Christoph Pennig

Die SDGs und Bildung in Deutschland

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist unser Thema. Mit dem youpaN, der youcoN und Projekten (youprOs) setzen sich bei uns junge Menschen dafür ein, dass BNE in Deutschland immer wichtiger wird. Damit wir das gut machen, sollten wir aber das Folgende wissen: Wo funktioniert BNE in Deutschland schon gut? Und wo nicht? Denn dann können wir aus guten Beispielen lernen. Und wir erkennen Herausforderungen und sehen, an welchen Stellen wir etwas verändern müssen.

17 Ziele der nachhaltigen Entwicklung

Die SDGs und Bildung in Deutschland – eine aktuelle Studie

Unsere Fragen zu beantworten ist aber gar nicht so leicht. In Deutschland gibt es Tausende von Bildungseinrichtungen. Schulen, Kindergärten, Universitäten – und und und. Über alle Bescheid zu wissen, ist schwer. Helfen kann uns eine aktuelle Studie der Universität Bremen. In ihr fragen die Autor*innen Georg Müller-Christ, Bror Giesenbauer und Merle Katrin Tegeler: Inwiefern die SDGs im deutschen Bildungssystem angekommen sind? Also: Wie wichtig sind die SDGs in der Schule? Oder gibt es Nachhaltigkeits-Projekte im Kindergarten?

Um das herauszufinden, haben die Autor*innen viele Fachbücher gelesen. Sie haben eine Umfrage im Internet gemacht. Und sie haben Expertinnen für BNE interviewt. Das haben sie herausgefunden:

  • Über die SDGs wird wenig geredet. In vielen Bereichen sind sie kein Teil der Bildung.
  • Die SDGs werden vor allem dort besprochen, wo es Umwelt- und Naturbildung gibt. Die Themen Globales Lernen und BNE befassen sich auch viel mit den SDGs.
  • Die SDGs haben bisher keinen großen Einfluss auf Bildungspläne in Deutschland.
  • Durch die Festlegung der 17 SDGs arbeiten Menschen, die schon lange für nachhaltige Entwicklung engagiert sind, mit neuem Schwung.
  • Viele Aktionen für Nachhaltigkeit sehen sich durch die 17 SDGs nun als Teil eines großen Ganzen. Sie haben an Bedeutung gewonnen. Und sie sind leichter zu sehen.
  • Viele SDG-Projekte beziehen sich nur auf ein Ziel, wie zum Beispiel keinen Hunger auf der Welt.
  • In der Schule und Hochschule werden auch die Beziehungen mehrerer SDGs untereinander besprochen. Und es werden Zielkonflikte thematisiert. Kann zum Beispiel der Ozean geschützt werden, wenn gleichzeitig alle Menschen satt sein sollen und dafür Fische aus dem Meer gefischt werden müssen?
  • Nur ganz selten werden die SDGs als Ganzes besprochen. Selten wird sich überlegt, wie unsere Gesellschaft in der Zukunft alle Ziele auf einmal umsetzen kann.
  • Besonders in der beruflichen Bildung, beim non-formalen und informellen Lernen sowie in der Fort- und Weiterbildung ist noch viel zu tun, um die SDGs wichtiger zu machen.

Doppeltes Fazit

Mehr als zwei Jahre nach der Bekanntgabe der SDGs gibt also insgesamt ein gemischtes Bild:

  • Einerseits gibt es noch ganz viele Möglichkeiten, um die SDG in das deutsche Bildungssystem zu bringen.
  • Andererseits gibt es ganz viele gute SDG-Projekte. Und sie bringen unsere Gesellschaft in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung.

 

Quellenangabe

Wenn du mehr wissen willst, dann findest du hier die Studie zum Download. Und du kannst da noch viel genauer und mehr über die SDGs in allen Bildungsbereichen nachlesen (Seiten 18 bis 24). Außerdem lernst du spannende Projekte zum Thema Nachhaltigkeit kennen (Seiten 25 bis 36).

Christoph Pennig

Wir haben junge Projektcoaches für BNE!

Vielseitige Jugendbeteiligung

Jugendbeteiligung im Feld BNE ist vielseitig. Wir haben die Konferenz youcoN, das Jugendforum youpaN und seit Mitte Dezember auch eine Gruppe von jungen Menschen, die an unserer Projektcoach-Fortbildung teilgenommen hat: unsere Projektcoaches für BNE. Sie wissen, wie man Projekte plant, umsetzt und nachbereitet. Und sie können andere junge Menschen dabei unterstützen ihre Ideen gemeinsam mit uns in BNE-Projekten umzusetzen.

Gruppenbild
Über BNE
Gruppenübung

Wir denken: Es ist eine coole Sache, wenn sich junge Menschen gegenseitig unterstützen und zusammen die BNE-Welt mit ihren Ideen und Aktionen aufmischen. Wie du dabei mitmachen kannst, erfährst du bald auf unserer Website oder im Facebook.

Die Projektcoach-Fortbildung

Doch zurück zu unserer Projektcoach-Fortbildung. Vom 8. bis 10. Dezember 2017 kamen 13 junge Menschen aus ganz Deutschland nach Würzburg. In drei Tagen ließen sie sich von der youboX fortbilden. Auf dem Programm stand u.a.:

  • Was sind BNE-Projekte?
  • Wie macht man gemeinsam mit anderen jungen Menschen Projekte?
  • Was bedeutet Projektplanung? Wie setzt man ein Projekt um? Und was kommt danach?
Teilnehmende 2
Teilnehmende
Julian von der youboX
Briefe für die Zukunft
Ab geht es
Gruppenübrung

Um das zu lernen und einzuüben, konnten die jungen Teilnehmenden auf der Fortbildung verschiedene Methoden kennenlernen. Und sie konnten die Methoden und Arbeitsweisen auch direkt ausprobieren. Doch nicht nur wir haben geliefert. Die jungen Menschen waren mit hoher Motivation und großem Interesse dabei. Mit im Gepäck waren auch sehr gute Fragen und viel Spaß. Danke dafür und dass ihr die Fortbildung so toll mitgestaltet habt!

Fortbildung des Youpans vom 15. bis 18. Dezember 2017

Hinter uns liegt ein intensives und erlebnisreiches verlängertes Wochenende, an dem wir viele neue, wertvolle Erkenntisse gewonnen, an neuen Projekten gearbeitet und uns die Zähne an bestimmten Themen ausgebissen haben. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, hatten wir viel Spaß und sind als Youpan zusammengewachsen.

Hier ein Überblick über das Wochenende

Freitag:

Puh. Erstmal ankommen nach einer langen Zugfahrt, die bei den meisten zum Glück mit wenig Verspätung verbunden war. (Ein Weihnachtsgeschenk der Deutschen Bahn?)

Dann: „Wow!“ – Die Zimmer und der Seminarraum des Wannsee-Forums sind super eingerichtet, das Essen lecker und nichts steht einem tollen Seminar mehr entgegen.

Wir schreiben Erwartungen, Befürchtungen und Dinge auf, die wir an diesem Wochenende erleben oder lernen möchten. Nina und Julian stellen uns die Struktur und Programmpunkte des Wochenendes vor und es wird klar: Wir haben einiges vor.

Am Abend stellt uns Doro vom Verein Kreidestaub ihr Projekt „Let’s play Schule“ vor, das uns echt beeindruckt.

Samstag

Wir sprechen über unsere Kommunikationskanäle und bekommen ein Programm vorgestellt, mit dem wir unkompliziert über unsere elektronischen Geräte kommunizieren können und das über zahlreiche Vorteile verfügt, vor allem, dass die Server in Deutschland liegen und die Gefahr, dass unsere Daten von gewissen Organisationen aus Übersee gesammelt werden, nicht ganz so groß ist.

Außerdem machen wir uns darüber Gedanken, in welchen Situationen Mehrheitsbeschlüsse sinnvoll sind. Es gibt großen Diskussionsbedarf und tatsächlich wird die Frage, wie wir als Youpan Beschlüsse fassen, uns noch viel Zeit und Mühe kosten.

Nachmittags gibt es einen Open space, in dem wir Zeit haben, uns mit Themen zu beschäftigen, die für uns im Youpan wichtig sind. Was in wenigen Stunden dabei entsteht, ist beeindruckend: Wir definieren und setzen uns konkrete Ziele für 2018, erarbeiten große Teile unseres Positionspapiers und planen einen Youpan-Infostand für einen Kongress in Lüneburg.

Als wäre das noch nicht genug, folgt nun ein World Café: die Vertreter von drei Projekten aus der Region Berlin, die Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) umsetzen, nehmen sich Zeit, mit uns zu reden und unsere Fragen zu beantworten. Dabei lernen wir mehr über den „Craddle-to-craddle“-Ansatz, über die Arbeit von „Life-EV“ und über die Ziele von „Was bildet ihr uns ein?“.

Neben interessanten, anregenden Gesprächen entstehen erste Ideen zur Zusammenarbeit.

Diese Gespräche sind für viele von uns der Höhepunkt des Wochenendes und geben uns allen noch einmal einen Motivationsschub.

Nach dem Abendessen gönnen wir uns noch einen Vortrag von Dilan, in dem sie uns über die Arbeitsweise des BMBFs, der Stiftung Bildung aufklärt und Bedingungen für die Projektfinanzierung noch mal klarmacht.

Kaum zu glauben, aber selbst nach so einem Tag, haben manche von uns noch die Energie dazu, auf eine Weihnachtsparty zu gehen 😉

Sonntag:

Den Vormittag füllt ein Vortrag von Andi aus, der die Öffentlichkeitsarbeit für den Verein „Sozialhelden“ macht und uns mit seiner Erfahrung Tipps für unsere eigene Öffentlichkeitsarbeit geben möchte. Fragen kommen auf wie „Welche Ziele verfolgen wir mit unserer Öffentlichkeitsarbeit? Welche Zielgruppen möchten wir ansprechen? Wie viel Zeit können wir in die Öffentlichkeitsarbeit investieren?“.

Der Nachmittag wird gefüllt mit praktischer Arbeit: Wir schreiben Presstexte und versuchen, die Fragen zu beantworten. Dabei bemerken wir, wie schwierig es ist, Begriffe wie „BNE“ „NAP“ oder „Unesco-Weltaktionsprogramm“ in einer Sprache zu vermitteln, die dem Otto-Normal-Bürger verständlich ist. Sogar unser Name „Youpan – Youth Panel“ wird zu einer Herausforderung, weil man „Panel“ mit Gremium, Aussschuss, Forum und Armaturenbrett übersetzen kann!

Neben der Planung für unseren Ministeriumsbesuch am Montag wird der Abend vor allem mit einer Diskussion gefüllt, wie wir als Youpan Entscheidungen treffen wollen. Eine gefühlte Ewigkeit vergeht (tatsächlich zieht sich der Prozess etwa von 21 bis 23 Uhr), während der Nina und Dilan abwechselnd in hysterisches Lachen ausbrechen, uns Tipps geben, extra nicht hinhören – kurz gesagt, mit uns „mitleiden“… Als dann endlich alle so erschöpft sind, dass wir schon fast aufgeben, kriegen wir dann aber doch die Kurve und entscheiden, wie wir Entscheidungen treffen!

Stöhn. Diskussionen können nervtötend sein. Aber auch extrem motivierend, wenn man schließlich doch eine Lösung findet! 🙂

Montag:

Der Besuch im Ministerium, dem BMBF. Es freut uns sehr, dass Frau Haugg sich mehr Zeit für uns nimmt als wir gedacht haben, auf unsere Fragen rund um das Youpan eingeht und uns sogar ein wenig durch das Ministeriumsgebäude führt. Mir persönlich wird dabei nochmal bewusst, was für eine besondere Stellung wir als Youpan haben. Das ist keine Selbstverständlichkeit, und es liegt an uns, so viel wie möglich daraus zu machen, damit „Jugendbeteiligung“ in der Form, wie es jetzt beim Youpan der Fall ist, bald kein Fremdwort mehr für Ministerien ist, sondern etwas Wichtiges und Berechtigtes!

Aaron

Ganz schön aufregend – der Agenda Kongress 2017

Wow, der Druck fällt ab. Nach langer Vorbereitungszeit, mit Höhen und Tiefen, nach aufbauender Spannung und Aufregung fällt der Druck ab. Ich denke vielen von uns geht es so.

Es war schön. 🙂 Schön, viele bekannte Gesichter zu sehen. Damals auf der YoucoN in Bielefeld haben wir uns kennengelernt. Die letzten 3 Tage haben wir wieder zusammengearbeitet und den Auftritt beim Agenda Kongress auf die Beine gestellt. Ich denke das ist uns echt gut gelungen!

Dankeschön an alle, die dabei waren, mitgeholfen haben und/oder sich anderweitig beteiligt haben! 🙂

Ich denke, mit unserem Auftritt haben wir ein erstes Ausrufezeichen gesetzt!

Der Agenda Kongress

Sehr gut begleitet wurde der Kongress von den Moderatorinnen Theresa Müller, die auf der YoucoN war, Andrea Thilo und dem YoupaN-Mitglied Erdem Özcan.

Aftermovie

Los ging es mit dem Aftermovie der YoucoN 2017 in Bielefeld.

Danach sind wir mit Buchstaben auf die Bühne „getanzt“ und haben aus dem Hashtag #youth4NAP den Hashtag #youpaN geformt. Das Ziel war es uns kurz vorzustellen, damit die Zuschauer einen ersten Eindruck von uns bekommen. 🙂

#Youth4NAP Agenda Kongress 2017
#Youpan Agenda Kongress 2017

Umfrage

Dann ging es mit der interaktiven Umfrage weiter, die Hanna und Marcel super gemacht haben! Die Zuschauer wurden gefragt, ob sie selber mit nachhaltig reisen (hauptsächlich zu Fuß/mit dem Fahrrad, mit dem ÖPNV oder mit dem Auto). Das erfreuliche war, dass die meisten Zuschauer den ÖPNV nutzen oder hauptsächlich zu Fuß/ mit dem Fahrrad fahren.

Die Zweite Frage war, wie oft die Zuschauer an ihren ökologischen Fußabdruck denken. Der Großteil stimmte für ja, was zeigt, dass das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zumindest im Saal groß war. Das wichtigste ist es nun für alle, die da waren und auch nicht da waren, dieses Bewusstsein nach außen zu tragen. Das wollen auch wir im YoupaN machen 🙂

Die dritte Frage war, ob die Zuschauer an uns glauben, im Sinne von, ob wir etwas bewegen können. Über 50 Prozent stimmten für ja, 42% stimmten für zum Teil schon und nur 8% stimmten für nein. Nach dem Kongress habe ich aber erfahren, dass einige aus Spaß nein gedrückt haben, so denke ich waren fast alle im Saal der Meinung, dass wir etwas bewegen können. 🙂
Ich stimme dem zu, weil wir zwangsweise etwas verändern müssen, sonst fahren wir als Menschheit gegen eine Wand. Oder wie es vielleicht Dirk Messner sagen würde, werden wir die Kippunkte des Erdsystems überschreiten, was fatale Folgen für uns Menschen haben wird…

Was ich unter anderem von seinem Vortrag mitgenommen haben ist folgendes: Wenn wir weiterhin „business as usual“ machen, wird die Antarktis mit höchster Wahrscheinlichkeit abschmelzen, was mit einem Steigen des Meeresspiegels um bis zu 30 Meter bis zum Jahr 2100 einhergeht. 😮 Viele von uns jungen Menschen werden dieses noch erleben und unsere Kinder erst recht!

Die vierte und letzte Frage war, ob Bildungsinstitutionen ihrer Aufgabe, der aktiven Gestaltung von gesellschaftlichen Prozessen, gerecht werden. Fast alle stimmten für überhaupt nicht oder da ist noch Potenzial nach oben. Ich kann das so unterschreiben, denn ich bin ziemlich enttäuscht von dem Wissen, was ich von meiner Schule vermittelt bekommen habe. Die Aufgabe der Schule ist es doch Wissen, über relevante Themen, die wichtig für unsere Zukunft sind, zu vermitteln und uns Werkzeuge zu geben, mit denen wir kritisch denken lernen. Zum Einen wurde mir Wissen durch langweiligen Frontalunterricht vermittelt, sodass ein Großteil meiner Klasse, inklusive mir, größtenteils die Lust am Lernen verloren hat und zum Anderen wurde mir Wissen vermittelt, das schon sehr alt und nicht relevant war. Als Beispiel nenne ich hier die Wirtschaftswissenschaften. Ich habe die Theorie der Preisbildung durch Angebot und Nachfrage gelernt und die „gerechte Verteilung“, sowie die optimale  Produktionsmenge und -qualität, wenn alle Akteure an ihrem eigenen Wohl orientiert seien („unsichtbare Hand“ von Adam Smith). Diese Theorien sind sehr alt und einfach nicht mehr Zeitgemäß. Es gibt geplante Obsoleszens (die Absichtliche Verringerung der Lebensdauer von Produkten), sowie extrem viele Marktversagen: soziale und ökologische Probleme, die uns zeigen, dass unser Wirtschaftssystem versagt.

Deswegen müssen wir doch in der Schule das Ende der kapitalistischen Marktwirtschaft behandeln und uns folgende Fragen stellen:

  • Wie sieht ein nachhaltiges Wirtschaftssystem aus?
  • Wie sieht eine zukunftsfähige und sozial gerechte Gesellschaft aus?
  • Wie wollen wir leben?

Unserer Ansicht nach stehen Bildungseinrichtungen, wie Kindergärten, Schulen und vor allem Hochschulen in der Verantwortung die Gesellschaft mitzugestalten und Transfer in diese zu gewährleisten. Wir sind uns sicher, dass dieses Potenzial nicht voll und ganz ausgeschöpft wird und vor allem im Angesicht der Dringlichkeit der Zeit, die wir noch haben, in gesellschaftspolitischen und ökologischen Themen eine Vorreiterrolle eingenommen werden könnte, welche wir bislang jedoch in der Mehrheit noch nicht beobachten können.

Bildungseinrichtungen müssen uns auf die Herausforderungen vorbereiten und das tun sie zum großen Teil (noch) nicht. Das wollen wir ändern.

Podiumsdiskussion

Mit der Podiumsdiskussion ging es weiter mit inhaltlichen Punkten, die ja zentral sind! In einem Frage – Antwort spiel mit den beiden Moderatorinnen Theresa Müller und Andrea Thiel haben sich Hanna, Jeanne, Marcel und ich (Aaron) über verschiedene Themen unterhalten.

Es ist schwer das, was wir gesagt haben, zusammenzufassen, aber ich versuche es mal (natürlich ist mir vor allem das im Kopf geblieben, was ich gesagt habe):

Marcel wollte eine App in seiner Schule entwickeln, um den Papierverbrauch zu senken. Seine Schule hat sich aber dagegen gestellt, um alles beim Alten zu lassen. Oftmals ist es so, dass sich Institutionen kaum/wenig zu Wandel bereiterklären. Sie beharren auf dem „Status quo“ was uns als Menschheit sehr zurückhält und eines der Hauptprobleme ist. Dabei ist doch gerade die Flexibilität des Menschen unser großer Vorteil und wenn wir Menschen uns nicht wandeln könnten, dann würden wir noch leben wie die Steinzeitmenschen 😀 Wir müssen Wandel akzeptieren, ihn entgegennehmen und als Chance sehen, durch die wir wachsen können. Auf sowohl persönlicher, als auch auf gesellschaftlicher Ebene.

Hanna will ihre Werte nach außen tragen und ich denke das ist es, was wir brauchen: Einen Wertewandel. Unser aktuelles Wertesystem funktioniert nicht mehr, was man an den Problemen der Welt erkennen kann. Wir haben die Probleme nicht erst seit heute oder gestern, sondern schon seit langem.

Deswegen müssen wir den Pinsel in die Hand nehmen und unsere Zukunft aktiv gestalten. 🙂

Im Grunde genommen möchten wir Nachhaltigkeit zum Trend machen und dadurch zu dem Wandel beitragen. Es muss cool werden sich um die Mitmenschen und die Umwelt zu kümmern, denn nicht nur nach dem Vortrag von Dirk Messner am Tag davor, ist es höchste Zeit dafür und die Probleme haben wir nicht erst seit heute oder gestern.
Wir können nicht mehr weiter „business as usual“ machen!

Darum müssen wir alles hinterfragen. Das erhofft sich auch Jeanne von unserem Bildungssystem, denn da müssen wir lernen kritisch zu denken, uns eine Meinung zu bilden und uns für diese einzusetzen. Ich denke es ist nicht nur ihre Vision in einer glücklicheren Gesellschaft in Bezug auf Gesundheit, Frieden und Gemeinschaft zu leben. 🙂

Wertewandel

Um unsere Vision von einer besseren Welt zu verwirklichen, brauchen wir den Wertewandel.

Der Schlüssel dazu ist natürlich Bildung, denn mit diesem kritischem Denken und dem „Infragestellen“ von als selbstverständlich geltenden Systemen hilft uns, die Ursache der Probleme herauszufinden, damit wir Lösungen finden.

So habe Beispielsweise ich gleich am Anfang gesagt, dass Bildung für Nachhaltige Entwicklung unvereinbar mit unserem aktuellen Wirtschaftssystem ist. Ganz einfach deshalb, weil ich die Philosophie/Werte hinter unserem Wirtschaftssystem infragestelle:

Werte, wie Konkurrenz und Wettbewerb, Besitz und Egoismus, Habgier und Macht sind mit Nachhaltigkeit unvereinbar!

Unser Wirtschaftssystem, welches auf ewigem (quantitativem) Wachstum auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen, auf Profit (welcher über Menschen und der Umwelt steht) und auf Knappheit basiert ist einfach nicht mehr Zeitgemäß!

Deshalb müssen wir Wirtschaft neu denken und die Wirtschaft an der Tragfähigkeit der Erde orientieren.

Ziele der Wirtschaft müssen die Verbesserung der Lebensqualität aller Menschen sein und das intelligente Management der Ressourcen der Erde.

Werte dahinter müssen Zugang und Teilen, Kooperation und Zusammenarbeit, Frieden und Mitgefühl sein.

„Think global, act local“

Das Zitat hat auch Staatssekretärin und Amtschefin des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Cornelia Quennet-Thielen, am Vortag gesagt, bei dem über 100 nationale Projekte zu BNE ausgezeichnet wurden.

Ich denke die Abwesenheit von Frau Quennet-Thielen an unserem Auftritt fanden wir alle schade und da möchten wir nochmal reden! 😀 Was wir auch traurig fanden ist die Abwesenheit von den Kolleginnen und Kollegen von Frau Queret-Thielen. Es mag vielleicht sein, dass sie sehr „busy“ sind, aber sie haben Jugendpartizipation gefordert und jetzt haben sie nicht einmal unseren Auftritt angeschaut.

Mit ihrer Aussage hat sie aber absolut Recht:

Unsere Probleme sind nicht national, sondern global, deswegen müssen wir lernen, global zu denken und lokal zu handeln.

Für uns im YoupaN bedeutet das, dass wir viele Projekte in Deutschland fördern und selber durchführen, aber auch im Internet Öffentlichkeitsarbeit machen, um das Bewusstsein auf Nachhaltigkeit zu vergrößern. Außerdem wollen wir nicht unser eigenes Ding machen, sondern mit Dir zusammenarbeiten, damit Du in Deiner Position als Changemaker bestärkt wirst. Gemeinsam können wir viel mehr bewegen als alleine!

Bildungssystem

Das muss natürlich auch von den Bildungsinstitutionen vermittelt werden, denn diese sind ja eine Schlüsselstelle zwischen Baby und erwachsenem Mensch im Arbeitsleben.

Natürlich können wir den Einfluss der Wirtschaft auf das Bildungssystem erkennen, das unter anderem auch Werte, wie Wettbewerb und Leistung enthält.

Im Gegensatz dazu war es unglaublich toll und bestärkend an dem Agenda Kongress mitzuerleben, dass es Menschen gibt, die etwas dagegen tun. Menschen die ihre Zeit für eine bessere Welt für alle Menschen einsetzen. Menschen, die sich für ein besseres Bildungssystem einsetzen. Menschen, etwas neues ausprobieren und andere Wege gehen. Menschen, die Schulen führen, ohne klassische Schulfächer und langweiligem Frontalunterricht, sondern mit Lehrern als Mentor-/Beratungsfunktion, die den Lernfortschritt von Schülern individuell begleiten.
Menschen, die es uns ermöglicht haben auf dem Agenda Kongress auf der Bühne zu stehen. Menschen, die für Jugendpartizipation gekämpft haben uns uns ins Boot geholt haben, denn es ist unsere Zukunft, über die die etablierten Akteure entscheiden.

Auch dafür möchten wir DANKE sagen! 🙂

Gleichzeitig reicht es uns nicht nur am Tisch zu sitzen und zuschauen/zuhören, sondern wollen selber Mitbestimmen und ernst genommen werden. Wir wollen keine Scheinpartizipation, sondern aktiv mitgestalten, denn es geht um unsere Zukunft. Das wird auch spannend wenn wir bei den Fachforen dabei sind. Wir haben pro Fachforum (Frühkindliche Bildung, Schule, Hochschule, non-formales Lernen und Kommune) einen Platz bekommen, wo wir am Tisch sitzen und mitreden können. Zusätzlich können andere Mitglieder des youpaNs in der zweiten Reihe sitzen und zuhören. Selbstverständlich ist die zweite Reihe keine Partizipation mehr, aber ich denke, wir sollten dankbar sein, dass wir zumindest eine Position am Tisch haben. Wir schauen, wie sich das entwickelt.

Es ist aber so wichtig, dass wir am Tisch sitzen, denn es geht um unsere Zukunft und die unserer Kinder. Ich denke, dass wir jungen Menschen noch nicht so verkopft in dem Thema sind und eine große Vielfalt haben . Manche gehen zur Schule, Universität, machen eine Ausbildung oder bilden sich informell weiter. Dadurch entstehen neue, innovative Ideen. Das Zitat von Albert Einstein passt an dieser Stelle auch sehr gut: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

Wie auch Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen gesagt hat, brauchen wir „neue, pfiffige Ideen und quer-Denker“. Mit unserer Kritik am Wirtschaftssystem denken wir (oder zumindest ich) ziemlich quer, denn dieses wird selten in Frage gestellt-de facto nie: ich habe noch nie einen Politiker gehört, der gesagt hat: Wir brauchen ein neues Wirtschaftssystem und müssen die Ressourcen der Erde als gemeinsames Erbe aller Menschen erklären. Entweder wir arbeiten mit allen Nationen der Erde zusammen und einigen uns auf die Gemeinsamkeiten, die jeder Mensch hat (Bedürfnis nach sauberer Luft, sauberem Trinkwasser, genügend gesunde Nahrung, Sicherheit, medizinische Versorgung und eine relevante Bildung) oder wir arbeiten gegeneinander aufgrund der kulturellen Unterschiede und löschen uns damit vielleicht sogar selbst aus. Wir Menschen haben sowohl die Technologie um jedem Menschen die Grundbedürfnisse zu befriedigen, als auch die Technologie, um uns alle zu zerstören (durch Waffen und Atombomben). Es liegt an uns, wie wir die Technologie einsetzen!

Probleme schaffen Profite.

Je mehr Probleme es gibt, desto mehr kann man vermeindliche Lösungen anbieten, womit sich Profite generieren lassen.

Krieg ist profitabel und eines der lukrativsten Geschäftsmodelle überhaupt. Durch Waffen sterben Menschen. Deutschland ist einer der größten Waffenexporteure. Zeigt das nicht, wie krank unser System überhaupt ist?

„Im Jahr 2016 wurden Einzelgenehmigungen für die Ausfuhr von Rüstungsgütern in Höhe von 6,85 Mrd. € (2015: 7,86 Mrd. €) erteilt.“ Quelle

Stell Dir vor, wie vielen Menschen mit dem Geld geholfen werden könnte.

Ich würde auch alle Soldaten, die letztendlich nichts anderes als Tötungsmaschinen sind, zur Schule/Uni schicken, damit sie lernen, wie man Probleme mit anderen Menschen gewaltfrei lösen kann.

Zusammenarbeit und Kooperation mit den etablierten Akteuren

Das heißt aber nicht, dass wir nicht mit den etablierten Akteuren zusammenarbeiten wollen, nein im Gegenteil, wir können die Herausforderungen nur gemeinsam bewältigen! Die etablierten Akteure sitzen an den Stellen, an denen sie viele Ressourcen und Möglichkeiten haben, neue Wege zu gehen. Und es ist endlich an der Zeit diese neue Wege zu gehen! So wie es im NAP (Nationaler Aktionsplan) steht „müssen wir umfassende und tief greifende gesellschaftliche Transformationen anstoßen und umsetzen. Bildung spielt in diesem Prozess eine Schlüsselrolle. Sie ermöglicht ein fundiertes Verständnis der Herausforderungen und eine kritische Diskussion über mögliche Lösungswege. Bildung befähigt zur Gestaltung von politischen, wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Veränderungen.

Projekt aus der YoucoN

Nach der Podiumsdiskussion hat Katharina ihr spannendes Projekt super gut vorgestellt, das aus der youcoN hervorgegangen ist. 😀 Es ist eigentlich gar kein Projekt, sondern eine Plattform, bei der Projekte zu BNE entwickelt werden können. Die Plattform schafft Raum für Ideen, Kreativität, Austausch, Kooperation und Zusammenarbeit. Das ist ein super cooles Projekt, wo auch Du aktiv werden und die Welt ein Stückchen besser machen kannst 🙂 Es gab auch schon ein erstes Treffen in München:

„Du hast Lust, mit anderen Jugendlichen aktiv für eine nachhaltigere Zukunft zu werden? (…) In unserer Arbeitsgruppe wollen wir uns regelmäßig treffen, gemeinsam von einer nachhaltigeren Welt träumen und natürlich auch selbst aktiv werden.“

Es ist gerade in der Anfangsphase aber Neuigkeiten erfährst Du beim BneE München e.V. Wenn es gut läuft sollen diese Räume auch in Städten in ganz Deutschland geschaffen werden. Vielleicht sogar in Deiner Stadt! 🙂

Plant for the Planet

Danach ging es weiter mit einem spannenden Vortrag von Johannes Heidrich, der ein Botschafter von Plant for the Planet ist.

Plant-for-the-Planet Initiative e.V. ist ein Verein, der weltweit Bäume pflanzt für eine bessere Welt. Er wurde 2007 von dem damals neunjährigen Schüler Felix Finkbeiner gegründet, der damit eine weltweite Bewegung ins Rollen gebracht hat, die schon über 15 Milliarden Bäume gepflanzt haben. 😮

powerNAP – schläfst du noch oder lebst du ihn schon?

Am Schluss haben wir einen großen Banner auf der Bühne ausgebreitet mit der Botschaft: powerNAP – schläfst du noch oder lebst du ihn schon?

Damit wollten wir die Message rüberbringen, dass er (der Nationale Aktionsplan) ein guter Anfang ist für die großförmige Transformation/ den Wandel ist, den wir brauchen. Aber es darf nicht so sein, wie die Menschenrechte auf der UN, die zwar gut auf dem Papier sind aber nicht umgesetzt werden, denn sie beseitigen nicht die Ursache der Probleme.

Diese Ursache sehe ich auch wieder in unserem Wirtschaftssystem!
Es ist so, wie wenn man Japan durch ein Gesetz verbietet Wale zu fangen.
Es wird immer Menschen geben, die es illegal machen, denn sie müssen auch von etwas leben. Solange es einen Markt gibt, wo Menschen viel Geld für Wale bekommen, um sich ihre Bedürfnisse befriedigen zu können, wird es auch den illegalen Walfang geben. Um der Ursache entgegenzuwirken, müssen wir den Grund, für ihr Handeln, beseitigen. Und der ist Mangel (meistens Mangel an Geld – Geld ist ein Mittel, womit Menschen ihre Bedürfnisse befriedigen können (Nahrung, medizinische Versorgung, Wohnung etc.).

Letztendlich müssen wir alle Ressourcen der Erde als gemeinsames Erbe aller Menschen erklären und den Mangel beseitigen. Durch die technologische Entwicklung haben wir zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit die Möglichkeit, um dies zu erreichen. Unsere Probleme sind nicht national, sondern global. Nur in Kooperation und Zusammenarbeit mit anderen Ländern können wir die Herausforderungen unserer Zeit bewältigen.

BNE (Bildung für Nachhaltige Entwicklung) muss das an alle Menschen vermitteln.

 

Eine sehr interessante Wirtschaftsform, mit der ich mich seit längerem beschäftige und in der ich die Lösung von fast all unseren Problemen sehe, ist die Ressourcenbasierte Wirtschaft.

Es gibt viel für uns junge Menschen zu tun und ich persönlich werde auch versuchen, den Zusammenhang zwischen den Problemen und der Ursache, nämlich unserem Wirtschaftssystem (Handel), klar zu machen und in einfacher Sprache zu vermitteln 🙂

Der Agenda Kongress ist vorbei, aber wir fangen erst an!

Dieser Artikel wurde von (dem Wirtschaftskritiker :D) Aaron verfasst. 🙂

Christoph Pennig

Der Agendakongress „In Aktion“ im Zeichen der Jugend

Berlin 28.11.2017 Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Zeichen der Jugend. Vor über 300 Teilnehmenden präsentierten Mitglieder des Jugendforums youpaN zusammen mit anderen jungen Engagierten auf dem Agendakongresses „In Aktion“ ein dynamisches Bühnenprogramm. Sie zeigten, was sie für Visionen von der Zukunft haben und was sie für eine nachhaltige Bildung machen.

Mit der Programmgestaltung durch das youpaN trug der Agendakongress des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) auch den Forderungen aus dem Vorjahr Rechnung, junge Menschen stärker an der Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms BNE zu beteiligen. Und das zeigte sich von Beginn an. Erdem Öczan (18) und Theresa Müller (19) führten als junges Moderatorenduo an der Seite von Andrea Thilo durch das zweistündige Bühnenprogramm des Kongresses, der als zentrale BNE-Konferenz Politik, Verwaltung und Bildungsinitiativen aus dem ganzen Bundesgebiet im Congress Center Berlin zusammengebracht hat.

„Agendakongress heute im Zeichen der Jugend.“

Eröffnet wurde das Programm mit einem Film von der Jugendkonferenz youcoN. Der Film der im September in Bielefeld stattgefundenen Konferenz, aus der auch das Jugendforum youpaN hervorgegangen ist, wurde dabei das erste Mal öffentlich vorgeführt. Er zeigte den Zuschauern im Saal, mit welcher Leidenschaft sich junge Menschen für BNE einsetzen und dass sie die Zukunft gestalten wollen.

Direkt im Anschluss an den Film kamen die Mitglieder des youpaNs zu den Klängen von Kids von MGMT aus dem Publikum auf die Bühne. In den Händen hielten sie große Buchstaben, die sie zu #youth4NAP zusammensetzten, um daraus dann #youpaN zu formieren. Kurz stellten sich die jungen Menschen vor. Darunter auch Hannah (21), der es nicht reicht „Politik nur im Vorlesungssaal zu behandeln“, sondern sie auch selbst gestalten möchte.

Das youpaN auf dem Agendakongress

Weiter führten Hanna (19) und Marcel (18) aus dem youpaN durch das Programm. Mit einer interaktiven Zuschauerbefragung zeigten sie, dass das Publikum den jungen Menschen größtenteils zutraut BNE voranzubringen und dass die Absicht einer Zusammenarbeit besteht. Die Mitglieder des youpaNs versprachen daraufhin, dass sie die restlichen Zweiflern durch „tolle Arbeit schon noch überzeugen würden.“

Im Anschluss daran stellte Erdem (18) das Jugendforum youpaN vor. Einige Mitglieder desselben sprachen über ihre Motivation sich darin zu beteiligen. Aaron (21) ist im youpaN, weil er daran glaubt, „dass wir es besser machen können.“ Jeanne (21) ergänzt, dass „Menschen ihre Stärken zusammenbringen müssen, um einen gemeinsamen Wertewandel“ zu einer nachhaltigen Zukunft hinzubekommen.

„BNE nicht vorlabern sondern vorleben!“

Ganz konkret wurde es auf dem Agendakongress als die jungen Menschen Projektbeispiele guter Praxis präsentierten, die sie umsetzen. So gründete Katharina(19) im Anschluss an die youcoN eine BNE-Jugendgruppe, Lukas (21) programmierte eine Website, um naturnahe Jugendcamps anzubieten und Jeanne (21) möchte mit Laufwettbewerben die SDGs bekannter machen.

Als Redner geladen war auch Johannes Heiderich (16) von Plant-for-the-Planet. Er stellte die Arbeit seiner Organisation vor und warb dafür, viele der SDGs durch das Pflanzen von Bäumen zu erreichen.

„Selten so begeistert wie heute.“

Den Abschluss der Veranstaltung bildeten motivierende Sprüche zu BNE. Indem die Menschen aus dem Publikum unter ihren Stuhl griffen, konnten sie einen kleinen Zettel mit Wünschen für den Nachhauseweg finden. Verabschiedet haben sich die jungen Menschen mit einem Banner: „power NAP – schläfst du noch oder lebst du ihn schon?“ Verabschiedet wurden sie von Dr. Thomas Greiner aus dem Bundesministerium, der von dem zweistündigem Bühnenprogramm „selten so begeistert wie heute“ war. Für die Zukunft versprach er sich „persönlich für eine Fortführung des youpaNs einzusetzen“.

Christoph Pennig

Junge Menschen auf dem Agendakongress

Heute und morgen, vom 27. bis 28.11.2017, treffen sich viele wichtige Akteur*innen, um auf dem Agendakongress „In Aktion“ im bcc über Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu tagen. Dort diskutieren sie in Workshops, Vorträgen und Sitzungen, wie BNE in Deutschland umgesetzt wird.

Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen eröffnet den Agendakongress 2017

Zum ersten Mal sind auch die Mitglieder aus dem youpaN mit dabei.  Auf dem Kongress des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) werden sie sich, ihre Arbeit und die Perspektive der jungen Menschen zu BNE präsentieren. Außerdem treffen sie andere BNE-Expert*innen.

Volle Pulle für BNE

Höhepunkte des zweitägigen Kongresses wird es dabei mehrere geben: Das youpaN nimmt zum ersten Mal an der Sitzung der Nationalen Plattform teil und bringt dabei auch seine Stimme ein. Und zusammen mit anderen jungen Menschen wird das youpaN für zwei Stunden die Hauptbühne auf dem Kongress entern und ein spannendes Programm bieten. Mehr dazu verraten wir noch nicht. Die Mitglieder aus dem youpaN werden hier aber LIVE im Blog berichten.

Du möchtest dem youpaN auf dem Agendakongress folgen? Dann guck doch mal auf Twitter unter #youpan #BNE oder folge uns auf Facebook.

Christoph Pennig

youpaN tagt erstmals und wählt Vertreter

Vom 10. bis 12. November tagten 15 Engagierte aus dem Jugendforum youpaN in Weimar. Als Mitglieder des deutschlandweiten Jugendgremiums, das junge Menschen an der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) beteiligt, kamen sie das erste Mal zusammen, um über ihre Arbeit in den nächsten zwei Jahren zu beraten.

Die Mitglieder des youpaNs

Teil der Tagung war der Besuch von Rabea Willers aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Sie stellte den jungen Menschen die nationalen Gremien für BNE, wie die Nationale Plattform und die sechs Fachforen, vor und eröffnete ihnen Beteiligungsmöglichkeiten. Im Anschluss daran wählten die Mitglieder des youpaNs einen Vertreter, den sie in die Nationale Plattform entsenden und teilten sich auf die Fachforen auf.

Weiter planten die jungen Menschen an dem Wochenende ihren ersten öffentlichen Auftritt. Am 28. November stellen sie ihr Jugendforum auf dem Agendakongress „In Aktion“ in Berlin vor und gestalten dort gemeinsam mit anderen jungen Engagierten Teile des Programms.

Zum Abschluss der Tagung pflanzten die jungen Menschen 20 Blumen und verbanden sie mit Wünschen an ihre Arbeit.

Christoph Pennig

Junge Menschen bei BNE-Projekten unterstützen

Junge Menschen mischen die BNE-Welt mit ihren Ideen und Aktionen auf. Sie gestalten die Zukunft. Nach der youcoN – Wir l(i)eben Zukunft und der Gründung des Jugendforums youpaN geht es nun mit Projekten weiter.

Wir suchen bis Ende des Monats junge Menschen wie dich, die sich gerne von uns zum Projektcoach ausbilden lassen möchten. Deine Ausbildung ist kostenlos und dauert vom 8. bis 10. Dezember. In Würzburg lernst du Methoden zur Projektumsetzung kennen und was erfolgreiche BNE-Projekte ausmacht. Außerdem schauen wir gemeinsam, wie du dieses neue Wissen teilen kannst.

Projekte gemeinsam machen

Die Idee dahinter ist: Mit deinem neuen Wissen wirst du zum*zur Expert*in. Du gibst dein Wissen weiter und berätst deutschlandweit andere junge Menschen, damit sie ihre Projekte für Bildung für nachhaltige Entwicklung mit unserem Team umsetzen wollen.

Mehr Informationen zu der Ausbildung als Projektcoach findest du HIER.