Christoph Pennig

Eine youcoN ohne CO²

Jede*r von uns hinterlässt Spuren. Ein neues Smartphone, eine Fahrt mit dem Auto oder auch ein Eis an der Ecke. Alles verbraucht Ressourcen und bedeutet, dass CO² ausgestoßen wird. Das nennt sich ökologischer Fußabdruck. Auch zur youcoN wurde CO² ausgestoßen. Denn 130 junge Menschen, die youboX, die Betreuer*innen und Referent*innen sind aus ganz Deutschland nach Wolfsburg gekommen, um dort zu Bildung für nachhaltige Entwicklung zu tagen. Das bedeutet: über 150 Mal eine Hin- und Rückfahrt, stapelweise benutzes Papier, Poster und noch vieles mehr.

Wie wir wissen, sollte der Ausstoß von CO² möglichst verringert werden, um den Klimawandel so gut es geht aufzuhalten. Auf der youcoN wurden 3.300 kg CO² ausgestoßen. Das ist viel, aber wir denken, dass es sich lohnt, denn:

  • wir haben ganz viele neue Ideen und Projekte für eine nachhaltigere Zukunft entwickelt.
  • wir gleichen die Menge an ausgestoßendem CO² aus.
Dafür gibt es Organisationen wie etwa atmosfair, denen man Geld spenden kann, damit sie in den weltweiten CO²-Ausstoß verringern. Das kann das Bauen von energiesparenden Holzöfen sein oder aber, dass Wälder gepflanzt werden.

Unser youpaN ist sich auf jeden Fall einig: Alle Konferenzen, Seminare oder auch Klassenfahrten sollten klimaneutral sein. Das heißt einerseits, den CO²-Ausstoß möglichst klein halten, indem es etwa nur vegetarisches und veganes Essen gibt oder die Anreise mit der Bahn erfolgt. Andererseits sollte das ausgestoßene CO² ausgeglichen werden.

Einen Rechner wie viel eure Konferenz an CO² ausstößt findet ihr zum Beispiel hier. Und wenn ihr Besucher*in einer Veranstaltung seid, könnt ihr die Organisator*innen ja mal fragen, ob sie auch klimaneutral denken. Und wenn nicht, sagt ihnen doch, wo sie sich informieren können.

Übrigens: Wenn ihr selbst euren ökologischen Fußabdruck berechnen wollt, dann guckt hier. Auf der youcoN führte das zu einem interessanten Selbstexperiment.

Christoph Pennig

youcoN 2018: Film(e) ab

Die youcoN ist vorbei und was bleibt? Viele Ideen, Projekte und das Wissen, dass ganz viele junge Menschen die Bildung verändern wollen, damit unsere Zukunft ganz schnell nachhaltig wird. In eine Workshop auf der youcoN haben unsere Teilnehmende in drei Kurzfilmen tolle Bilder eingefangen und erzählen …

die youcoN in 111 Sekunden

130 junge Menschen waren auf der Jugendkonferenz zur Bildung für nachhaltige Entwicklung, um die Zukunft zu gestalten. Mehr Bilder, Stimmen und Spaß zeigt das 111-Sekundenvideo.

Jugendbeteiligung zur BNE wirkt!

Immer wieder heisst es, Jugendliche sind wenig engagiert, smartphonesüchtig und unpolitisch. Dabei haben sie so viele Ideen und machen so viele Aktionen für eine nachhaltigere Zukunft! Wir betrachten das Thema Jugendbeteiligung auf eine lustige Weise und zeigen das sie wirkt!

BNE und die Zukunft des Autos

Der Ausstoß von Feinstaub, CO² und Stickstoffoxiden in der Mobilität belastet die Umwelt und Gesellschaft und muss sinken! Doch was bedeutet das für die Zukunft der Automobilindustrie? Junge Teilnehmende der Jugendkonferenz zur Bildung für nachhaltige Entwicklung, der youcoN, haben sich in einem Filmworkshop damit auseinandergesetzt und geben Antworten.

Christoph Pennig

Sei kein Lauch! – Junge Menschen reden mit, fragen nach und stellen Forderungen

Sei kein Lauch! Das war die große Fishbowl-Diskussion am Samstag auf der youcoN. Auf ihr sprachen junge Menschen mit geladenen Gästen aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft darüber, wie wir gemeinsam mit BNE eine zukunftsfähige Gesellschaft schaffen können.

Dabei ging es nicht nur darum, wie wir den Klimawandel stoppen können. Es wurde auch ganz konkret gefragt, was jede*r Einzelne jetzt schon dafür macht. Welche Verantwortung die Wirtschaft für eine Nachhaltige Entwicklung spielt. Und warum Bildung dabei so wichtig ist.

Junge Menschen im Gespräch mit Dr. Mandy Singer-Brodowski, Claus Colsman und Katja Hintze (von rechts nach links).

In der Diskussion zeigte sich wieder einmal: Das kritische Hinterfragen und die Forderungen junger Menschen beleben den Prozess hin zu einer Nachhaltigen Entwicklung und bleiben nicht ohne Folgen.

Getreu dem Ratschlag von Katja Hintze, die als Vorstandsvorsitzende der Stiftung Bildung die Zivilgesellschaft in der Diskussion vertrat, „als junger Mensch einfach mal zu machen“, kamen ganz viele der youcoN-Besucher*innen auf das Podium. Sie durchlöcherten die Diskutant*innen mit Fragen und Forderungen. Claus Colsman (Geschäftsführung der Autostadt) vernahm diese „Frische und das große Engagement“ der jungen Menschen und möchte viele der Ideen in die Autostadt einbringen und für sie auch eine Öko-Bilanz erstellen. Und auch Dr. Mandy Singer-Brodowski vom Institut Futur begrüßt die vielen BNE-Aktionen der jungen Menschen. Denn für BNE ist wichtig, dass viele Menschen gemeinsam aktiv werden. Sei also kein Lauch und mach gemeinsam mit uns BNE!

Wir haben die Diskussion mitgezeichnet und dabei ist ein tolles Bild als Ergebnis entstanden. Siehe selbst:

Christoph Pennig

youprO: Das war NaMo

Der Nachhaltige Monat (NaMo) in Erfurt – Ein vielfältiges youprO!

Bienen, Postwachstum und Partizipation an Hochschulen – Wir, eine Gruppe von Studierenden der Uni und der FH in Erfurt haben im Mai einen Monat im Namen der Nachhaltigkeit organisiert, mit 36 Veranstaltungen von über 25 beteiligten Gruppen !

Was haben wir uns dabei gedacht? Der Begriff Nachhaltigkeit wird zwar in vielen Kontexten gebraucht, jedoch fehlt oft die Erklärung und das Verständnis, was in verschiedenen Bereichen (z.B. Soziales) Nachhaltigkeit wirklich bedeutet: Dies steht in offensichtlicher Diskrepanz zu der breiten Benutzung dieses Begriffs. Deshalb waren unsere Projektwoche auf vier thematische Wochen aufgeteilt: Soziales, Ökologie, Ökonomie und Partizipation. Der Nachhaltige Monat sollte den Blick der Studierenden und der Öffentlichkeit für die aktuellen Herausforderungen schärfen und zur kritischen Hinterfragung, Partizipation und Vernetzung anregen.

Dabei war es uns wichtig, so viele unterschiedliche AkteurInnen wie möglich am Prozess und der Ausgestaltung zu beteiligen: Alle teilnehmenden Gruppen sollten ihr spezielles Wissen und ihren Wirkungsbereich nutzen, um die Relevanz und Wichtigkeit von Nachhaltigkeit aus ihrer Perspektive darzustellen.

Die teilnehmenden AkteurInnen, die Veranstaltungen anboten, waren verschiedene Hochschulgruppen wie Amnesty International. Zusätzlich haben sich auch viele nicht-hochschulgebundene Vereine und Initiativen aus Erfurt am Programm beteiligt, wie z.B. die Fuchsfarm, UmSoAktiver e.V. oder Greenpeace.

Die Veranstaltungen waren für alle interessierten Menschen in Erfurt gedacht, dementsprechend haben wir auch in der ganzen Stadt Flyer und Plakate verteilt.

„Ein Highlight war ein einstündiges Interview das wir bei Radio Frei geben durften, um Werbung für die Veranstaltungen zu machen.“

Da wir nur die Gesamtbewerbung des NaMos leisten konnten, hing die Teilnehmerzahl auch stark von der Eigenwerbung der AkteurInnen oder von Terminüberschneidungen ab. Die meisten Veranstaltungen waren sehr gut besucht.

Aber was wenn alles vorbereitet ist und gar keine Kinder kommen zum Workshop? (Sorge der Musikstudierenden)

Dann geht man eben kurzerhand zum Kindergarten der Universität und begeistert die Kleinen und Großen dort mit Musikinstrumenten-Upcycling! Selbst bei monatelanger Planung darf man nicht die Fähigkeit verlieren, spontan zu sein.

Ob Foodsharing, Gewaltfreie Kommunikation, Improvisationstheater, Kräuteranbau, Nachhaltiger Stadtrundgang, Filmvorführungen und Diskussionen, Upcycling, Kleidertauschparty oder eine so nachhaltig wie möglich gestaltete Party… Am Ende waren wir OrganisatorInnen fast selbst überrascht, wie viele Angebote zustande kamen.

Unvergessen bleibt der Vortrag eines Wissenschaftlers der Universität Groningen (Niederlanden), der sehr anschaulich und leidenschaftlich von seiner Zeit in arktischen Gebieten erzählt hat und der uns die Notwendigkeit, eine radikalen Wandel einzuleiten, um den Klimawandel einzudämmen einmal mehr anhand von Schicksalen von Menschen und Tierkolonien vor Augen geführt hat.

Abgesehen davon, dass wir Menschen in Erfurt für unsere Themen begeistern konnten, freuen wir uns außerdem darüber, dass durch den NaMo unsere beiden Gruppen von Uni und FH zusammengewachsen sind. Zwar haben wir verschiedene Hochschulleitungen, aber immer noch die selbe Stadtverwaltung und das selbe Studierendenwerk mit denen wir Veränderungen erreichen möchten. Die personellen Ressourcen, die uns hierfür bisher gefehlt haben, sind jetzt kein Problem mehr, da sich unsere Gruppe vergrößert hat, weil interessierte und engagierte junge Menschen durch den NaMo auf uns aufmerksam geworden sind.

Nachmachen erwünscht! – Wir freuen uns sehr, wenn es in Zukunft ähnliche Formate wie den Nachhaltigen Monat in anderen Städten oder Regionen geben wird! Bei Bedarf können wir unsere interne Auswertung gerne zur Verfügung stellen.

Von uns wird es im nächsten Jahr natürlich auch wieder eine Veranstaltungsreihe geben, dieses Mal aber etwas tiefergehender zu einem ganz bestimmten Thema. Insgesamt freuen wir uns jetzt aber auch darauf, unsere Fokus mehr von Veranstaltungsmanagement zu Hochschulpolitik zu verschieben.

Christoph Pennig

youprO: Das war Globale Partnerschaften für Klimagerechtigkeit

Im Rahmen des Projektes wurden drei Wochenendseminare mit je ca. 15 Teilnehmer*innen durchgeführt.

„Der Klimawandel in Malawi und Niedersachsen“

Im ersten Seminar vom 6.-8. April in Bremerhaven wurde ein naturwissenschaftliches Verständnis des Klimawandels und seiner Auswirkungen auf die sehr unterschiedlichen Regionen Malawi und Niedersachsen angelegt. Hierfür gab es einen Vortrag über die Grundlagen des Klimawandels, eine spielerische Gegenüberstellung von Malawi und Niedersachsen, einen Vortrag über die biophysischen und dadurch auch gesellschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels auf Malawi, Film und Diskussion über Klimamigration in Bangladesch, einen Vortrag mit Exkursion zum Deich über die Beeinflussung der Nordseeküste durch den Klimawandel sowie Textarbeit mit Diskussion zum Klimawandel als Gerechtigkeitsproblem und wie dieses politisch angegangen werden kann.

Die „Selbstbestimmt klimaresilienten Kommunen in Malawi und Niedersachsen“

Das Wissen aus dem ersten Seminar wurde praxisorientiert in dem zweiten Seminar mit seiner komplementiert: Das Seminar „Selbstbestimmt klimaresilienten Kommunen in Malawi und Niedersachsen“ wurden vom 27.-29. April in Verden (Aller) untersucht. Hierfür haben wir wiederum mit Textarbeit und einer Diskussion ein Verständnis von Klimaresilienz und seinen verschiedenen Facetten geschaffen und verschiedene Beispiele klimaresilienter Praxisprojekte kennengelernt: wir haben eine Führung zu klimafreundlichem Bauen im Norddeutschen Zentrum für nachhaltiges Bauen erhalten, einen demeter-Hof besucht und einen Vortrag über Klimaresilienz in der malawischen Landwirtschaft gehört und ein Wohnprojekt von AllerWohnen eG als Beispiel für selbstbestimmtes, sozial-ökologisches Leben besucht, sowie über die Grenzen und Chancen von Klimaaktivisimus gesprochen. Dies schloss mit einer Diskussion über die Nützlichkeit und Notwendigkeit von regionalen und globalen Partnerschaften ab.

Über globale Partnerschaften und die eigene Haltung

Im dritten Seminar ging es dann darum, globale Partnerschaften und die eigene Haltung auch im Alltag zu reflektieren. Nach einer Beschäftigung mit verschiedenen Facetten des Rassismus und einer Einführung in den deutschen Kolonialismus haben wir am Samstag ein eintägiges Critical-Whiteness-Training mit zwei durch glokal e.V. vermittelten Referent*innen gemacht. Hierbei wurde sehr stark auf die persönliche Ebene, aber auch auf die politische Ebene von Rassismus und globalen Ungleichheiten eingegangen. Zum Abschluss haben wir uns mit der Frage von Solidarität und globalen Partnerschaften in der Praxis beschäftigt und hierfür Vorträge von unserem malawischen YSD-Kollegen und von Mitarbeiter*innen von VEN über ihre Perspektiven auf Schwierigkeiten, Chancen und die Praxis globaler Partnerschaften gehört. Letztere gingen außerdem auf die mediale Darstellung von Partnerschaftsprojekten ein.

Ziele und Wirkung des Projekts

Wir haben insgesamt 28 Personen direkt erreicht, wobei manche an einem, manche an zweien und manche an allen drei Seminaren teilgenommen haben. In den Reflexionsrunden zu Abschluss eines jeden Seminar stellte sich heraus, dass neben neuem Wissen zu speziellen behandelten Themen insbesondere das Verständnis globaler Zusammenhänge und lokaler Auswirkungen des Klimawandels, klarer Handlungsoptionen zu klimafreundlichen Lebensstilen und ein Bewusstsein über globale Ungerechtigkeit, sowie (neo-)kolonialer Machtstrukturen und eigener rassistischer Denk- und Verhaltensweisen vertieft wurde. Die Mehrheit der Teilnehmer*innen zeigte sich interessiert an einem möglichen Nachtreffen und insbesondere nach dem zweiten und dritten Seminar äußerten mehrere Teilnehmende ihre Motivation, selber aktiv oder aktiver in Initiativen zu Klimagerechtigkeit zu werden bzw. ihre eigene Haltung längerfristig im Peer-to-Peer-Learning zu reflektieren und an der Dekonstruktion rassistischer Denkweisen zu arbeiten.

Bewertung und Ausblick

Wir sind insgesamt zufrieden mit dem Projekt. Nach jedem Seminar gab es eine Reflexionsrunde mit den Teilnehmer*innen. Hierbei entstand der Wunsch nach einem weiteren Treffen, um Erfahrungen auszutauschen und die Inhalte zu vertiefen. Die Idee des Nachtreffens möchten wir weiterverfolgen. Außerdem denken wir über eine Wiederholung (und ggf. Ausweitung) der Seminarreihe, ggf. auch in einer andere Form wie etwa einer Summer-School nach.

Eine multimediale Dokumentation der Seminarreihe ist online.

Christoph Pennig

Nachhaltig Reisen – Widerspruch in sich?!

Im Workshop „Fair(er) Reisen“ von Marie Sauß ging es darum, wie nachhaltig Tourismus ist und wie man selbst seine Reisen fairer gestalten kann. Leider war der Workshop sehr streng konzipiert, Diskussionen wurden nicht gefördert, sondern von der Leiterin abgebrochen.

Die Teilnehmer wurden mit Fließtexten empfangen, aus denen in Teams je zwei Personen zu vier Themen Informationen herausgefiltert werden sollten. Ob man sich dabei fühlt wie in der Schule, wenn Lehrende versuchen, den Frontalunterricht durch Gruppenarbeiten aufzulockern? Vielleicht. Die große Begeisterung blieb unter den Teilnehmenden jedenfalls aus.

Neue Erkenntnisse bleiben aus

Obwohl die Teilnehmenden an mehreren Punkten die Diskussion suchten und die Atmosphäre auflockern wollten, war der Ablauf durch die Seminarleitung sehr an ihre Vorstellungen gebunden. So wurden Plakate in den Teams mit den aus den Fließtexten ausgewerteten Inhalten gestaltet und im Nachgang für die Gruppe vorgestellt.

Die Gruppe, die sich mit Siegeln für nachhaltigen Tourismus auseinandersetzten, berichteten in diesem Bereich von fehlender Transparenz und Qualitätskontrollen und einem sehr niedrigen Bekanntheitsgrad. Außerdem führt die Vielfalt der Siegel auch zu einer extremen Unübersichtlichkeit. Zeit, darüber zu sprechen, was man dagegen unternehmen kann und wie man sich einen Überblick verschaffen kann, blieb nicht, schließlich musste es ja direkt mit der nächsten Präsentation einer Zweier-Gruppe weitergehen.

Im Verlauf des Workshops wurde in dieser Form weiter über ökologische Probleme vor Ort in der bereisten Region gesprochenen, wie beispielsweise den Müll, der übermäßig durch den im Tourismus erhöhten Konsum entsteht und für den vor Ort meist keine logistisch sinnvollen Entsorgungssysteme vorhanden sind. Außerdem entstehen durch vermehrten Tourismus in einem Gebiet zahlreiche Probleme, die im Zusammenhang mit Wasser stehen. Denn speziell um Touristen in die Region zu bringen bzw. um den Ansprüchen von Reisenden gerecht zu werden, entstehen oft luxuriöse Poollandschaften, Hotelanlagen mit Brunnen und Pflanzen oder Parkanlagen. Natürlich müssen solche Exklusivitäten auch bewässert und gepflegt werden. Dies gestaltet sich besonders schwierig, wenn für die angepflanzte Flora eigentlich komplett andere klimatische Bedingungen herrschen müssten. Aber Hauptsache, der Tourist kann sich über Blütenprachten und Springbrunnen freuen. Aber ist das wirklich ein Grund zur Freude?

Der Grundwasserspiegel sinkt folglich immer weiter, bis ein Punkt angekommen ist, an dem eine Region über ihre Ressourcen leben muss, um aufrecht zu halten, was für den Massentourismus aufgebaut wurde.

Eine weitere gravierende Auswirkung des Massentourismus ist die Versiegelung großer Landflächen durch den Bau von beispielsweise Flughäfen und die Erweiterung der Infrastruktur. Das gesamte Abwassersystem muss deshalb überholt werden.

Nicht zu vergessen sind allerdings die unglaublich großen Massen an Emissionen, die vor allem bei der An- und Abreise und bei Schifffahrten entstehen. Daran anknüpfend bekam die Gruppe Input zu CO2- Kompensation. Vor allem zu diesem Thema hatten die youcoN-Teilnehmenden alle ihre eigene Meinung. Aber für konstruktive Gedanken zu den einzelnen Themen und Vorschläge dafür, wie man selbst seine Reise nachhaltiger und fairer gestalten könnte, war keine Zeit mehr, schließlich hatte sich die Referentin noch vorgenommen, eine Traumreise mit den Jugendlichen zu machen. Jeder sollte sich hierbei eine kleine Notiz an sich selbst aufschreiben, nach welchem Grundsatz man für sich im Kontext der Nachhaltigkeit seine Reisen in Zukunft gestalten will. Folgendes Zitat teilte einer der Teilnehmenden mit der Gruppe und fasste damit die allgemeine Einschätzung sehr gut zusammen:

Eine Auszeit ist wichtig, das Gewissen aber auch.

Mit diesem Merksatz mache er für sich klar, dass man sich natürlich auch mal eine Auszeit gönnen, aber er diese auch nachhaltig gestalten müsse, damit er mit einem reinen Gewissen danach wieder in den Alltag starten kann.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Johanna Dörrie von der Jugendredaktion der Jungen Presse e.V., die live von der youcoN auf ihrem Magazin www.youthmag.de berichtet und uns diesen Beitrag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Seit über 65 Jahren setzt sich die Junge Presse ehrenamtlich für medieninteressierte Jugendliche ein und ist einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände.

Christoph Pennig

Ist doch bloß Blut! – Muss man aber auch wissen…

Beim Markt der Möglichkeiten auf der youcoN2018, auf dem verschiedene Projekte vorgestellt wurden, fand sich auch ein Stand mit dem Titel „Erdbeerwoche“. Eine Umschreibung, die eigentlich zur Tabuisierung des Themas Menstruation beiträgt, ein bisschen wie „das, dessen Name nicht genannt werden darf“. Eine Umfrage des Projektes „Erdbeerwoche@school“ unter 1100 Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren hat ergeben, dass 60% der Mädchen das Thema peinlich ist.

„Es gibt insgesamt über 5.000 Umschreibungen auf der Welt für das Wort Menstruation.
Die Umschreibung Erdbeerwoche ist bekannt. Sie ist ein Türöffner für das Thema“ – Annemarie Harant

Die youcoN, auf der die jüngsten Teilnehmenden 14 Jahre alt sind, findet hier eine gute Zielgruppe. Und tatsächlich bleiben viele Mädchen an dem Stand stehen, um mit Annemarie Harant zu reden, die das Team des digitalen Lernportals „Ready for Red“ auf dem Markt der Möglichkeiten vertreten hat. Das Lernportal richtet sich vor allem an Lehranstalten und Eltern, die ihre Kinder zum Thema Menstruation aufklären wollen. Denn nach der Umfrage fehlt das Wissen um den eigenen Körper und die Menstruation im Allgemeinen an allen Ecken und Enden.

„Bei der Umfrage wussten rund 50% der Mädchen nicht einmal, wie der Zyklus funktioniert. Und genau so viele Jungen denken immer noch, Mädchen könnten während der Regel nicht schwanger werden.“ – Annemarie Harant

Auch beim Thema ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit bestehe viel Nachholbedarf, findet Annemarie Harant. Laut Umfrage würden 83% der befragten Mädchen ihre Tampons und Binden in der Toilette entsorgen. Nur zwei Prozent würden Menstruationstassen benutzen, um Wegwerfartikel zu vermeiden. Und nicht nur in der schulischen Aufklärung gibt es Probleme.

„Bei Hygieneprodukten für Frauen gibt es eine Gesetzeslücke. Anders als bei unserem Essen müssen nämlich auf der Verpackung keinerlei Inhaltsstoffe auf den Verpackungen angegeben werden. Dadurch gelangen Chemikalien an die empfindlichsten Regionen des Körpers, die dort gar nichts zu suchen haben.“ – Annemarie Harant

Hygieneartikel sind in Deutschland immer noch mit 19% Mehrwertsteuer belegt. In vielen anderen Ländern wie Großbritannien und Irland gibt es diese Steuer nicht mehr. Auch Australien hat sie vor drei Tagen abgeschafft. Alles Dinge, die vor allem Mann (aber auch Frau) oft nicht weiß, weil das Thema im Alltag nicht offen besprochen wird. „Ready for Red“ hat das Ziel, im jungen Alter anzusetzen und mithilfe von spielerischem und kreativem Content Tabuisierungen aufzubrechen und Wissen an Jungen wie an Mädchen zu vermitteln.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Pascal Bucksteeg von der Jugendredaktion der Jungen Presse e.V., die live von der youcoN auf ihrem Magazin www.youthmag.de berichtet und uns diesen Beitrag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Seit über 65 Jahren setzt sich die Junge Presse ehrenamtlich für medieninteressierte Jugendliche ein und ist einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände.

Christoph Pennig

Wenn das Wasser in der Flasche mal grau ist…

Der Bau einer nachhaltigen Wasser-Recycling-Installation dauert ungefähr zwei Tage. Der erste Entwurf eines solchen Systems lässt sich aber schon in anderthalb Stunden Workshop-Zeit erarbeiten. Referentin Katrin Hoffmann wohnt, soweit es gesetzlich möglich ist, in einem Tiny House. Ein mobiles Zuhause, das auf zehn Quadratmetern eigentlich alles bietet, was ein Mensch braucht. Damit kann Katrin einfach von Ort zu Ort reisen, um ihre Lebensweise vorzustellen, mit anderen zusammenzuarbeiten und sich auszutauschen.

Doch wie wird das Tiny House wirklich autark und unabhängig von starren Infrastrukturen? Wie kann ein nachhaltiges Wasser-Recycling-System hergestellt werden, dass praktisch in den Alltag passt – an jedem Ort?

Losgelöst von Vorgaben sammeln die Teilnehmenden Inspirationen und Ideen.

Das größte Vorbild ist dabei die Natur. Niederschlagswasser, das im Boden versickert, läuft durch verschieden grobe, teils mineralhaltige Bodenschichten und wird so maschinell gefiltert und mineralisiert, bevor es zum Grundwasser gelangt. Das Mäandern eines Flusses hilft, Wasser zu säubern – in den Kurven liegen große Steine, die für Verwirbelungen sorgen, sodass sich dort Schmutzpartikel ablagern. Der ständige Strom und UV-Einstrahlung durch das Sonnenlicht behindert die Arbeit von bakteriellen Kulturen und hat somit eine desinfizierende Wirkung. In stehenden Gewässern verwerten Sumpfpflanzen und Mikroorganismen organische Materialen wie Tenside.

Wie können diese natürlichen Materialien in einem kompakten System in den Haushalt integriert werden und wo sind ihre Grenzen? Sumpfpflanzen können in geschlossenen Räumen ohne UV-Einstrahlung nicht überleben; Mikroorganismen stoppen ihre Arbeit bei zu kalten Temperaturen. Außerdem nutzen wir Wasser unterschiedlich – im Bad findet sich im Abwasser Seife, in der Küche gelangt das Fett von Essensresten ins Spülwasser. Damit gelten für verschiedene Räume nicht die gleichen Anforderungen an ein Wasser-Recycling-System.

Eine allgemeine Konstruktion kann dennoch funktionieren, wenn entsprechende Substanzen vorher entfernt werden. Fett von Tellern lässt sich mithilfe von getrocknetem Kaffeesatz aufsaugen und dieser lässt sich anschließend als Dünger verwenden – viele Haushaltsabfälle können also durch und durch selbstständig nachhaltig verwertet werden.

Verwirklichte Beispiele, interessante Entwürfe

Katrin Hoffmann zeigt an einem kleinen Holzmodell, wie sie eine Gartenhütte ästhetisch und praktisch mit einem nachhaltigen Wassersystem ausgestattet hat. Durch eine Dachrinne fließt Regen- und Schmutzwasser. Dabei ist in der Rinne ein maschinelles Filtersystem integriert: In Nylonstrümpfen befinden sich Materialien wie Kiesel und Aktivkohle. Nach Säuberung des Wassers kann es zum Gießen der Pflanzen um die Gartenhütte genutzt werden. Ein großer Vorteil ist, dass das Material in den Strümpfen bei Abnutzung leicht auszutauschen ist. Denn müsste man zum Beispiel zur Instandhaltung einer Wasser-Recycling-Konstruktion jedes Mal ein Rohr ab- und wieder anschrauben, würde das einfach den Alltag zu sehr behindern.

Die Teilnehmenden bringen danach ihre Entwürfe und Ideen für verschiedene Elemente zu Papier.

Zum Sammeln von Niederschlag soll eine Trichterform verwendet werden. Der Trichter kann dabei zum Beispiel aus einem Material bestehen, an dem Wasser kondensieren kann, um auch Tauwasser gewinnen zu können. Oder in ihm werden Sumpfpflanzen gesetzt, die das Wasser schon reinigen und durch einen Verschluss wird der Wasserfluss reguliert, damit die Pflanzen überleben. In Rohren, durch die das Wasser natürlicherweise nach unten fließt, können Wasserräder angebracht werden, die wiederum eine Pumpe betreiben, die das Abwasser zurück zum Anfang des Filtersystems bringt. Filtermaterialien und Mineralsteine können einfach ausgetauscht werden, wenn sie in Schubladen im Wasserrohr angeordnet werden.

Es wird deutlich, dass die ersten Entwürfe so nicht direkt umgesetzt werden können. Dennoch sind die Ideen, die entstehen, wenn man sich von klassischen Erwartungen an scheinbar so etwas kompliziertes wie Wasser-Recycling löst, vielleicht wegweisend sind für nachhaltige Veränderungen.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Palina Tkachonak von der Jugendredaktion der Jungen Presse e.V., die live von der youcoN auf ihrem Magazin www.youthmag.de berichtet und uns diesen Beitrag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Seit über 65 Jahren setzt sich die Junge Presse ehrenamtlich für medieninteressierte Jugendliche ein und ist einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände.

Christoph Pennig

Die Welt ist voller Möglichmacher

Wenn sich die youprO den Fördervereinen nähert, bleibt der Raum leer. Johannes Domnick und Christoph Pennig von der Stiftung Bildung wollen gemeinsam in Aktion treten und mit den Teilnehmenden ihres Workshops erarbeiten, wie Fördervereine als Möglichmachende für junge Leute in Aktion treten können. Die Idee ist simpel: Jungen Menschen soll unter die Arme gegriffen werden mittels Beratung, finanzieller Förderung oder Weiterbildung. Diese Maßnahmen sollen nicht im luftleeren Raum stattfinden, sondern eingebunden sein in eine vorhandene Struktur: einem Förderverein. Dieser kann ein Jugendclub, die freiwillige Feuerwehr oder ein Sportverein mit zehn Mitgliedern sein. Das BNE knüpft so an vorhandene Strukturen an und schafft so eine langfristige Verbindung in den Förderverein, die Möglichmacher sind. Vielleicht liegt es an der Uhrzeit oder am abgelegenen Ort des Mobilitätsdecks, denn der Raum bleibt leer.

Wer wird heute schon ein Superheld?

Unter dem Motto „Superheld*innen mit Idee gesucht!“ werden Jugendliche mit einem Projekt für eine nachhaltige Welt gefördert. Im Kern gibt es vier Anforderungen, die dazu führen, dass ein Mikroprojekt gefördert wird

  • Gefördert werden Projekte von Personen, die zwischen 14 und 27 Jahren alt sind.
  • Das Projekt braucht einen lokalen Partner vor Ort, beispielsweise einen kleinen Sportverein oder eine Institution wie eine Schule. Diese fungieren dann als Möglichmachende vor Ort.
  • Das youpaN stimmt über die Umsetzung ab. In einem demokratischen Prozess werden die zu fördernden Projektideen festgelegt.
  • Das Projekt macht die Zukunft nachhaltiger, egal ob im großen oder kleinen Umfang.

Der Plan ist es, auch jungen Menschen, die nicht in privilegierten Verhältnissen sozialisiert sind eine Stimme zu geben. Vereine sind gute Ansprechpartner um viele verschiedene Personenkreise anzusprechen. Auf dem Fußballplatz ist es egal wo du herkommst, man spielt für das gemeinsame Team. Das langfristige Bestreben ist, den Kreis der Personen, die staatliche Förderungen für Projekte erhalten, zu vergrößern und bunter zu gestalten. Johannes „Man muss sich immer wieder fragen, wie der Zugang zu solchen Angeboten gestaltet ist. Je einfacher der Zugang zum Angebot ist, desto mehr Personen werden sich auch bewerben. Partner vor Ort, wie Fördervereine, nehmen dann die Funktion ein, das Angebot auch denen näher zu bringen, die im ersten Moment nicht davon erfahren haben.“ Also also all jenen, die nicht einer elitären Mittelschicht angehören.

Christoph: „Auch wenn wir nicht alle Projekte fördern können, vielen Initiatoren kann man durch ein Telefonat schon beratend zur Seite stehen.“

Es ist ein guter Ausgangspunkt, seine Idee als zu förderndes Projekt bei der Stiftung Bildung einzureichen. Schon die Auseinandersetzung mit einem möglichen Förderverein kann Wege zur Umsetzung oder Verbesserung ebnen. Wenn es dann im zweiten Schritt noch einen Zuschlag für die Förderung gibt, steht dem Erfolg nur noch wenig im Weg. Fördervereine sollen Möglichmacher für junge Leute werden, um so Bildung für nachhaltige Entwicklung in die bestehenden Strukturen zu tragen. Durch das youpaN entscheiden Jugendliche für Jugendliche über die Projekte. Ein Verein kann die Barrieren ein Projekt zu entwickeln niedrig halten, um so gemeinsam an einer nachhaltigen Zukunft zu arbeiten. Beim nächsten Vortrag ist der Raum wird der Raum wieder gefüllt sein mit Interessenten.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Jana Jansen von der Jugendredaktion der Jungen Presse e.V., die live von der youcoN auf ihrem Magazin www.youthmag.de berichtet und uns diesen Beitrag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Seit über 65 Jahren setzt sich die Junge Presse ehrenamtlich für medieninteressierte Jugendliche ein und ist einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände.

Christoph Pennig

BNE… Wieso eigentlich bei VW?

Der Autokonzern VW steht aktuell bei Umweltschützern nicht sehr hoch im Kurs. Die Diskussionen um Pfusch am Autobau wollen nicht aus Medien und Politik verschwinden, der Autokonzern verweigert aus ökonomischen Gründen eine Nachrüstung. Das Totschlagargument Arbeitsplätze zieht in Deutschland schließlich immer.

Die Entscheidung, die youcoN 2018 in der Autostadt, dem mehrere hundert Millionen Euro teuren Prestigebau von VW in Wolfsburg, stattfinden zu lassen, war auch unter den Organisatoren umstritten, sagt Christoph Pennig von der Stiftung Bildung. Schließlich habe man sich sogar entschieden, die Autostadt als Partner zu nehmen. Sie trägt einen großen Teil der Kosten für die youcoN mit.

Getreu dem Motto „Gemeinsam“

„Unser Motto für die zweite youcoN ist aber ‚Gemeinsam.Zukunft.Leben‘. Letztes Jahr waren wir für uns alleine und hatten eine Wohlfühlatmosphäre. Es bringt aber nichts, wenn die wenigen Menschen, die Nachhaltigkeit schon gut können, noch besser darin werden.“ – Christoph Penning

Deshalb wurden in diesem Jahr Vertreter von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft eingeladen, sich die Ergebnisse der youcoN anzuschauen. Der Veranstaltungsort bringt beide Seiten zusammen – so unterschiedlich sie auch sein mögen. Und wirklich treffen zwei Welten aufeinander.  Einige Teilnehmer laufen Barfuß und leger gekleidet über das Gelände und fallen damit zwischen den Angestellten und Gästen auf, von denen viele im Anzug unterwegs sind. Die Umgebung sieht aus wie sprichwörtlich geleckt. Kein Wunder, schließlich fahren hier täglich Mähroboter und abends röhren nach 23 Uhr die benzinbetriebenen Laubbläser und blasen die Blätter der Bäume in den Kanal. Wenigstens das Essen ist nach eigenen Angaben zu 97,8% nachhaltig, vegetarisch, Bio und aus der Region, sogar mit Gütesiegel.

Hört keiner zu?

Anonymes Statement eines/r Teilnehmenden

Wie viel Aufmerksamkeit in Wolfsburg durch die youcoN generiert wurde, lässt sich erst einmal schwer bemessen. Durch die Diskussionsrunde zum Thema „Sei kein Lauch! – BNE gemeinsam anpacken für eine zukunftsfähige Gesellschaft“ bot sich jedoch die Möglichkeit, sich kritisch mit dem Veranstaltungsort auseinander zu setzen. Dabei anwesend war nämlich unter anderem auch Claudius Colsmann aus der Geschäftsführung der Autostadt. Obwohl die Diskussion schnell vom Thema Bildung zum Thema Volkswagen und Umwelt wechselte, bemühte sich Herr Colsmann, alle Fragen zu beantworten und gab auch unumwunden zu, seine persönliche Meinung auf dem Podium nicht äußern zu dürfen. Katja Hintze von der Stiftung Bildung, die auch auf dem Podium stand, dankte ihm am Ende der Diskussion für seinen Mut. Die Verbesserungsvorschläge aus dem Publikum nahm Herr Colsmann dankend an und notierte sich alle. Inwiefern sie umgesetzt wurden wird dann vielleicht bei der youcoN 2019 deutlich.

Raus aus der Blase

Anonymes Statement eines/r Teilnehmenden

Aktionismus ist notwendig, um die eigenen wichtigen Ziele schnell zu erreichen. Das zeigt jüngst das Beispiel des Hambacher Waldes, der nach der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes Münster und einer eigenen Einschätzung von RWE nun bis 2020 erst einmal sicher zu sein scheint. Um aber langfristig etwas zu verändern müssen in unserer vielschichtigen Gesellschaft Entscheidungstragende überzeugt werden, indem das eigene Anliegen in deren Lebens- und Arbeitswirklichkeiten hineingetragen wird – mit Argumenten und Diskussionen.

Die youcoN 2018 hat dafür einen ersten, kleinen Schritt getan und sich zusammen mit der Autostadt kritisch mit dem Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung auseinander gesetzt. Ist noch mehr möglich? Natürlich. Aber nicht innerhalb von vier Tagen.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Pascal Bucksteeg von der Jugendredaktion der Jungen Presse e.V., die live von der youcoN auf ihrem Magazin www.youthmag.de berichtet und uns diesen Beitrag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Seit über 65 Jahren setzt sich die Junge Presse ehrenamtlich für medieninteressierte Jugendliche ein und ist einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände.