9 Menschen stehen vor einem blauen Hintergrund, auf dem das Logo der zypriotischen EU-Ratspräsidentschaft zu sehen ist.

Konferenz zu BNE auf Zypern

18.05.2026 – Vom 07. bis 08. Mai 2026 ging es für uns nach Zypern, wo wir an einer internationalen Konferenz zu BNE teilnahmen. Im Fokus der Veranstaltung stand der Whole Institution Approach (WIA), also die ganzheitliche Umsetzung von nachhaltiger Entwicklung an Lernorten.

Europäischer Austausch zu Bildung, Nachhaltigkeit und Beteiligung

Die Konferenz mit dem Titel „Whole Institution Approach and Education for Sustainable Development“ wurde im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft Zyperns in der Hauptstadt Nikosia ausgerichtet und brachte rund 240 Teilnehmende aus EU-Mitgliedsstaaten zusammen. Politische Entscheidungsträger*innen trafen auf Vertreter*innen zivilgesellschaftlicher Organisationen, Wissenschaftler*innen, Fachkräfte aus dem Bildungsbereich sowie Jugendvertreter*innen.

Dabei ging es um die Frage, wie politische Ziele praktisch in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen umgesetzt werden können – mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit, Widerstandsfähigkeit, demokratische Werte, Inklusion und die Beteiligung junger Menschen.

Janine diskutiert auf dem Abschlusspanel mit. © Stiftung Bildung, youpan

Die wichtigste Erkenntnis: Nachhaltigkeit sollte nicht nur als einzelnes Thema oder als zusätzliche Aufgabe behandelt werden. Sie muss zum festen Bestandteil der Bildungspolitik, des Schulalltags und der täglichen Arbeit von Bildungseinrichtungen werden. BNE und der WIA können dabei als Schlüssel für den Wandel des Bildungsbereichs dienen.

Unsere Beiträge zum Konferenzprogramm

Janine Thoma, Jasmin Scholtbach, Mia Heller und Phio Pfennigs vertraten das youpan vor Ort und gestalteten das Konferenzprogramm mit. Jasmin leitete beispielsweise eine World Café-Station an, bei der die Teilnehmenden Möglichkeiten erarbeiteten, wie junge Menschen dazu beitragen können, Institutionen nachhaltiger und inklusiver zu machen.

Janine vertrat uns auf dem Podium bei der Abschlussdiskussion mit dem Titel „Towards a shared Ageda for Whole Insitution Approaches, ESD and Youth Engagement: European Priorities, Regional Synergies and next steps“. Dort machte sie deutlich, dass junge Menschen im Rahmen politischer Entscheidungen nicht nur nach ihrer Meinung gefragt werden sollten. Viel eher kommt es darauf an, dass sie tatsächlich mitentscheiden können. Zudem müsse Jugendbeteiligung strukturell ausgebaut und niedrigschwellig gestaltet werden:

,,Es darf nicht von persönlichen Beziehungen oder dem familiären Hintergrund abhängen, ob man sich als junger Mensch politisch engagieren kann.“

Janine Thoma
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© Stiftung Bildung, youpan
© Stiftung Bildung, youpan
© Stiftung Bildung, youpan

Was wir von der Konferenz mitnehmen

Gerade in den Workshop- und Round Table-Angeboten konnten wir neue Ansätze zum Konferenzthema kennenlernen. Besonders wertvoll war für uns die Möglichkeit, internationale Kontakte zu knüpfen, unter anderem mit Teilnehmenden aus Brüssel, Peru, Zypern, Finnland und Dänemark.

Für zukünftige Veranstaltungen würden wir uns wünschen, den Fokus noch stärker auf konkrete Zusammenarbeit, praxisnahe Lösungen und gemeinsame Projektentwicklung zu legen. Mehr Zeit für Diskussionen, Workshops und kleinere Arbeitsformate könnte unserer Ansicht nach den Austausch verbessern und zu greifbareren Ergebnissen führen.

Wir wünschen uns zudem, dass noch mehr junge Menschen aktiv an der Konferenz teilnehmen und auch stärker in Panels und Diskussionen eingebunden werden, besonders da Jugendbeteiligung ein zentrales Thema der Veranstaltung war.

Besonders schön fanden wir aber, dass so gut wie alle Teilnehmenden auch aktiv am Programm mitwirken konnten. Auch die gemeinsamen Aktivitäten wie Restaurantbesuche und eine Stadttour stärkten den persönlichen Austausch und das Gemeinschaftsgefühl.