Forschende des Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) untersuchten im Auftrag des Institut Futur der Freien Universität Berlin, welche Wirkung die Beteiligung junger Menschen im deutschen BNE-Prozess hat. Dafür führten sie unter anderem Interviews mit aktiven und ehemaligen youpan-Mitgliedern sowie erwachsenen Mitgliedern einiger BNE-Foren.
Forschungsergebnisse
youpan-Mitglieder erlernen neue Kompetenzen
Die Ergebnisse zeichnen ein klares Bild: youpan-Mitglieder bringen wertvolle Kompetenzen mit, die sie während ihrer Mitgliedschaft immer weiter ausbauen. Sie vertiefen ihr Fachwissen zu BNE und stärken zugleich ihre sozialen und demokratischen Fähigkeiten. Darüber hinaus entwickeln sie methodische und organisatorische Kompetenzen weiter, erleben politische Prozesse hautnah mit und lernen sowohl, den eigenen Standpunkt zu vertreten als auch Positionen gemeinsam auszuhandeln.
Es zeigt sich zudem, dass youpan-Mitglieder Selbstwirksamkeit erfahren, etwa durch Aktionen im Bereich der Lobbyarbeit oder im Austausch mit anderen jungen Menschen. Dies stärkt das Selbstbewusstsein und motiviert die Mitglieder, sich weiterhin ehrenamtlich zu engagieren.
Möglich wird das vor allem dadurch, dass youpan-Mitglieder voneinander lernen, sich ausprobieren und dabei viel Freiraum haben.
Das youpan beeinflusst auch die BNE-Gremien
Wenn junge Menschen sich für BNE engagieren, sind sie jedoch nicht die Einzigen, die davon profitieren: Auch die Arbeit in den BNE-Foren verändert sich. Das zeigt sich zum Beispiel bei den Themensetzungen und Diskussionen. Durch das youpan werden die Bedingungen für wirksame Jugendbeteiligung im BNE-Prozess immer wieder in den Fokus gerückt.
Auch die Arbeitsweise mancher Gremien ändert sich durch Initiativen des youpan, beispielsweise durch das Einbringen neuer Methoden in der Sitzungsgestaltung. Youpan-Mitglieder tragen zudem dazu bei, neue Arbeitsgruppen zu gründen und waren maßgeblich an der Erarbeitung von Positionspapieren beteiligt, die von der Nationalen Plattform BNE verabschiedet wurden. Hier einige Beispiele:
- Beschluss des Forums Hochschule zu Partizipation als Schlüssel nachhaltiger Hochschulentwicklung
- Erklärung „Partizipation, Beteiligungsmöglichkeiten und Freiräume“
- Resolution „BNE als Weg aus der Krise“,
- BNE-Kampagne (Idee zu der Kampagne wurde von einem youpan-Mitglied eingebracht)
Wie youpan-Mitglieder ihre Anliegen einbringen
Die Forschenden konnten zudem einige Strategien beobachten, die youpan-Mitglieder anwenden, um ihre Ziele zu erreichen. So positionieren sie sich einerseits als Expert*innen für junge Lebensrealitäten, die jede Menge Alltagserfahrungen und Praxiswissen mitbringen. Andererseits bringen sie immer wieder ihr Fachwissen zu BNE und Nachhaltigkeit ein und verweisen damit auf ihre inhaltliche Expertise. Zudem gehören das Nachfragen, Hinterfragen, der vereinzelte Einsatz bewusster Irritationen sowie das Schließen von Bündnissen mit anderen BNE-Akteur*innen zu den Herangehensweisen der youpan-Mitgliedern in den BNE-Gremien.
Mehr Informationen zur Studie findest du auf der Internetseite der Freien Universität Berlin.
Selbst aktiv werden
Im Rahmen der Studie wurden einige Ergebnisse für Social Media aufbereitet, um noch mehr junge Menschen zu motivieren, sich in politischen Gremien einzubringen. Wenn du uns dabei helfen willst, kannst du unsere Beiträge auf Social Media teilen.






