Ende 2025 wurde der Sammelband „Bildungsmanagement zur Bildung für nachhaltige Entwicklung in Hochschule und Weiterbildung“ (Kondratjuk et al. 2025) veröffentlicht. Bildungseinrichtungen spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, große gesellschaftliche Herausforderungen wie die Klimakrise, soziale Ungleichheit oder die Digitalisierung zu bewältigen. Der Sammelband zeigt, wie Bildungsmanagement Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen dabei helfen kann, nachhaltiger zu werden und sich weiterzuentwickeln.
In einem eigenen Beitrag geht youpan-Mitglied Jeanine Marie Rühle zusammen mit Matthias Kramer und Marcel Schröder der Frage nach, wie Hochschulen durch „Service Learning“ (Lernen durch Engagement) gesellschaftliches Engagement in den Hochschulalltag einbinden können. So können Bildungseinrichtungen Studierende dabei unterstützen, wichtige Kompetenzen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung zu erwerben. Das youpan dient dabei als Praxisbeispiel für die Kompetenzentwicklung engagierter Studierender außerhalb von Universitäten. Die Autor*innen führten dazu wissenschaftliche Interviews mit (ehemaligen) Mitarbeitenden des youpan-Büros durch, die die Mitglieder des youpan pädagogisch begleiten.
Vorteile von Service Learning: youpan als Praxisbeispiel
Die Ergebnisse der Interviewstudie zeigen, dass Studierende durch Service Learning vielfältige Kompetenzen erlangen können, die sie dazu befähigen, sich auch zukünftig an nachhaltigen Führungsansätzen („Sustainable Leadership“) zu orientieren.
Das Engagement im youpan stärkt wichtige soziale und fachliche Fähigkeiten, besonders wenn Studierende in neue Lebenswelten eintauchen und andere Perspektiven kennenlernen. Eine gute pädagogische Begleitung unterstützt sie dabei auf Augenhöhe, stärkt ihr Selbstvertrauen und hilft in schwierigen Situationen. Service Learning wird so als wirksamer Ansatz sichtbar, um Bildung für nachhaltige Entwicklung zu fördern – vorausgesetzt, junge Menschen werden ernsthaft beteiligt und neue Ideen dürfen bestehende Strukturen verändern.
Der Beitrag plädiert dafür, die Fähigkeiten, die junge Menschen in ihrem Engagement außerhalb der Universität (wie zum Beispiel im youpan) erlernen, in die Hochschulstrukturen zu integrieren. Möglichkeiten, sich gesellschaftlich einzubringen, sollten fest in die Hochschullehrpläne aufgenommen werden. Dadurch würde Engagement zugänglicher für alle werden und kein reines Ehrenamt bleiben. Zudem könnten Universitäten dadurch die Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden unterstützen, die wiederum als zukünftige Change Agents nachhaltigen, gesellschaftlichen Wandel vorantreiben.
Download
Der Sammelband ist hier kostenfrei zum Download als PDF verfügbar.