Wirtschaftliches Handeln als Ursache vieler Probleme

Foto: Carolin Schnelle

Nach seinem Abitur reiste Aaron Boos ein Jahr durch Australien und verbrachte sieben Monate in Asien. Während seiner Reise sammelte er viele Erfahrungen und neue Ideen, bis er in das Projekt “TROM” einstieg. Dessen Ziel ist es, Ursachen gesellschaftlicher Probleme aufzuzeigen und realistische Lösungen vorzustellen. An den Beiträgen auf der Website “Tromsite” schreiben zwölf Autoren aus verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt. Sie vernetzen sich online, um auch über Ländergrenzen hinaus kommunizieren zu können. Ihre Videos und Texte sollen die Wertvorstellungen der Menschen herausfordern und sind kostenlos und frei zugänglich.

“Unsere Vision ist es, die Gesellschaft zu verändern. Wir können so nicht weitermachen. Die Probleme, wie Klimawandel, Umweltverschmutzung und soziale Ungleichheit nehmen zu und wir müssen etwas an der Ursache dieser Probleme verändern.” – Aaron Boos

“Ich habe mir schon super viele Gedanken über unsere Gesellschaft und das große Ganze gemacht und versucht zu verstehen, was es auf der Welt für Probleme gibt, wer sie schafft und warum sie entstehen.”, erzählt er begeistert. Interessierte können kostenlos Antworten auf diese komplexen Fragen in dem Werk: “Die Ursache der meisten Probleme” nachlesen. Die Themen, die das Projekt TROM behandelt, sind vielfältig. In den Beiträgen “Die Welt und uns selbst essen” werden Essgewohnheiten auf Verstand und Moral geprüft und nachhaltige Alternativen aufgezeigt, “Anstößig und obszön” kritisiert unsere Wahrnehmung von Nippeln, Genitalien und Nacktheit und wie Geld unser Handeln bestimmt, ist in “Das Geldspiel und darüber hinaus” nachzulesen.

Inhalt und Gestaltung

Die Texte sind in einfacher Sprache geschrieben und leicht verständlich. Damit die Themen für möglichst viele Menschen zugängig sind, legt das Team auf die Gestaltung besonders viel wert. Im Gegensatz zu einem normalen Buch werden die Inhalte im Comic-Design aufbereitet. “Damit ist auch für junge Menschen interessant”, erzählt Aaron.

Um möglichst viele Leser nachhaltig von ihren Inhalten zu überzeugen, führt das Team außerdem Quellenangaben und Belege an. Diese sind in der Online Version direkt am Text verlinkt und in wenigen Sekunden prüfbar.

Zukunftspläne

Aaron zieht in wenigen Monaten nach Spanien, um sich in Vollzeit für das ehrenamtliche Projekt zu engagieren und neue Videoformate zu drehen: “Ich habe Freunde, die keine Bücher lesen und ich denke die erreichen wir eher mit Videos.” Am liebsten würde er sich nur für dieses Projekt engagieren, aber um sich sein Leben zu finanzieren, wird er sich in Spanien einen Nebenjob suchen müssen. Wenn er Glück hat, kann er auch Spenden für das Projekt sammeln, die seine Arbeit mitfinanzieren.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Ann-Kathrin Hegger von der Jugendredaktion der Jungen Presse e.V., die live von der youcoN auf ihrem Magazin www.youthmag.de berichtet und uns diesen Beitrag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Seit über 65 Jahren setzt sich die Junge Presse ehrenamtlich für medieninteressierte Jugendliche ein und ist einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände.

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Für die erfolgreiche Umsetzung unterteilen wir das Projekt in 5 Phasen. Vom Projektbeginn bei dem das Projektziel definiert wird, über die Überprüfung, Planung, Umsetzung und am Ende zum erfolgreichen Abschluss.

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Zum Beispiel mithilfe der SMART-Methode mit der du bei Projektbeginn (Phase1) mit fünf Fragen dein Projektziel formulieren kannst. Für Projekteinsteiger*Innen und strukturierte Köpfe genau das Richtige!

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Vernetzung von Lehrenden für bessere BNE

Die youcoN war eine wahrhaftige Fundgrube für gute Ideen und Denkanstöße. Allerdings haben sich die meisten Teilnehmer schon vor ihrem youcoN-Besuch ausgiebig mit der Thematik Nachhaltigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung auseinandergesetzt. So auch Linda An aus Berlin.

Linda studiert momentan Psychologie auf Master in Berlin und entwickelt seit zwei Monaten gemeinsam mit ihrer Kollegin Antonia Schäfer bereits eine Initiative im Bereich Bildung. Obwohl das Projekt laut Linda noch sehr in den Kinderschuhen steckt, sind sich die beiden Gründerinnen klar darüber, was genau das Ziel ihrer Initiative sein soll.

Wir wollen eine Plattform schaffen, auf der Lehrende voneinander lernen, sich austauschen und ihre Lehrmethoden verbessern können.

Linda und Antonia arbeiten in ihrer Freizeit für die Entstehung eines Festivals zur Vernetzung von Lehrenden untereinander, weil sie das Gefühl haben, dass es bis jetzt meist nur Angebote wie Workshops und Seminare für Lehrende zur Fort- und Weiterbildung gibt, die stark auf die weitere Qualifizierung abzielen.

Beim sogenannten IF-Festival sollen zudem zentral die Bedürfnisse der Schüler diskutiert werden. Speziell über verschiedene Problematiken, mit welchen Lehrer und Schüler tagtäglich konfrontiert werden, soll sich ausgetauscht werden. Die Lehrenden können während der Veranstaltung und im Nachgang auf einen unglaublichen Erfahrungs- und Ressourcenpool zugreifen, da man dort in jedem Fall auf Menschen mit Expertise in ihrem Feld trifft.

So läuft’s ab

In einem ersten Testdurchlauf soll das IF-Festival  für 30-70 Lehrende stattfinden, die in vier von insgesamt fünf Tagen Erfahrungen bzw. „Best Practices“ teilen, Coaching zum Thema Bildung wahrnehmen und Feedback zu ihren Ideen und Lehrmethoden wahrzunehmen. Die ersten vier Tage sind dabei jeweils einem Thema gewidmet. Diese Themen können beispielsweise spielerisches Lernen, mit digitalen Medien lernen und voneinander Lernen (Peer-to-Peer) sein.

Begleitend dazu werden Impulsvorträge und Teambuilding-Workshops gehalten, damit die Lehrenden sich untereinander kennenlernen und sich über ihre Interessen in Bezug auf Bildung klar werden. Der letzte Tag soll die Möglichkeit bieten, sich in verschiedenen Räumen mit je einem Thema in Gruppen zu beschäftigen und konstruktiv an konkreten Ideen zur Verbesserung des Bildungssystems zu arbeiten. In diesem Zuge können sich die Teilnehmer nochmal aktiv Feedback holen und Unterstützung für die Zukunft sichern.

Im besten Fall haben sich über das gesamte Festival hinweg schon Interessensgruppen gefunden, die sich auch langfristig mit einem Projekt oder einer Idee beschäftigen wollen, um diese dann vor Ort an ihrer jeweiligen Schule umzusetzen. Somit dient das Festival als Kick-Off Veranstaltung, die den Impuls für langfristigen Erfahrungsaustausch und Engagement von Lehrenden setzt.

Obwohl die langfristige Zusammenarbeit selbstorganisiert abläuft, wollen Linda, Antonia und ihr Team finanzielle Mittel und Ressourcen bieten, die die Arbeit zusätzlich im Prozess unterstützen können.. Das wird unter anderem erst durch die Zusammenarbeit mit Stiftungen möglich, die Interesse für die Initiative zeigen, und engagierte Referenten, die zu einer Thematik pro-bono Vorträge halten oder Coachings geben.

Deine Meinung wird gebraucht!

Essentiell für die Veranstaltung ist allerdings, dass Schüler ihre Meinung bei dem Team des Lehrenden-Festivals abgeben und von Problemen seitens der Schülerschaft berichten. Dafür werden unbedingt Interviewpartner gesucht, die die Bedürfnisse der Schülerschaft portraitieren wollen.

 Schreibe jetzt an und bring DICH mit in das Festival ein! 

Dieser Artikel wurde geschrieben von Johanna Dörrie von der Jugendredaktion der Jungen Presse e.V., die live von der youcoN auf ihrem Magazin www.youthmag.de berichtet und uns diesen Beitrag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Seit über 65 Jahren setzt sich die Junge Presse ehrenamtlich für medieninteressierte Jugendliche ein und ist einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände.