Auch 2020 soll es Jugendbeteiligung geben

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hatte uns in den letzten Monaten ihre Pläne für die Zukunft mitgeteilt. Genauer: Die Zukunft der Nationalen Plattform, der Fachforen und auch des youpaN. Denn die UNESCO hat ein neues Weltaktionsprogramm versprochen, dass eng an dem bisherigen Programm weitergeht.

Und für uns ist klar: natürlich braucht es hier eine starke und gelungene Jugendbeteiligung.
Neben vielen Hintergrundgesprächen veröffentlichen wir dazu auch eine Stellungnahme. Diese könnt ihr hier lesen.

Wir hoffen euch bald mehr zu unserer Zukunft sagen zu können. Aber wir sind uns sicher: Ohne Jugend geht es nicht!

Mein Praktikum in der Stiftung Bildung (youboX)


„Ich war beim Startschuss der BNE Jugendbeteiligung vor zwei Jahren dabei und freue mich ins Team zurückzukommen“

20 Jahre alter Student im weißen T-Shirt vor der Stiftung Bildung
Foto: Dorothea Oelfke

In diesem Blog möchte ich euch die kommenden sechs Wochen mitnehmen und über mein Praktikum auf dem Laufenden halten. Nach Abschluss meines Praktikums werdet ihr einen guten Einblick in das Praktikum in der Stiftung Bildung haben. 

Zu meiner Person

Mein Name ist Niklas Hähn, ich studiere Politikwissenschaft an der Uni Mannheim und absolviere ein sechswöchiges Praktikum in der Stiftung Bildung.

In den letzten fünf Jahren engagierte ich mich in verschiedenen Bildungspolitischen Gruppen, wie der Landesschüler*innenvertretung Rheinland-Pfalz  und dem AStA der Uni Mannheim  für mehr Mitsprache von jungen Menschen. Ich freue mich die Möglichkeit zu bekommen, das youpaN bei seiner aktuellen Arbeit zu unterstützen.

Meine Aufgaben

Während meines Praktikums freue ich mich einen Einblick in die Arbeit einer Stiftung zu erhalten, die youboX bei ihrer Arbeit zu unterstützen und in tollen Teams an Projekten zu arbeiten. Es ist nicht selbstverständlich so viele Möglichkeiten zum selbstständigen Mitarbeiten und Weiterbildung  während eines so kurzen Praktikums zu erhalten. Vielleicht sieht man sich in den nächsten Wochen auf Kongressen zum Thema Bildung für Nachhaltige Entwicklung.

Ein besonderer Fokus meiner Arbeit wird auf der Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung Bildung und der youboX liegen. Dafür werde ich mich mit der Homepage auseinandersetzen und sie während meiner Zeit im Praktikum mitbetreuen.

Ich möchte sehr eng mit dem youpaN zusammenarbeiten, einen guten Einblick in ihre aktuelle Arbeit und Projekte in ganz Deutschland bekommen und sie bei ihrer Arbeit unterstützen, um das Projekt Bildung für Nachhaltige Entwicklung weiter voran zu treiben.

Ich hoffe, dass ich trotz der Sommerpause die Möglichkeit bekommen werde die Stiftung auf einen Lobbytermin zu begleiten, um mich auch gegenüber Dritte für die Ziele der Stiftung einzusetzen.

Das Praktikum ist sowohl für engagierte Schüler*innen, wie auch für Personen nach dem Schulabschluss zu empfehlen, die sich für Gremienarbeit, Verwaltungsarbeit und BNE interessieren. 

youcoN 2019 – 150 junge Menschen berieten auf Rügen über die Zukunft

Seit Monaten demonstrieren weltweit Jugendliche für ihre Zukunft. Noch einen Schritt weiter gingen sie bei der youcoN 2019, einer der größten Jugendkonferenzen für Nachhaltigkeit bundesweit. Organisiert hat sie die spendenfinanzierte Stiftung Bildung auf Rügen.

Gruppenbild der Teilnehmenden an der youcoN 2019

Die Teilnehmenden der youcoN 2019

Bei der youcoN kamen aus ganz Deutschland 150 junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren zusammen. Als Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft wollen sie den Unterricht in Schulen und Universitäten verändern. Denn umwelt- und sozialbewusstes Verhalten kann man lernen – davon sind die Konferenzgäste überzeugt. In Prora berieten sie vom 29. Mai bis 2. Juni 2019 über kreative Wege dafür. Im Angebot waren über 40 Workshops, Vorträge und Diskussionen finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

youcoN 2019: Klima, Plastik und mehr

Workshop-Ideen für eine nachhaltige Zukunft

Workshop-Ideen für eine nachhaltige Zukunft

Die großen Überschriften der Veranstaltung erstreckten sich von hochaktuellen Themen wie Klimaschutz und Plastikvermeidung bis hin zu digitaler Bildung, umweltverträglicher Mobilität und Ernährung. Die zentrale Frage: Wie kann man selbst einen persönlichen Beitrag dazu leisten und vor allem andere Menschen bewegen, aktiv zu werden? Dazu haben die jungen Konferenzgäste fünf Tage lang diskutiert, Spiele und Apps getestet, Konzepte entwickelt und sogar Solarlampen selbst zusammengelötet. Ein Team der „Jungen Presse“ hat dazu im Blog des youpaN laufend vor Ort berichtet.

Ökologische und soziale Probleme zusammen sehen

Lötarbeiten für den Bau einer Solarlampe

Löten für eine Solarlampe

Fachleute nennen das „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Dabei vermittelt man Schülern, Schülerinnen und Studierenden Wissen darüber, wie ökologische und soziale Probleme auf der ganzen Welt zusammenhängen. Zum Beispiel, wie die Klimakrise durch den steigenden Meeresspiegel dazu führt, dass Menschen in Küstenregionen ihre Existenzgrundlage verlieren. Im nächsten Schritt lernen die jungen Menschen, welche Lösungen es gibt – und setzen in Projekten und Aktionen eigene Ideen dazu um. Spenden für deren Realisierung sammelt bundesweit die Stiftung Bildung, die auch die youcoN organisiert hat.

Höhepunkt der youcoN 2019: Fest der Zukunft

Strampeln auf dem Smoothie-Rad

Strampeln auf dem Smoothie-Rad

Das Besondere bei der jährlichen stattfindenden Jugendkonferenz ist: Hier kommen junge Leute zusammen, die ihre Ideen auch an Lehrkräfte und die Politik weitergeben. Denn nur so lässt sich Bildung für nachhaltige Entwicklung flächendeckend verankern. Dazu stellten die Konferenzgäste ihre Ergebnisse am vorletzten Tag der Öffentlichkeit vor. Bei diesem “Fest der Zukunft” fanden an verschiedenen Ständen Mitmach-Aktionen und Informationsaustausch statt. Neben einer Kleidertauschparty, konnten die Teilnehmer*innen Bienenwachstücher als Alternative zu Frischhalte- oder Alufolie herstellen und Smoothies aus lokalen Produkten mixen. Der Strom dafür kam nicht aus der Steckdose, sondern von einem Tretfahrrad.

Forderung: Fortbildungen in Nachhaltigkeit für Lehrkräfte und Politik

Ergebnisse der youcoN 2019 als Theaterstück

Ergebnisse der youcoN 2019 als Theaterstück

Am Abend zeigten die Workshop-Gruppen, was sie in drei Tagen erarbeitet hatten. In Form von Filmen, auf Instagram und bei Theater-Aufführungen wurden Ergebnisse zu Themen wie „Sozialraum Kommune“, „Spielplatz Bildung“ und „Jugendbeteiligung 2030“ präsentiert – von Ideen und Vorschlägen bis hin zu konkreten Wünschen und Lösungen. Erst unlängst hatten zudem einige der Teilnehmenden gefordert, dass sich Politik und Lehrkräfte grundlegend in Nachhaltigkeit fortbilden lassen sollen. Nur so könnten sie in ihrer Vorbildfunktion zukunftsweisend vorangehen.

Aufbruch in eine andere Zukunft

Forderung: Systemwandel statt Klimawandel

Klares Ziel: Systemwandel statt Klimawandel

Mit ihren Vorstellungen stehen die jungen Menschen bei der youcoN 2019 für einen Aufbruch in eine andere Zukunft. Ganz so wie die gesellschaftskritische Hip-Hop-Band Loopmilla aus Rostock, die den finalen Abschluss des Abends bildete – und deren Beats auch die letzten Tanzmuffel auf die Tanzfläche lockten.

Mehr zu den Forderungen nach Fortbildungen

Weitere Artikel zu youcoN 2019 im Blog des youpaN

Rückblick: youcoN-Konferenzprogramm

Autor: Jan Bruns (Stiftung Bildung)

Das youpaN ist wichtig für eine echte Jugendbeteiligung – Stellungnahme zur Weiterentwicklung der BNE-Gremien

Das youpaN ist wichtig für eine echte Jugendbeteiligung in den BNE-Gremien. Das und weitere Vorschläge und Meinungen der youboX zur „Weiterentwicklung der Gremien BNE“ des BMBF vom 09.04.2019 findest du in unserer folgenden Stellungnahme.

  • Jugendbeteiligung gleicher Stellenwert wie Fachforen

Mit Freude haben wir gelesen, dass unserer Empfehlung gefolgt wird, der Jugendbeteiligung ab 2020 den gleichen Stellenwert wie den Fachforen zu geben.

  • Engere Mitarbeit von und Zusammenarbeit mit Jugendverbänden im Gesamtprozess

Ebenso begrüßen wir eine engere Mitarbeit von und Zusammenarbeit mit Jugendverbänden innerhalb des Gesamtprozesses.

  • Fortführung der Mitarbeit von Jugendvertretungen in allen Fachforen

Wir gehen bei dem Vorschlag natürlich davon aus, dass Jugendvertreter*innen auch weiterhin in allen Fachforen vertreten sein werden, da sich die junge Perspektive in den Diskussionen bewährt hat.

  • Fortführung einer offenen und ernst gemeinten Jugendbeteiligung, sowie Beibehaltung des youpaN

Mehr als verwundert hat uns die Formulierung, welche darauf hinweist, dass das youpaN zu Gunsten des Fachforums Jugend aufgelöst werden soll, sprich dies „ersetzen“ soll, so die genaue Formulierung im Diskussionspapier. Darin sehen wir das Ende einer offenen und ernst gemeinten Jugendbeteiligung. Wir empfehlen sowohl aus pädagogischer als auch Jugendbeteiligungsperspektive, die nun etablierte Gruppe youpaN (unter eben diesem Namen) beizubehalten. Wir möchten Ihnen gerne darlegen, warum wir Ihnen diesen Vorschlag dringend anraten sowie aufzeigen, was für eine echte Jugendbeteiligung benötigt wird.

  • Der derzeitige Diskussionsvorschlag – wie wir ihn verstehen – verhindert Partizipation und erteilt Jugendbeteiligung eine Absage
    Es ist schön, dass Jugend im Vorschlag ein gleichwertiger Rang zugewiesen wird. Jedoch ist für uns klar, dass eine Mitarbeit von jungen Menschen bei den für sie relevanten Themen auch direkt gewährleistet sein muss. Insofern sehen wir die Einrichtung des Fachforums Jugend als Ergänzung zu der Mitarbeit in einzelnen Fachforen. Sollte diese Mitarbeit wegfallen, gehen wir von einer Verschlechterung der Beteiligungsmöglichkeiten aus.
    Ebenso ist eine engere Verzahnung mit Jugendverbänden gut und wünschenswert. Wir weißen jedoch darauf hin, dass eine fokussierte Beteiligung der Verbände oft zu Lasten einer Beteiligung von unabhängigen Jugendlichen geht.
  • Zusammenspiel von Jugendverbänden und youpaN

Für uns stellt die Beteiligung von Jugendverbänden sowie des youpaNs ein sich ergänzendes Miteinander dar, welches schon jetzt stattfindet.

  • Beteiligung und Erreichbarkeit von unabhängigen Jugendlichen und Erfolg der Jugendnachhaltigkeitskonferenz youcoN

Die Erfolge unserer Jugendkonferenzen (youcoNs) zu BNE zeigen auf, wie wichtig es ist, unabhängige Jugendliche zu erreichen und zu beteiligen. Auf den youcoNs kommen jährlich rund 150 Jugendliche zusammen, die meisten ohne Verbandsangehörigkeit viele aus freien Jugendbewegungen wie z.B. Fridays for Future.

  • Den besonderen Lebensumständen Jugendlicher Rechnung tragen

Bisher hat die Arbeit – unabhängige sowie vielfältigste Jugendliche zu erreichen und zu beteiligen – das Team der youboX übernommen. Im vorliegenden Diskussionspapier ist lediglich angedacht „aktive Jugendliche aus dem youpaN einzubeziehen“, nicht aber das youpaN selbst. Dies lässt vermuten, dass damit keine echte Jugendbeteiligung gewollt ist und den besonderen Lebensumständen Jugendlicher keine Rechnung getragen wird, obwohl wir und die jungen Menschen selbst seit Beginn unserer Arbeit darauf hinweisen.

  • Jugendbeteiligungsbüro notwendig, um adäquate Begleitung der jungen Menschen zu gewährleisten – youboX ist etabliert

Für uns steht fest: Unabhängige Jugendliche werden sich nicht durchgängig am Fachforum „Jugend“ und dem BNE-Gesamtprozess beteiligen (können), wenn sie keine adäquate Begleitung bekommen.

Unsere Begleitungsleistungen umfassen: Vorbereitung und Nachbereitung von Sitzungen, politisches Coaching, Hilfe bei der Erstellung von Materialien, pädagogische und politische Begleitung sowie die Organisation der Veranstaltungen und Reisen. Diese Aufgaben übernehmen wir als Unterstützung, weil der Hauptjob der jungen Menschen ihre schulische, universitäre oder berufliche Ausbildung ist. Diese Ausbildung stellt ein freies Engagement oft herausfordernd dar und niemand vergütet die ehrenamtliche Arbeitszeit dieser jungen Menschen. Eine solche Arbeit im Rahmen der Bildungssettings ist nicht vorgesehen. Ohne die vor- sowie nachbereitenden und politischen Arbeiten der youboX (zu denen auch zusätzliche Treffen zählen) haben die unabhängigen Jugendlichen nicht die gleichen Chancen, wie Akteur*innen, die seit Jahren berufstätig sind oder Mitarbeitende und Verbände haben, die für sie einstehen.

Der Vorschlag des BMBFs würde bedeuten, dass unabhängige Jugendliche nicht länger beteiligt werden. Wir halten dies für einen erheblichen Rückschritt.

  • BNE-Jugendbeteiligung in Deutschland für die internationale Gemeinschaft nachahmenswert und von der UNESCO, dem WAP sowie dem Bundestag formuliert

Auch aus einer internationalen Blickweise betrachtet, bestärken wir, dass Deutschland seine herausragende Jugendbeteiligung weiterführen und ausbauen sollte, zumal sie doch explizit von der UNESCO formuliert ist. Ferner ist Jugendbeteiligung als Handlungsfeld im Weltaktionsprogramm verankert wie auch im Beschluss des Bundestages zu BNE festgeschrieben. (Bundestags Drucksache BT 18/4188. „Sie [Anmerkung: Die Jugend ..] soll als aktiver Gestalter eine Schlüsselrolle in den zukünftigen nationalen Strukturen zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms einnehmen.“).

Ein Aufgeben des youpaN ist daher für uns keine Option, jedoch der Ausbau der Jugendbeteiligung höchst erstrebenswert.

  • Die Alternative ist schon da – das youpaN zeichnet enorme Erfolge

Wer die Mitglieder des youpaN und ihre Arbeit erlebt hat, weiß, welche Auswirkung Jugendbeteiligung in dieser Form auf den BNE-Prozess hatte: engagierte Mitarbeit, (un)bequeme Fragen, neue Blickwinkel, frischer Wind, die Einbeziehung der Jugend, ihrer Ideen, Sorgen und Energie. Die Jugendbeteiligung durch das youpaN wurde vor nicht einmal zwei Jahren gestartet und wurde Teil eines schon länger laufenden BNE-Prozesses. Die notwendige Phase der Selbstfindung des Gremiums musste daher parallel zum Aufholen der Wissenshierarchie sowie der sofortigen Mitarbeit in den BNE-Gremien stattfinden. Wir in der youboX und vor allem die beteiligten Jugendlichen haben dafür ihr Möglichstes gegeben und sehen ganz klar, dass unsere Form der echten Jugendbeteiligung enorme Erfolge verzeichnet.

Aus diesem Grund fordern wir die Beibehaltung der Finanzierung für das unabhängige Jugendgremium youpaN, ihrer zusätzlichen Treffen und eines Begleitorgans, angelehnt an die Arbeit der youboX. Gerne kann das youpaN weiterhin im Austausch mit anderen Jugendverbänden stehen, hierfür würde sich ein Fachforum Jugend sehr gut eignen. Die Jugendperspektive sollte darüber hinaus auch in den einzelnen Fachforen vertreten bleiben. Mit der Wortschöpfung youpaN sollte weitergearbeitet werden, um das bestehende Engagement der Jugendlichen zu würdigen.

Unsere Stellungnahme gibt es auch hier als Download: https://youpan.de/wp-content/uploads/2019/05/Stellungnahme-der-youboX-zur-Weiterentwicklung-der-BNE-Gremien.pdf

4 Tage, 13 junge Menschen, eine Mission: Mehr und bessere Jugendbeteiligung für BNE!

Von Donnerstag bis Sonntag hat sich das youpaN im beschaulichen Bad Emstal in Hessen getroffen, zum ersten Mal selbst organisiert und ohne externe Moderation. Und das hat erstaunliche Früchte getragen!

Im gemütlichen Naturfreundehaus, mit atemberaubenden Blick über die Landschaft, begannen wir das Treffen mit dem obligatorischen WUP – einem Warm-up-Spiel. Nach einer ausführlichen Reflexion der bisherigen Arbeit, der Erfolge aber auch des ein oder anderen Misserfolgs, durften wir ein bisschen träumen: Was ist unsere Vision für das youpaN in der Zukunft? Zweifellos gingen die Vorstellungen hier auseinander. Aber das macht es ja erst so richtig spannend. Denn genau so bunt und vielfältig wie die youpaN-Mitglieder selbst, sind auch ihre Erwartungen an das Gremium und den BNE-Prozess in Deutschland.

Foto: Christopher Zentgraf

Ein ganz spezielles Projekt begleitete uns das ganze Wochenende über bis spät in die Nacht: Wir haben Erklärvideos zum youpaN, zu BNE und zu unseren Forderungen gedreht. Mit Filmklappe und professionellem Equipment kamen wir uns dabei wie an einem richtigen Filmset vor und hatten eine Menge Spaß. Anfängliche Schüchternheit war meistens nach den ersten paar Takes verflogen und wir wuchsen schauspieltechnisch alle über uns hinaus.

Foto: Christopher Zentgraf

In einer intensiven Arbeitsphase entwickelten wir schließlich konkrete Umsetzungsstrategien für unsere Forderungen, die wir in den kommenden Wochen und Monaten angehen werden.

Da wir uns über die vier Tage hinweg selbst verpflegt haben, dienten Koch- und Abwaschsessions als zusätzliches Teambuilding und machten das verlängerte Wochenende zu einer tollen und produktiven Erfahrung. Die Aussicht auf das in drei Wochen stattfindende reguläre Treffen und die baldige youcoN erleichterten den Abschied am Sonntagvormittag.

Dieser Artikel wurde von Elena und Laura geschrieben.

Social Media braucht Medienkompetenz

Welche Rollen spielt Social Media für den gesellschaftlichen Frieden? Wie werden demokratische Prozesse durch Social Media manipuliert? Und wie kann „Media Literacy“ in Schulen gelehrt werden?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, habe ich (Clara) am 19./20. März 2019 am „Dresdner Forum für internationale Politik“ teilgenommen, das von der Stiftung Entwicklung und Frieden organisiert wurde. Neben zahlreichen interessanten Pannel-Diskussionen gab es viele Gelegenheiten, sich mit engagierten Akteur*innen aus der internationalen Zivilgesellschaft auszutauschen.

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So konnte ich viele hoch motivierte und kompetente Personen kennenlernen, die mit ihren Projekten – seien es Fact-checking in sozialen Medien in Georgien oder israelisch-palästinensische Begegnungen über Facebook – mit Leidenschaft daran arbeiten, die positiven Seiten von Social Media zu nutzen, und ihre negativen Erscheinungen zu bekämpfen.

Medienkompetenz kommt in die Schule

Besonders interessant war, dass auch die Gerda-Taro-Schule Leipzig zu der Veranstaltung eingeladen wurde und ihr zukunftsfähiges Konzept von Medienkompetenz und Demokratiebildung in der Schule vorgestellt hat. Gerade für die Nutzung von Social Media im YoupaN hat mir die Veranstaltung viele neue Impulse gegeben.

Dieser Artikel wurde von Clara aus dem youpaN verfasst.

Der youpaN-Projektbeirat tagt

Am 28.02.2019 fand die 3. Sitzung des Projektbeirat in Berlin statt. Zu Beginn stellte Projektmanagerin Dilan Aytac die aktuelle Arbeit aus der youboX vor. Dabei verdeutlichte Sie das große öffentliche Interesse an dem BNE-Jugendbeteiligungsprozess. Mich persönlich freute es sehr zu hören, dass der Jugendbeteiligungsprozess vermehrt auf Nachfrage stößt.

Im Anschluss gab Projektreferent Julian Knop einen Einblick in die Arbeit des youpaN. Hierbei reflektierte er den Aufstockungsprozess des youpaN und ging auf die aktuelle Lage ein.

Danach wurde in kleinen Gruppen Anregungen über den weiteren Projektverlauf im 2019 Jahr ausgetauscht.

Im zweiten Teil des Treffens stellt Projektbeiratsmitglied und Projektkoordinator der Jugendinitiative BW Frank Ulmer die Ergebnisse des Einfach Machen! Reports vor. 

Wie geht es nach dem Jahr 2019 weiter?

Am Ende der Sitzung wurde der Projektbeirat in zwei Gruppen aufgeteilt. Es wurde über mögliche Strategien für eine Jugendbeteiligung nach dem Jahr 2019 diskutiert und festgehalten.

Ich persönlich fand die Sitzung sehr produktiv. Es wurden sehr gute Strategien entwickelt und somit blicke ich mit großer Zuversicht auf das Jahr 2019 und die Zeit darüber hinaus. Allerdings musste ich in vergangener Zeit häufig feststellen, dass Jugendbeteiligung in vielen Bereichen nicht gerne gesehen wird. Jugendbeteiligung wird hin und wieder kritisch gesehen.

Wichtig ist hier, nicht den Mut zu verlieren, sondern sich weiter dafür einzusetzen, das sich Jugendbeteiligung mehr und mehr etabliert.

Das ist ein wichtiges Anliegen des youpaN und das youpaN wird sich intensiv dafür einsetzen, dass Jugendbeteiligung nicht nur was besonderes ist, sondern etwas ganz normales.

Die Stimme der Jugend muss gehört werden!!!

Dieser Artikel wurde von Marcel aus dem youpaN verfasst.

BNE 2030 – Die Jugend fordert Mitsprache

Weil Bildung wichtig für eine nachhaltige Entwicklung der Welt ist, wird die UNESCO das Weltaktionsprogramm BNE nach 2019 in einem Folgeprogramm fortführen. Das youpaN und die Stiftung Bildung gestalten diesen Prozess mit und fodern eine starke Jugendbeteiligung.

Wie das Folgeprogramm für BNE aussehen kann, hat die UNESCO in einem Papier aufgeschrieben. Zentral ist die zunehmende Bedeutung von BNE als fester Bestandteil des Ziels für nachhaltige Entwicklung in Bezug auf eine qualitativ hochwertige Bildung und als Schlüsselelement für alle anderen SDGs. Das Papier wurde nach viel Brainstorming, mit Blick auf laufende BNE-Aktionen sowie mit Ideen von Interessengruppen und Menschen aus 116 UNESCO-Mitgliedstaaten erarbeitet.

Die jungen Menschen der youcoN fordern Jugendbeteiligung in allen Zukunftsfragen!

Danach konnte die Öffentlichkeit bis zum 19. November den Entwurf des Papiers kommentieren und eigene Ideen einfließen lassen. Das haben wir von der Stiftung Bildung und dem youpaN auch gemacht!

Wir fordern vom UNESCO-Weltaktionsprogramm zu „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ für die Jahre 2020-2030: Junge Menschen müssen in allen Phasen und Formaten seiner Planung und Umsetzung ihre Ideen einbringen und eigene Projekte umsetzen können.

Nachdem die Kommentare alle gesichtet wurden, wird der endgültige Entwurf des Papiers 2019 der Generalversammlung der Vereinten Nationen vorgelegt. Wenn die das Papier beschließen, wird es in ein Programm umgewandelt. Das soll dann von 2020 bis 2030 laufen. Wir sind gespannt, wie die Jugendbeteiligung dabei aussehen wird, denn ohne wird es nicht gehen.