Hacken fürs Klima

Vom 29.11 bis zum 01.12. haben wir, Christopher und Clara, am Klimahackathon der Stiftung der deutschen Wirtschaft teilgenommen. In der entspannten Arbeitsatmosphäre, welche das Umspannwerk Kreuzberg uns bot, konnten wir drei Tage lang sehr konzentriert an unserem Online-Tool „Sustain-ABILITY – du hast die Fähigkeit, unsere Welt zu retten“ arbeiten.

Klimahackaton in Berlin-Kreuzberg

Dabei haben wir zahlreiche hilfreiche Inputs in Form von kurzweiligen Vorträgen zur Umweltpsychologie, zur Lausitz und zur Fairness von CO2-Steuern erhalten. Außerdem standen uns „Expert*innen“ zur Seite, welche unsere Fragen zu Gaming, Motivationstheorie und der Implementierung des Tools in den schulischen Unterricht beantworten konnten. Insgesamt war es ein produktives und sehr inspirierendes Wochenende, das uns dazu ermutigt hat, unser Online-Spiel weiter zu verbessern.

Der Artikel wurde von Clara aus dem youpaN verfasst.

youprO-Reportage: Klimawandel – ganz dünnes Eis

Zumindest seit Fridays for Future kommt jede*r mit dem Thema Klimawandel in Kontakt. Aber es wirkt oft abstrakt und weit weg von unserer Lebensrealität. „Was genau passiert mit unserer Erde? Welche Folgen spüren wir direkt vor unserer Haustür? Und was kann jeder von uns tun, um das Klima zu schützen?“  Diesen Fragen sind wir in unserem youprO  „Klimawandel – ganz dünnes Eis“ in einer Reportage auf der Spur.

Hier findest du den ganzen Film.

Antworten suchen statt Halbwissen haben

In unserem Umfeld herrschte mehr Halbwissen als Verständnis, so auch bei uns. Deshalb begannen wir, eine Gruppe junger Menschen, Mitte 2018 nach Antworten zu suchen und nutzten die Gelegenheit, um andere Menschen in unserem Alter zu informieren. Wir zeichneten unsere Recherche und Gespräche auf. In unserer Schule lernten wir das technische Know-how, um selbstständig zu schreiben, filmen und schneiden.

Wir recherchierten einige Monate und kontaktierten Wissenschaftler um unsere Fragen zu klären. In der Reportage sprechen wir mit Frau Dr. Martin vom „Potsdam Institut für Klimafolgenforschung“. Sie redet mit uns über über ihre Sorge in die Zukunft, aber auch die Hoffnung die sie als Wissenschaftlerin antreibt. Außerdem treffen wir die Feuerwehr, die über eine Zunahme von Rettungseinsätzen spricht, reden mit einem Förster über tote Wälder und mit Aktivist*innen aus dem youpaN über Spaß an Nachhaltigkeit.

Fridays for Future macht auch uns Beine

Während unseren Dreharbeiten begann die Fridays for Future Bewegung, inspiriert von Greta Thunberg. Wir liefen mit und interviewten sowohl Demonstrant*innen, als auch Organisator*innen. Die Moderatorin Sarah kommt zu dem Schluss:

„Fridays for Future hat mich echt inspiriert. Ich helfe bei der Mobilisierung der Demos und will in Zukunft noch mehr bei der Organisation helfen.“

Generell haben wir alle viel von dem Projekt mitgenommen. Jafet, der zweite Moderator unserer Reportage meint: „Es tut gut zu hören, dass wir etwas unternehmen können und damit tatsächlich etwas verändern.“  Dieses Potenzial möchte er verantwortungsvoll nutzen und hofft, andere dazu inspirieren zu können, das gleiche zu tun. Außerdem haben wir bei der Recherche und den Dreharbeiten unglaublich viel gelernt und konnten tolle Menschen kennenlernen. Am meisten Spaß hat der Kontakt zu Aktivist*innen gemacht, die alle voller Tatendrang und Hoffnung waren.

Der Artikel (gekürzt) wurde von Sarah aus dem Projektteam geschrieben.

Die Welt retten im Unterricht

Die Welt retten im Unterricht – Workshop an der Gerda-Taro-Schule

Am 08.11.2019 konnte ich (Clara) anlässlich des „Fest der Demokratie“, welches als Projekttag der Gerda-Taro-Schule in Leipzig stattfand, in einem Workshop das vom youpaN entwickelte Onlinespiel „Sustain-ABIILITY: die Fähigkeit, die Welt zu retten“ vorstellen. Neben 17 Schüler*innen, welche die 7. bis 9. Klasse besuchten, nahmen auch einige Lehrer*innen der Schule teil.

Von 10 bis 14 Uhr spielten sich die Schüler*innen durch die ersten zwei Level des Spiels und setzten auch vier Challenges des Spiels in Kleingruppen um: So entwarfen sie ein nachhaltiges Menü für die Mensa, überlegten sich ein Zero-Waste-Konzept für ihre Schule, recherchierten über Schulpartner­schaften in Ecuador und stellten fest, dass wir von Erdöl umgeben sind – von unserem Federmäppchen über die Computer bishin zu unserer Kleidung.

Foto: Christopher Zentgraf

Das Feedback der Schüler war sehr hilfreich: Sie äußerten nicht nur Dinge, die ihnen gefallen haben – so etwa das Prinzip, dass sich die Spielenden gegenseitig grüne Daumen schenken können und das futuristische Design – sondern machten auch viele konstruktive und konkrete Verbesserungsvorschläge, die wir versuchen werden, so gut es geht in das Spiel zu integrieren. Auch von den Lehrern erhielt ich hilfreiche Tipps, wie das Spiel bei den Lehrkräften noch besser ankommt und dass man unterschiedliche Ansätze je nach Bundesländern wählen sollte. Mit diesem Wissen ausgestattet, werden wir versuchen, finanziellen Support und weitere engagierte Menschen zu finden, um das Spiel noch besser zu machen und in den deutschen Schulen zu verbreiten.

Hier geht es zum Spiel: https://planet-n.de/

Der Artikel wurde von Clara aus dem youpaN verfasst.

Jugend mischt auf bei erster KMK-BMZ-Fachtagung mit Jugendbeteiligung

Auf Initiative von Engagement global und mit Unterstützung des SV Bildungswerks (http://sv-bildungswerk.de) haben 20 junge Menschen, darunter auch Noura, Clara und Elena aus dem youpaN, die KMK-BMZ-Fachtagung  zum Orientierungsrahmen BNE besucht. Wer jetzt wegen der GROSSBUCHSTABEN verwirrt ist, KMK-BMZ steht für „Kultusministerkonferenz – Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit“ (Das sind die staatlichen Institutionen, welche diese Tagung veranstaltet haben.)

Engagement Global, 10. Fachtagung zum Orientierungsrahmen Globale Entwicklung, Leipzig
Foto: Alexander Schmidt

Wir hatten die Möglichkeit, als junge Menschen viele unserer Gedanken im Plenum aber auch in spannenden Einzelgesprächen oder Open Space-Formaten zu äußern. Das Programm wurde sogar extra so angepasst, dass auch junge Menschen das Fachchinesisch verstehen und sich nicht völlig im Abkürzungsjungle verirren. Viele wichtige Menschen haben betont wie wichtige Jugendbeteiligung ist. Dementsprechend passend war unsere Forderung nach einer Jugendpartizipation auf Augenhöhe und die Einrichtung von Jugendzukunftsräten in den Bundesländern. Da die Fachtagung in Leipzig stattfand, konnte das Land Sachsen seine Landesstrategie BNE vorstellen, in der jedoch keine strukturelle Jugendbeteiligung in Entscheidungsprozessen vorgesehen ist.  Wir haben auf diesen „Missstand“ aufmerksam gemacht und hoffen, dass die Staatsregierung Sachsen der Forderung der vielen jungen, engagierten Menschen nach Jugendbeteiligung in BNE nachkommt!

Der Artikel wurde von Clara aus dem youpaN verfasst.

Wie politisch ist Bildungsarbeit?

Akteure des Netzwerks Bildung für nachhaltige Entwicklung in und um München treffen sich zweimal jährlich bei den Netzwerk-Treffen Umweltbildung. Die Mitglieder sind Kolleg*innen aus Bildungseinrichtungen, Verbänden, Institutionen, Initiativen und Verwaltung, sowie selbständig Tätige mit den Schwerpunkten Natur, Umwelt und Nachhaltigkeit. Diesmal war auch Simeon aus dem youpaN mit dabei.

Das Vernetzungstreffen am 17.10. stand unter dem Thema „Jugend bewegt Zukunft & Politische Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und wurde von Steffi Kreuzinger (Ökoprojekt MobilSpiel e.V.) moderiert.

Wie politisch soll-darf-kann-muss Bildungsarbeit sein?

Der erste Programmslot: „Wie politisch soll-darf-kann-muss Bildungsarbeit sein?“ Impuls und Austausch war mit Christoph Rössler von der Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik e.V., Die Pastinaken. Inhalt: Viele rechtsorientierte Organisationen springen zurzeit auf den Trend auf, sich den Umweltschutz mit der Begründung “Umweltschutz ist Heimatschutz” auf die Agenda zu setzen. So ist auf der Homepage der AFD zu lesen: “Artenschutz ist Umweltschutz. Umweltschutz ist Heimatschutz. Heimatschutz ist blau, blau ist die AfD.“

Foto: Simeon Timmer

Selbstverständlich sind Rechtpopulisten ebenso vom Klimawandel betroffen wie auch alle anderen, doch Umweltschutz ist schwer mit faschistischen Ansichten vereinbar. Kurzerklärt: Rechtsradikale haben den Umweltschutz als Tätigkeitsfeld entdeckt. Nicht aus Überzeugung, sondern um einen weiteren Krakenarm in die Gesellschaft zu strecken. Dieses Unterfangen ist aber ebenso durchschaubar wie in seiner Substanz lächerlich. Denn wie kann mensch Leben schützen wollen, aber gleichzeitig einen starken Hass auf andere Ethnien und Kulturen haben und diesen das Recht auf ein sicheres Leben verwehren?
Mehr zum Thema: “wie politisch darf Bildung sein?” gibt es auf der Website der Bpb unter zu lesen.

Wie kann BNE das Engagement der jungen Generation unterstützen?

Der zweite Programmslot “Wie kann BNE das Engagement der jungen Generation unterstützen?” wurde durch Jule Müller vom Cambio eV. (Dresden) angeleitet. Unsere aktuelle Ausganslage: weltweite multiple Krisen; ineffektive politische Bearbeitung der Krisen in den letzten Jahrzehnten; Fridays for Future und Extinction Rebellion zeigen, dass ein großes Aktivierungspotential da ist. Gemeinhin bekannt ist bereits, dass es bereits zahlreihe Ansätze für die Aktivierung von jungen Menschen gibt. Der erste Schritt sollte sein, Lösungen anzubieten, die Politik und Wandel abseits des Parlaments und des Wahlzettels erfahrbar machen. Eine der bekanntesten Kampagnen sind die „Social Development Goals“, kurz SDG´s. Sie bieten einen schönen Einstieg, allerdings basieren diese auf problematischen Grundannahmen, die oftmals als alternativlos dargestellt werden:

  • Alternativlosigkeit von Wirtschaftswachstum
  • Verständnis von Umwelt und Natur als ökonomische Ressource
  • Eurozentrische Vorstellung von Entwicklung

Foto: Simeon Timmer

Doch laut Beutelsbacher Konsens ist es unsere primäre Aufgabe, Kontroversität und Denkräume zu eröffnen – unter dem Konsens – dass Bildung und Wissen nie neutral sind. Dies heißt als Konsequenz für die Bildungslandschaft: Kritische Selbstreflektion von den Bildungsakteur*innen; Sichere Lernräume, um sich auf das Hinterfragen gewohnter Denk- und Handlungsweisen einzulassen; Angst- und Ohnmachtserfahrungen Raum geben, gehört genauso dazu, wie die Gestaltung berührender und ermutigender Lernräume; Einbringung von Bewegung, Emotionen und Kunst; Abkehr von Expert*innentum, Schaffung gemeinsamer Denkräume mit reger Diskurskultur; Jugendliche und ihr Wissen &Können ernstnehmen, einbinden!; Neues Verständnis schaffen, was Politik //Demokratie bedeutet.

Dies sollte zukünftig in der Arbeit mit jungen Menschen beachtet werden um eine gelingende und qualitative Jugendpartizipation zu ermöglichen.
Im Anschluss an die Programmslots wurde noch über die vorgestellten Ideen und Ansichten ausführlich diskutiert und Kontakte ausgetauscht.

Der Artikel wurde von Simeon aus dem youpaN verfasst.

BNE 2.0

Beim „BNE 2.0“ Workshop im Kompetenzzentrum für nachhaltigen Konsum konnten Nicolas und ich vorletzte Woche als Expert*innen für junge Lebenswelten punkten: an dem Tag sollte es auch darum gehen, neue Konzepte der BNE für die Generation Z zu erkunden. Zusammen mit Karen vom DLR Projektträger und Dilan aus der youboX & Stiftung Bildung durften wir unsere Arbeit im Jugendbeteiligungsprozess der BNE vorstellen. Außerdem haben wir davon gesprochen, wie sich „diese jungen Leute“ von heute so organisieren, wie wir es in unseren Engagementbereichen erleben, zum Beispiel bei Fridays For Future und was das für die Ausrichtung von BNE zu bedeuten hat.
Nicolas und Noura aus dem youpaN

Wir haben von vielen Akteur*innen ein brennendes Interesse wahrgenommen, zu verstehen, wie die junge Klimabewegung sich in diesem Jahr so schnell vervielfachen konnte und sind froh, zusammen mit Lukas aus dem Bundesvorstand der Naturschutzjugend unsere Expertise einbringen zu können: in unserer Präsentation wie auch in einer Podiumsdiskussion und Workshops danach.

Der Artikel wurde von Noura aus dem youpaN verfasst.

Das youpaN bei der Search Conference BBNE

Neulich waren Marcel und ich zusammen in Berlin bei der 1. Search Conference für Berufliche Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BBNE). Zahlreiche Expert*innen aus der Beruflichen Bildung kamen zusammen und wir sprachen über die Entwicklung eines Systems von Indikatoren, anhand dessen sich die Umsetzung der BBNE bemessen lässt. Leider waren keine jugendliche Expert*innen aus der Beruflichen Bildung da, also keine Menschen, die gerade eine Ausbildung machen und mitten drin stecken.
Das fanden wir sehr schade und wünschen uns eine solche Beteiligung für die nächste Search Conference!

Foto: Christopher Zentgraf

Trotzdem waren wir froh, jugendliche Perspektiven einbringen zu können. Dabei haben wir vor allem betont, dass uns für ein nachhaltiges Lernen auch besonders das Wie des Lernens und nicht nur das Was, die ganzheitliche Nachhaltigkeit, und eine gute Partyzipation wichtig sind.
Für mich war es interessant in das Feld einzusteigen und wir freuen uns auf die nächste Konferenz, hoffentlich mit mehr Beteiligten von der lernenden Seite der Beruflichen Bildung.
Der Artikel wurde von Noura aus dem youpaN verfasst.

 FF Kommunen und eine spannende Randnotiz

Ich war für das youpaN auf der letzten Sitzung des Fachforums Kommune unterwegs. Dort wurde berichtet, dass die Gremienstruktur weitgehend erhalten bleibt und wir freuen uns, weiter an Bord zu sein. Trotzdem habe ich diese Sitzung (und das nicht als einzige*r) wieder als zu passiv und wenig gestalterisch wahrnehmen können. Deshalb machen wir uns auf den Weg, in Zukunft auch beim Partnernetzwerk Kommunen mitwirken zu können und noch tiefer einzusteigen. Fingers crossed!

Bildung für nachhaltige Entwicklung

P.S.: Eine spannende Randnotiz, die ich von dieser Sitzung mitgenommen habe, liest, dass sich im neuen „Klimaschutzpaket“ der GroKo noch keinerlei BNE finden lässt. Das könnten wir ändern, finde ich!

Der Artikel wurde von Noura aus dem youpaN verfasst.

Proteste auch in den Sommerferien

Ferienziel Dortmund – aber nicht zum Entspannen, sondern um für eine andere Klimapolitik zu kämpfen. Fünf Tage dauerte der Sommerkongress von „Fridays for Future“ und das youpaN war mit dabei.

Bild: Simeon Timmer

Die Klimakrise ist in den vergangenen Wochen wieder in den Fokus gerückt, dank Fridays for Future. Oftmals kamen höhnische Anmerkungen seitens der Kritiker*innen, doch der Sommerkongress in Dortmund beweißt das Gegenteil. Den Schüler*innen geht es nicht darum, die Schule zu schwänzen. Dies sollte inzwischen allen klar sein.

Doch worum ging es auf dem Sommerkongress?

Es ging um die Bilanz: Was hat die Bewegung geschafft und was ist ihre Vision: Wo soll es hingehen? Da sich viele bisher nicht persönlich getroffen hatten, stand in Dortmund ein weiterer Punkt auf dem Plan: „Dass sich alle besser kennenlernen und auch außerhalb der WhatsApp-Gruppen und Telefonkonferenzen miteinander ins Gespräch kommen“, erklärt der Dortmunder Schüler Hanno Merschmeyer.

Bisher organisierte sich „Fridays for Future“ online. In unzähligen Chatgruppen, häufig unterteilt nach Ortszugehörigkeit, tauschen sich die Aktivist*innen über Aktionen aus. Auch die Beratungen darüber, wie sie ihre Forderungen gegenüber der Lokal- aber auch Bundespolitik mehr Druck verleihen können, finden hauptsächlich dort statt.

Die letzten Tagen geschah das nun komplett analog – zumindest für die rund 1.500 Kongressteilnehmenden. „Hauptsächlich sind das die Jeningen, die in den gut 600 Ortsverbänden für Aktionen und Demonstrationen vor Ort die Hauptorganisation vorantreiben“, sagt Merschmeyer.

An dieser Struktur soll sich auch trotz des Kongresses nichts ändern. Die Haupt-organisation verläuft weiterhin dezentral. „Die Bewegung ist so besonders, weil wir inklusiv sind: Jede und jeder kann mitstreiken“, erklärt Marschall. „Wir sind eine basisdemokratische, offene Bewegung.“

Bild: Simeon Timmer

Doch es ging auch um Inhalte, Fortbildung und Forderungen der Fridays wurden ausführlich diskutiert und besprochen. In den Workshops in zwei Schulgebäuden – direkt neben dem Dortmunder Revierpark mit Camping, Bühne und Kochstellen – ging es vor allem um Fortbildung zu Themen wie „„Veränderungen auf Landes- und Bundesebene erreichen“ oder auch „Biodiversität: Paar Käfer weniger – na und?“. In Podiumsdiskussionen diskutieren mit Wirtschaftsweisen und Klimawissenschaftler*innen. Politiker*innen waren nicht eingeladen. Die Debatte an sich ist sehr wertvoll, doch nun sind wir an einem Punkt in der Geschichte angelangt, an dem wir gemeinsam entscheiden müssen, wie es von hier an weitergehen wird. Doch nicht nur Inhaltliches stand auf der Agenda, verschieden Prominente wie Joko Winterscheid, Eckart von Hirschauen (Scientist for Future) u.a. haben die jungen Aktivist*innen motiviert und für ihr Engagement gelobt.

Voller Motivation geht es am Sonntag für die Teilnehmer*innen wieder nach Hause und in den kommenden Wochen werden wir sehen, was sie vom Sommerkongress mitgenommen haben und wie sie es umsetzen werden. Wir sind gespannt!

Der Bericht ist von Simeon Timmer aus dem youpaN

Bild: Simeon Timmer

Brandenburg macht BNE!

Unter dem Slogan „Brandenburg macht BNE“ fand am 12. September 2019 im Haus der Natur in Potsdam die Auftaktveranstaltung der „Servicestelle Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ Brandenburg statt, die im Frühjahr diesen Jahres ihre Arbeit aufnahm.

Die Servicestelle, die unter der Trägerschaft von drei brandenburgischen Institutionen läuft (der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Brandenburg e.V. (ANU), dem Verbund entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen Brandenburgs e.V. (VENROB) und der Hoschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE)), hat die Zielsetzung, brandenburgische Akteur*innen aus dem Bereich BNE zu qualifizieren und miteinander zu vernetzen.

Bild: Laura Rupenow

Bildungsangebote für BNE

Der Fokus der Servicestelle liegt auf Bildungsangeboten im nonformalen Bereich, die zukünftig auch von der Servicestelle zertifiziert werden können. Wer sich das Logo der neuen BNE-Anlaufstelle mal genau anschaut, der entdeckt darin die Farben der 17 Nachhaltigkeitsziele (engl.: Sustainable Developemnt Goals, SDGs). Auf die stützt sich nämlich das konzept der     Bildung für nachhaltige Entwicklung – konkreter auf das SDG 4: Hochwertige Bildung.

Bild: Laura Rupenow

Beim Auftakt in Potsdam hat sich Laura aus dem youpaN mit verschiedensten BNE-Multiplikator*innen ausgetauscht und die jugendliche Perspektive in die Diskussionsrunden miteingebracht. Mal schauen, was sich da in nächster Zeit noch so bewegen wird in Brandenburg…

Dieser Artikel wurde verfasst von Laura aus dem youpaN.