Beim Fachtag „Feministische Ansätze für die entwicklungspolitische Bildung – Neue Impulse zur Halbzeit von BNE 2030“, der am 28.10.2025 vom Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe (VENRO) organisiert wurde, ging es darum, wie Bildung dabei helfen kann, unsere Welt gerechter und nachhaltiger zu machen. In Zeiten von Krisen, Kriegen und wachsendem Hass wird deutlich: Wir brauchen starke Bildung, die Mut macht und Menschen zum Handeln bringt. Zur Halbzeit des Programms BNE 2030 sprachen Bildungspraktiker*innen darüber, was bisher erreicht wurde und welche neuen Ideen es braucht. Besonders wichtig war die Stärkung feministischer Perspektiven, gerade jetzt, wo antifeministische Stimmen lauter werden. youpan-Mitglied Xue Ling Zhou zeigte in ihrem Vortrag, wie Wut im Aktivismus antreibt, warum es wichtig ist, Betroffenen zuzuhören und Strukturen zu hinterfragen – und warum junge Stimmen mehr Raum brauchen, um unsere Zukunft mitzugestalten.

© Stiftung Bildung, youpan
Laut werden, zuhören, mitgestalten
youpan-Mitglied Xue war mit einem eigenen Vortrag unter dem Motto „Ich glaube ich spinne – Lösungen suchen im Kontext globaler Krisen“ vertreten. Dabei sprach sie über ihre Erfahrungen aus dem Engagement für BNE und darüber, wie wichtig Emotionen wie Wut im Aktivismus sein können – denn Wut kann antreiben, etwas zu verändern. Gleichzeitig stellte sie die Frage, wer eigentlich in gesellschaftlichen Debatten laut wird und Gehör findet: Oft sind es vor allem weiße, erwachsene Menschen, die sich Raum nehmen – und ihn auch bekommen.
Xue betonte, wie entscheidend es ist, Betroffenen zuzuhören, Raum zu schaffen und sich auch unbequemen Wahrheiten zu stellen. Nur wenn wir bereit sind, bestehende Strukturen aufzubrechen, kann unsere Gesellschaft wirklich zukunftsfähig werden. Besonders wichtig sei es außerdem, gezielt junge Menschen einzubeziehen, ihnen zuzuhören und sie ernst zu nehmen – denn ihre Perspektiven und Ideen sind zentral für eine gerechte und nachhaltige Zukunft.