Das youpaN beim Markt der Utopien!

Am 23.06.19 war das youpaN auf dem „Markt der Utopien“ in Dresden vertreten, der vom Dresdener BNE-Verein „Sukuma e.V.“ organisiert wurde.

Standbetreibende waren verschiedene Nachhaltigkeits-Akteur*innen wie etwa Cradle to Cradle, die BUND Jugend Dresden oder „Arche noVa“, die aktiv im Bereich BNE und Globales Lernen sind.

Etwa 200 interessierte Besucher*innen jeglichen Alters hatten die Möglichkeit an diversen Ständen regionales und nachhaltiges Essen zu genießen und sich auf dem Markt interaktiv zu Nachhaltiger Entwicklung zu informieren.

Wir konnten unsere Arbeit auf Bundesebene und unseren Versuch, auch in Sachsen Beteiligungsstrukturen im Bereich BNE für Jugendliche zu schaffen, ausführlich erläutern. Wenn ihr euch auch dafür einsetzen möchtet, könnt ihr uns hier mit eurer Unterschrift unterstützen: https://weact.campact.de/petitions/jugendbeteiligung-in-der-umsetzung-von-bildung-fur-nachhaltige-entwicklung-in-sachsen

Das youpaN konnte sich mit diversen BNE-Akteur*innen in Dresden vernetzen und sich über viele positive Reaktionen der Marktbesucher*innen freuen.

Auf dem Markt der Möglichkeiten mit der Gemeinwohlökonomie

Zur Nachhaltigkeit gehört auch die Wirtschaft. Eine Alternative zum kapitalistischen System bietet die Gemeinwohlökonomie. Jens vertritt auf dem Markt der Möglichkeiten den Stand der Bewegung. Wir haben ihm ein paar Fragen gestellt.

youthmag: Was machst Du hier?

Jens: Ich sitze hier für den Akteurinnen-Kreis Jugend der Gemeinwohlökonomie. Bei der youcoN haben wir unseren ersten Messestand. Wir halten hier Ausschau nach Personen, die Interesse an nachhaltiger Entwicklung haben. Wir sind davon überzeugt, dass sie sich für die Gemeinwohlökonomie begeistern lassen, da sie perfekt zu uns passen.

Wer seid ihr und wie kann man bei euch mitmachen?

Die Gemeinwohlökonomie ist ein Wirtschaftsmodell, dass sich zum höchsten Ziel setzt, ein gutes Leben für alle zu ermöglichen. Basis dafür ist eine Stärkung demokratischer Prozesse und ein menschenwürdiges, solidarisches Miteinander. Einbringen kann man sich bei uns auf allen Ebenen. Wir sind in Akteurinnenkreise (AK) gegliedert, die sich in Regionalgruppen organisieren. Dort kann sich jeder einklinken und mitarbeiten. Die AK erarbeiten verschiedene Themen innerhalb der Gemeinwohlbewegung. So zum Beispiel der AK Bildung, der verschiedene Bildungskonzepte für eine alternative Wirtschaftsbildung in den Schulen entwickelt. Der AK Jugend ist eine Plattform für junge Menschen um sich auszutauschen und Treffen wie Diskussionsrunden zu organisieren. Ein großes Projekt ist für den Sommer 2019 geplant: Eine Aktionswoche nach dem Vorbild der Klimacamps, die wir im Rahmen der Braunkohleproteste kennengelernt haben. Workshops, Konzerte und Vorträge, um international für ein nachhaltiges Wirtschaftssystem zu arbeiten.

Was ist euer Beitrag zur nachhaltigen Bildung?

Unsere Programme aus dem AK Bildung sind ein wichtiger Beitrag. Wir etablieren ein nachhaltiges Wirtschaftssystem, nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch und schaffen dafür ein Bewusstsein. Wir setzen uns dafür ein, dass nicht nur der Gewinn als Erfolgsdefinition für Unternehmen gilt, sondern der Nutzen für die Gemeinschaft: Denn wenn das die Maxime ist, kann man nur nachhaltig wirtschaften.

Was gefällt dir an der youcoN?

Ich hab noch nicht so viel gesehen, aber die Leute hier sind super interessiert und nett. Interessant ist, dass die youcoN in der Autostadt stattfindet. Ich habe dann aber mit Julian aus dem Organisationsteam gesprochen und den Ansatz, verschiedene Welten aufeinander treffen zu lassen, finde ich sehr spannend.

Welche drei Dinge wünschst du dir für eine nachhaltige Zukunft?

Mehr demokratische Mitbestimmung, eine Gemeinwohlökonomie natürlich, und kürzere Arbeitszeiten für die Menschen um das Leben mehr zu genießen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Dieser Artikel wurde geschrieben von Jana Jansen von der Jugendredaktion der Jungen Presse e.V., die live von der youcoN auf ihrem Magazin www.youthmag.de berichtet und uns diesen Beitrag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Seit über 65 Jahren setzt sich die Junge Presse ehrenamtlich für medieninteressierte Jugendliche ein und ist einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände.

Auf dem Markt der Möglichkeiten mit der Deutschen UNESCO-Kommission

Auf dem Markt der Möglichkeiten stellt sich unter anderem die Deutsche UNESCO-Kommission vor. Der Stand wird von Juliane betreut, die für den internationalen Jugendfreiwilligendienst „Kulturweit“ der Deutschen UNESCO Kommission in Berlin arbeitet. Wir haben ein kurzes Interview mit ihr geführt.

youthmag: Was machst Du hier?

Juliane: „Ich bringe den Marktbesuchern den Freiwilligendienst der Deutschen UNESCO-Kommission näher. Mein persönliches Hauptinteresse ist es, zu sehen, wie die youcoN organisiert ist und über welche Themen die Leute im youpaN diskutieren.“

Wie kann man Teil des Freiwilligendienstes werden?

„Grundsätzlich fängt alles mit einer Bewerbung an. Die Freiwilligendienste laufen über sechs oder 12 Monate und finden im Ausland statt. Aktuell kann man sich bis Ende Oktober für den Natur-Freiwilligendienst bewerben und für den Kulturweit-Dienst bis Anfang Dezember. Kommt man vom Auslandsdienst zurück geht unsere Arbeit im aktiven Almuninetzwerk weiter. Im Ausland arbeitet man an Schulen und unterstützt dort beispielsweise den Deutschunterricht, leitet Arbeitsgemeinschaften, macht Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Nationalvertretung, organisiert Kulturveranstaltungen des Goethe-Instituts und so weiter. Wir bieten also ein breites Kulturangebot an, in dem man sich vielfältig einbringen kann. In der Zeit des Dienstes befindet man sich an einem Ort in einer festen Stelle. Uns ist der Fokus auf die Teilnehmenden wichtig: Jeder und jede bringt sich und die eigenen Fähigkeiten ein.“

Was ist euer Beitrag zur nachhaltigen Bildung?

„Nachhaltige Bildung verstehen wir als lebenslanges Lernen. Ja, wir haben einen zeitlich begrenzten Freiwilligendienst. Freiwilliger sein hört aber nicht in Deutschland auf. Kommt man aus dem Ausland zurück, wird man Teil des Alumninetzwerks und der damit verbundenen Arbeit. Unser Beitrag zum BNE sieht darüber hinaus so aus, dass die Freiwilligen vor ihrem Dienst 10 Seminartage bei uns durchführen müssen. In dieser Vorbereitung ist BNE ein großes Thema, vor allem der Umgang mit BNE im Ausland.

Wenn ich Kritik an uns selbst äußern darf, möchte ich anbringen, dass unser ökologischer Fußabdruck deutlich zu groß ist. Wir schicken jährlich 400 Freiwillige ins Ausland, die meistens Langstrecken fliegen. Das ist fatal. Das können wir nicht ändern, das liegt in der Natur des Freiwilligendienstes. Im Alumninetzwerk haben wir eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, die an Lösungen arbeitet – beispielsweise Bus und Bahn bevorzugen, wenn es möglich ist. Wir können leider keinen CO2-Ausgleich bezahlen, da wir öffentlich finanziert sind und die Gelder dafür nicht verwendet werden dürfen.“

Was gefällt dir an der youcoN?

„Mir gefällt auch, dass hier ein kritischer Weg in der Autostadt gegangen wird. Im ersten Augenblick widerspricht es sich, die youcoN hier stattfinden zu lassen. Aber die Diskussion wird so auf beiden Seiten angeregt. Ich finde positiv, dass sehr viele junge Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen versammelt sind. Leider findet die BNE auf einer kognitiv-abstrakten Ebene statt. Da ist es wichtig Personen einzubinden mit Deutsch als Zweitsprache sprechen oder kein Abitur haben. Es wird versucht, alle Personen einzubeziehen – das ist schwer, aber ein interessanter Ansatz. Wir müssen es schaffen, die Komplexität runter zu brechen. Hier wird der inklusive Umgang gelebt.“

Welche drei Dinge wünschst du dir für eine nachhaltige Zukunft?

„Ich wünsche mir erstens, dass Nachhaltigkeit ganzheitlich in allen Dimensionen, und nicht nur aus einer ökologischen Perspektive gesehen wird. Zweitens wünsche ich mir privat persönlich, dass alle Vegetarier werden und drittens, dass der Fahrradverkehr in Berlin gestärkt wird.“

Vielen Dank für das Interview und einen erfolgreichen Messestand.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Jana Jansen von der Jugendredaktion der Jungen Presse e.V., die live von der youcoN auf ihrem Magazin www.youthmag.de berichtet und uns diesen Beitrag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Seit über 65 Jahren setzt sich die Junge Presse ehrenamtlich für medieninteressierte Jugendliche ein und ist einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände.

Mitgestalter*innen der youcoN gesucht

Die Jugendkonferenz youcoN geht in die 2. Runde und sucht nach querdenkerischen und zukunftsfähigen Beiträgen für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Vom 4. bis 7.10.18 treffen sich in der Autostadt in Wolfsburg 150 junge Menschen, um miteinander zu diskutieren, Neues zu erleben und mit Spaß an BNE zu arbeiten. Die Teilnehmenden sind zwischen 14 und 27 Jahre jung, kommen aus unterschiedlichen Kontexten und haben verschiedene Vorerfahrungen.

BNE für und durch junge Menschen

Die youcoN orientiert sich in ihrer Theamtik an der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans BNE. In ihm wurden Maßnahmen für eine umfassende nationale BNE-Strategie benannt. Die Beiträge der Mitgestalter*innen sollten sich daran anlehnen und am besten zu einem der 4 Themenfeldern gehören:

  • Gemeinsam für BNE aktiv sein
  • Digitalisierung und Nachhaltigkeit
  • globale Verantwortung
  • Jugendbeteiligung nachhaltig stärken

Mit einem bunten Programm mitgestalten!

Für die youcoN suchen wir folgende Beitragsformate:

  • Workshop: Sachverhalte praxisnah dargestellt und in Trainings oder Rollenspielen erfahrungsbasiertes Lernen ermöglichen
  • Vortrag: Informationen aus Theorie, Praxis oder Forschung medial aufbereitet und verständlich präsentieren und diskutieren
  • Projektebar: in One-on-One-Situationen Initiativen oder Projekte vorstellen,  sinnhafte Beispiele herausarbeiten und Tipps zum Nachahmen geben
  • Markt der Möglichkeiten: an einem Informationsstand eigene Anliegen, Praxistipps, Hilfen und Werkzeuge präsentieren

Die Einreichung von Formatsvorschlägen erfolgt bis zum 17.08. über unser Online-Formular.