Christoph Pennig

Projektideen fürs neue Jahr!

Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende entgegen und wir haben zusammen mit euch tolle youprOs geplant und umgesetzt. 17 Stück insgesamt! Vielen Dank an alle, egal ob Planer*in oder Teilnehmer*in, die mitgemacht haben!

Was für Projekte gab es?

Um nur ein paar zu nennen: Wir haben mit euch zum Beispiel das youprONachhaltig Schenken – DIY Weihnachtsworkshop umgesetzt. Bei diesem besinnlichen Weihnachtsworkshop habt ihr gelernt, wie man nachhaltige Geschenke selbst herstellen kann.

Oder unser youprOGlobale Partnerschaften für Klimagerechtigkeit.  Im Rahmen dieses Projektes wurden drei Wochenendseminare über den Klimawandel in Malawi und Niedersachsen, souveräne, klimaresiliente Gemeinden in Malawi und Niedersachsen und globale Partnerschaften für Klimagerechtigkeit durchgeführt. 

Unser neuer Projekt-Reader zum Ideenfinden und -planen

Des Weiteren haben wir vor kurzem unseren neuen Projekt-Reader vorgestellt. Mit diesem unterstützen wir dich bei der Umsetzung deiner Idee(n). Und wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du dein Projekt zum Erfolg führst. Blätter dich einfach durch unsere Broschüre und schau dir die unterschiedlichen Tools dafür an. Damit wird es jetzt noch leichter Projektideen umzusetzen.

Mach 2019 zu deinem Projektjahr!

Die Projektideen können ganz unterschiedlich sein. Ganze egal ob du eine Plakatkampagne für Ressourcenschutz an deiner Uni machen möchtest. Ein Jugend-Camp zu den SDGs planst oder YouTube-Videos über Gleichberechtigung in deiner Schule filmen möchtest. Wichtig ist nur, dass dein Projekt etwas mit Nachhaltigkeit zu tun hat und wie wir in Zukunft handeln können. Das kann z.B. Umweltschutz durch Müllvermeidung oder auch Demokratielernen durch Diskussionen sein.

Damit wir auch im neuen Jahr viele neue Projekte umsetzen können, sind wir auf viele Ideen angewiesen. Auf unserer interaktiven Karte kannst du dir anschauen, was es überall für vielfältige Projekte gibt. Schau doch mal was in deiner Nähe umgesetzt wurde oder wo es noch keine Projekte gibt und lass dich dabei inspirieren für neue Projekte!

Wir freuens uns auf deine neuen Projektideen und wünschen dir einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Aaron

youprO: Bildung neu denken

Das aktuelle Bildungssystem

Wie gefällt es dir in der Schule oder Hochschule? Bist du glücklich? Kannst du das lernen/machen, was du möchtest, oder gehst du zu solchen Institutionen, weil du es musst. Weil es alle machen. Weil du später mal einen Arbeitsplatz haben musst, mit dem du überleben kannst. Oder weil du dich vielleicht nicht traust deinen eigenen Weg zu gehen?

Wenn ich diese Fragen beantworte, dann muss ich ehrlich gestehen, dass ich nicht gerne in die Schule gegangen bin. Genauer gesagt mochte ich es überhaupt nicht. Klar, ich habe meine Freunde jeden Tag gesehen, aber für 5-7 Stunden am Tag aus dem Fenster starren in die Schule gehen? Warum?

Natürlich ist das jetzt sehr übertrieben, aber es ist wahr, dass ich oft aus dem Fenster gestarrt und mich gefragt habe, warum das alles? Warum sitze ich hier? Warum muss ich dies und das und jenes lernen, obwohl ich das vielleicht gar nicht möchte? Bin ich in der Schule, um meinen Interessen nachzugehen, verschiedene Dinge auszuprobieren und mein Potenzial zu entdecken und entfalten oder bin ich in der Schule, um Arbeiter zu werden, Befehlen/Aufgaben zu gehorchen und das alles nicht kritisch zu hinterfragen?

Um ein vollständigeres Bild zu bekommen war ich auf einem gewöhnlichen Gymnasium, in der wir Schüler*innen jeden Tag auf unseren Platz sitzen, ruhig sein und dem/der Lehrer*in zuhören mussten. Für manche mag dieses System funktionieren (doch selbst das bezweifle ich), aber für mich und den Großteil meiner Klasse nicht. Fast alle Menschen meiner Klasse gingen nicht gerne zur Schule, lernten für eine Klassenarbeit ein paar Tage davor, um das Gelernte ‚auszukotzen‘ und kurz danach wieder zu vergessen. Deswegen ist dieser Art von Lernen ist obsolet (hinfällig/veraltet). Und was macht man, wenn das der Fall ist?

Ausbrechen!

Um genau solche alternativen Lernwege jenseits der Schule/Hochschule ging es gestern (am 15.12.18) auf dieser Messe im Forum Factory in Berlin, die gleichzeitig im Rahmen eines youprOs umgesetzt wurde. Organisiert wurde die Messe vom Verband freier Bildungsalternativen, deren Vision es ist, dass „jeder Mensch nach seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen lernen und leben kann.“ (Quelle)

Ziel der Messe ist/war es, „bestehende Projekte sichtbar zu machen und miteinander zu vernetzen.“ (Quelle) Da war es auch schon keine Frage mehr, dass Marcel und ich vom youpaN dort hingehen, von uns erzählen und Werbung für weitere youprOs machen würden. Nach einer langen Zugfahrt mit wenig Schlaf kam ich morgens an, habe mit Marcel unseren Stand aufgebaut und ich muss sagen, ich bin immer noch ziemlich beeindruckt von den vielen Menschen, die ihre Bildung in die Hand nehmen und individuelle Lernwege jenseits von Schule/Hochschule bestreiten. Sei es die Wanderuni, die ReiseuniProject Peace, die Demokratische Stimme der Jugend e. V., die Akademie für angewandtes gutes Leben, wandlungsträume, das Kollektiv für gelebte Utopie, die Freilerner-Solidargemeinschaft e. V. und viele mehr, sie alle zeigen Wege auf, nicht weiter zur Schule zu gehen oder mal nicht BWL zu studieren, weil man ‚nicht weiß, was man machen soll‘.

Das youpaN wirbt für die youprOs

Marcel, Laura und ich haben viel Werbung für die Projekte gemacht, die wir gemeinsam mit jungen Menschen umsetzen und das kam sehr gut an! Viele schienen interessiert und überlegen es sich, ein youprO mit uns zu machen. Wie viele Projektideen in der nächsten Zeit eintrudeln werden, wird sich zeigen, jedenfalls war es sehr schön auf der Messe zu sein. Vor allem hat sie mich darin bestärkt, auch ‚meinen eigenen Weg weiterhin zu gehen‘, da ich seit meinem Abitur 2015 alternativ lerne (jenseits einer Institution).

Bildung muss tauschlogikfrei sein!

Das besondere an der Messe war, dass sie tauschlogikfrei organisiert wurde.  Friederike Habermann und auch Tobi Rosswog haben dazu am Nachmittag Workshops angeboten. Tauschlogikfrei bedeutet, dass man Dinge bedingungslos bekommt und nicht mehr (so wie heute) etwas dafür geben muss (Geld, Daten, Privatsphäre etc.). Für die Messe musste man also keinen Eintritt zahlen und das Essen war tauschlogikfrei: jede*r durfte etwas mitbringen und teilen, musste es aber nicht. Diesen Gedanken/Ansatz, Dinge außerhalb der Tauschlogik zu organisieren finde ich extrem spannend, weswegen ich auch das Bildungsprojekt TROM übersetze. Dort wird aber nicht der Begriff tauschlogikfrei verwendet, sondern handelsfrei. Schau dir dazu das Buch „Das Geldspiel und darüber hinaus“ und „Die Ursache der meisten Probleme an.

Was denkst du?

Einfach mal ausbrechen und nicht zur Schule/Hochschule gehen – wie fühlt sich das für dich an? Kommen Ängste hoch? Zukunftssorgen? Was könnten die anderen denken?

Oder klingt es auch nach Freiheit, Selbstbestimmtheit und Abenteuer?

Könntest du dir vorstellen nicht mehr zur Schule/Uni zu gehen und Dinge zu lernen, wann, wo, warum, wie und mit wem du willst?

Heutzutage gibt es ein Ding namens Internet, wo Wissen frei zugänglich ist, und Wissensplattformen, wie die Khan Academy, auf der jeder Mensch in seiner Geschwindigkeit lernen kann.

Nelson Mandela hat mal gesagt:

„Bildung ist die mächtigste Waffe, die du verwenden kannst, um die Welt zu verändern.“ (Quelle)

Vielleicht müssen wir jungen Menschen einfach mal ausbrechen, alternative Lernwege jenseits der Schule gehen und Bildung neu denken.

Dieser Artikel wurde von Aaron geschrieben.

Noura

youprO: Nachhaltig Schenken – DIY Weihnachtsworkshop

Es ist Dezember, die Tage werden kürzer und die Läden werden voller.  Sie beginnt aufs Neue, die Suche nach dem perfekten Weihnachtsgeschenk. Mit Besinnlichkeit und Bedacht, mit Freude und einer schönen Schenkkultur haben die meisten Dinge, die am 24. unter dem Tannenbaum landen, nicht mehr viel zu tun.
Zeit, dass sich das ändert!

Am 5. Dezember haben wir mit 30 Teilnehmenden aller Altersklassen in Soest gebastelt, gematscht und gerührt: an 7 Stationen haben wir kleine, nachhaltig nützliche Geschenke hergestellt. Unter den Rezepten fanden sich Badesalz, Zahnpasta, Knete und Deo in nicht ganz herkömmlicher Ausfertigung. Mit erstaunen konnten wir zum Beispiel feststellen, dass beinahe all unsere Zutaten essbar waren.

Besonders gut besucht war auch die Bienenwachstücher Station. Bienenwachstücher kann mensch anstatt von Frischhaltefolie verwenden – und das immer wieder! Sie sind mittlerweile hochpreisig in den Bio- und Unverpacktläden des Landes zu finden und dabei so einfach selber zu machen!

Müllfrei verpackt machen unsere kleinen Geschenke jetzt hoffentlich Freude und verstauben nicht auf dem Wandschrank.

Wir fanden’s super, dass wir das ganze kostenlos und damit niederschwellig  anbieten konnten. Es hat so Spaß gemacht, dass wir noch eine halbe Stunde weitergebastelt haben, als schon alle Teilnehmenden weg waren.

 

Christoph Pennig

youprO: Wegweiser

Die Projektidee

Das Projekt Wegweiser verfolgt das Ziel, junge Menschen bei ihrer Sinnfindung und Selbstverwirklichung zu unterstützen. Indem eine Auseinandersetzung mit zentralen lebensphilosophischen Themen wie Sinn, Glück, Achtsamkeit und Verantwortung gefördert wird, soll zum einen die Idee einer ganzheitlichen und humanistischen Bildung an Schulen begünstigt, zum anderen das Bewusstsein junger Menschen mehr zum bedachten Umgang mit sich selbst und der Umwelt geführt werden.  

Um dies zu erreichen, soll zunächst im ersten Schritt des Projekts eine Studie zum Thema Sinn & Selbstwert an Schulen mit ca. 400 Teilnehmer*Innen durchgeführt werden. Dabei soll an erster Stelle eine Antwort auf die Frage geliefert werden, welchen Sinn Schüler für ihr persönliches Leben sehen bzw. anstreben. Anschließend besteht die Hauptleistung des Projekts, aufbauend auf den Ergebnissen der Studie, aus der Bereitstellung eines gedruckten philosophischen Arbeitshefts, das sowohl an Schüler*Innen als auch an Lehrer*Innen verteilt werden soll.  

Das Arbeitsheft ist dadurch charakterisiert, dass man darin selbst lebensnahe und relevante Themen aus dem Bereich der Philosophie bearbeiten kann und nicht nur philosophische Texte zum Lesen bekommt. Ziel der im Arbeitsheft dargestellten Inhalte soll sein, jungen Menschen dabei zu helfen, herauszufinden, wer sie sind, was ihre Fähigkeiten sind und wie sie mit ihren Fähigkeiten und Talenten etwas in der Welt bewegen können. Die Inhalte des Arbeitshefts werden außerdem vor Ort an Schulen in verschiedenen Klassen und ggf. noch in einer Arbeitsgemeinschaft bearbeitet.

Der Projektpartner vor Ort ist das Heinrich-Heine-Gymnasium in Ostfildern-Nellingen. Das Projekt Wegweiser ist so konzipiert, dass es jederzeit und an jedem Ort wiederholbar ist, da die Materialien einfach reproduzierbar und erweiterbar sind. Das Projekt kann daher auch als Lehreinheit, Workshop oder Arbeitsgemeinschaft durchgeführt werden.

Bildung für Nachhaltige Entwicklung bekannt machen

Das Projekt Wegweiser soll die Welt nachhaltiger machen, indem ein Grundstein für Achtsamkeit und Selbstreflexion im Bewusstsein junger Menschen gelegt wird. Nachhaltigkeit ist hierbei so zu verstehen, dass junge Menschen erkennen, mit welchen ihrer Fähigkeiten sie etwas zur Gemeinschaft beitragen können und dabei sozusagen mit sich selbst im Reinen sind und persönlich Glück sowie Zufriedenheit empfinden können. Die Auseinandersetzung mit konkreten philosophischen Inhalten trägt nicht nur zu einer ganzheitlichen Bildung bei, sondern macht junge Menschen zudem aufmerksamer im Umgang mit sich selbst und der Umwelt, das heißt mit der Natur und anderen Menschen.  

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ wird im Projekt Wegweiser in zwei Formen verwendet, die eng miteinander verbunden sind. Einerseits wird Nachhaltigkeit im Sinne einer offenen, sinnstiftenden und lebensbereichernden Bildung für junge Menschen verstanden und andererseits im Sinne eines achtsamen Umgangs mit sich selbst, der Natur und der sozialen Gemeinschaft. Beide Formen der Nachhaltigkeit zu lernen und auch weitergeben zu können, setzt den gedanklichen Umgang mit spezifischen Themen dieses Gebiets voraus, darunter beispielsweise die Themen Verantwortung und Selbstbewusstsein.  

Das philosophische Arbeitsheft liefert als Lehrmaterial eine gute Grundlage dafür, diesen zentralen Schritt zu mehr Nachhaltigkeit in der Welt, zu fördern. Die Machart des Projekts erlaubt es zudem die Grundidee der Förderung von Nachhaltigkeit schnell zu verbreiten. 

Ort: Ostfildern-Nellingen

Zeit: November 2018 bis Novemebr 2019

Christoph Pennig

Werde aktiv – mit unserem BNE-Projekt-Reader

Projekte machen mit Methode(n)! – Endlich ist er da! Unser Reader mit Ideen, Tipps und Anregungen zur Planung und Umsetzung für dein Projekt einer nachhaltigeren Welt.

Hier findest du den Reader als Download!

Projekte machen mit Methode(n)

Du hast eine oder mehrere Ideen, wie du die Welt besser machen möchtest? Dir fehlen aber Erfahrungen und Methoden, wie man ein Projekt erfolgreich managt und umsetzt?

Wir unterstützen dich bei der Umsetzung deiner Idee(n) und zeigen dir Schritt für Schritt, wie du dein Projekt zum Erfolg führst. Blätter dich einfach durch unsere Broschüre und schau dir die unterschiedlichen Tools dafür an.

Projekte einfach unterteilen und leichter planen

Für die erfolgreiche Umsetzung unterteilen wir das Projekt in 5 Phasen. Vom Projektbeginn bei dem das Projektziel definiert wird, über die Überprüfung, Planung, Umsetzung und am Ende zum erfolgreichen Abschluss.

Smarte Methode für coole Projekte

Innerhalb der einzelnen Projekt-Phasen zeigen wir dir anhand unterschiedlicher Methoden, wie du ganz konkret dein Projekt verwirklichst. Für jede Phase haben wir dir Methoden rausgesucht, mit denen du auf unterschiedliche Art und Weise Herausforderungen meistern kannst.

Zum Beispiel mithilfe der SMART-Methode mit der du bei Projektbeginn (Phase1) mit fünf Fragen dein Projektziel formulieren kannst. Für Projekteinsteiger*Innen und strukturierte Köpfe genau das Richtige!

Auch wenn du jetzt noch keine konkreten Vorstellungen hast und nicht weißt, wie man daraus ein Projekt machen kann, ist das kein Hinderniss.  Schau auf unserer Website vorbei, was andere für tolle Projekte umgesetzt haben. Nutze die Chance und melde dich bei uns, allein oder mit deinen Freund*Innen, um die Welt ein Stück besser zu machen!

Christoph Pennig

youprO: Fragezeichner!

Was würde passieren, wenn junge Menschen ihren Fragen folgen? Wenn sie dem nachgehen, was sie wirklich bewegt? In der „Villa Damai“ werden von Ende November 2018 bis Ende April 2019 Antworten gesucht, auf diese und weitere Fragen. Die Villa Damai wird zu einem fünfmonatigen Raum der Fragen, in dem sich jede*r mit gesellschaftskritischen und zukunftsrelevanten Themenfeldern auseinandersetzen kann. Junge Menschen können hier ihren individuellen Fragen nachgehen und gemeinsam an einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Lebensweise forschen und diese im gemeinsamen Zusammenwohnen und Lernen unmittelbar leben und anwenden. Getragen und belebt wird die Vila Damai in dieser Zeit von einem Hüterkreis; einer Gruppe von 10-15 jungen Erwachsenen, die für die Wintermonate die finanzielle und inhaltliche Verantwortung für das Haus übernehmen. Der Hüterkreis bildet selber eine intensive Forsch- und Lebensgemeinschaft, die gleichzeitig die Räumlichkeiten der Villa Damai (Seminarraum, Küche, Gästeschlaflager) für Menschen von außerhalb öffnet. So bekommen andere Menschen einerseits Einblick in die Forschungsprozesse und Lernkultur und können andererseits hier selber ihren Fragen nachgehen und Seminare, Treffen oder ähnliches veranstalten. Auch werden die Seminare und Formate, die der Hüterkreis organisiert, zum größten Teil für weitere Teilnehmende offen sein. So entsteht ein kunterbuntes Bildungs- und Projekthaus, in dem brennenden Fragen der Zeit bewegt werden.

 

Villa Damai

Projektort ist die „Villa Damai“. „Damai“ ist das indonesische Wort für Frieden, welches wörtlich übersetzt „Finde deinen Platz und handle danach“ heißt. In den Sommermonaten wird die Villa Damai von „Projekt Peace“ genutzt, einem Bildungs- und Entwicklungsjahr für junge Menschen mit den Themenschwerpunkten Frieden, Ökologie und Kulturwandel. Die Villa Damai bietet eine große Wohnküche, einen Seminarraum für bis zu 25 Personen sowie Schlafmöglichkeiten für bis zu 15 Menschen. Das Projekt soll als Inspiration dienen und die Idee und die gesammelten Erfahrungen an möglichst viele Menschen und Orte weitergetragen werden.

Projektdaten

Ort: Kempten

Zeit: November 2018 bis April 2019

Christoph Pennig

youprO – Weihnachtsworkshop – nachhaltig schenken

Unsere Projektidee

Wir wollen am 5. Dezember 2018 von 17:30 bis 21:30 im Aldegrevergymnasium in Soest (NRW) einen Workshop zum Herstellen von nachhaltigen Dingen, die als Geschenk zu Weihnachten weitergegeben werden können, ausrichten. Hergestellt werden unter anderem Badesalz, Deo, Wachstücher, Peeling. Mit dem Projekt möchten wir die Mentalität des Schenkens ein kleines bisschen nachhaltiger machen. Heutzutage geht es an Weihnachten häufig nur noch um Konsum. Geschenke werden übereilt und im Stress in den überfüllten Einkaufszentren oder im Internet besorgt. Bis zu Heiligabend habt ihr bestimmt auch schon einmal vergessen, wieso ihr euch eigentlich für ein bestimmtes Geschenk entschieden habt. Durch unseren Workshop, der ein netter und besinnlicher Abend werden soll, wollen wir, dass ihr euch mehr mit dem auseinandersetzt, was ihr schenkt. Es sollen Zeit, Gedanken und Liebe in jedes einzelne Geschenk fließen. Vielleicht macht es ja auch so viel Spaß, dass es zu einer neuen Tradition für euch wird.

Unsere Geschenke sollen nützlich, ressourcenschonend und einfach sein, damit jede*r das Selbermachen Zuhause nachmachen kann. Unsere Geschenke sind sinnvolle Dinge, die ganzjährig gebraucht werden können, ihr könnt daher auch Geburtstagsgeschenke oder einfach ein Überraschungsgeschenk für eure Freund*Innen oder Verwandte herstellen.

Des Weiteren werden wir euch einiges an Bildungsmaterialien zur Erläuterung des Nachhaltigkeitsgedanken zur Verfügung stellen.

 

Projektdaten

Ort: Soest (NRW)

Zeit: 5. Dezember 2018

Mitmachen: Jede*r ist willkommen und kann unter unserer Anleitung an verschiedenen Stationen kleine, nützliche und ressourcenschonende Geschenke anfertigen – von Knete über Deo bis hin zu Bienenwachstüchern ist für jede*n etwas dabei. Die Teilnehmenden können sich frei zwischen den Stationen bewegen und lernen, Dinge selber zu machen, vegane Weihnachtsplätzchen knuspern und mit anderen Teilnehmenden plaudern.

Wenn du mitmachen willst schreib eine Mail an moc.g1550648355nudli1550648355bgnut1550648355fits@1550648355xobuo1550648355y1550648355 und melde dich an!

 

Aaron

Das youpaN bekommt Verstärkung

Schon am Mittwoch, den 7.11.18 haben sich Marcel und ich (Aaron) auf den Weg nach Berlin gemacht, um bei zwei wichtigen Dingen dabei zu sein: Die Projektbeiratssitzung und das Onboarding neuer Mitglieder.

Aaron (youpaN) und Lukasz (Stiftung Bildung) stellen das youpaN vor

Projektbeiratssitzung

Am Donnerstagmorgen haben wir uns im Posteo Lab mit der youboX getroffen, um alles vorzubereiten. Nach dem Eintreffen der anderen ging es auch schon mit einer Reflektionsphase und Bestandsaufnahme los. Was ist seit Beginn des youpaNs passiert und was haben wir noch vor. So wurde aus den vier Themenbereichen berichtet: youcoN, youInfo, youpaN und youprO.

Der Projektbeirat im Posteo Lab

Die wichtigsten Neuigkeiten auf eine Blick:

  • die youcoN 2019 findet vom 29.05-02.06  statt – vormerken!
  • für youInfo ist der NAP in leichter Sprache, ein BNE-Erklärvideo und eine super coole BNE-App geplant – sei gespannt
  • 14 youprOs wurden schon umgesetzt oder sind in Planung – da gibt es noch Potenzial nach oben, deshalb mach auch du deine Idee zum Projekt und gestalte die Zukunft!
  • es gibt 10 neue youpaN Mitglieder! Das youpaN bekommt Verstärkung

Unsere 14 BNE-Mikroprojekte

Onboarding neuer youpaN-Mitglieder

Damit wir auch mit den neuen Mitgliedern direkt durchstarten können, wurden die fünf, die in der ersten Bewerbungsrunde ausgewählt wurden, ins Posteo Lab eingeladen und von der youboX, Marcel und mir in die Arbeit eingeführt. Was machen wir, wie kann man sich beteiligen und wo ist noch Potenzial nach oben. Ich denke, wir konnten alle Fragen beantworten und ich persönlich bin sehr gespannt auf die neuen Mitglieder. Das nächste youpaN-Treffen findet Anfang Dezember in Weimar statt und bis dahin erfährst du Neuigkeiten auf unserem Instagram– oder Facebook-Channel. Aus der youcoN ging auch ein Instagram-Channel, mit der Namen welt_verbessern hervor.

Es geht um Aktionen, Infos & Co. Rund um Nachhaltigkeit & wie man mit kleinen Dingen die Welt ein bisschen besser macht – sehr cool!

Das youpaN muss auch nach 2019 weitergehen

Dieser kurze Artikel wurde von Aaron geschrieben.

Christoph Pennig

youprO: Das war NaMo

Der Nachhaltige Monat (NaMo) in Erfurt – Ein vielfältiges youprO!

Bienen, Postwachstum und Partizipation an Hochschulen – Wir, eine Gruppe von Studierenden der Uni und der FH in Erfurt haben im Mai einen Monat im Namen der Nachhaltigkeit organisiert, mit 36 Veranstaltungen von über 25 beteiligten Gruppen !

Was haben wir uns dabei gedacht? Der Begriff Nachhaltigkeit wird zwar in vielen Kontexten gebraucht, jedoch fehlt oft die Erklärung und das Verständnis, was in verschiedenen Bereichen (z.B. Soziales) Nachhaltigkeit wirklich bedeutet: Dies steht in offensichtlicher Diskrepanz zu der breiten Benutzung dieses Begriffs. Deshalb waren unsere Projektwoche auf vier thematische Wochen aufgeteilt: Soziales, Ökologie, Ökonomie und Partizipation. Der Nachhaltige Monat sollte den Blick der Studierenden und der Öffentlichkeit für die aktuellen Herausforderungen schärfen und zur kritischen Hinterfragung, Partizipation und Vernetzung anregen.

Dabei war es uns wichtig, so viele unterschiedliche AkteurInnen wie möglich am Prozess und der Ausgestaltung zu beteiligen: Alle teilnehmenden Gruppen sollten ihr spezielles Wissen und ihren Wirkungsbereich nutzen, um die Relevanz und Wichtigkeit von Nachhaltigkeit aus ihrer Perspektive darzustellen.

Die teilnehmenden AkteurInnen, die Veranstaltungen anboten, waren verschiedene Hochschulgruppen wie Amnesty International. Zusätzlich haben sich auch viele nicht-hochschulgebundene Vereine und Initiativen aus Erfurt am Programm beteiligt, wie z.B. die Fuchsfarm, UmSoAktiver e.V. oder Greenpeace.

Die Veranstaltungen waren für alle interessierten Menschen in Erfurt gedacht, dementsprechend haben wir auch in der ganzen Stadt Flyer und Plakate verteilt.

„Ein Highlight war ein einstündiges Interview das wir bei Radio Frei geben durften, um Werbung für die Veranstaltungen zu machen.“

Da wir nur die Gesamtbewerbung des NaMos leisten konnten, hing die Teilnehmerzahl auch stark von der Eigenwerbung der AkteurInnen oder von Terminüberschneidungen ab. Die meisten Veranstaltungen waren sehr gut besucht.

Aber was wenn alles vorbereitet ist und gar keine Kinder kommen zum Workshop? (Sorge der Musikstudierenden)

Dann geht man eben kurzerhand zum Kindergarten der Universität und begeistert die Kleinen und Großen dort mit Musikinstrumenten-Upcycling! Selbst bei monatelanger Planung darf man nicht die Fähigkeit verlieren, spontan zu sein.

Ob Foodsharing, Gewaltfreie Kommunikation, Improvisationstheater, Kräuteranbau, Nachhaltiger Stadtrundgang, Filmvorführungen und Diskussionen, Upcycling, Kleidertauschparty oder eine so nachhaltig wie möglich gestaltete Party… Am Ende waren wir OrganisatorInnen fast selbst überrascht, wie viele Angebote zustande kamen.

Unvergessen bleibt der Vortrag eines Wissenschaftlers der Universität Groningen (Niederlanden), der sehr anschaulich und leidenschaftlich von seiner Zeit in arktischen Gebieten erzählt hat und der uns die Notwendigkeit, eine radikalen Wandel einzuleiten, um den Klimawandel einzudämmen einmal mehr anhand von Schicksalen von Menschen und Tierkolonien vor Augen geführt hat.

Abgesehen davon, dass wir Menschen in Erfurt für unsere Themen begeistern konnten, freuen wir uns außerdem darüber, dass durch den NaMo unsere beiden Gruppen von Uni und FH zusammengewachsen sind. Zwar haben wir verschiedene Hochschulleitungen, aber immer noch die selbe Stadtverwaltung und das selbe Studierendenwerk mit denen wir Veränderungen erreichen möchten. Die personellen Ressourcen, die uns hierfür bisher gefehlt haben, sind jetzt kein Problem mehr, da sich unsere Gruppe vergrößert hat, weil interessierte und engagierte junge Menschen durch den NaMo auf uns aufmerksam geworden sind.

Nachmachen erwünscht! – Wir freuen uns sehr, wenn es in Zukunft ähnliche Formate wie den Nachhaltigen Monat in anderen Städten oder Regionen geben wird! Bei Bedarf können wir unsere interne Auswertung gerne zur Verfügung stellen.

Von uns wird es im nächsten Jahr natürlich auch wieder eine Veranstaltungsreihe geben, dieses Mal aber etwas tiefergehender zu einem ganz bestimmten Thema. Insgesamt freuen wir uns jetzt aber auch darauf, unsere Fokus mehr von Veranstaltungsmanagement zu Hochschulpolitik zu verschieben.

Christoph Pennig

youprO: Das war Globale Partnerschaften für Klimagerechtigkeit

Im Rahmen des Projektes wurden drei Wochenendseminare mit je ca. 15 Teilnehmer*innen durchgeführt.

„Der Klimawandel in Malawi und Niedersachsen“

Im ersten Seminar vom 6.-8. April in Bremerhaven wurde ein naturwissenschaftliches Verständnis des Klimawandels und seiner Auswirkungen auf die sehr unterschiedlichen Regionen Malawi und Niedersachsen angelegt. Hierfür gab es einen Vortrag über die Grundlagen des Klimawandels, eine spielerische Gegenüberstellung von Malawi und Niedersachsen, einen Vortrag über die biophysischen und dadurch auch gesellschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels auf Malawi, Film und Diskussion über Klimamigration in Bangladesch, einen Vortrag mit Exkursion zum Deich über die Beeinflussung der Nordseeküste durch den Klimawandel sowie Textarbeit mit Diskussion zum Klimawandel als Gerechtigkeitsproblem und wie dieses politisch angegangen werden kann.

Die „Selbstbestimmt klimaresilienten Kommunen in Malawi und Niedersachsen“

Das Wissen aus dem ersten Seminar wurde praxisorientiert in dem zweiten Seminar mit seiner komplementiert: Das Seminar „Selbstbestimmt klimaresilienten Kommunen in Malawi und Niedersachsen“ wurden vom 27.-29. April in Verden (Aller) untersucht. Hierfür haben wir wiederum mit Textarbeit und einer Diskussion ein Verständnis von Klimaresilienz und seinen verschiedenen Facetten geschaffen und verschiedene Beispiele klimaresilienter Praxisprojekte kennengelernt: wir haben eine Führung zu klimafreundlichem Bauen im Norddeutschen Zentrum für nachhaltiges Bauen erhalten, einen demeter-Hof besucht und einen Vortrag über Klimaresilienz in der malawischen Landwirtschaft gehört und ein Wohnprojekt von AllerWohnen eG als Beispiel für selbstbestimmtes, sozial-ökologisches Leben besucht, sowie über die Grenzen und Chancen von Klimaaktivisimus gesprochen. Dies schloss mit einer Diskussion über die Nützlichkeit und Notwendigkeit von regionalen und globalen Partnerschaften ab.

Über globale Partnerschaften und die eigene Haltung

Im dritten Seminar ging es dann darum, globale Partnerschaften und die eigene Haltung auch im Alltag zu reflektieren. Nach einer Beschäftigung mit verschiedenen Facetten des Rassismus und einer Einführung in den deutschen Kolonialismus haben wir am Samstag ein eintägiges Critical-Whiteness-Training mit zwei durch glokal e.V. vermittelten Referent*innen gemacht. Hierbei wurde sehr stark auf die persönliche Ebene, aber auch auf die politische Ebene von Rassismus und globalen Ungleichheiten eingegangen. Zum Abschluss haben wir uns mit der Frage von Solidarität und globalen Partnerschaften in der Praxis beschäftigt und hierfür Vorträge von unserem malawischen YSD-Kollegen und von Mitarbeiter*innen von VEN über ihre Perspektiven auf Schwierigkeiten, Chancen und die Praxis globaler Partnerschaften gehört. Letztere gingen außerdem auf die mediale Darstellung von Partnerschaftsprojekten ein.

Ziele und Wirkung des Projekts

Wir haben insgesamt 28 Personen direkt erreicht, wobei manche an einem, manche an zweien und manche an allen drei Seminaren teilgenommen haben. In den Reflexionsrunden zu Abschluss eines jeden Seminar stellte sich heraus, dass neben neuem Wissen zu speziellen behandelten Themen insbesondere das Verständnis globaler Zusammenhänge und lokaler Auswirkungen des Klimawandels, klarer Handlungsoptionen zu klimafreundlichen Lebensstilen und ein Bewusstsein über globale Ungerechtigkeit, sowie (neo-)kolonialer Machtstrukturen und eigener rassistischer Denk- und Verhaltensweisen vertieft wurde. Die Mehrheit der Teilnehmer*innen zeigte sich interessiert an einem möglichen Nachtreffen und insbesondere nach dem zweiten und dritten Seminar äußerten mehrere Teilnehmende ihre Motivation, selber aktiv oder aktiver in Initiativen zu Klimagerechtigkeit zu werden bzw. ihre eigene Haltung längerfristig im Peer-to-Peer-Learning zu reflektieren und an der Dekonstruktion rassistischer Denkweisen zu arbeiten.

Bewertung und Ausblick

Wir sind insgesamt zufrieden mit dem Projekt. Nach jedem Seminar gab es eine Reflexionsrunde mit den Teilnehmer*innen. Hierbei entstand der Wunsch nach einem weiteren Treffen, um Erfahrungen auszutauschen und die Inhalte zu vertiefen. Die Idee des Nachtreffens möchten wir weiterverfolgen. Außerdem denken wir über eine Wiederholung (und ggf. Ausweitung) der Seminarreihe, ggf. auch in einer andere Form wie etwa einer Summer-School nach.

Eine multimediale Dokumentation der Seminarreihe ist online.