Das youpaN beim Markt der Utopien!

Am 23.06.19 war das youpaN auf dem „Markt der Utopien“ in Dresden vertreten, der vom Dresdener BNE-Verein „Sukuma e.V.“ organisiert wurde.

Standbetreibende waren verschiedene Nachhaltigkeits-Akteur*innen wie etwa Cradle to Cradle, die BUND Jugend Dresden oder „Arche noVa“, die aktiv im Bereich BNE und Globales Lernen sind.

Etwa 200 interessierte Besucher*innen jeglichen Alters hatten die Möglichkeit an diversen Ständen regionales und nachhaltiges Essen zu genießen und sich auf dem Markt interaktiv zu Nachhaltiger Entwicklung zu informieren.

Wir konnten unsere Arbeit auf Bundesebene und unseren Versuch, auch in Sachsen Beteiligungsstrukturen im Bereich BNE für Jugendliche zu schaffen, ausführlich erläutern. Wenn ihr euch auch dafür einsetzen möchtet, könnt ihr uns hier mit eurer Unterschrift unterstützen: https://weact.campact.de/petitions/jugendbeteiligung-in-der-umsetzung-von-bildung-fur-nachhaltige-entwicklung-in-sachsen

Das youpaN konnte sich mit diversen BNE-Akteur*innen in Dresden vernetzen und sich über viele positive Reaktionen der Marktbesucher*innen freuen.

Abgehängt! – Das youpaN bei dem „Chancen-Hackathon“ 2019

Hannes Jähnert vom Deutschen Roten Kreuz, Max Strohmeyer von der VILLA Leipzig, Julia Bousboa von der Hospiz-initiative Kiel und Christopher Zentgraf vom youpaN

Am Wochenende war Christopher bei dem „Chancen-Hackathon“ des BMFSFJ! Dabei ging es hauptsächlich um die Frage, wie alle von der Digitalisierung profitieren können.

Unterschiedlichste Vertreter*innen aus sozialen Vereinen, den Sozialwissenschaften, Verwaltung und der Software-Entwicklung, haben zuerst in fünf Großgruppen mögliche Ideen gesammelt:

  • Familien mit geringem Einkommen helfen
  • Mit offenen Daten Teilhabe stärken
  • Gleichstellung fördern und sichtbar machen
  • Den Helfern helfen
  • Offener Track

Anschließend haben sich diese Gruppen weiter unterteilt, um schlussendlich zwölf ausgewählte Ideen zu Ende zu denken und auszuarbeiten.

Die Idee, die in Christophers Team entstanden ist, ist ein Kartenspiel: „Abgehängt – das Diversity-Spiel“. Ziel ist es, Vereinen und Organisationen aufzuzeigen, welche Chancen Diversität für sie selbst haben kann, und welche Hürden vielleicht noch im Weg stehen.

Dazu schlüpft der Verein in die Rolle einer Person, die sich engagieren möchte. Jede*r Mitspieler*in zieht dafür drei Merkmale, beispielsweise „Rollstuhlfahrer*in“, „ALG II-Empfänger*in“, „homosexuell“. Zusätzlich zieht jede*r eine Ressourcen-Karte, beispielsweise „kann Gebärdensprache dolmetschen“, sowie eine Hilfe-Karte.

Anschließend werden Challenges gezogen, die beim Engagement auftreten können, beispielsweise: „Es werden keine Fahrtkosten erstattet“. Dann wird reihum gegangen und geschaut, ob eine Person mit der Challenge ein Problem hat, oder nicht; das wird auch in der Gruppe diskutiert.

Spieler*innen können sich gegenseitig durch Einsatz einer Hilfe-Karte helfen, sofern das durch die Persönlichkeitsmerkmale der einsetzenden Person plausibel möglich ist. Die Karte wandert dann zur geholfenen Person und kann von dieser wieder verwendet werden. Falls eine Person eine Challenge nicht überwinden und ihr auch nicht geholfen werden kann, wird sie abgehängt und bekommt eine „abgehängt“-Karte. Bei drei „abgehängt“-Karten fliegt ein*e Spieler*in raus.

Bei den Challenges gibt es zusätzlich noch einen QR-Code, der zu Best Practices führt, wie diese Challenge in anderen Vereinen/Organisationen gelöst wurde oder gelöst werden kann.

Insgesamt war es ein sehr produktiver Hackathon, mit vielen Ideen, die hoffentlich auch in Zukunft umgesetzt werden können!

youcoN 2019 – 150 junge Menschen berieten auf Rügen über die Zukunft

Seit Monaten demonstrieren weltweit Jugendliche für ihre Zukunft. Noch einen Schritt weiter gingen sie bei der youcoN 2019, einer der größten Jugendkonferenzen für Nachhaltigkeit bundesweit. Organisiert hat sie die spendenfinanzierte Stiftung Bildung auf Rügen.

Gruppenbild der Teilnehmenden an der youcoN 2019

Die Teilnehmenden der youcoN 2019

Bei der youcoN kamen aus ganz Deutschland 150 junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren zusammen. Als Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft wollen sie den Unterricht in Schulen und Universitäten verändern. Denn umwelt- und sozialbewusstes Verhalten kann man lernen – davon sind die Konferenzgäste überzeugt. In Prora berieten sie vom 29. Mai bis 2. Juni 2019 über kreative Wege dafür. Im Angebot waren über 40 Workshops, Vorträge und Diskussionen finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

youcoN 2019: Klima, Plastik und mehr

Workshop-Ideen für eine nachhaltige Zukunft

Workshop-Ideen für eine nachhaltige Zukunft

Die großen Überschriften der Veranstaltung erstreckten sich von hochaktuellen Themen wie Klimaschutz und Plastikvermeidung bis hin zu digitaler Bildung, umweltverträglicher Mobilität und Ernährung. Die zentrale Frage: Wie kann man selbst einen persönlichen Beitrag dazu leisten und vor allem andere Menschen bewegen, aktiv zu werden? Dazu haben die jungen Konferenzgäste fünf Tage lang diskutiert, Spiele und Apps getestet, Konzepte entwickelt und sogar Solarlampen selbst zusammengelötet. Ein Team der „Jungen Presse“ hat dazu im Blog des youpaN laufend vor Ort berichtet.

Ökologische und soziale Probleme zusammen sehen

Lötarbeiten für den Bau einer Solarlampe

Löten für eine Solarlampe

Fachleute nennen das „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Dabei vermittelt man Schülern, Schülerinnen und Studierenden Wissen darüber, wie ökologische und soziale Probleme auf der ganzen Welt zusammenhängen. Zum Beispiel, wie die Klimakrise durch den steigenden Meeresspiegel dazu führt, dass Menschen in Küstenregionen ihre Existenzgrundlage verlieren. Im nächsten Schritt lernen die jungen Menschen, welche Lösungen es gibt – und setzen in Projekten und Aktionen eigene Ideen dazu um. Spenden für deren Realisierung sammelt bundesweit die Stiftung Bildung, die auch die youcoN organisiert hat.

Höhepunkt der youcoN 2019: Fest der Zukunft

Strampeln auf dem Smoothie-Rad

Strampeln auf dem Smoothie-Rad

Das Besondere bei der jährlichen stattfindenden Jugendkonferenz ist: Hier kommen junge Leute zusammen, die ihre Ideen auch an Lehrkräfte und die Politik weitergeben. Denn nur so lässt sich Bildung für nachhaltige Entwicklung flächendeckend verankern. Dazu stellten die Konferenzgäste ihre Ergebnisse am vorletzten Tag der Öffentlichkeit vor. Bei diesem “Fest der Zukunft” fanden an verschiedenen Ständen Mitmach-Aktionen und Informationsaustausch statt. Neben einer Kleidertauschparty, konnten die Teilnehmer*innen Bienenwachstücher als Alternative zu Frischhalte- oder Alufolie herstellen und Smoothies aus lokalen Produkten mixen. Der Strom dafür kam nicht aus der Steckdose, sondern von einem Tretfahrrad.

Forderung: Fortbildungen in Nachhaltigkeit für Lehrkräfte und Politik

Ergebnisse der youcoN 2019 als Theaterstück

Ergebnisse der youcoN 2019 als Theaterstück

Am Abend zeigten die Workshop-Gruppen, was sie in drei Tagen erarbeitet hatten. In Form von Filmen, auf Instagram und bei Theater-Aufführungen wurden Ergebnisse zu Themen wie „Sozialraum Kommune“, „Spielplatz Bildung“ und „Jugendbeteiligung 2030“ präsentiert – von Ideen und Vorschlägen bis hin zu konkreten Wünschen und Lösungen. Erst unlängst hatten zudem einige der Teilnehmenden gefordert, dass sich Politik und Lehrkräfte grundlegend in Nachhaltigkeit fortbilden lassen sollen. Nur so könnten sie in ihrer Vorbildfunktion zukunftsweisend vorangehen.

Aufbruch in eine andere Zukunft

Forderung: Systemwandel statt Klimawandel

Klares Ziel: Systemwandel statt Klimawandel

Mit ihren Vorstellungen stehen die jungen Menschen bei der youcoN 2019 für einen Aufbruch in eine andere Zukunft. Ganz so wie die gesellschaftskritische Hip-Hop-Band Loopmilla aus Rostock, die den finalen Abschluss des Abends bildete – und deren Beats auch die letzten Tanzmuffel auf die Tanzfläche lockten.

Mehr zu den Forderungen nach Fortbildungen

Weitere Artikel zu youcoN 2019 im Blog des youpaN

Rückblick: youcoN-Konferenzprogramm

Autor: Jan Bruns (Stiftung Bildung)

youprO: Podcast zum öffentlichen Raum

Das youprO Podcast Raumcast ist ein Studierendenprojekt an der TU Berlin, das im Oktober 2018 gestartet ist. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung eines Podcast zum Thema „Öffentlicher Raum“ mit Bezug zur Nachhaltigkeit.

Im Projekt schufen 15 Studierende zusammen mit den Projektgründer*innen Ana Teresa Burgueno Hopf und Bjarne Lotze die ersten vier Episoden und bauten damit die Grundlagen für nachfolgende Semester auf. Die Themenvielfalt der ersten Folgen geht von „Insektenfreundlichen Städten“ über „Fahrradstadt und Carsharing“ bis zu „Obdachlosigkeit“. Die Teilnehmenden lernten neben dem tiefen inhaltlichen Input ein breites Feld zwischen selbstständigem Projektmanagement, Interviewführung, Tonaufnahmen im Tonstudio, Tonschnitt kennen. Gemeinsam wurden neben der eigentlichen Podcastproduktion viele Arbeitspakete wie Logo, Internetseite und Öffentlichkeitsarbeit gemeinsam diskutiert und erste Schritte gemacht. Herausragend und gelobt im Vergleich zu anderen Lehrveranstaltungen ist die offene Partizipation der Veranstaltung, sodass alle Teilnehmenden Entscheidungen mitgestalten und eigene Stärken und Motivation miteinbringen.

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Der Podcast ist als Raumcast bei Spotify zu finden sowie bald auf der eigenen Website. Im Rahmen der tu projects wurde das Projekt eine Lehrveranstaltung der TU Berlin und kann somit mit ECTS-Punkten im freien Wahlbereich der Studierenden angerechnet werden. Die Studierenden kamen jedoch auch von anderen Universitäten und waren interdisziplinär vertreten z.B. mit den Studienfächern Biotechnologie, Soziologie, Verkehrsplanung, Architektur und weiteren. Das Projekt läuft aktuell bereits im zweiten Semester und wird voraussichtlich bis Mitte 2020 fortgeführt. Neben der Fortführung des Podcast wird die Öffentlichkeitsarbeit weiter in den Fokus gestellt und die Zusammenarbeit mit anderen Lehrveranstaltungen.

Weltkindertag: Für mehr Nachhaltigkeit bringen sich Jugendliche ein

Mit der Bildung für nachhaltige Entwicklung sollen Kinder und Jugendliche lernen, Zukunftsfragen eigenständig zu bewerten und zu beantworten. In einem vom BMBF geförderten Projekt nehmen die jungen Menschen direkt Einfluss.

Jugendliche und junge Erwachsene nicht nur für Politik zu begeistern, sondern sie am besten gleich direkt mit einzubinden, ist eine der größten gesellschaftlichen Aufgaben – das haben die vergangenen Woche einmal mehr gezeigt. Die Klimademonstrationen, an denen freitags viele Kinder und Jugendliche teilnehmen, sind dafür genauso sinnbildlich wie die Debatte um das Video des Influencers Rezo.

Zum ganzen Artikel des BMBF geht es hier entlang.

bunt, bunter, Festival der Taten!

Die alte Malzfabrik im Berliner Stadtteil Schöneberg bot die perfekte Location für ein Festival der besonderen Art: Das Festival der Taten. Auf dieser Veranstaltung dreht sich alles um die 17 Ziele einer nachhaltigen Entwicklung (SDGs). Junge engagierte Menschen entwickelten hier zwei Tage lang Ideen für die Umsetzung der SDGs. Design Thinking war das Schlagwort. Diese sogenannte „Innovationsmethode“ wird in unterschiedlichen Bereichen zur Lösung von Problemstellungen verwendet und wurde beim Festival der Taten auch auf konkrete Nachhaltigkeitsproblemstellungen angewendet. Mit dabei im Design-Thinking-Prozess: Laura und Elena vom youpaN.

 

Während drinnen die Köpfe vom innovativen Denken rauchten, brachten draußen spannende Talks und Vorträge, beispielsweise von ONE oder der Hochschulinitiative Netzwerk N, die Impulsbühne zum Glühen. Moderiert wurde der Nachmittag hier von der UN-Jugenddelegierten für Nachhaltigkeit: Rebecca Freitag. In den Pausen wurde fleißig genetzwerkt, diskutiert und… Ostmost getrunken. Das Festival der Taten ist vor allem für bereits aktive junge Erwachsene ein interessantes Format, das wir vom youpaN allen ans Herz legen, die Lust auf Neu- und Querdenken und Spaß an Vernetzung haben!

youpaN 

Dieser Artikel wurde von Elena und Laura aus dem youpaN verfasst.

Forschung für unsere Zukunft

Am 13. und 14. Mai habe ich, Clara, am15. BMBF-Forum für Nachhaltigkeit teilgenommen. Dort haben sich Menschen aus der Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft aber vor allem aus der Wissenschaft getroffen und insbesondere zum großen Thema Artenvielfalt und Biodiversität gearbeitet.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von einer Rede der Ministerin des BMBFs, Anja Karliczek, die neben der Dringlichkeit und Wichtigkeit des Handelns gegen das Artensterben auch den Nationalen Aktionsplan Bildung für Nachhaltig Entwicklung erwähnte, der junge Menschen dazu befähige, nachhaltig zu denken und zu handeln. Ich konnte das youpaN bei vielen Menschen bekannter machen und habe ausschließlich positive Rückmeldungen dazu bekommen, dass junge Menschen auf Veranstaltungen wie diesen präsent sind, sich einbringen können und diese Erfahrungen schließlich wieder zurück in ihre eigene Lebensrealität bringen. Neben Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität war auch die Digitalisierung und die Kommunikation von wissenschaftlichen Ergebnissen ein wichtiges Thema der Veranstaltung.

Drei Botschaften sind mir dazu besonders in Erinnerung geblieben:

  • Der Staat muss viel mehr Geld in Projekte zum Schutz und zur Erforschung der Biodiversität tun und diese langfristig fördern.
  • Die Digitalisierung muss sich Nachhaltigkeit und die SDGs als Ziel setzen, damit wir mithilfe von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz eine nachhaltige Gesellschaft aufbauen können.
  • Damit die Erkenntnisse aus der Wissenschaft tatsächlich durchgesetzt werden, braucht es „ÜbersetzerInnen“, die den wissenschaftlichen Jargon in kurze und verständliche Formate (z.B. Vidoes) packen 😉

Aus der Veranstaltung gehe ich bestärkt heraus, denn ich habe gemerkt: Sich als junger Mensch einzubringen macht Spaß und die übergroße Mehrheit der „älteren“ Leute findet es toll, dass es uns gibt!

Der Artikel wurde von Clara verfasst.

Jugendpolitiktage 2019 – „Jugend interessiert sich immer stärker für Politik“

Marcel und Elena auf den Jugendpolitiktagen

Marcel und ich, Elena, waren am Wochenende bei den Jugendpolitiktagen 2019, die von der Jugendpresse Deutschland veranstaltet wurden.

Dabei waren 450 junge Menschen, die sich in Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden auch noch bis weit in die Nacht darüber redeten, wie unsere Welt zukünftig aussehen kann und muss.

Dazu hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit Forderungen aufzustellen, die in die Jugendstrategie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) einfließen werden!

Eine tolle Möglichkeit für junge Menschen sich politisch zu engagieren und ihre Wirkung im aktuellen Geschehen zu spüren. Wir, vom youpaN, haben die Menschen alle hochmotiviert, voller inspirierenden Ideen, aber auch kritisch und reflektiert zu den Themen wahrgenommen, die uns gerade beschäftigen.

Wie wird zukünftig mit Ressourcen umgegangen? Wie sollen wir in Europa und in der Welt zukünftig leben? Und vor allem: Wie können wir als junge Menschen nachhaltig in Politik beteiligt werden?

Das Problem: Politik wacht zwar langsam auf und versteht, dass junge Menschen mit in die festgefahrenen Strukturen aufgenommen werden müssen. Doch um wirklich Jugendbeteiligung zu fördern, müssen diese Strukturen aufgebrochen werden, um überhaupt eine Beteiligung auf Augenhöhe zu ermöglichen.

Wir haben dazu mit Camila Pahmeyer von „Politikorange“ gesprochen und auch von unseren Eindruck der Jugendpolitiktage erzählt. Das vollständige Interview gibt es hier:https://politikorange.de/2019/05/es-ist-eine-totale-bereicherung-hier-zu-sein/

Das youpaN ist wichtig für eine echte Jugendbeteiligung – Stellungnahme zur Weiterentwicklung der BNE-Gremien

Das youpaN ist wichtig für eine echte Jugendbeteiligung in den BNE-Gremien. Das und weitere Vorschläge und Meinungen der youboX zur „Weiterentwicklung der Gremien BNE“ des BMBF vom 09.04.2019 findest du in unserer folgenden Stellungnahme.

  • Jugendbeteiligung gleicher Stellenwert wie Fachforen

Mit Freude haben wir gelesen, dass unserer Empfehlung gefolgt wird, der Jugendbeteiligung ab 2020 den gleichen Stellenwert wie den Fachforen zu geben.

  • Engere Mitarbeit von und Zusammenarbeit mit Jugendverbänden im Gesamtprozess

Ebenso begrüßen wir eine engere Mitarbeit von und Zusammenarbeit mit Jugendverbänden innerhalb des Gesamtprozesses.

  • Fortführung der Mitarbeit von Jugendvertretungen in allen Fachforen

Wir gehen bei dem Vorschlag natürlich davon aus, dass Jugendvertreter*innen auch weiterhin in allen Fachforen vertreten sein werden, da sich die junge Perspektive in den Diskussionen bewährt hat.

  • Fortführung einer offenen und ernst gemeinten Jugendbeteiligung, sowie Beibehaltung des youpaN

Mehr als verwundert hat uns die Formulierung, welche darauf hinweist, dass das youpaN zu Gunsten des Fachforums Jugend aufgelöst werden soll, sprich dies „ersetzen“ soll, so die genaue Formulierung im Diskussionspapier. Darin sehen wir das Ende einer offenen und ernst gemeinten Jugendbeteiligung. Wir empfehlen sowohl aus pädagogischer als auch Jugendbeteiligungsperspektive, die nun etablierte Gruppe youpaN (unter eben diesem Namen) beizubehalten. Wir möchten Ihnen gerne darlegen, warum wir Ihnen diesen Vorschlag dringend anraten sowie aufzeigen, was für eine echte Jugendbeteiligung benötigt wird.

  • Der derzeitige Diskussionsvorschlag – wie wir ihn verstehen – verhindert Partizipation und erteilt Jugendbeteiligung eine Absage
    Es ist schön, dass Jugend im Vorschlag ein gleichwertiger Rang zugewiesen wird. Jedoch ist für uns klar, dass eine Mitarbeit von jungen Menschen bei den für sie relevanten Themen auch direkt gewährleistet sein muss. Insofern sehen wir die Einrichtung des Fachforums Jugend als Ergänzung zu der Mitarbeit in einzelnen Fachforen. Sollte diese Mitarbeit wegfallen, gehen wir von einer Verschlechterung der Beteiligungsmöglichkeiten aus.
    Ebenso ist eine engere Verzahnung mit Jugendverbänden gut und wünschenswert. Wir weißen jedoch darauf hin, dass eine fokussierte Beteiligung der Verbände oft zu Lasten einer Beteiligung von unabhängigen Jugendlichen geht.
  • Zusammenspiel von Jugendverbänden und youpaN

Für uns stellt die Beteiligung von Jugendverbänden sowie des youpaNs ein sich ergänzendes Miteinander dar, welches schon jetzt stattfindet.

  • Beteiligung und Erreichbarkeit von unabhängigen Jugendlichen und Erfolg der Jugendnachhaltigkeitskonferenz youcoN

Die Erfolge unserer Jugendkonferenzen (youcoNs) zu BNE zeigen auf, wie wichtig es ist, unabhängige Jugendliche zu erreichen und zu beteiligen. Auf den youcoNs kommen jährlich rund 150 Jugendliche zusammen, die meisten ohne Verbandsangehörigkeit viele aus freien Jugendbewegungen wie z.B. Fridays for Future.

  • Den besonderen Lebensumständen Jugendlicher Rechnung tragen

Bisher hat die Arbeit – unabhängige sowie vielfältigste Jugendliche zu erreichen und zu beteiligen – das Team der youboX übernommen. Im vorliegenden Diskussionspapier ist lediglich angedacht „aktive Jugendliche aus dem youpaN einzubeziehen“, nicht aber das youpaN selbst. Dies lässt vermuten, dass damit keine echte Jugendbeteiligung gewollt ist und den besonderen Lebensumständen Jugendlicher keine Rechnung getragen wird, obwohl wir und die jungen Menschen selbst seit Beginn unserer Arbeit darauf hinweisen.

  • Jugendbeteiligungsbüro notwendig, um adäquate Begleitung der jungen Menschen zu gewährleisten – youboX ist etabliert

Für uns steht fest: Unabhängige Jugendliche werden sich nicht durchgängig am Fachforum „Jugend“ und dem BNE-Gesamtprozess beteiligen (können), wenn sie keine adäquate Begleitung bekommen.

Unsere Begleitungsleistungen umfassen: Vorbereitung und Nachbereitung von Sitzungen, politisches Coaching, Hilfe bei der Erstellung von Materialien, pädagogische und politische Begleitung sowie die Organisation der Veranstaltungen und Reisen. Diese Aufgaben übernehmen wir als Unterstützung, weil der Hauptjob der jungen Menschen ihre schulische, universitäre oder berufliche Ausbildung ist. Diese Ausbildung stellt ein freies Engagement oft herausfordernd dar und niemand vergütet die ehrenamtliche Arbeitszeit dieser jungen Menschen. Eine solche Arbeit im Rahmen der Bildungssettings ist nicht vorgesehen. Ohne die vor- sowie nachbereitenden und politischen Arbeiten der youboX (zu denen auch zusätzliche Treffen zählen) haben die unabhängigen Jugendlichen nicht die gleichen Chancen, wie Akteur*innen, die seit Jahren berufstätig sind oder Mitarbeitende und Verbände haben, die für sie einstehen.

Der Vorschlag des BMBFs würde bedeuten, dass unabhängige Jugendliche nicht länger beteiligt werden. Wir halten dies für einen erheblichen Rückschritt.

  • BNE-Jugendbeteiligung in Deutschland für die internationale Gemeinschaft nachahmenswert und von der UNESCO, dem WAP sowie dem Bundestag formuliert

Auch aus einer internationalen Blickweise betrachtet, bestärken wir, dass Deutschland seine herausragende Jugendbeteiligung weiterführen und ausbauen sollte, zumal sie doch explizit von der UNESCO formuliert ist. Ferner ist Jugendbeteiligung als Handlungsfeld im Weltaktionsprogramm verankert wie auch im Beschluss des Bundestages zu BNE festgeschrieben. (Bundestags Drucksache BT 18/4188. „Sie [Anmerkung: Die Jugend ..] soll als aktiver Gestalter eine Schlüsselrolle in den zukünftigen nationalen Strukturen zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms einnehmen.“).

Ein Aufgeben des youpaN ist daher für uns keine Option, jedoch der Ausbau der Jugendbeteiligung höchst erstrebenswert.

  • Die Alternative ist schon da – das youpaN zeichnet enorme Erfolge

Wer die Mitglieder des youpaN und ihre Arbeit erlebt hat, weiß, welche Auswirkung Jugendbeteiligung in dieser Form auf den BNE-Prozess hatte: engagierte Mitarbeit, (un)bequeme Fragen, neue Blickwinkel, frischer Wind, die Einbeziehung der Jugend, ihrer Ideen, Sorgen und Energie. Die Jugendbeteiligung durch das youpaN wurde vor nicht einmal zwei Jahren gestartet und wurde Teil eines schon länger laufenden BNE-Prozesses. Die notwendige Phase der Selbstfindung des Gremiums musste daher parallel zum Aufholen der Wissenshierarchie sowie der sofortigen Mitarbeit in den BNE-Gremien stattfinden. Wir in der youboX und vor allem die beteiligten Jugendlichen haben dafür ihr Möglichstes gegeben und sehen ganz klar, dass unsere Form der echten Jugendbeteiligung enorme Erfolge verzeichnet.

Aus diesem Grund fordern wir die Beibehaltung der Finanzierung für das unabhängige Jugendgremium youpaN, ihrer zusätzlichen Treffen und eines Begleitorgans, angelehnt an die Arbeit der youboX. Gerne kann das youpaN weiterhin im Austausch mit anderen Jugendverbänden stehen, hierfür würde sich ein Fachforum Jugend sehr gut eignen. Die Jugendperspektive sollte darüber hinaus auch in den einzelnen Fachforen vertreten bleiben. Mit der Wortschöpfung youpaN sollte weitergearbeitet werden, um das bestehende Engagement der Jugendlichen zu würdigen.

Unsere Stellungnahme gibt es auch hier als Download: https://youpan.de/wp-content/uploads/2019/05/Stellungnahme-der-youboX-zur-Weiterentwicklung-der-BNE-Gremien.pdf

4 Tage, 13 junge Menschen, eine Mission: Mehr und bessere Jugendbeteiligung für BNE!

Von Donnerstag bis Sonntag hat sich das youpaN im beschaulichen Bad Emstal in Hessen getroffen, zum ersten Mal selbst organisiert und ohne externe Moderation. Und das hat erstaunliche Früchte getragen!

Im gemütlichen Naturfreundehaus, mit atemberaubenden Blick über die Landschaft, begannen wir das Treffen mit dem obligatorischen WUP – einem Warm-up-Spiel. Nach einer ausführlichen Reflexion der bisherigen Arbeit, der Erfolge aber auch des ein oder anderen Misserfolgs, durften wir ein bisschen träumen: Was ist unsere Vision für das youpaN in der Zukunft? Zweifellos gingen die Vorstellungen hier auseinander. Aber das macht es ja erst so richtig spannend. Denn genau so bunt und vielfältig wie die youpaN-Mitglieder selbst, sind auch ihre Erwartungen an das Gremium und den BNE-Prozess in Deutschland.

Foto: Christopher Zentgraf

Ein ganz spezielles Projekt begleitete uns das ganze Wochenende über bis spät in die Nacht: Wir haben Erklärvideos zum youpaN, zu BNE und zu unseren Forderungen gedreht. Mit Filmklappe und professionellem Equipment kamen wir uns dabei wie an einem richtigen Filmset vor und hatten eine Menge Spaß. Anfängliche Schüchternheit war meistens nach den ersten paar Takes verflogen und wir wuchsen schauspieltechnisch alle über uns hinaus.

Foto: Christopher Zentgraf

In einer intensiven Arbeitsphase entwickelten wir schließlich konkrete Umsetzungsstrategien für unsere Forderungen, die wir in den kommenden Wochen und Monaten angehen werden.

Da wir uns über die vier Tage hinweg selbst verpflegt haben, dienten Koch- und Abwaschsessions als zusätzliches Teambuilding und machten das verlängerte Wochenende zu einer tollen und produktiven Erfahrung. Die Aussicht auf das in drei Wochen stattfindende reguläre Treffen und die baldige youcoN erleichterten den Abschied am Sonntagvormittag.

Dieser Artikel wurde von Elena und Laura geschrieben.