Wie politisch ist Bildungsarbeit?

Akteure des Netzwerks Bildung für nachhaltige Entwicklung in und um München treffen sich zweimal jährlich bei den Netzwerk-Treffen Umweltbildung. Die Mitglieder sind Kolleg*innen aus Bildungseinrichtungen, Verbänden, Institutionen, Initiativen und Verwaltung, sowie selbständig Tätige mit den Schwerpunkten Natur, Umwelt und Nachhaltigkeit. Diesmal war auch Simeon aus dem youpaN mit dabei.

Das Vernetzungstreffen am 17.10. stand unter dem Thema „Jugend bewegt Zukunft & Politische Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und wurde von Steffi Kreuzinger (Ökoprojekt MobilSpiel e.V.) moderiert.

Wie politisch soll-darf-kann-muss Bildungsarbeit sein?

Der erste Programmslot: „Wie politisch soll-darf-kann-muss Bildungsarbeit sein?“ Impuls und Austausch war mit Christoph Rössler von der Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik e.V., Die Pastinaken. Inhalt: Viele rechtsorientierte Organisationen springen zurzeit auf den Trend auf, sich den Umweltschutz mit der Begründung “Umweltschutz ist Heimatschutz” auf die Agenda zu setzen. So ist auf der Homepage der AFD zu lesen: “Artenschutz ist Umweltschutz. Umweltschutz ist Heimatschutz. Heimatschutz ist blau, blau ist die AfD.“

Foto: Simeon Timmer

Selbstverständlich sind Rechtpopulisten ebenso vom Klimawandel betroffen wie auch alle anderen, doch Umweltschutz ist schwer mit faschistischen Ansichten vereinbar. Kurzerklärt: Rechtsradikale haben den Umweltschutz als Tätigkeitsfeld entdeckt. Nicht aus Überzeugung, sondern um einen weiteren Krakenarm in die Gesellschaft zu strecken. Dieses Unterfangen ist aber ebenso durchschaubar wie in seiner Substanz lächerlich. Denn wie kann mensch Leben schützen wollen, aber gleichzeitig einen starken Hass auf andere Ethnien und Kulturen haben und diesen das Recht auf ein sicheres Leben verwehren?
Mehr zum Thema: “wie politisch darf Bildung sein?” gibt es auf der Website der Bpb unter zu lesen.

Wie kann BNE das Engagement der jungen Generation unterstützen?

Der zweite Programmslot “Wie kann BNE das Engagement der jungen Generation unterstützen?” wurde durch Jule Müller vom Cambio eV. (Dresden) angeleitet. Unsere aktuelle Ausganslage: weltweite multiple Krisen; ineffektive politische Bearbeitung der Krisen in den letzten Jahrzehnten; Fridays for Future und Extinction Rebellion zeigen, dass ein großes Aktivierungspotential da ist. Gemeinhin bekannt ist bereits, dass es bereits zahlreihe Ansätze für die Aktivierung von jungen Menschen gibt. Der erste Schritt sollte sein, Lösungen anzubieten, die Politik und Wandel abseits des Parlaments und des Wahlzettels erfahrbar machen. Eine der bekanntesten Kampagnen sind die „Social Development Goals“, kurz SDG´s. Sie bieten einen schönen Einstieg, allerdings basieren diese auf problematischen Grundannahmen, die oftmals als alternativlos dargestellt werden:

  • Alternativlosigkeit von Wirtschaftswachstum
  • Verständnis von Umwelt und Natur als ökonomische Ressource
  • Eurozentrische Vorstellung von Entwicklung
Foto: Simeon Timmer

Doch laut Beutelsbacher Konsens ist es unsere primäre Aufgabe, Kontroversität und Denkräume zu eröffnen – unter dem Konsens – dass Bildung und Wissen nie neutral sind. Dies heißt als Konsequenz für die Bildungslandschaft: Kritische Selbstreflektion von den Bildungsakteur*innen; Sichere Lernräume, um sich auf das Hinterfragen gewohnter Denk- und Handlungsweisen einzulassen; Angst- und Ohnmachtserfahrungen Raum geben, gehört genauso dazu, wie die Gestaltung berührender und ermutigender Lernräume; Einbringung von Bewegung, Emotionen und Kunst; Abkehr von Expert*innentum, Schaffung gemeinsamer Denkräume mit reger Diskurskultur; Jugendliche und ihr Wissen &Können ernstnehmen, einbinden!; Neues Verständnis schaffen, was Politik //Demokratie bedeutet.

Dies sollte zukünftig in der Arbeit mit jungen Menschen beachtet werden um eine gelingende und qualitative Jugendpartizipation zu ermöglichen.
Im Anschluss an die Programmslots wurde noch über die vorgestellten Ideen und Ansichten ausführlich diskutiert und Kontakte ausgetauscht.

Der Artikel wurde von Simeon aus dem youpaN verfasst.

BNE 2.0

Beim „BNE 2.0“ Workshop im Kompetenzzentrum für nachhaltigen Konsum konnten Nicolas und ich vorletzte Woche als Expert*innen für junge Lebenswelten punkten: an dem Tag sollte es auch darum gehen, neue Konzepte der BNE für die Generation Z zu erkunden. Zusammen mit Karen vom DLR Projektträger und Dilan aus der youboX & Stiftung Bildung durften wir unsere Arbeit im Jugendbeteiligungsprozess der BNE vorstellen. Außerdem haben wir davon gesprochen, wie sich „diese jungen Leute“ von heute so organisieren, wie wir es in unseren Engagementbereichen erleben, zum Beispiel bei Fridays For Future und was das für die Ausrichtung von BNE zu bedeuten hat.
Nicolas und Noura aus dem youpaN

Wir haben von vielen Akteur*innen ein brennendes Interesse wahrgenommen, zu verstehen, wie die junge Klimabewegung sich in diesem Jahr so schnell vervielfachen konnte und sind froh, zusammen mit Lukas aus dem Bundesvorstand der Naturschutzjugend unsere Expertise einbringen zu können: in unserer Präsentation wie auch in einer Podiumsdiskussion und Workshops danach.

Der Artikel wurde von Noura aus dem youpaN verfasst.

BNE für eine friedliche Gesellschaft

Nutzen wir BNE zur Gestaltung einer friedlichen Gesellschaft!

BNE ist ein ganzheitlicher Ansatz für Bildung, Frieden und Friedensbildung. Und genau diese sind auch ein großer Teil von BNE. Nur eine friedliche Gesellschaft kann eine nachhaltige sein – dabei geht es bei Frieden um so viel mehr, als die bloße Abwesenheit von Krieg. Frieden bedeutet ein gutes Zusammenleben der Menschen einer Gesellschaft, die Konflikte ohne verbale oder physische Gewalt lösen kann. Nachhaltigkeit eben.

Um all diese Themen drehte sich der IPB-ITUC-Youth Summit 2019 auf dem ich (Nicolas) für das youpaN unterwegs war. Zusammen mit Personen aus über 25 Ländern diskutierte ich über Frieden, soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit und wie wir diese erreichen können. Dabei wurde auch immer wieder die Wichtigkeit von (Friedens-) Bildung betont – einem wichtigen Aspekt von BNE.

Nicolas aus dem youpaN beim IPB Youth Summit

Neue Narrative gestalten

Ein großer Bestandteil von Friedensbildung sind gesellschaftliche Narrative, die wir erzählen. Gut festmachen lässt sich das Problem der aktuellen Narrative am „Sicherheitsbegriff“. Auf Englisch beschreibt man dieses Problem als Safety vs. Security. Ca. seit den Anschlägen von 9/11 hat sich unsere Konnotation des Begriffes „Sicherheit“ stark gewandelt. Heutzutage hat er sehr viel mit Polizei und Militär zu tun, mit Kontrolle, Angst und Abschirmung, eine klassische Konnotation des Begriffes „Security“ eben. Dass diese Konnotation problematisch ist und keine friedliche Gesellschaft fördert, ist wohl relativ offensichtlich. Doch was wäre ein besseres Narrativ von Sicherheit? Es ist das Narrativ von „Safety“, einer Besetzung des Sicherheitsbegriffes, welche sich von Polizei und Militär entfernt. Bei dieser Konnotation geht es um Wohlstand, Glück und ein „sicheres“ Umfeld, d.h. um die Sicherheit, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen, welches frei ist von Gewalt, materiellen und/oder anderweitigen Sorgen. Nur ein solcher Sicherheitsbegriff kann eine nachhaltige Gesellschaft gestalten, da Menschen, die ein erfülltes Leben führen, nicht zu Gewalt zur Lösung von Konflikten greifen werden.

Das Militär uncool machen

Ein zweites Narrativ, welches wir verändern müssen, ist die „Coolness“ von Kriegen und Militär. Doch woher kommt diese überhaupt? Ganz einfach – Kriege und Militär bieten einfache und schnelle Lösungen; sie unterteilen die Welt in Schwarz und Weiß, Gut und Böse, Terrorist*in und Held*in. Frieden dagegen ist deutlich komplexer und somit auch langweiliger. Es geht um Verhandeln, viel stumpfes Gerede, lange Abkommen und eine langwierige und tiefgehende Analyse von Konflikten. Und genau hier müssen wir ansetzen, um Narrative und damit auch die Gesellschaft zu verändern.

Wir brauchen diese Narrative, um eine friedliche Gesellschaft zu schaffen – ganz im Sinne einer BNE und einer nachhaltigen Entwicklung. Denn wenn die Transformation hin zu einer gewaltlosen Gesellschaft scheitert, dann scheitert mit ihr auch eine nachhaltige Entwicklung als Ganzes.

Der Artikel wurde von Nicolas aus dem youpaN verfasst.

Proteste auch in den Sommerferien

Ferienziel Dortmund – aber nicht zum Entspannen, sondern um für eine andere Klimapolitik zu kämpfen. Fünf Tage dauerte der Sommerkongress von „Fridays for Future“ und das youpaN war mit dabei.

Bild: Simeon Timmer

Die Klimakrise ist in den vergangenen Wochen wieder in den Fokus gerückt, dank Fridays for Future. Oftmals kamen höhnische Anmerkungen seitens der Kritiker*innen, doch der Sommerkongress in Dortmund beweißt das Gegenteil. Den Schüler*innen geht es nicht darum, die Schule zu schwänzen. Dies sollte inzwischen allen klar sein.

Doch worum ging es auf dem Sommerkongress?

Es ging um die Bilanz: Was hat die Bewegung geschafft und was ist ihre Vision: Wo soll es hingehen? Da sich viele bisher nicht persönlich getroffen hatten, stand in Dortmund ein weiterer Punkt auf dem Plan: „Dass sich alle besser kennenlernen und auch außerhalb der WhatsApp-Gruppen und Telefonkonferenzen miteinander ins Gespräch kommen“, erklärt der Dortmunder Schüler Hanno Merschmeyer.

Bisher organisierte sich „Fridays for Future“ online. In unzähligen Chatgruppen, häufig unterteilt nach Ortszugehörigkeit, tauschen sich die Aktivist*innen über Aktionen aus. Auch die Beratungen darüber, wie sie ihre Forderungen gegenüber der Lokal- aber auch Bundespolitik mehr Druck verleihen können, finden hauptsächlich dort statt.

Die letzten Tagen geschah das nun komplett analog – zumindest für die rund 1.500 Kongressteilnehmenden. „Hauptsächlich sind das die Jeningen, die in den gut 600 Ortsverbänden für Aktionen und Demonstrationen vor Ort die Hauptorganisation vorantreiben“, sagt Merschmeyer.

An dieser Struktur soll sich auch trotz des Kongresses nichts ändern. Die Haupt-organisation verläuft weiterhin dezentral. „Die Bewegung ist so besonders, weil wir inklusiv sind: Jede und jeder kann mitstreiken“, erklärt Marschall. „Wir sind eine basisdemokratische, offene Bewegung.“

Bild: Simeon Timmer

Doch es ging auch um Inhalte, Fortbildung und Forderungen der Fridays wurden ausführlich diskutiert und besprochen. In den Workshops in zwei Schulgebäuden – direkt neben dem Dortmunder Revierpark mit Camping, Bühne und Kochstellen – ging es vor allem um Fortbildung zu Themen wie „„Veränderungen auf Landes- und Bundesebene erreichen“ oder auch „Biodiversität: Paar Käfer weniger – na und?“. In Podiumsdiskussionen diskutieren mit Wirtschaftsweisen und Klimawissenschaftler*innen. Politiker*innen waren nicht eingeladen. Die Debatte an sich ist sehr wertvoll, doch nun sind wir an einem Punkt in der Geschichte angelangt, an dem wir gemeinsam entscheiden müssen, wie es von hier an weitergehen wird. Doch nicht nur Inhaltliches stand auf der Agenda, verschieden Prominente wie Joko Winterscheid, Eckart von Hirschauen (Scientist for Future) u.a. haben die jungen Aktivist*innen motiviert und für ihr Engagement gelobt.

Voller Motivation geht es am Sonntag für die Teilnehmer*innen wieder nach Hause und in den kommenden Wochen werden wir sehen, was sie vom Sommerkongress mitgenommen haben und wie sie es umsetzen werden. Wir sind gespannt!

Der Bericht ist von Simeon Timmer aus dem youpaN

Bild: Simeon Timmer

Brandenburg macht BNE!

Unter dem Slogan „Brandenburg macht BNE“ fand am 12. September 2019 im Haus der Natur in Potsdam die Auftaktveranstaltung der „Servicestelle Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ Brandenburg statt, die im Frühjahr diesen Jahres ihre Arbeit aufnahm.

Die Servicestelle, die unter der Trägerschaft von drei brandenburgischen Institutionen läuft (der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Brandenburg e.V. (ANU), dem Verbund entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen Brandenburgs e.V. (VENROB) und der Hoschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE)), hat die Zielsetzung, brandenburgische Akteur*innen aus dem Bereich BNE zu qualifizieren und miteinander zu vernetzen.

Bild: Laura Rupenow

Bildungsangebote für BNE

Der Fokus der Servicestelle liegt auf Bildungsangeboten im nonformalen Bereich, die zukünftig auch von der Servicestelle zertifiziert werden können. Wer sich das Logo der neuen BNE-Anlaufstelle mal genau anschaut, der entdeckt darin die Farben der 17 Nachhaltigkeitsziele (engl.: Sustainable Developemnt Goals, SDGs). Auf die stützt sich nämlich das konzept der     Bildung für nachhaltige Entwicklung – konkreter auf das SDG 4: Hochwertige Bildung.

Bild: Laura Rupenow

Beim Auftakt in Potsdam hat sich Laura aus dem youpaN mit verschiedensten BNE-Multiplikator*innen ausgetauscht und die jugendliche Perspektive in die Diskussionsrunden miteingebracht. Mal schauen, was sich da in nächster Zeit noch so bewegen wird in Brandenburg…

Dieser Artikel wurde verfasst von Laura aus dem youpaN.

Engagement für jede*n!

Ermäßigungen für Ehrenamtler*innen. 51 % Jugendquote in Politik. Wahlrecht ab 16. Bildung neu und mit Engagement zusammen denken. All diese Ideen kamen beim #JugendMacht Workshop des Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) auf.

Foto: Elena Keil

In dem Workshop setzten Nicolas, Noura und Elena vom youpaN sich mit Jugendvertreter*innen aus Organisationen wie „Jugendhackt“, der „Jugendfeuerwehr“, dem „Jugendrat“, „Lernen durch Engagement“ (…) zusammen, um über unser Engagement zu reden.

Dabei wurde schnell klar: Wir sind alle motiviert, weil uns die Themen am herzen liegen, für die wir uns einsetzen. Doch auch Frust kommt an der einen oder anderen Stelle auf: Es wird immer gesagt, wir seien die Zukunft! Doch sie aktiv mitzugestalten, wird uns nicht immer leicht gemacht.

Termine von Ministerien und Politiker*innen unter der Woche, die wir mit unseren Herzensthemen trotz Schule, Uni oder Arbeit erreichen möchten. Hoher Zeitaufwand, der oft kaum gewürdigt oder gewertschätzt wird. Vor allem aber: Das Gefühl, oft einfach nicht richtig ernst genommen zu werden.

Foto: Elena Keil

Aus diesem Grund konnten wir an mehreren Terminen Forderungen entwerfen, die das Engagement von uns jungen Menschen stärken und uns keine Steine mehr in den Weg legen. Es ist außerdem nicht selbstverständlich, dass wir überhaupt die Möglichkeit haben uns zu engagieren. Oft geht das schon durch den hohen Leistungsdruck in Schulen, der Situation zu Hause oder am Arbeitsplatz nicht.

Wir möchten, dass in Zukunft jede*r das Gefühl hat, sich beteiligen zu können!

Abgehängt! – Das youpaN bei dem „Chancen-Hackathon“ 2019

Hannes Jähnert vom Deutschen Roten Kreuz, Max Strohmeyer von der VILLA Leipzig, Julia Bousboa von der Hospiz-initiative Kiel und Christopher Zentgraf vom youpaN

Am Wochenende war Christopher bei dem „Chancen-Hackathon“ des BMFSFJ! Dabei ging es hauptsächlich um die Frage, wie alle von der Digitalisierung profitieren können.

Unterschiedlichste Vertreter*innen aus sozialen Vereinen, den Sozialwissenschaften, Verwaltung und der Software-Entwicklung, haben zuerst in fünf Großgruppen mögliche Ideen gesammelt:

  • Familien mit geringem Einkommen helfen
  • Mit offenen Daten Teilhabe stärken
  • Gleichstellung fördern und sichtbar machen
  • Den Helfern helfen
  • Offener Track

Anschließend haben sich diese Gruppen weiter unterteilt, um schlussendlich zwölf ausgewählte Ideen zu Ende zu denken und auszuarbeiten.

Die Idee, die in Christophers Team entstanden ist, ist ein Kartenspiel: „Abgehängt – das Diversity-Spiel“. Ziel ist es, Vereinen und Organisationen aufzuzeigen, welche Chancen Diversität für sie selbst haben kann, und welche Hürden vielleicht noch im Weg stehen.

Dazu schlüpft der Verein in die Rolle einer Person, die sich engagieren möchte. Jede*r Mitspieler*in zieht dafür drei Merkmale, beispielsweise „Rollstuhlfahrer*in“, „ALG II-Empfänger*in“, „homosexuell“. Zusätzlich zieht jede*r eine Ressourcen-Karte, beispielsweise „kann Gebärdensprache dolmetschen“, sowie eine Hilfe-Karte.

Anschließend werden Challenges gezogen, die beim Engagement auftreten können, beispielsweise: „Es werden keine Fahrtkosten erstattet“. Dann wird reihum gegangen und geschaut, ob eine Person mit der Challenge ein Problem hat, oder nicht; das wird auch in der Gruppe diskutiert.

Spieler*innen können sich gegenseitig durch Einsatz einer Hilfe-Karte helfen, sofern das durch die Persönlichkeitsmerkmale der einsetzenden Person plausibel möglich ist. Die Karte wandert dann zur geholfenen Person und kann von dieser wieder verwendet werden. Falls eine Person eine Challenge nicht überwinden und ihr auch nicht geholfen werden kann, wird sie abgehängt und bekommt eine „abgehängt“-Karte. Bei drei „abgehängt“-Karten fliegt ein*e Spieler*in raus.

Bei den Challenges gibt es zusätzlich noch einen QR-Code, der zu Best Practices führt, wie diese Challenge in anderen Vereinen/Organisationen gelöst wurde oder gelöst werden kann.

Insgesamt war es ein sehr produktiver Hackathon, mit vielen Ideen, die hoffentlich auch in Zukunft umgesetzt werden können!

Forschung für unsere Zukunft

Am 13. und 14. Mai habe ich, Clara, am15. BMBF-Forum für Nachhaltigkeit teilgenommen. Dort haben sich Menschen aus der Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft aber vor allem aus der Wissenschaft getroffen und insbesondere zum großen Thema Artenvielfalt und Biodiversität gearbeitet.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von einer Rede der Ministerin des BMBFs, Anja Karliczek, die neben der Dringlichkeit und Wichtigkeit des Handelns gegen das Artensterben auch den Nationalen Aktionsplan Bildung für Nachhaltig Entwicklung erwähnte, der junge Menschen dazu befähige, nachhaltig zu denken und zu handeln. Ich konnte das youpaN bei vielen Menschen bekannter machen und habe ausschließlich positive Rückmeldungen dazu bekommen, dass junge Menschen auf Veranstaltungen wie diesen präsent sind, sich einbringen können und diese Erfahrungen schließlich wieder zurück in ihre eigene Lebensrealität bringen. Neben Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität war auch die Digitalisierung und die Kommunikation von wissenschaftlichen Ergebnissen ein wichtiges Thema der Veranstaltung.

Drei Botschaften sind mir dazu besonders in Erinnerung geblieben:

  • Der Staat muss viel mehr Geld in Projekte zum Schutz und zur Erforschung der Biodiversität tun und diese langfristig fördern.
  • Die Digitalisierung muss sich Nachhaltigkeit und die SDGs als Ziel setzen, damit wir mithilfe von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz eine nachhaltige Gesellschaft aufbauen können.
  • Damit die Erkenntnisse aus der Wissenschaft tatsächlich durchgesetzt werden, braucht es „ÜbersetzerInnen“, die den wissenschaftlichen Jargon in kurze und verständliche Formate (z.B. Vidoes) packen 😉

Aus der Veranstaltung gehe ich bestärkt heraus, denn ich habe gemerkt: Sich als junger Mensch einzubringen macht Spaß und die übergroße Mehrheit der „älteren“ Leute findet es toll, dass es uns gibt!

Der Artikel wurde von Clara verfasst.

Social Media braucht Medienkompetenz

Welche Rollen spielt Social Media für den gesellschaftlichen Frieden? Wie werden demokratische Prozesse durch Social Media manipuliert? Und wie kann „Media Literacy“ in Schulen gelehrt werden?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, habe ich (Clara) am 19./20. März 2019 am „Dresdner Forum für internationale Politik“ teilgenommen, das von der Stiftung Entwicklung und Frieden organisiert wurde. Neben zahlreichen interessanten Pannel-Diskussionen gab es viele Gelegenheiten, sich mit engagierten Akteur*innen aus der internationalen Zivilgesellschaft auszutauschen.

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So konnte ich viele hoch motivierte und kompetente Personen kennenlernen, die mit ihren Projekten – seien es Fact-checking in sozialen Medien in Georgien oder israelisch-palästinensische Begegnungen über Facebook – mit Leidenschaft daran arbeiten, die positiven Seiten von Social Media zu nutzen, und ihre negativen Erscheinungen zu bekämpfen.

Medienkompetenz kommt in die Schule

Besonders interessant war, dass auch die Gerda-Taro-Schule Leipzig zu der Veranstaltung eingeladen wurde und ihr zukunftsfähiges Konzept von Medienkompetenz und Demokratiebildung in der Schule vorgestellt hat. Gerade für die Nutzung von Social Media im YoupaN hat mir die Veranstaltung viele neue Impulse gegeben.

Dieser Artikel wurde von Clara aus dem youpaN verfasst.

Seminar: Umgang mit rechten Positionen

Am ersten Märzwochenende habe ich an dem youprO „Umgang mit rechten Positionen“ in Berlin teilgenommen.

Was bedeutet eigentlich Rechtspopulismus?

Zu Beginn des Seminars wurden verschiedenen Begriffen wie Rechtspopulismus, Homophobie, Antisemitismus, etc. Definitionen zugeordnet. Hierbei wurde deutlich, dass es eine klare und für alle Menschen passende Definition für diese Begriffe nicht gibt.

Zudem wurden sich mit aktuellen Fakten und Zahlen zu diesem Thema auseinandergesetzt.

Im nächsten Schritt erhielten die Teilnehmenden ein Blatt Papier, auf dem eine Blume mit Blüten abgedruckt war. Die einzelnen Blüten waren in zwei Bereiche untergliedert: dem inneren Bereich, in dem es um privilegierte Eigenschaften ging und den äußeren Bereich, der den weniger privilegierten Eigenschaften zugeordnet war. Die Teilnehmenden sollten hier ihren entsprechenden Bereich markieren.

Argumentationstraining gegen Rechts

Ein weiterer Programmpunkt des Seminars war ein Argumentationstraining. Den Teilnehmenden wurden hier Parolen ausgehändigt und sie sollten mit anderen Teilnehmenden einmal dafür und einmal dagegen argumentieren.

Nach dem Argumentationstraining haben die Teilnehmenden verschiedene Szenarien aufgestellt und überlegt, wie jede*r mit einzelnen Situationen umgehen kann.

Nach einer Reflektierung der Ergebnisse, wurde nochmal festgehalten, was in einem Seminar geht, und was nicht:

 

Das Braune Quiz zum Schluss

Abgerundet wurde das Seminar durch das sogenannte braune Quiz, in dem verschiedene Fragen über den Seminarinhalt aufgegriffen wurden.

Ich selber fand es ein sehr spannendes Wochenende. Ich habe viel dazugelernt und finde solche Seminare sollten vermehrt an Schulen stattfinden.

Dieser Artikel wurde von Marcel aus dem youpaN verfasst.