die Hauptorganisation vorantreiben“, sagt Merschmeyer.

An dieser Struktur soll sich auch trotz des Kongresses nichts ändern. Die Haupt-organisation verläuft weiterhin dezentral. „Die Bewegung ist so besonders, weil wir inklusiv sind: Jede und jeder kann mitstreiken“, erklärt Marschall. „Wir sind eine basisdemokratische, offene Bewegung.“

Bild: Simeon Timmer

Doch es ging auch um Inhalte, Fortbildung und Forderungen der Fridays wurden ausführlich diskutiert und besprochen. In den Workshops in zwei Schulgebäuden – direkt neben dem Dortmunder Revierpark mit Camping, Bühne und Kochstellen – ging es vor allem um Fortbildung zu Themen wie „„Veränderungen auf Landes- und Bundesebene erreichen“ oder auch „Biodiversität: Paar Käfer weniger – na und?“. In Podiumsdiskussionen diskutieren mit Wirtschaftsweisen und Klimawissenschaftler*innen. Politiker*innen waren nicht eingeladen. Die Debatte an sich ist sehr wertvoll, doch nun sind wir an einem Punkt in der Geschichte angelangt, an dem wir gemeinsam entscheiden müssen, wie es von hier an weitergehen wird. Doch nicht nur Inhaltliches stand auf der Agenda, verschieden Prominente wie Joko Winterscheid, Eckart von Hirschauen (Scientist for Future) u.a. haben die jungen Aktivist*innen motiviert und für ihr Engagement gelobt.

Voller Motivation geht es am Sonntag für die Teilnehmer*innen wieder nach Hause und in den kommenden Wochen werden wir sehen, was sie vom Sommerkongress mitgenommen haben und wie sie es umsetzen werden. Wir sind gespannt!

Der Bericht ist von Simeon Timmer aus dem youpaN

Bild: Simeon Timmer

Brandenburg macht BNE!

Unter dem Slogan „Brandenburg macht BNE“ fand am 12. September 2019 im Haus der Natur in Potsdam die Auftaktveranstaltung der „Servicestelle Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ Brandenburg statt, die im Frühjahr diesen Jahres ihre Arbeit aufnahm.

Die Servicestelle, die unter der Trägerschaft von drei brandenburgischen Institutionen läuft (der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Brandenburg e.V. (ANU), dem Verbund entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen Brandenburgs e.V. (VENROB) und der Hoschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE)), hat die Zielsetzung, brandenburgische Akteur*innen aus dem Bereich BNE zu qualifizieren und miteinander zu vernetzen.

Bild: Laura Rupenow

Bildungsangebote für BNE

Der Fokus der Servicestelle liegt auf Bildungsangeboten im nonformalen Bereich, die zukünftig auch von der Servicestelle zertifiziert werden können. Wer sich das Logo der neuen BNE-Anlaufstelle mal genau anschaut, der entdeckt darin die Farben der 17 Nachhaltigkeitsziele (engl.: Sustainable Developemnt Goals, SDGs). Auf die stützt sich nämlich das konzept der     Bildung für nachhaltige Entwicklung – konkreter auf das SDG 4: Hochwertige Bildung.

Bild: Laura Rupenow

Beim Auftakt in Potsdam hat sich Laura aus dem youpaN mit verschiedensten BNE-Multiplikator*innen ausgetauscht und die jugendliche Perspektive in die Diskussionsrunden miteingebracht. Mal schauen, was sich da in nächster Zeit noch so bewegen wird in Brandenburg…

Dieser Artikel wurde verfasst von Laura aus dem youpaN.

Wenn Jugend Bildung für nachhaltige Entwicklung verändert

Im Rahmen des Freitalkformats der Grünen Jugend Hamburg war ich (Marcel) für das youpaN eingeladen, einen Vortrag über die Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Bezug auf junge Menschen zu halten.

Eine wichtige Voraussetzung um BNE überhaupt umsetzen zu können, ist die richtige Auffassung von BNE. Es ist nicht irgendeine Bildung, sondern eine gute, effiziente Bildung. Sie bedeutet sich nachhaltig zu bilden und sich ein breites Wissen anzueignen, welches Menschen dazu befähigt, die Auswirkungen ihres eigenen Handelns zu verstehen, um verantwortungsvolle Entscheidungen treffen zu können. Das ist echte Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Nun gilt es als große Herausforderung diese Art von Bildung umzusetzen. Doch wie?

Foto: Marcel Kupfer

UNESCO Weltaktionsprogramm für 17 Ziele

Im Rahmen des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung verfolgen wir 17 Ziele, die Sustainable Development Goals (SDGs), welche 2015 von den Vereinten Nationen beschlossen worden sind und bis 2030 erreicht werden sollen.

Zur Erreichung der Ziele muss eine nachhaltige Entwicklung flächendeckend, auf Deutschland bezogen bundesweit umgesetzt werden. Dafür muss sich BNE in Strukturen verankern, wie beispielsweise in den Bildungsplänen der Länder. Daneben sollte auch die Art und Weise des Lernens reflektiert werden und überdacht werden. Wichtig ist, dass die Menschen nachhaltig lernen, und so agieren, damit das morgen und übermorgen noch genauso lebenswert sein wird, wie das heute ist!

Junge Menschen ändern Bildung

Ein wichtiger Faktor für die Umsetzung einer guten Bildung ist die Beteiligung junger Menschen. Um unsere Welt nachhaltig zu verändern, müssen wichtige Entscheidungen getroffen werden, und darauf geachtet werden, dass der Veränderungsprozess zielführend gestaltet wird. Dazu braucht es die Meinungen und Ideen aller Altersgruppen. Auch der Jugend!

Als Jugendgremium youpaN setzen wir uns für eine gute Jugendbildung ein. Mit guter Jugendbeteiligung meinen mir den Einbezug junger Menschen im gesamten Prozess der Bildungstransformation in Deutschland. Also von der Ideenfindung, über die Diskussion bis hin zur Entscheidung und mit einem bestimmten Quorum! Gleichzeit müssen Jugendbeteiligung und freiwilliges Engagement für junge Menschen auch möglich gemacht werden. Das heißt, bei guter Jugendbeteiligung muss das Engagement mit der Schule, dem Studium, der Ausbildung etc. gut vereinbar sind. Dafür setzen wir uns ein!

BNE muss noch viel bekannter werden

Während des Freitalks bei der Grünen Jugend Hamburg wurde durch die Teilnehmenden festgestellt, dass BNE noch nicht das Maß an Bekanntheit hat, welches sie eigentlich haben müsste. Diese Feststellung muss ernsthaft behandelt werden, denn es muss gewährleistet sein, dass die Menschen darüber informiert werden, was Bildung für nachhaltige Entwicklung eigentlich ist und warum dieser Bildung ein hohes Maß an Wichtigkeit zugeschrieben wird.

Nun gilt es die aktuellen Gegebenheiten aufzugreifen und zu analysieren und dabei zu schauen, wie die Umsetzung einer guten BNE angegangen werden kann, möglichst zeitnah!

Engagement für jede*n!

Ermäßigungen für Ehrenamtler*innen. 51 % Jugendquote in Politik. Wahlrecht ab 16. Bildung neu und mit Engagement zusammen denken. All diese Ideen kamen beim #JugendMacht Workshop des Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) auf.

Foto: Elena Keil

In dem Workshop setzten Nicolas, Noura und Elena vom youpaN sich mit Jugendvertreter*innen aus Organisationen wie „Jugendhackt“, der „Jugendfeuerwehr“, dem „Jugendrat“, „Lernen durch Engagement“ (…) zusammen, um über unser Engagement zu reden.

Dabei wurde schnell klar: Wir sind alle motiviert, weil uns die Themen am herzen liegen, für die wir uns einsetzen. Doch auch Frust kommt an der einen oder anderen Stelle auf: Es wird immer gesagt, wir seien die Zukunft! Doch sie aktiv mitzugestalten, wird uns nicht immer leicht gemacht.

Termine von Ministerien und Politiker*innen unter der Woche, die wir mit unseren Herzensthemen trotz Schule, Uni oder Arbeit erreichen möchten. Hoher Zeitaufwand, der oft kaum gewürdigt oder gewertschätzt wird. Vor allem aber: Das Gefühl, oft einfach nicht richtig ernst genommen zu werden.

Foto: Elena Keil

Aus diesem Grund konnten wir an mehreren Terminen Forderungen entwerfen, die das Engagement von uns jungen Menschen stärken und uns keine Steine mehr in den Weg legen. Es ist außerdem nicht selbstverständlich, dass wir überhaupt die Möglichkeit haben uns zu engagieren. Oft geht das schon durch den hohen Leistungsdruck in Schulen, der Situation zu Hause oder am Arbeitsplatz nicht.

Wir möchten, dass in Zukunft jede*r das Gefühl hat, sich beteiligen zu können!

Das youpaN beim Markt der Utopien!

Am 23.06.19 war das youpaN auf dem „Markt der Utopien“ in Dresden vertreten, der vom Dresdener BNE-Verein „Sukuma e.V.“ organisiert wurde.

Standbetreibende waren verschiedene Nachhaltigkeits-Akteur*innen wie etwa Cradle to Cradle, die BUND Jugend Dresden oder „Arche noVa“, die aktiv im Bereich BNE und Globales Lernen sind.

Etwa 200 interessierte Besucher*innen jeglichen Alters hatten die Möglichkeit an diversen Ständen regionales und nachhaltiges Essen zu genießen und sich auf dem Markt interaktiv zu Nachhaltiger Entwicklung zu informieren.

Wir konnten unsere Arbeit auf Bundesebene und unseren Versuch, auch in Sachsen Beteiligungsstrukturen im Bereich BNE für Jugendliche zu schaffen, ausführlich erläutern. Wenn ihr euch auch dafür einsetzen möchtet, könnt ihr uns hier mit eurer Unterschrift unterstützen: https://weact.campact.de/petitions/jugendbeteiligung-in-der-umsetzung-von-bildung-fur-nachhaltige-entwicklung-in-sachsen

Das youpaN konnte sich mit diversen BNE-Akteur*innen in Dresden vernetzen und sich über viele positive Reaktionen der Marktbesucher*innen freuen.

Abgehängt! – Das youpaN bei dem „Chancen-Hackathon“ 2019

Hannes Jähnert vom Deutschen Roten Kreuz, Max Strohmeyer von der VILLA Leipzig, Julia Bousboa von der Hospiz-initiative Kiel und Christopher Zentgraf vom youpaN

Am Wochenende war Christopher bei dem „Chancen-Hackathon“ des BMFSFJ! Dabei ging es hauptsächlich um die Frage, wie alle von der Digitalisierung profitieren können.

Unterschiedlichste Vertreter*innen aus sozialen Vereinen, den Sozialwissenschaften, Verwaltung und der Software-Entwicklung, haben zuerst in fünf Großgruppen mögliche Ideen gesammelt:

  • Familien mit geringem Einkommen helfen
  • Mit offenen Daten Teilhabe stärken
  • Gleichstellung fördern und sichtbar machen
  • Den Helfern helfen
  • Offener Track

Anschließend haben sich diese Gruppen weiter unterteilt, um schlussendlich zwölf ausgewählte Ideen zu Ende zu denken und auszuarbeiten.

Die Idee, die in Christophers Team entstanden ist, ist ein Kartenspiel: „Abgehängt – das Diversity-Spiel“. Ziel ist es, Vereinen und Organisationen aufzuzeigen, welche Chancen Diversität für sie selbst haben kann, und welche Hürden vielleicht noch im Weg stehen.

Dazu schlüpft der Verein in die Rolle einer Person, die sich engagieren möchte. Jede*r Mitspieler*in zieht dafür drei Merkmale, beispielsweise „Rollstuhlfahrer*in“, „ALG II-Empfänger*in“, „homosexuell“. Zusätzlich zieht jede*r eine Ressourcen-Karte, beispielsweise „kann Gebärdensprache dolmetschen“, sowie eine Hilfe-Karte.

Anschließend werden Challenges gezogen, die beim Engagement auftreten können, beispielsweise: „Es werden keine Fahrtkosten erstattet“. Dann wird reihum gegangen und geschaut, ob eine Person mit der Challenge ein Problem hat, oder nicht; das wird auch in der Gruppe diskutiert.

Spieler*innen können sich gegenseitig durch Einsatz einer Hilfe-Karte helfen, sofern das durch die Persönlichkeitsmerkmale der einsetzenden Person plausibel möglich ist. Die Karte wandert dann zur geholfenen Person und kann von dieser wieder verwendet werden. Falls eine Person eine Challenge nicht überwinden und ihr auch nicht geholfen werden kann, wird sie abgehängt und bekommt eine „abgehängt“-Karte. Bei drei „abgehängt“-Karten fliegt ein*e Spieler*in raus.

Bei den Challenges gibt es zusätzlich noch einen QR-Code, der zu Best Practices führt, wie diese Challenge in anderen Vereinen/Organisationen gelöst wurde oder gelöst werden kann.

Insgesamt war es ein sehr produktiver Hackathon, mit vielen Ideen, die hoffentlich auch in Zukunft umgesetzt werden können!

Weltkindertag: Für mehr Nachhaltigkeit bringen sich Jugendliche ein

Mit der Bildung für nachhaltige Entwicklung sollen Kinder und Jugendliche lernen, Zukunftsfragen eigenständig zu bewerten und zu beantworten. In einem vom BMBF geförderten Projekt nehmen die jungen Menschen direkt Einfluss.

Jugendliche und junge Erwachsene nicht nur für Politik zu begeistern, sondern sie am besten gleich direkt mit einzubinden, ist eine der größten gesellschaftlichen Aufgaben – das haben die vergangenen Woche einmal mehr gezeigt. Die Klimademonstrationen, an denen freitags viele Kinder und Jugendliche teilnehmen, sind dafür genauso sinnbildlich wie die Debatte um das Video des Influencers Rezo.

Zum ganzen Artikel des BMBF geht es hier entlang.

Forschung für unsere Zukunft

Am 13. und 14. Mai habe ich, Clara, am15. BMBF-Forum für Nachhaltigkeit teilgenommen. Dort haben sich Menschen aus der Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft aber vor allem aus der Wissenschaft getroffen und insbesondere zum großen Thema Artenvielfalt und Biodiversität gearbeitet.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von einer Rede der Ministerin des BMBFs, Anja Karliczek, die neben der Dringlichkeit und Wichtigkeit des Handelns gegen das Artensterben auch den Nationalen Aktionsplan Bildung für Nachhaltig Entwicklung erwähnte, der junge Menschen dazu befähige, nachhaltig zu denken und zu handeln. Ich konnte das youpaN bei vielen Menschen bekannter machen und habe ausschließlich positive Rückmeldungen dazu bekommen, dass junge Menschen auf Veranstaltungen wie diesen präsent sind, sich einbringen können und diese Erfahrungen schließlich wieder zurück in ihre eigene Lebensrealität bringen. Neben Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität war auch die Digitalisierung und die Kommunikation von wissenschaftlichen Ergebnissen ein wichtiges Thema der Veranstaltung.

Drei Botschaften sind mir dazu besonders in Erinnerung geblieben:

  • Der Staat muss viel mehr Geld in Projekte zum Schutz und zur Erforschung der Biodiversität tun und diese langfristig fördern.
  • Die Digitalisierung muss sich Nachhaltigkeit und die SDGs als Ziel setzen, damit wir mithilfe von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz eine nachhaltige Gesellschaft aufbauen können.
  • Damit die Erkenntnisse aus der Wissenschaft tatsächlich durchgesetzt werden, braucht es „ÜbersetzerInnen“, die den wissenschaftlichen Jargon in kurze und verständliche Formate (z.B. Vidoes) packen 😉

Aus der Veranstaltung gehe ich bestärkt heraus, denn ich habe gemerkt: Sich als junger Mensch einzubringen macht Spaß und die übergroße Mehrheit der „älteren“ Leute findet es toll, dass es uns gibt!

Der Artikel wurde von Clara verfasst.

Das youpaN ist wichtig für eine echte Jugendbeteiligung – Stellungnahme zur Weiterentwicklung der BNE-Gremien

Das youpaN ist wichtig für eine echte Jugendbeteiligung in den BNE-Gremien. Das und weitere Vorschläge und Meinungen der youboX zur „Weiterentwicklung der Gremien BNE“ des BMBF vom 09.04.2019 findest du in unserer folgenden Stellungnahme.

  • Jugendbeteiligung gleicher Stellenwert wie Fachforen

Mit Freude haben wir gelesen, dass unserer Empfehlung gefolgt wird, der Jugendbeteiligung ab 2020 den gleichen Stellenwert wie den Fachforen zu geben.

  • Engere Mitarbeit von und Zusammenarbeit mit Jugendverbänden im Gesamtprozess

Ebenso begrüßen wir eine engere Mitarbeit von und Zusammenarbeit mit Jugendverbänden innerhalb des Gesamtprozesses.

  • Fortführung der Mitarbeit von Jugendvertretungen in allen Fachforen

Wir gehen bei dem Vorschlag natürlich davon aus, dass Jugendvertreter*innen auch weiterhin in allen Fachforen vertreten sein werden, da sich die junge Perspektive in den Diskussionen bewährt hat.

  • Fortführung einer offenen und ernst gemeinten Jugendbeteiligung, sowie Beibehaltung des youpaN

Mehr als verwundert hat uns die Formulierung, welche darauf hinweist, dass das youpaN zu Gunsten des Fachforums Jugend aufgelöst werden soll, sprich dies „ersetzen“ soll, so die genaue Formulierung im Diskussionspapier. Darin sehen wir das Ende einer offenen und ernst gemeinten Jugendbeteiligung. Wir empfehlen sowohl aus pädagogischer als auch Jugendbeteiligungsperspektive, die nun etablierte Gruppe youpaN (unter eben diesem Namen) beizubehalten. Wir möchten Ihnen gerne darlegen, warum wir Ihnen diesen Vorschlag dringend anraten sowie aufzeigen, was für eine echte Jugendbeteiligung benötigt wird.

  • Der derzeitige Diskussionsvorschlag – wie wir ihn verstehen – verhindert Partizipation und erteilt Jugendbeteiligung eine Absage
    Es ist schön, dass Jugend im Vorschlag ein gleichwertiger Rang zugewiesen wird. Jedoch ist für uns klar, dass eine Mitarbeit von jungen Menschen bei den für sie relevanten Themen auch direkt gewährleistet sein muss. Insofern sehen wir die Einrichtung des Fachforums Jugend als Ergänzung zu der Mitarbeit in einzelnen Fachforen. Sollte diese Mitarbeit wegfallen, gehen wir von einer Verschlechterung der Beteiligungsmöglichkeiten aus.
    Ebenso ist eine engere Verzahnung mit Jugendverbänden gut und wünschenswert. Wir weißen jedoch darauf hin, dass eine fokussierte Beteiligung der Verbände oft zu Lasten einer Beteiligung von unabhängigen Jugendlichen geht.
  • Zusammenspiel von Jugendverbänden und youpaN

Für uns stellt die Beteiligung von Jugendverbänden sowie des youpaNs ein sich ergänzendes Miteinander dar, welches schon jetzt stattfindet.

  • Beteiligung und Erreichbarkeit von unabhängigen Jugendlichen und Erfolg der Jugendnachhaltigkeitskonferenz youcoN

Die Erfolge unserer Jugendkonferenzen (youcoNs) zu BNE zeigen auf, wie wichtig es ist, unabhängige Jugendliche zu erreichen und zu beteiligen. Auf den youcoNs kommen jährlich rund 150 Jugendliche zusammen, die meisten ohne Verbandsangehörigkeit viele aus freien Jugendbewegungen wie z.B. Fridays for Future.

  • Den besonderen Lebensumständen Jugendlicher Rechnung tragen

Bisher hat die Arbeit – unabhängige sowie vielfältigste Jugendliche zu erreichen und zu beteiligen – das Team der youboX übernommen. Im vorliegenden Diskussionspapier ist lediglich angedacht „aktive Jugendliche aus dem youpaN einzubeziehen“, nicht aber das youpaN selbst. Dies lässt vermuten, dass damit keine echte Jugendbeteiligung gewollt ist und den besonderen Lebensumständen Jugendlicher keine Rechnung getragen wird, obwohl wir und die jungen Menschen selbst seit Beginn unserer Arbeit darauf hinweisen.

  • Jugendbeteiligungsbüro notwendig, um adäquate Begleitung der jungen Menschen zu gewährleisten – youboX ist etabliert

Für uns steht fest: Unabhängige Jugendliche werden sich nicht durchgängig am Fachforum „Jugend“ und dem BNE-Gesamtprozess beteiligen (können), wenn sie keine adäquate Begleitung bekommen.

Unsere Begleitungsleistungen umfassen: Vorbereitung und Nachbereitung von Sitzungen, politisches Coaching, Hilfe bei der Erstellung von Materialien, pädagogische und politische Begleitung sowie die Organisation der Veranstaltungen und Reisen. Diese Aufgaben übernehmen wir als Unterstützung, weil der Hauptjob der jungen Menschen ihre schulische, universitäre oder berufliche Ausbildung ist. Diese Ausbildung stellt ein freies Engagement oft herausfordernd dar und niemand vergütet die ehrenamtliche Arbeitszeit dieser jungen Menschen. Eine solche Arbeit im Rahmen der Bildungssettings ist nicht vorgesehen. Ohne die vor- sowie nachbereitenden und politischen Arbeiten der youboX (zu denen auch zusätzliche Treffen zählen) haben die unabhängigen Jugendlichen nicht die gleichen Chancen, wie Akteur*innen, die seit Jahren berufstätig sind oder Mitarbeitende und Verbände haben, die für sie einstehen.

Der Vorschlag des BMBFs würde bedeuten, dass unabhängige Jugendliche nicht länger beteiligt werden. Wir halten dies für einen erheblichen Rückschritt.

  • BNE-Jugendbeteiligung in Deutschland für die internationale Gemeinschaft nachahmenswert und von der UNESCO, dem WAP sowie dem Bundestag formuliert

Auch aus einer internationalen Blickweise betrachtet, bestärken wir, dass Deutschland seine herausragende Jugendbeteiligung weiterführen und ausbauen sollte, zumal sie doch explizit von der UNESCO formuliert ist. Ferner ist Jugendbeteiligung als Handlungsfeld im Weltaktionsprogramm verankert wie auch im Beschluss des Bundestages zu BNE festgeschrieben. (Bundestags Drucksache BT 18/4188. „Sie [Anmerkung: Die Jugend ..] soll als aktiver Gestalter eine Schlüsselrolle in den zukünftigen nationalen Strukturen zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms einnehmen.“).

Ein Aufgeben des youpaN ist daher für uns keine Option, jedoch der Ausbau der Jugendbeteiligung höchst erstrebenswert.

  • Die Alternative ist schon da – das youpaN zeichnet enorme Erfolge

Wer die Mitglieder des youpaN und ihre Arbeit erlebt hat, weiß, welche Auswirkung Jugendbeteiligung in dieser Form auf den BNE-Prozess hatte: engagierte Mitarbeit, (un)bequeme Fragen, neue Blickwinkel, frischer Wind, die Einbeziehung der Jugend, ihrer Ideen, Sorgen und Energie. Die Jugendbeteiligung durch das youpaN wurde vor nicht einmal zwei Jahren gestartet und wurde Teil eines schon länger laufenden BNE-Prozesses. Die notwendige Phase der Selbstfindung des Gremiums musste daher parallel zum Aufholen der Wissenshierarchie sowie der sofortigen Mitarbeit in den BNE-Gremien stattfinden. Wir in der youboX und vor allem die beteiligten Jugendlichen haben dafür ihr Möglichstes gegeben und sehen ganz klar, dass unsere Form der echten Jugendbeteiligung enorme Erfolge verzeichnet.

Aus diesem Grund fordern wir die Beibehaltung der Finanzierung für das unabhängige Jugendgremium youpaN, ihrer zusätzlichen Treffen und eines Begleitorgans, angelehnt an die Arbeit der youboX. Gerne kann das youpaN weiterhin im Austausch mit anderen Jugendverbänden stehen, hierfür würde sich ein Fachforum Jugend sehr gut eignen. Die Jugendperspektive sollte darüber hinaus auch in den einzelnen Fachforen vertreten bleiben. Mit der Wortschöpfung youpaN sollte weitergearbeitet werden, um das bestehende Engagement der Jugendlichen zu würdigen.

Unsere Stellungnahme gibt es auch hier als Download: https://youpan.de/wp-content/uploads/2019/05/Stellungnahme-der-youboX-zur-Weiterentwicklung-der-BNE-Gremien.pdf