Unsere neusten Forderungen

Wir fordern: Junge Menschen müssen die Zukunft mitgestalten! Denn die Jugend ist die Gesellschaft von morgen. Sie muss also heute schon mitbestimmen und ihre Jugendperspektive einbringen. Für eine gute Zukunft machen wir unsere Bildung besser, gerechter und nachhaltiger – wir nennen das Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

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Handlungsebenen: Länder und Bildungsorte

2023 haben wir unsere Forderungen zu BNE und Jugendbeteiligung auf Bundesebene veröffentlicht. Jetzt haben wir die Forderungen um die Handlungsebene der Bundesländer sowie um Handlungsempfehlungen für Bildungsorte ergänzt.

Die Forderungen und Handlungsempfehlungen sollen dazu beitragen, dass BNE im Bildungssystem schneller umgesetzt wird. Vor allem sollen junge Menschen dabei aktiv mitgestalten und -entscheiden. Unsere Forderungen und Empfehlungen sind in 7 Handlungsfelder auf Ebene der Bundesländer und Bildungsorte untergliedert:

I. Engagement fördern

II. Kinder – und Jugendbeteiligung stärken

III. Bildungsgerechtigkeit und Antidiskriminierung

IV. Aus-, Fort- und Weiterbildungen im Sinne von BNE

V. Zukunftsorientierte Bildungspolitik

VI. Transformative Wissenschaft und Institutionen

VII. Verankerung von BNE im Bildungssystem

Handlungsebene Bundesländer

I. Engagement fördern

Ehrenamt soll für alle leichter möglich werden – egal ob in der Schule, im Sport, in der Kultur oder im sozialen Bereich. Dafür sollen Engagementangebote besser anerkannt, finanziell unterstützt und durch mehr Freiräume in Bildungseinrichtungen gestärkt werden. So können alle Menschen selbstbestimmt aktiv werden und ihre Ideen für die Gesellschaft einbringen.

II. Kinder- und Jugendbeteiligung stärken

Junge Menschen sollen stärker in politische Entscheidungen und an Bildungseinrichtungen mit einbezogen werden. Dafür sollen sie Mitbestimmungsrechte bekommen, ihre Ideen anerkannt und Engagement in Demokratiebildung gefördert werden. So lernen sie Demokratie praktisch zu gestalten und ihre Perspektiven einzubringen.

III. Bildungsgerechtigkeit und Antidiskriminierung

Bildung soll für alle Menschen gleichermaßen zugänglich sein – unabhängig von Herkunft, Identität oder finanzieller Lage. Dafür sollen Lernende besser unterstützt, Bildungsangebote kostenfrei zugänglich und psychische Gesundheit sowie sichere Lernräume gefördert werden. Außerdem sollen alle Bildungswege anerkannt und die Chancen für jede*n verbessert werden.

IV. Aus-, Fort- und Weiterbildungen im Sinne von BNE

Lehrende und Entscheidungsträger*innen sollen besser auf BNE vorbereitet werden. Dazu werden Aus-, Fort- und Weiterbildungen eingeführt, die Wissen und praktische Handlungsempfehlungen vermitteln. So können Bildungsorte zukunftsfähig, inklusiv und bedürfnisorientiert gestaltet werden.

V. Zukunftsorientierte Bildungspolitik

BNE soll in allen Bildungsbereichen gestärkt werden, um Gesellschaft und Bildungssystem zukunftsfähig zu gestalten. Dazu werden Förderungen ausgebaut, staatliche Finanzierungen auf Nachhaltigkeit geprüft und Gesetze gemeinsam mit Expert*innen und jungen Menschen entwickelt. Außerdem sollen formale, non-formale und informelle Bildungsangebote besser vernetzt werden, damit Lernen vielfältig und wirksam ist.

VI. Transformative Wissenschaft und Institutionen

BNE soll an allen Bildungsorten nachhaltige Veränderungen bewirken. Dafür wird transformative Wissenschaft gefördert, Forschungsprojekte werden partizipativ gestaltet und Reallabore unterstützt, um Wissen praktisch umzusetzen. Außerdem werden Bildungsorte nachhaltig gebaut, energetisch optimiert und nach dem WIA-Ansatz entwickelt, damit Lernen und Klimaschutz Hand in Hand gehen.

VII. Verankerung von BNE im Bildungssystem

BNE soll fest in allen Bildungsbereichen verankert werden. Bund, Länder und die KMK arbeiten zusammen, um BNE strategisch, verbindlich und finanziell unterstützt umzusetzen. Außerdem werden BNE-Kompetenzen an Bildungsorten gefördert und durch Peer-to-Peer-Lernen gestärkt.

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Vier Menschen sitzen in einer Reihe auf einer Bühne. Im Hintergrund ist ein großer Bildschirm. Text darauf: Abschlussplenum. Das Wohlbefinden aller im Bildungsystem.
© Shirin Abedi
© Stiftung Bildung, youpan
© BMBF/BILDKRAFTWERK/Kurc

Handlungsempfehlungen für Bildungsorte

I. Engagement fördern

Engagement soll in allen Bildungseinrichtungen mehr Raum bekommen und stärker wertgeschätzt werden. Dafür sollen Freiräume für eigene Projekte entstehen und freiwilliges Engagement auch im Unterricht anerkannt und belohnt werden – zum Beispiel durch Erwähnungen im Zeugnis oder Leistungspunkte. So können junge Menschen ihre Interessen einbringen und Verantwortung übernehmen.

II. Kinder- und Jugendbeteiligung stärken

Junge Menschen sollen in Bildungseinrichtungen und der Politik stärker mitentscheiden können. Bildungsorte werden dafür partizipativer gestaltet, demokratische Bildung wird ausgebaut und Lernende sollen überall echte Mitbestimmungsrechte erhalten. Gleichzeitig sollen Beteiligungsangebote inklusiv, barrierearm und vielfältig gestaltet werden, damit alle jungen Menschen ihre Stimme wirksam einbringen können.

III. Bildungsgerechtigkeit und Antidiskriminierung

Alle jungen Menschen sollen die gleichen Chancen auf Bildung und Teilhabe haben – unabhängig von Herkunft, Identität oder Fähigkeiten. Dafür werden Ganztagsangebote ausgebaut, Grundbedürfnisse besser abgesichert, psychische Gesundheit gestärkt und Bildungsorte zu sicheren, vielfältigen Räumen gemacht. Außerdem soll deutlich werden, dass alle Bildungswege wertvoll sind und ihren eigenen Beitrag zur Gesellschaft leisten.

IV. Aus-, Fort- und Weiterbildungen im Sinne von BNE

Lehrende und Verantwortliche im Bildungssystem sollen besser auf nachhaltige Bildung vorbereitet werden. Deshalb werden Fort- und Weiterbildungen ausgebaut, die Angebote zu BNE, Leadership, Antidiskriminierung und psychischer Gesundheit praxisnah vermitteln. So können Bildungsorte inklusiver, moderner und wirkungsvoller gestaltet werden.

V. Zukunftsorientierte Bildungspolitik

Bildung soll sich gemeinsam mit der Gesellschaft weiterentwickeln, damit zukünftige Generationen gut geschützt sind. Lernende, Lehrende und Mitarbeitende gestalten deshalb Veränderungen an ihren Bildungsorten zusammen, setzen BNE praktisch um und treten gemeinsam in den Austausch mit Politik und Trägern. Durch regelmäßige Evaluationen und aktive Mitgestaltung können junge Menschen Verbesserungen direkt anstoßen.

VI. Transformative Wissenschaft und Institutionen

Bildungsorte sollen nachhaltig und klimafreundlich gestaltet werden, damit Lernen im Einklang mit Umwelt und Gesellschaft möglich ist. Alle Entscheidungen erfolgen nach dem WIA-Prinzip, Energie- und Ressourcennutzung werden optimiert und Barrierefreiheit sowie klimafreundliche Mobilität sichergestellt. Lernende werden dabei aktiv eingebunden, gestalten Projekte mit und sammeln praktische Erfahrungen für mehr Selbstwirksamkeit.

VII. Verankerung von BNE im Bildungssystem

BNE soll fest in allen Bildungsorten verankert werden, um zukunftsfähiges Lernen und Gestalten zu fördern. Bildungsangebote werden so gestaltet, dass junge Menschen kritisch denken, Verantwortung übernehmen und eigene Lösungswege entwickeln können. Dazu werden BNE-Kompetenzen systematisch vermittelt, Lehrpläne angepasst und Peer-to-Peer-Lernen gestärkt.