Zelten für die Zukunft

Gemeinsam mit 80 anderen jungen Menschen setzten wir uns auf unserem  yourpO „Zeltlager für eine Nachhaltige Entwicklung“ ein Wochenende zusammen und beschäftigen uns in unterschiedlichen und bunten Formaten mit Themen der Nachhaltigkeit.

Natur pur – volle Konzentration auf Nachhaltige Entwicklung

Mitte Juli war es endlich so weit, rund 80 Jugendliche gemischten Alters kamen an einem kleinen See im schönen Oberschwaben zusammen, um ihre Zelte aufzuschlagen. Das Zeltlager war am perfekten Ort, denn weit und breit war keine Stadt zu sehen, nicht mal ein Haus in erreichbarer Nähe. So konnten sich alle voll und ganz dem Programm widmen und Nachhaltigkeit leben.

Von Tierethik zur Europäischen Energiewirtschaft

Am Freitag startet dann für alle das Programm mit einem Workshop über Tierethik. „Warum klassifizieren wir Tiere in Haus-, Nutz-, und Schädlingstiere?“. Nach der Mittagspause und sehr leckerem, veganen Bio-Mittagessen ging es in die zweite Workshop-Phase. Das Demokratiezentrum Oberschwaben erklärte sich dazu bereit, einen Input mit Diskussion zum Thema „Europäische Energiewirtschaft“ anzuleiten.

Der Abend ließen wir mit Gesang und Tanz ausklingen. Und trotz Regen fanden sich Menschen, die Lust hatten, ein Feuer anzuzünden und so die Teilnehmenden aus den Zelten zu locken.

Was macht eigentlich so eine Kuh?

Am Samstag starteten wir den Tag mit Gruppenspielen. Hierbei verwandelten wir uns spontan in Kühe und ihre Ställe.

Danach ging es spannend weiter mit einer Auswahl an Workshops. Parallel gab es die Möglichkeit, etwas über Permakultur, Gemeinwohlökonomie oder Klimafolgen und Gewitter zu lernen.

Während des ganzen Zeltlagers gab es die Gelegenheit, sich kreativ auszuleben und eine der Leinwände oder Steine zu bemalen. Zeitweise wurden sogar Autos oder Menschen zu Leinwänden umfunktioniert. Außerdem wurde viel geschwommen und Sport gemacht. Ebenfalls entstand ein spontaner Schnitzkurs, in welchem viele Löffel und Schüsseln, sogar ein Krug, geschnitzt wurden.

Nach einer langen Lagerfeuerlied-Nacht und einer Menge Spaß, fing am Sonntagmorgen schon der Abbau an. Da alle tatkräftig mithalfen, war vor der Abreise noch genug Zeit für eine ausgiebige Abschiedsrunde.

Mehr Projekte für eine bessere Welt

Das Zeltlager für Nachhaltige Entwicklung ist eins von ganz vielen Projekten junger Menschen, die wir vom youpaN unterstützen, um die Welt nachhaltiger machen.

Drei Wochenenden für die Umwelt – die Umweltwerkstatt

„Umweltschutz“ und „Nachhaltigkeit“ ist in aller Munde. Aber was ist „Umwelt“ und wieso ist es wichtig, sie zu schützen? Welche Rolle spielt dabei das Smartphone? Diese und ähnliche Fragen stellten wir uns mit insgesamt 100 Jugendlichen an drei Wochenenden in unserem youprO „Umweltwerkstatt“.

Drei Wochenenden für die Umwelt

Anfang August war es soweit. Nach wochenlanger Vorbereitung konnte die erste von drei Umweltwerkstätten beginnen. Die Materialien waren vorbereitet und wir warteten ganz gespannt. Dann kamen die wissbegierigen Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren. Nach einem Kennlernabend mit Spielen, Gesprächsrunden und einem gemütlichen Lagerfeuer ging es endlich los.

Foto: Umweltwerkstatt

 

Drei Wochenenden für die Umwelt

Der nächste Morgen brach an und an verschiedenen Stationen legten die Teilnehmer*innen los. Es wurden Nistkästen zum Mitnachhausenehmen gebaut, Kerzen gezogen und nebenbei über Vögel und Bienen, ihre Bedeutung in der Natur sowie ihre Lebensweise gesprochen. Das Sammeln von Wasserproben in der Havel war besonders spannend, da man erst später unter dem Mikroskop erblickte, was man da eigentlich in den Händen hielt.

Foto: Umweltwerkstatt

Nach dem selbst geschnippelten Mittagessen ging es weiter. Beim Umweltseminar rauchten die Köpfe, an „Wissensstationen“ wurde diskutiert und die Ergebnisse in der „großen Runde“ vorgestellt. Dabei wurde besonders auf moderne Technik, wie Handys oder das Internet eingegangen. Viele der Kinder waren verblüfft, wie eng Umwelt und Technik miteinander verknüpft sind.

Den Spuren im Wald folgen

Später war es dann soweit, die Teilnehmer*innen begaben sich auf eine Waldwanderung. Sie entdeckten Ameisenhaufen, Tierspuren, Singvögel und Pilze. Bei einem gemütlichen Picknick mitten im Wald, wurde jeder*m die Schönheit unserer Natur klar.

Foto: Umweltwerkstatt

Nun neigte sich der Tag schon dem Ende, nach einem spielerischen Ausklang und einer Sinneswanderung durch den nächtlichen Wald ging es ins Bett. Am nächsten Morgen, setzten sich alle zusammen und diskutierten über eigene Ideen und Pläne zum Schutz der Umwelt. Die Ideen waren weitgestreut und kreativ. Wir waren verblüfft, wie sehr die Teilnehmenden an dem Thema interessiert waren. Schließlich wurden Nistkästen, Kerzen, Bilder und Infoblätter zusammengepackt. Dann ging es auch nach Hause.

Direkt im Anschluss an die erste Werkstatt saßen wir als Team zusammen und waren rundum zufrieden. Wir hatten die Umweltwerkstatt zusammen wahrwerden lassen und dem ein oder anderen jungen Menschen ein neues Bild unserer Umwelt gegeben.Orga-Team der Umweltwerkstatt

Die Umweltwerkstätten 2 und 3 im Spetember und November liefen immer besser. Wir merkten, wie wir immer besser zusammenarbeiteten und lockerer in der Umsetzung des Projektes wurden. Insgesamt sind wir uns als Team einig, das Projekt Umweltwerkstatt war ein voller Erfolg, mit allen Aktionen konnte 100 Kindern und Jugendlichen Umweltschutz vermittelt werden.

Die Umweltwerkstatt geht weiter

Zusätzlich zu unseren Wochenenden führt unser Projektteam eine Reihe von vielfältigen Tagesveranstaltungen durch. Z.B. Exkursionen zur Naturschutzstation Zippelsförde, Wanderungen in der Natur, Unterstützung beim Bau von Krötenzäunen oder Beobachtungen auf Streuobstwiesen, denn  unsere Umweltwerkstatt soll weitergehen, um mit kleinen Aktionen Kinder und Jugendliche von der Natur zu begeistern.

Mehr Projekte für eine bessere Welt

Die Umweltwerkstatt ist eins von ganz vielen Projekten junger Menschen, die wir vom youpaN unterstützen, um die Welt nachhaltiger machen.

Wenn Jugend Bildung für nachhaltige Entwicklung verändert

Im Rahmen des Freitalkformats der Grünen Jugend Hamburg war ich (Marcel) für das youpaN eingeladen, einen Vortrag über die Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Bezug auf junge Menschen zu halten.

Eine wichtige Voraussetzung um BNE überhaupt umsetzen zu können, ist die richtige Auffassung von BNE. Es ist nicht irgendeine Bildung, sondern eine gute, effiziente Bildung. Sie bedeutet sich nachhaltig zu bilden und sich ein breites Wissen anzueignen, welches Menschen dazu befähigt, die Auswirkungen ihres eigenen Handelns zu verstehen, um verantwortungsvolle Entscheidungen treffen zu können. Das ist echte Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Nun gilt es als große Herausforderung diese Art von Bildung umzusetzen. Doch wie?

Foto: Marcel Kupfer

UNESCO Weltaktionsprogramm für 17 Ziele

Im Rahmen des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung verfolgen wir 17 Ziele, die Sustainable Development Goals (SDGs), welche 2015 von den Vereinten Nationen beschlossen worden sind und bis 2030 erreicht werden sollen.

Zur Erreichung der Ziele muss eine nachhaltige Entwicklung flächendeckend, auf Deutschland bezogen bundesweit umgesetzt werden. Dafür muss sich BNE in Strukturen verankern, wie beispielsweise in den Bildungsplänen der Länder. Daneben sollte auch die Art und Weise des Lernens reflektiert werden und überdacht werden. Wichtig ist, dass die Menschen nachhaltig lernen, und so agieren, damit das morgen und übermorgen noch genauso lebenswert sein wird, wie das heute ist!

Junge Menschen ändern Bildung

Ein wichtiger Faktor für die Umsetzung einer guten Bildung ist die Beteiligung junger Menschen. Um unsere Welt nachhaltig zu verändern, müssen wichtige Entscheidungen getroffen werden, und darauf geachtet werden, dass der Veränderungsprozess zielführend gestaltet wird. Dazu braucht es die Meinungen und Ideen aller Altersgruppen. Auch der Jugend!

Als Jugendgremium youpaN setzen wir uns für eine gute Jugendbildung ein. Mit guter Jugendbeteiligung meinen mir den Einbezug junger Menschen im gesamten Prozess der Bildungstransformation in Deutschland. Also von der Ideenfindung, über die Diskussion bis hin zur Entscheidung und mit einem bestimmten Quorum! Gleichzeit müssen Jugendbeteiligung und freiwilliges Engagement für junge Menschen auch möglich gemacht werden. Das heißt, bei guter Jugendbeteiligung muss das Engagement mit der Schule, dem Studium, der Ausbildung etc. gut vereinbar sind. Dafür setzen wir uns ein!

BNE muss noch viel bekannter werden

Während des Freitalks bei der Grünen Jugend Hamburg wurde durch die Teilnehmenden festgestellt, dass BNE noch nicht das Maß an Bekanntheit hat, welches sie eigentlich haben müsste. Diese Feststellung muss ernsthaft behandelt werden, denn es muss gewährleistet sein, dass die Menschen darüber informiert werden, was Bildung für nachhaltige Entwicklung eigentlich ist und warum dieser Bildung ein hohes Maß an Wichtigkeit zugeschrieben wird.

Nun gilt es die aktuellen Gegebenheiten aufzugreifen und zu analysieren und dabei zu schauen, wie die Umsetzung einer guten BNE angegangen werden kann, möglichst zeitnah!

Ernährung & Konsum in der Bildungswerkstatt

138 Teilnehmer*innen, 2 Einstiegsredner*innen, 8 Workshops, knapp 30°C und eine Menge gerettete LebensmittelDas und noch viel mehr ist die Bildungswerkstatt Ernährung & Konsum!

Foodsharing vs. Lebensmittelverschwendung

Am Samstagmorgen können wir dank fleißigen Lebensmittelretter*innen mit einem ausgiebigen Frühstück im Jugendkulturzentrum Linse in Berlin-Lichtenberg starten. Monika Hansen von Foodsharing hatte mit einigen Teilnehmer*innen am Vorabend bei einer lokalen Bäckerei mehrere Körbe voll Backwaren abgeholt. Uns allen ist unerklärlich, dass all diese Lebensmittel sonst auf dem Müll gelandet wären. Auch nach dem Frühstück ist unser Buffet noch nicht erschöpft und man kann sich daran noch in den Pausen zwischen den Workshops bedienen. 

Direkt danach starten wir mit einem Warm-Up und dem ersten Vortrag im Plenum: Monika fasst die aktuelle Situation rund um Lebensmittelverschwendung in Deutschland zusammen und veranschaulicht die Funktionsweise von Foodsharing, als eine von vielen Lösungen.

Die weltweite Verschwendung von Lebensmitteln beläuft sich jährlich auf rund 1,3 Mrd. Tonnen, davon ist Deutschland für etwa 18 Mio. Tonnen verantwortlich.

Über 60 % aller verschwendeten Lebensmittel fallen in der Wertschöpfungskette an und fast 40 % beim Endverbraucher. Als Foodsharer*in kann man nach der Online-Registrierung, einem kleinen Quiz und einer Probephase, in der man von jemandem Erfahrenen begleitet wird, nach Ladenschluss verbliebene Lebensmittel retten – kostenlos und nachhaltig. In vielen Zuhörer*innen keimt der Wunsch auf, selbst zu handeln und aktiv zu werden. Dirk Hennig greift genau dort mit dem zweiten Vortrag des Morgens an: Er ermutigt zum Engagement im Bereich Gesellschaft und Umwelt. Gemeinsam werden außerdem aktuelle Jugendbewegungen, wie z.B. Fridays For Future analysiert und dabei der eigene Blick dazu hinterfragt.

Schnippeldisko und Ergebnisse zum Anfassen

Gleichzeitig beginnen einige Teilnehmer*innen vom Markt gerettetes Gemüse zu schnippeln, um daraus ein Mittagessen zu zaubern. In der Mittagspause stärken wir uns nicht nur, sondern diskutieren über das zuvor Erfahrene und knüpfen untereinander neue Kontakte. 

In der anschließenden zweiteiligen, interaktiven Workshopphase erweiterten, vertieften und konkretisierten wir unser bisheriges und neu gesammeltes Wissen. Eine bunte Mischung an Referent*innen bietet Einblicke vom Umgang mit Tieren als Nahrung im Kapitalismus über das Konzept des RettermarktesSirPlus“ bis hin zu alternativen Lebensstielen, die z.B. das Containern beinhalten und begleitet das eigenständige Brainstormen, Lernen und Diskutieren der Teilnehmer*innen. Bei einigen Angeboten gibt es sogar Ergebnisse zum Anfassen und Mitnehmen: So wird am Beispiel von Rhabarbermus das Einkochen als Möglichkeit um Lebensmittel haltbar zu machen erlernt, anderswo werden gemeinsam nachhaltige Stullen geschmiert.

Dank des guten Wetters können wir die Workshops auf dem gesamten Gelände des Jugendkulturzentrums verteilen, trotzdem kann man die Nachbargruppe immer gut sehen, mal spitzeln und sich inspirieren. Soweit das Auge reicht rauchende Köpfe, spannende Präsentationen und hitzige Diskussionen. 

Am Lagerfeuer lassen wir den Tag ausklingen und reflektieren: Wir haben erfahren, wie man Lebensmittel haltbar macht, Initiativen kennengelernt, die gegen Lebensmittelverschwendung vorgehen, gemeinsam diskutiert, welche Wege wir als Konsument gehen können und über unseren eigenen Tellerrand geschaut. Bei einer der Lebensmittelspenden war (als wäre es vorbestimmt gewesen) Hefeteig dabei, aus dem wir nun Stockbrot machen.

 Wenn du unser genaues Programm nochmal nachlesen möchtest, dann guck doch mal hier:

Einstiegsvorträge: 

  • „Welt gestalten“ (Anregungen für Engagement und Partizipation)
    – Referent: Dirk Hennig, FÖF e.V. & Forstliches Bildungszentrum RLP 
  • Überblick über den aktuellen Lebensmittel – Wegwerfwahn und Foodsharing
    – Referentin: Monika Hansen, Foodsharing Berlin  

 

Workshopliste: 

  • „Wie kam das Preisschild auf das Tier?
    – Referent: Tobias Blase, Student Erziehungswissenschaften, Uni Bielefeld 
  • Lebensmittel richtig verwerten: Einkochen
    – Referentin: Katharina Eck, Diderot: Kultur & Essen 
  • „Meine beste Stulle – Wege durch ein komplexes Lebensmittelsystem“
    – Referentinnen: Louise Duhan und Annica Cochu, SlowFood Youth Berlin 
  • Eine Lösung für Verschwendung- ökologisch nachhaltig und gut für den Geldbeutel: SirPlus
    – Referentin: Sarah Kirstein, FÖJlerin bei Sirplus & Teammitglied 
  • „Volle Bäuche statt volle Tonnen! Nachhaltigkeit in der Ernährung“
    – Referent*innen: Jonas Gramp und Lea Rodewald, Vertreter eines nachhaltigen und funktionalen Lebensstiels 
  •  „Umgang mit rechtsextremen Tendenzen in der Ökoszene
    – Referentin: Therese Stephan, BUNDjugend Berlin 
  • WG-Utopien für mehr Lebensmittel-Wertschätzung
    – Referentin: Hanna Vogel, Gemüse Ackerdemie 
  • Planspiel: globale Zusammenhänge von Ernährung
    – Referent*innen: Dinah Stratenwerth und Jonas Ressel, BLUE 21 e.V. 

Mehr Projekte für eine bessere Welt

Die Bildungswerkstatt ist eins von ganz vielen Projekten junger Menschen, die wir vom youpaN unterstützen, um die Welt nachhaltiger machen.

Mein Praktikum in der Stiftung Bildung (youboX)


„Ich war beim Startschuss der BNE Jugendbeteiligung vor zwei Jahren dabei und freue mich ins Team zurückzukommen“

20 Jahre alter Student im weißen T-Shirt vor der Stiftung Bildung
Foto: Dorothea Oelfke

In diesem Blog möchte ich euch die kommenden sechs Wochen mitnehmen und über mein Praktikum auf dem Laufenden halten. Nach Abschluss meines Praktikums werdet ihr einen guten Einblick in das Praktikum in der Stiftung Bildung haben. 

Zu meiner Person

Mein Name ist Niklas Hähn, ich studiere Politikwissenschaft an der Uni Mannheim und absolviere ein sechswöchiges Praktikum in der Stiftung Bildung.

In den letzten fünf Jahren engagierte ich mich in verschiedenen Bildungspolitischen Gruppen, wie der Landesschüler*innenvertretung Rheinland-Pfalz  und dem AStA der Uni Mannheim  für mehr Mitsprache von jungen Menschen. Ich freue mich die Möglichkeit zu bekommen, das youpaN bei seiner aktuellen Arbeit zu unterstützen.

Meine Aufgaben

Während meines Praktikums freue ich mich einen Einblick in die Arbeit einer Stiftung zu erhalten, die youboX bei ihrer Arbeit zu unterstützen und in tollen Teams an Projekten zu arbeiten. Es ist nicht selbstverständlich so viele Möglichkeiten zum selbstständigen Mitarbeiten und Weiterbildung  während eines so kurzen Praktikums zu erhalten. Vielleicht sieht man sich in den nächsten Wochen auf Kongressen zum Thema Bildung für Nachhaltige Entwicklung.

Ein besonderer Fokus meiner Arbeit wird auf der Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung Bildung und der youboX liegen. Dafür werde ich mich mit der Homepage auseinandersetzen und sie während meiner Zeit im Praktikum mitbetreuen.

Ich möchte sehr eng mit dem youpaN zusammenarbeiten, einen guten Einblick in ihre aktuelle Arbeit und Projekte in ganz Deutschland bekommen und sie bei ihrer Arbeit unterstützen, um das Projekt Bildung für Nachhaltige Entwicklung weiter voran zu treiben.

Ich hoffe, dass ich trotz der Sommerpause die Möglichkeit bekommen werde die Stiftung auf einen Lobbytermin zu begleiten, um mich auch gegenüber Dritte für die Ziele der Stiftung einzusetzen.

Das Praktikum ist sowohl für engagierte Schüler*innen, wie auch für Personen nach dem Schulabschluss zu empfehlen, die sich für Gremienarbeit, Verwaltungsarbeit und BNE interessieren. 

youcoN 2019 – 150 junge Menschen berieten auf Rügen über die Zukunft

Seit Monaten demonstrieren weltweit Jugendliche für ihre Zukunft. Noch einen Schritt weiter gingen sie bei der youcoN 2019, einer der größten Jugendkonferenzen für Nachhaltigkeit bundesweit. Organisiert hat sie die spendenfinanzierte Stiftung Bildung auf Rügen.

Gruppenbild der Teilnehmenden an der youcoN 2019

Die Teilnehmenden der youcoN 2019

Bei der youcoN kamen aus ganz Deutschland 150 junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren zusammen. Als Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft wollen sie den Unterricht in Schulen und Universitäten verändern. Denn umwelt- und sozialbewusstes Verhalten kann man lernen – davon sind die Konferenzgäste überzeugt. In Prora berieten sie vom 29. Mai bis 2. Juni 2019 über kreative Wege dafür. Im Angebot waren über 40 Workshops, Vorträge und Diskussionen finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

youcoN 2019: Klima, Plastik und mehr

Workshop-Ideen für eine nachhaltige Zukunft

Workshop-Ideen für eine nachhaltige Zukunft

Die großen Überschriften der Veranstaltung erstreckten sich von hochaktuellen Themen wie Klimaschutz und Plastikvermeidung bis hin zu digitaler Bildung, umweltverträglicher Mobilität und Ernährung. Die zentrale Frage: Wie kann man selbst einen persönlichen Beitrag dazu leisten und vor allem andere Menschen bewegen, aktiv zu werden? Dazu haben die jungen Konferenzgäste fünf Tage lang diskutiert, Spiele und Apps getestet, Konzepte entwickelt und sogar Solarlampen selbst zusammengelötet. Ein Team der „Jungen Presse“ hat dazu im Blog des youpaN laufend vor Ort berichtet.

Ökologische und soziale Probleme zusammen sehen

Lötarbeiten für den Bau einer Solarlampe

Löten für eine Solarlampe

Fachleute nennen das „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Dabei vermittelt man Schülern, Schülerinnen und Studierenden Wissen darüber, wie ökologische und soziale Probleme auf der ganzen Welt zusammenhängen. Zum Beispiel, wie die Klimakrise durch den steigenden Meeresspiegel dazu führt, dass Menschen in Küstenregionen ihre Existenzgrundlage verlieren. Im nächsten Schritt lernen die jungen Menschen, welche Lösungen es gibt – und setzen in Projekten und Aktionen eigene Ideen dazu um. Spenden für deren Realisierung sammelt bundesweit die Stiftung Bildung, die auch die youcoN organisiert hat.

Höhepunkt der youcoN 2019: Fest der Zukunft

Strampeln auf dem Smoothie-Rad

Strampeln auf dem Smoothie-Rad

Das Besondere bei der jährlichen stattfindenden Jugendkonferenz ist: Hier kommen junge Leute zusammen, die ihre Ideen auch an Lehrkräfte und die Politik weitergeben. Denn nur so lässt sich Bildung für nachhaltige Entwicklung flächendeckend verankern. Dazu stellten die Konferenzgäste ihre Ergebnisse am vorletzten Tag der Öffentlichkeit vor. Bei diesem “Fest der Zukunft” fanden an verschiedenen Ständen Mitmach-Aktionen und Informationsaustausch statt. Neben einer Kleidertauschparty, konnten die Teilnehmer*innen Bienenwachstücher als Alternative zu Frischhalte- oder Alufolie herstellen und Smoothies aus lokalen Produkten mixen. Der Strom dafür kam nicht aus der Steckdose, sondern von einem Tretfahrrad.

Forderung: Fortbildungen in Nachhaltigkeit für Lehrkräfte und Politik

Ergebnisse der youcoN 2019 als Theaterstück

Ergebnisse der youcoN 2019 als Theaterstück

Am Abend zeigten die Workshop-Gruppen, was sie in drei Tagen erarbeitet hatten. In Form von Filmen, auf Instagram und bei Theater-Aufführungen wurden Ergebnisse zu Themen wie „Sozialraum Kommune“, „Spielplatz Bildung“ und „Jugendbeteiligung 2030“ präsentiert – von Ideen und Vorschlägen bis hin zu konkreten Wünschen und Lösungen. Erst unlängst hatten zudem einige der Teilnehmenden gefordert, dass sich Politik und Lehrkräfte grundlegend in Nachhaltigkeit fortbilden lassen sollen. Nur so könnten sie in ihrer Vorbildfunktion zukunftsweisend vorangehen.

Aufbruch in eine andere Zukunft

Forderung: Systemwandel statt Klimawandel

Klares Ziel: Systemwandel statt Klimawandel

Mit ihren Vorstellungen stehen die jungen Menschen bei der youcoN 2019 für einen Aufbruch in eine andere Zukunft. Ganz so wie die gesellschaftskritische Hip-Hop-Band Loopmilla aus Rostock, die den finalen Abschluss des Abends bildete – und deren Beats auch die letzten Tanzmuffel auf die Tanzfläche lockten.

Mehr zu den Forderungen nach Fortbildungen

Weitere Artikel zu youcoN 2019 im Blog des youpaN

Rückblick: youcoN-Konferenzprogramm

Autor: Jan Bruns (Stiftung Bildung)

youprO: Podcast zum öffentlichen Raum

Wir befinden uns tagtäglich im öffentlichen Raum wie unserem Kiez. Dort begegnen wir der Umwelt und anderen Menschen, es gibt Regeln und Interessenskonflikte. Doch selten denken wir darüber nach, was der öffentliche Raum eigentlich alles ist und dass wir ihn nach unseren Ideen gestalten können.

Studierendenpodcast (3)
Studierendenpodcast (5)
Studierendenpodcast (4)
Studierendenpodcast (1)
Studierendenpodcast (2)

Deshalb haben wir dem Podcast Raumcast gegründet. In vier Folgen gucken wir uns an, was der öffentliche Raum eigentlich ist, wie er sich entwickelt hat und wie wir ihn in Zukunft ausgestalten können. Gerade junge Generationen können z.B. vor dem Hintergrund des Klimawandels erfahren, wie die Funktionen des öffentlichen Raumes neu bzw. anders durchdacht werden können, damit wir ökologische Gefahren ausgleichen und gleichzeitig so viele Menschengruppen wie möglich einbeziehen.

Höre dich durch unsere Podcast-Folgen

  • Berliene Maja
    Zeit zu handeln: Insekten sterben in den Städten aus. In den letzten 30 Jahren ist die Biomasse von Fluginsekten über 75% zurückgegangen. Deutschlandweit sind ein Viertel der Insektenarten vom Aussterben bedroht. Brauchen wir Menschen überhaupt Insekten? Ein Gespräch mit Wildbienenexperten Dr. Schmid – Egger und der Geoökologin Sonja Knapp.
  • Carsharing
    We are sure you have heard of car sharing before! Especially living in big cities car sharing is everywhere and in the 21st century it is almost as common as using public transport. So letʼs get into it and take a closer look at car sharing and itʼs history.
  • In Deutschland muss niemand auf der Straße leben
    Wie kann es passieren, dass so viele Menschen in einem Sozialstaat wie Deutschland auf der Straße leben? Wieso gehen wir im Alltag so ignorant mit obdachlosen Menschen um? Welche Fragen müssen wir uns stellen, um etwas zu verändern? Was genau muss sich eigentlich verändern? Wer trägt welche Verantwortung?
  • Fahrradstadt
    Berlins Straßen sind auf den Autoverkehr ausgerichtet. Motorisierte Fahrzeuge haben Vorrang vor allen anderen Verkehrsteilnehmern. Insgesamt 58% der Verkehrsflächen in Berlin sind für das Autos reserviert. Davon entfallen 19% auf parkende Flächen. Mit unseren Gästen Prof. Andreas Knie und Prof. Oliver Schwedes reden wir über Chancen, Möglichkeiten und die aktuellen Defizite der Stadt Berlin auf dem Weg zu einer Fahrradstadt.

Übrigens

Zur offiziellen Raumcast-Seite geht es hier entlang.

Als sogenanntes „tu project“ können Studierende mit uns das Projekt ohne Lehrkraft selbstständig durchziehen und bekommen dafür auch noch Creditpoints. Das ist mal eine partizipative Bildung!

Mehr Projekte für eine bessere Welt

Der Podcast zum öffentlichen Raum ist eins von ganz vielen Projekten junger Menschen, die wir vom youpaN unterstützen, um die Welt nachhaltiger machen.

Weltkindertag: Für mehr Nachhaltigkeit bringen sich Jugendliche ein

Mit der Bildung für nachhaltige Entwicklung sollen Kinder und Jugendliche lernen, Zukunftsfragen eigenständig zu bewerten und zu beantworten. In einem vom BMBF geförderten Projekt nehmen die jungen Menschen direkt Einfluss.

Jugendliche und junge Erwachsene nicht nur für Politik zu begeistern, sondern sie am besten gleich direkt mit einzubinden, ist eine der größten gesellschaftlichen Aufgaben – das haben die vergangenen Woche einmal mehr gezeigt. Die Klimademonstrationen, an denen freitags viele Kinder und Jugendliche teilnehmen, sind dafür genauso sinnbildlich wie die Debatte um das Video des Influencers Rezo.

Zum ganzen Artikel des BMBF geht es hier entlang.

Forschung für unsere Zukunft

Am 13. und 14. Mai habe ich, Clara, am15. BMBF-Forum für Nachhaltigkeit teilgenommen. Dort haben sich Menschen aus der Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft aber vor allem aus der Wissenschaft getroffen und insbesondere zum großen Thema Artenvielfalt und Biodiversität gearbeitet.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von einer Rede der Ministerin des BMBFs, Anja Karliczek, die neben der Dringlichkeit und Wichtigkeit des Handelns gegen das Artensterben auch den Nationalen Aktionsplan Bildung für Nachhaltig Entwicklung erwähnte, der junge Menschen dazu befähige, nachhaltig zu denken und zu handeln. Ich konnte das youpaN bei vielen Menschen bekannter machen und habe ausschließlich positive Rückmeldungen dazu bekommen, dass junge Menschen auf Veranstaltungen wie diesen präsent sind, sich einbringen können und diese Erfahrungen schließlich wieder zurück in ihre eigene Lebensrealität bringen. Neben Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität war auch die Digitalisierung und die Kommunikation von wissenschaftlichen Ergebnissen ein wichtiges Thema der Veranstaltung.

Drei Botschaften sind mir dazu besonders in Erinnerung geblieben:

  • Der Staat muss viel mehr Geld in Projekte zum Schutz und zur Erforschung der Biodiversität tun und diese langfristig fördern.
  • Die Digitalisierung muss sich Nachhaltigkeit und die SDGs als Ziel setzen, damit wir mithilfe von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz eine nachhaltige Gesellschaft aufbauen können.
  • Damit die Erkenntnisse aus der Wissenschaft tatsächlich durchgesetzt werden, braucht es „ÜbersetzerInnen“, die den wissenschaftlichen Jargon in kurze und verständliche Formate (z.B. Vidoes) packen 😉

Aus der Veranstaltung gehe ich bestärkt heraus, denn ich habe gemerkt: Sich als junger Mensch einzubringen macht Spaß und die übergroße Mehrheit der „älteren“ Leute findet es toll, dass es uns gibt!

Der Artikel wurde von Clara verfasst.

Jugendpolitiktage 2019 – „Jugend interessiert sich immer stärker für Politik“

Marcel und Elena auf den Jugendpolitiktagen

Marcel und ich, Elena, waren am Wochenende bei den Jugendpolitiktagen 2019, die von der Jugendpresse Deutschland veranstaltet wurden.

Dabei waren 450 junge Menschen, die sich in Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden auch noch bis weit in die Nacht darüber redeten, wie unsere Welt zukünftig aussehen kann und muss.

Dazu hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit Forderungen aufzustellen, die in die Jugendstrategie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) einfließen werden!

Eine tolle Möglichkeit für junge Menschen sich politisch zu engagieren und ihre Wirkung im aktuellen Geschehen zu spüren. Wir, vom youpaN, haben die Menschen alle hochmotiviert, voller inspirierenden Ideen, aber auch kritisch und reflektiert zu den Themen wahrgenommen, die uns gerade beschäftigen.

Wie wird zukünftig mit Ressourcen umgegangen? Wie sollen wir in Europa und in der Welt zukünftig leben? Und vor allem: Wie können wir als junge Menschen nachhaltig in Politik beteiligt werden?

Das Problem: Politik wacht zwar langsam auf und versteht, dass junge Menschen mit in die festgefahrenen Strukturen aufgenommen werden müssen. Doch um wirklich Jugendbeteiligung zu fördern, müssen diese Strukturen aufgebrochen werden, um überhaupt eine Beteiligung auf Augenhöhe zu ermöglichen.

Wir haben dazu mit Camila Pahmeyer von „Politikorange“ gesprochen und auch von unseren Eindruck der Jugendpolitiktage erzählt. Das vollständige Interview gibt es hier:https://politikorange.de/2019/05/es-ist-eine-totale-bereicherung-hier-zu-sein/