Christoph Pennig

youprO: Mülltrennung

Die Projektidee

Lass uns die Karte mit youprOs füllen

Das Projekt hat das Ziel Kompost- und Plastikmülltrennung in einem Wohnheim einzuführen. Damit das wieder funktioniert wird es Aufklärungs-, Überzeugungsarbeit und coole Aktionen geben. Wir machen deshalb einen coolen Themenabend über Mülltrennung, um dabei die Student*innen aufzuklären. Auch wollen wir Mülleimer anschaffen und in einem Workshop mit Farbe selbst bemalen und mit Sprüchen gestalten, die die Menschen zum Mülltrennen anleiten.

Zusätzlich bringen wir Plakate und Infotafeln mit Sprüchen und Daten und Fakten in verschiedenen Sprachen (weil auch viele Fremdsprachige in dem Wohnheim wohnen), zwecks Aufklärung an.

Projektdaten

Ort: Halle

Zeit: März 2019

Mitmachen:Wenn du Ideen zu dem Projekt hast, dann schreib eine Mail an *protected email*!

Christoph Pennig

Welches Recht hat die Natur?

Eine Stimme für den Regenwald

In Kolumbien kann der Wald künftig sein Recht selbst einklagen. Seit April 2018 besitzt das Amazonasgebiet die gleichen Rechte wie eine Person. Das oberste Gericht Kolumbiens erkannte nämlich in einem Urteil die Bedeutung des Amazonasregenwalds als lebenswichtiges Ökosystem an. Auch Bolivien und Ecuador haben bereits solche Passagen in ihrer Verfassung verankert. In Kolumbien ging die Initiative von einer Gruppe von Kindern und Jugendlichen aus, die von der NGO „dejusticia“ unterstützt wurden. Sie argumentierten damit, dass die Abholzung des Regenwaldes den Klimawandel beschleunigt und damit ihre Zukunft. Das oberste Gericht forderte zudem, die Emissionen von Treibhausgasen bis 2020 auf Null zu senken und den Kahlschlag zu stoppen.

Neue Rechtsauslegungen

Nach der Rechtsauffassung der allermeisten Länder sind Natur, Tiere, Pflanzen und Steine einfach Objekte, die jede*r besitzen, zerstören oder schützen kann. Das schlägt sich auch in den Umweltgesetzen nieder. Diese regeln wie viel Umweltverschmutzung oder Naturzerstörung in Kauf genommen wird und legalisieren dadurch Umweltschäden. Das ist anders als bei natürlichen oder juristischen Personen. Die können sich zur Wehr setzen bei einer Verletzung ihrer Interessen. Die Natur ist in solchen Konflikten strukturell benachteiligt. Sobald mensch jedoch der Natur Rechte zugesteht, ändert sich die Lage. Umweltverbände, NGOs oder Anwaltskanzleien können dann vor Gericht ziehen und als Stellvertreter dieser Rechtssubjekte auftreten.

Naturrechtssprechung wächst

In vielen Ländern, beispielsweise Brasilien, Bolivien oder den USA, gibt es mittlerweile entsprechende gesetzliche Regelungen. Es bleibt trotzdem eine Frage der Abwägung. So behält sich der bolivianische Staat die Ausbeutung von natürlichen Ressourcen vor, was in Widerspruch zu den Verfassungsrechten steht und zu Spannungen führt. Das bedeutet, dass die Natur nicht immer und automatisch gewinnt. Sie bekommt aber eine eigene Stimme, die vor Gericht bestand hat. Weltweit werden Jurist*Innen ausgebildet, um die Rechte der Natur und der Bürger*Innen zu schützen. Doch allen guten Vorsätzen zum Trotz, ist die Einbettung und Umsetzung der neuen Gesetze nicht immer einfach. Gerade in Lateinamerika basiert die Wirtschaft noch stark auf dem Raubbau an Ressourcen. Trotz vieler Schwierigkeiten hat die neue Rechtsstrategie des biozentrischen Ansatzes in den letzten zehn Jahren auf internationaler Ebene enorm Fahrt aufgenommen.

Ausführlichere Informationen und den ungekürzten Artikel von SPEKTRUM findest du hier.

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Christoph Pennig

Du gegen den Klimawandel!

Umweltbewusste Menschen in Deutschland kaufen Bioprodukte, verzichten öfter auf Fleisch oder essen möglichst regional und saisonal. Sie beziehen Ökostrom und nehmen das Fahrrad anstatt des eigenen Autos. Das Problem ist, dass diese Gruppe ungerne auf (Fern-)Reisen verzichtet und oftmals geräumige und schlecht gedämmte Wohnungen bewohnt. Das Umweltbundesamt bezeichnet diese Menschen daher als „umweltbewusst bei hohem Ressourcenverbrauch“.

Gerade umweltbewusste Menschen verursachen überdurchschnittlich viel CO². Unter den Umweltbewussten befinden sich besonders viele Akademiker*Innen, die mehr verdienen und besonders weltoffen sind, weshalb sie in größeren Wohnungen leben und mehr reisen. Schon ein Flug nach New York und wieder zurück verursacht 4 Tonnen CO². Um jedoch die Erderwärmung unter 2 Grad zu halten, dürften wir nicht mehr als eine Tonne pro Jahr verbrauchen.

Quelle: pixabay

drei Komponenten, mit denen wir gegen den Klimawandel wirken können

  1. Politisch sein: ohne engagierte Bürger*Innen und öffentlichen Druck gibt es keine Umweltschutzgesetze. Das geht z.B. durch den Eintritt in eine Umweltorganisation. Je mehr Mitglieder*Innen diese hat, umso mehr Einfluss hat sie.
  2. Kompensieren: bei Anbietern wie Atmosfair oder myclimate kannst du deinen Flug und deinen CO²-Ausstoß kompensieren. Das Geld wird verwendet, um den CO²-Ausstoß an anderer Stelle tatsächlich zu senken.
  3. Die großen Dinge angehen: hier vor allem Wohnfläche, Dämmung, Fernreisen und Auto. Möglich ist, z.B. den Vermieter*Innen zur energetischen Sanierung zu bringen oder auf Carsharing umzusteigen. Ein Konto bei einer Ökobank zu eröffnen, spart ebenfalls rund 0,2 Tonnen CO² im Vergleich zu konventionellen Banken.

Einzig die Flugreisen zerhauen die CO² Bilanz leider enorm. Allerdings gibt es auch tolle und vielfältige Urlaubsziele in Deutschland. Bei Auslandsreisen könnt ihr auf die Bahn umsteigen, auch wenn das etwas länger dauert, hilft es sehr viel CO² einzusparen.

Quelle: DER SPIEGEL

Lukasz

Wir brauchen interkulturelle Kompetenz! Aber…was ist überhaupt Kultur?

Kultur ist weitaus mehr als ein klischeehaftes Abendessen, bei dem jede*r ein nationales Gericht mitbringt, worüber anschließend gestritten wird was das Beste ist. Kultur setzt sich aus unterschiedlichen Bereichen zusammen, wie Musik, Kunst, Sprachen, Moral, Religion, Technik, Wirtschaft und noch vielen Weiteren. Kultur ist zeitlos und reicht von der Vergangenheit bis in die Zukunft, wobei sie ständig im Wandel ist und sie hat dabei einen ganz großen Einfluss auf uns.

Wie beeinflusst Kultur unser Leben?

Unser Denken und Handeln wird von unserer Kultur geprägt, weshalb auch du dich mit dem Thema beschäftigen solltest, um neue Perspektiven zu entdecken. Wenn wir auf das klischeehafte Abendessen zurückgreifen und den Bereich der Ernährung genauer unter die Lupe nehmen, erkennt man Esskulturen, wie in Europa das Verzehren von Fleischprodukten. Für viele Europäer ist es selbstverständlich, dass zum Beispiel Rind auf den Teller gehört.

In religiösen Strömungen wie dem Hinduismus verzichten viele auf den Verzehr von Rind und im Buddhismus wird sogar ganz auf Fleischkonsum verzichtet. Das kleine Meerschweinchen wird in manchen lateinamerikanischen Gebieten für den Verzehr gezüchtet, was für die Europäer wieder unvorstellbar ist. Aber auch chemische Innovationen wie Plastik oder Wirtschaftsordnungen, die heute die Welt stark beeinflussen, gab es nicht schon immer. Vielleicht entdeckst du auch bei dir Angewohnheiten oder Denkmuster, nach denen du schon immer gehandelt hast und es immer noch tust, ohne wirklich darüber nachgedacht zu haben. Dabei entscheiden wir nicht selber, in welche Kultur wir geboren werden und welche Denkweise wir annehmen. Der Philosoph John Locke hielt den Verstand für eine tabula rasa, was so viel bedeutet wie unbeschriebenes Blatt, das erst nach der Geburt mit Inhalt gefüllt wird. Diese These ist sehr umstritten, schaut man aber auf die Entwicklungspsychologie, zeigt diese zu mindestens, dass das Blatt nach der Geburt und bis ins hohe Alter stets durch neue Impulse gewandelt wird.

Was hat Kultur mit BNE zu tun?

Beschäftigen wir uns mit unterschiedlichen Kulturen, kann unser Denkhorizont erweitert werden und wir fangen an selbstverständliche Sachen zu hinterfragen. Im Bezug auf die Vergangenheit gab es schon immer einen kulturellen Austausch, der in der heutigen Zeit der Globalisierung seinen Höhepunkt erreicht. BNE könnte dabei ein Vorreiter einer neuen Epoche werden und unsere Kultur maßgebend verändern. Deswegen ein Appell an dich: Beteilige dich und pack mit an. Lasst uns zusammen den Boden für eine friedliche und nachhaltige Welt säen, im dem sich die Wurzeln der Toleranz und Freiheit verankern und daraus eine Landschaft mit Vielfalt entsteht, die für jede*n eine Frucht des Glückes bereithält.