youprO: Eine Vollversammlung für unser Klima

Das youprO „Public Climate School“ an der Martin-Luther-Universität Halle war „ein energetisches Brodeln voll Tatendrang und Aufbruchsstimmung“ auch, wenn dies leider nicht alle mitgerissen hat.

Wir, eine Ortsgruppe der Students For Future AG von Fridays For Future, haben eine Woche lang über 30 Veranstaltungen zum Thema Klima und der daraus resultierenden Verantwortung unserer Universität auf die Beine gestellt. Diese gingen von Informationsveranstaltungen in Form von Vorträgen, Podiumsdiskussion bis hin zu Kinoabenden, einer Party, Workshops, einer studentischen Vollversammlung und abschließend drei Demonstrationen mit und ohne Fahrrad. All dies ist logistisch und organisatorisch basierend auf unermüdlicher Bereitschaft und Improvisationsvermögen bis auf wenige Raumwechsel einwandfrei verlaufen. Zudem sollten wir das Begleitprogramm definitiv mehr geisteswissenschaftlich ausbauen, da uns die Woche nochmal deutlich gezeigt hat, dass die Klimaherausforderung schon lange nicht mehr technischer oder wirtschaftlicher, sondern vor allem kultureller und politischer Art ist.

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Wie geht es weiter? Eine deutschlandweite Public Climate Schoo?

Nach unserem Projekt reflektieren wir nun, inwiefern wir unseren Zielen, der Umsetzung der deutschlandweiten Public Climate School in Halle und der Veränderung des global-politischen Systems des menschlichen Daseins, dass es zukunftstauglich ist, nähergekommen sind. Ich denke, dass es definitiv ein Schritt in die richtige Richtung war, allerdings hätte dieser größer ausfallen können. Doch wo sind die Hebelpunkte des Systems? Wie kann man am effektivsten darauf Einfluss nehmen? Wen muss eine soziale Bewegung wie FFF außerdem ansprechen? Und wie funktioniert dies am effektivsten? Auf diese Fragen erste Antworten zu finden, erhoffe ich mir während den folgenden Wintermonaten unter anderem in den kostenlosen Büchern der

Smart CSOs, auf welche wir durch den Verein für Bildungsarbeit „Mohio“ aufmerksam geworden sind.  Diese haben im Rahmen unseres Projektes auch zwei Workshops gegeben. All diese Fragen fordern mit Sicherheit einiges Durchhaltevermögen, aber wir sind jetzt an einem Punkt angekommen, an dem wir nicht mehr auf unsere Eltern oder traditionelle Autoritäten, wie auch die Universität eine ist, setzen können, da die Umstände zeigen, dass wir genau diese sowie alte Denkmuster in Zukunft ändern müssen.

Wir brauchen eine alternative Kultur mit ALLEN und dafür werden wir uns weiterhin einsetzen und brauchen jede helfende Hand für einen nachhaltigen Wandel.

Der Bericht (gekürzt) wurde von Arian verfasst, die das Projekt mitgeplant hat.

Hacken fürs Klima

Vom 29.11 bis zum 01.12. haben wir, Christopher und Clara, am Klimahackathon der Stiftung der deutschen Wirtschaft teilgenommen. In der entspannten Arbeitsatmosphäre, welche das Umspannwerk Kreuzberg uns bot, konnten wir drei Tage lang sehr konzentriert an unserem Online-Tool „Sustain-ABILITY – du hast die Fähigkeit, unsere Welt zu retten“ arbeiten.

Klimahackaton in Berlin-Kreuzberg

Dabei haben wir zahlreiche hilfreiche Inputs in Form von kurzweiligen Vorträgen zur Umweltpsychologie, zur Lausitz und zur Fairness von CO2-Steuern erhalten. Außerdem standen uns „Expert*innen“ zur Seite, welche unsere Fragen zu Gaming, Motivationstheorie und der Implementierung des Tools in den schulischen Unterricht beantworten konnten. Insgesamt war es ein produktives und sehr inspirierendes Wochenende, das uns dazu ermutigt hat, unser Online-Spiel weiter zu verbessern.

Der Artikel wurde von Clara aus dem youpaN verfasst.

youprO-Reportage: Klimawandel – ganz dünnes Eis

Zumindest seit Fridays for Future kommt jede*r mit dem Thema Klimawandel in Kontakt. Aber es wirkt oft abstrakt und weit weg von unserer Lebensrealität. „Was genau passiert mit unserer Erde? Welche Folgen spüren wir direkt vor unserer Haustür? Und was kann jeder von uns tun, um das Klima zu schützen?“  Diesen Fragen sind wir in unserem youprO  „Klimawandel – ganz dünnes Eis“ in einer Reportage auf der Spur.

Hier findest du den ganzen Film.

Antworten suchen statt Halbwissen haben

In unserem Umfeld herrschte mehr Halbwissen als Verständnis, so auch bei uns. Deshalb begannen wir, eine Gruppe junger Menschen, Mitte 2018 nach Antworten zu suchen und nutzten die Gelegenheit, um andere Menschen in unserem Alter zu informieren. Wir zeichneten unsere Recherche und Gespräche auf. In unserer Schule lernten wir das technische Know-how, um selbstständig zu schreiben, filmen und schneiden.

Wir recherchierten einige Monate und kontaktierten Wissenschaftler um unsere Fragen zu klären. In der Reportage sprechen wir mit Frau Dr. Martin vom „Potsdam Institut für Klimafolgenforschung“. Sie redet mit uns über über ihre Sorge in die Zukunft, aber auch die Hoffnung die sie als Wissenschaftlerin antreibt. Außerdem treffen wir die Feuerwehr, die über eine Zunahme von Rettungseinsätzen spricht, reden mit einem Förster über tote Wälder und mit Aktivist*innen aus dem youpaN über Spaß an Nachhaltigkeit.

Fridays for Future macht auch uns Beine

Während unseren Dreharbeiten begann die Fridays for Future Bewegung, inspiriert von Greta Thunberg. Wir liefen mit und interviewten sowohl Demonstrant*innen, als auch Organisator*innen. Die Moderatorin Sarah kommt zu dem Schluss:

„Fridays for Future hat mich echt inspiriert. Ich helfe bei der Mobilisierung der Demos und will in Zukunft noch mehr bei der Organisation helfen.“

Generell haben wir alle viel von dem Projekt mitgenommen. Jafet, der zweite Moderator unserer Reportage meint: „Es tut gut zu hören, dass wir etwas unternehmen können und damit tatsächlich etwas verändern.“  Dieses Potenzial möchte er verantwortungsvoll nutzen und hofft, andere dazu inspirieren zu können, das gleiche zu tun. Außerdem haben wir bei der Recherche und den Dreharbeiten unglaublich viel gelernt und konnten tolle Menschen kennenlernen. Am meisten Spaß hat der Kontakt zu Aktivist*innen gemacht, die alle voller Tatendrang und Hoffnung waren.

Der Artikel (gekürzt) wurde von Sarah aus dem Projektteam geschrieben.

Veranstaltungshinweis – komm zum BNE-Facebooktag und triff das youpaN

Facebook öffnet am 3. Dezember 2019 im Sony-Center in Berlin seine Türen, um über eine nachhaltige Bildung zu tagen. Auf der 1. BNE-Tagung zur Nachhaltigkeitsbildung gibt es Vorträge und jede Menge spannende Workshops, in denen wir lernen, wie wird die Welt nachhaltiger, gerechter und vielfältiger machen können.

Auch du bist eingeladen! Denn auch junge Menschen und ihre Meinungen dazu sind wichtig!

Bild: https://facebooknachhaltigebildung.splashthat.com/

Junge Menschen als Changeagents

Mit dabei ist auch unser youpaN. Es wird von seiner Arbeit für BNE berichten und gibt euch Tipps für gelungene Jugendbeteiligung.

Die UN-Jugenddelegierte für Nachhaltigkeit Rebecca Freitag wird über nationale- und internationale BNE-Fortschritte berichten.

Hier kannst du dich kostenlos anmelden: https://facebooknachhaltigebildung.splashthat.com/

 

 

Die Welt retten im Unterricht

Die Welt retten im Unterricht – Workshop an der Gerda-Taro-Schule

Am 08.11.2019 konnte ich (Clara) anlässlich des „Fest der Demokratie“, welches als Projekttag der Gerda-Taro-Schule in Leipzig stattfand, in einem Workshop das vom youpaN entwickelte Onlinespiel „Sustain-ABIILITY: die Fähigkeit, die Welt zu retten“ vorstellen. Neben 17 Schüler*innen, welche die 7. bis 9. Klasse besuchten, nahmen auch einige Lehrer*innen der Schule teil.

Von 10 bis 14 Uhr spielten sich die Schüler*innen durch die ersten zwei Level des Spiels und setzten auch vier Challenges des Spiels in Kleingruppen um: So entwarfen sie ein nachhaltiges Menü für die Mensa, überlegten sich ein Zero-Waste-Konzept für ihre Schule, recherchierten über Schulpartner­schaften in Ecuador und stellten fest, dass wir von Erdöl umgeben sind – von unserem Federmäppchen über die Computer bishin zu unserer Kleidung.

Foto: Christopher Zentgraf

Das Feedback der Schüler war sehr hilfreich: Sie äußerten nicht nur Dinge, die ihnen gefallen haben – so etwa das Prinzip, dass sich die Spielenden gegenseitig grüne Daumen schenken können und das futuristische Design – sondern machten auch viele konstruktive und konkrete Verbesserungsvorschläge, die wir versuchen werden, so gut es geht in das Spiel zu integrieren. Auch von den Lehrern erhielt ich hilfreiche Tipps, wie das Spiel bei den Lehrkräften noch besser ankommt und dass man unterschiedliche Ansätze je nach Bundesländern wählen sollte. Mit diesem Wissen ausgestattet, werden wir versuchen, finanziellen Support und weitere engagierte Menschen zu finden, um das Spiel noch besser zu machen und in den deutschen Schulen zu verbreiten.

Hier geht es zum Spiel: https://planet-n.de/

Der Artikel wurde von Clara aus dem youpaN verfasst.

Jugend mischt auf bei erster KMK-BMZ-Fachtagung mit Jugendbeteiligung

Auf Initiative von Engagement global und mit Unterstützung des SV Bildungswerks (http://sv-bildungswerk.de) haben 20 junge Menschen, darunter auch Noura, Clara und Elena aus dem youpaN, die KMK-BMZ-Fachtagung  zum Orientierungsrahmen BNE besucht. Wer jetzt wegen der GROSSBUCHSTABEN verwirrt ist, KMK-BMZ steht für „Kultusministerkonferenz – Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit“ (Das sind die staatlichen Institutionen, welche diese Tagung veranstaltet haben.)

Engagement Global, 10. Fachtagung zum Orientierungsrahmen Globale Entwicklung, Leipzig
Foto: Alexander Schmidt

Wir hatten die Möglichkeit, als junge Menschen viele unserer Gedanken im Plenum aber auch in spannenden Einzelgesprächen oder Open Space-Formaten zu äußern. Das Programm wurde sogar extra so angepasst, dass auch junge Menschen das Fachchinesisch verstehen und sich nicht völlig im Abkürzungsjungle verirren. Viele wichtige Menschen haben betont wie wichtige Jugendbeteiligung ist. Dementsprechend passend war unsere Forderung nach einer Jugendpartizipation auf Augenhöhe und die Einrichtung von Jugendzukunftsräten in den Bundesländern. Da die Fachtagung in Leipzig stattfand, konnte das Land Sachsen seine Landesstrategie BNE vorstellen, in der jedoch keine strukturelle Jugendbeteiligung in Entscheidungsprozessen vorgesehen ist.  Wir haben auf diesen „Missstand“ aufmerksam gemacht und hoffen, dass die Staatsregierung Sachsen der Forderung der vielen jungen, engagierten Menschen nach Jugendbeteiligung in BNE nachkommt!

Der Artikel wurde von Clara aus dem youpaN verfasst.

La page verte – Die grüne Seite

Trotz Digitalisierung steigt der Papierverbrauch in Deutschland (Quelle:
Verbraucherservice Bayern). Mit einem Verbrauch von 250 kg Papier befindet sich Deutschland weltweit auf Platz 4 (Quelle: Bundesumweltamt 2015). Diese Zahlen sind bedenklich, denn die Papierindustrie hat einen nicht unerheblichen Effekt auf Klima und Umwelt – nicht zuletzt durch die Abholzung von Wäldern, die Entstehung von Monokulturen, das damit einhergehende Artensterben oder die Freisetzung von Chemikalien.

Auch an der Universität des Saarlandes wird nicht an Papier gespart: Jedes Jahr werden an der Universität des Saarlandes ca. 160 Tonnen Papier entsorgt (Quelle: Dezernat ZBD – Zentrale Beschaffung und Dienste, Universität des Saarlandes) . Daher haben wir im April 2019 beschlossen, auf direktem Wege etwas gegen diesen Ressourcenverbrauch zu unternehmen.

Foto: La page verte

Papier retten und neues Leben schenken

Und so wurde La page verte – Die grüne Seite geboren. Die Grundidee ist simpel: Einseitig bedrucktes Papier (z. B. Fehldrucke, Flyer oder Plakate) werden gesammelt, um daraus mit einer einfachen Leimbingung neue Notizblöcke herzustellen. Das Papier wird also „gerettet“, um ihm ein neues Leben zu schenken. Durch die Verwendung unserer Blöcke kann so jede*r einzelne Ressourcen einsparen: Holz, das vor allem bei der Herstellung von Frischfaserpapier gebraucht wird sowie Wasser und Energie, aber auch Chemikalien, die für die Herstellung von Papier eingesetzt werden.
Durch das „direkte“ Recycling wird sich außerdem der energieaufwendige Prozess, in dem aus Altpapier Recyclingpapier hergestellt wird, gespart. Somit kann CO2 eingespart werden. Während ein normaler DIN A4-Block mit 80 Seiten aus Frischfaserpapier 1,2 kg Holz, 20,8 l Wasser und 4,3 kWh Energie verbraucht, ein gleicher Block aus Recyclingpapier 0,4 kg Holz, 8,2 l Wasser und 1,7 kWh Energie (Quelle: IPR – Initiative Pro Recycling, Nachhaltigkeitsrechner), verbrauchen unsere Blöcke so gut wie keine Ressourcen.

Gleichzeitig versteht sich das Projekt als Nachhaltigkeitskampagne und will für einen verantwortungsvolleren Umgang mit Ressourcen sensibilisieren. Dafür befindet sich auf der ersten Seite eines jeden Blocks ein Factsheet zum Thema Papierverbrauch, auf dem Informationen rund um das Thema Papier und Tipps für einen verantwortungsvolleren Umgang damit zu finden sind.

Von der Idee zum Block

Der erste Schritt war die Kontaktaufnahme zu 2nd Page in Lüneburg, die uns die wichtigsten Aspekte rund um ihr Papier-Retten-Projekt erklärten. Darauf folgte die Findung eines Namens sowie die Entwicklung eines Logos. Als wir diese festgelegt hatten, konnten wir auf verschiedene Akteure an der Universität zugehen: So gewannen wir z. B. das Studentenwerk im Saarland e. V. Als Projektpartner, das uns unter anderem einen Raum zur Lagerung des gesammelten Papiers zur Verfügung stellte. Weiterhin sprachen wir mit
dem neuen Verantwortlichen für die Stabstelle Nachhaltigkeit und Digitalisierung der Universität des Saarlandes, um ihm das Projekt zu präsentieren und über bereits vorhandene Nachhaltigkeitsstrategien an der Universität zu sprechen.

Foto: La page verte

 

Dann veranstalteten wir ein Infotreffen, um das Projekt vorzustellen und Freiwillige zu finden, die uns bei der weiteren Umsetzung helfen würden. Werbung dafür haben wir u. a. im Rahmen der Hochschulwahlen gemacht. Rund 20 Personen kamen zur Infoveranstaltung, von denen, gemeinsam mit uns drei Initiatorinnen, ca. 10 heute das Kernteam ausmachen. Ende Juli folgte ein weiteres Treffen, bei dem wir damit begannen, Sammelboxen zu basteln (auch diese ausschließlich aus Altpapier).

Über Datenschutz und Inklusion

Wir haben daraufhin an verschiedenen Orten an der Universität Sammelboxen aufgestellt, u. a. Im Studentenwerk, in der Zentralbibliothek und einigen Teilbibliotheken sowie beim AstA. Während wir manche Standorte selbst angefragt haben, haben sich andere von sich aus an uns gewendet, um eine Box zu „bestellen“, da sie auf das Projekt aufmerksam geworden waren und uns unterstützen wollten.

Diese Boxen werden nun regelmäßig geleert und es findet ca. alle zwei Wochen Treffen statt, bei dem das Papier gemäß  Datenschutzgrundverordnung vorsortiert wird. Ein Freiwilliger hat sich dafür im Voraus an die Datenschutzbeauftragte der Universität des Saarlandes gewandt, um in Erfahrung zu bringen, welche Art von Daten nicht im Block
auftauchen darf.

Foto: La page verte

 

Da wir am 14.10.2019 die Blöcke zum ersten Mal an der Universität präsentieren wollten, ließen wir dann in der letzten Septemberwoche die erste Ladung Blöcke mit dem bis dahin gesammelten Papier in der Behindertenwerkstatt Reha GmbH herstellen (die Papiermenge ergab 186 Blöcke). Die Werkstatt hatten wir zuvor für einen Probedruck bereits besucht. Die Mitarbeiter dort waren sehr freundlich und entgegenkommend und haben uns im Detail gezeigt, wie genau die Blöcke gebunden werden würden.

Infokampagne zu Ressourcenverbrauch

In der Aufbauphase haben wir es geschafft, die Infrastrukturen für das Sammeln und Lagern von Papier an der Universität des Saarlandes aufzubauen, ein Team von engagierten Freiwilligen aufzubauen und schließlich die ersten Blöcke herstellen zu lassen.

Die Blöcke wurden schließlich zu Semesterbeginn bei einem Infostand am Erstsemester-Infotag präsentiert. Das Interesse an unserem Projekt war groß
und die Rückmeldungen zu den Blöcken sehr positiv. Darüber freuten wir uns und es motivierte uns weiterhin. Zusätzlich konnten wir ein paar neue Interessent*innen und sogar weitere Mithelfer*innen rekrutieren, die beim ersten Treffen in diesem Semester sofort kamen, um die Boxen zu leeren und Papier zu sortieren. Aktuell führen wir weitere Gespräche mit dem Studentenwerk, die uns dabei unterstützen, weitere Kooperationspartner*innen zu finden und gemeinsam mit uns zusätzliche Designs für das Cover erarbeiten.

Foto: La page verte

 

In den kommenden Wochen sollen weitere Infostände stattfinden, um die Studierenden über das Projekt zu informieren und somit für das Thema Ressourcenverbrauch zu sensibilisieren. Die Initiative „Faire Uni Saar“, die ein Mal wöchentlich einen Infostand in der Mensa der Universität des Saarlandes hat, hat sich außerdem bereiterklärt, unsere Blöcke an ihrem Stand anzubieten.

Papier retten 2.0

Unser Ziel ist es, dass das Projekt sich in Zukunft selbst tragen kann, also dass wir mittels der Spenden, die wir für die Blöcke erhalten, weitere Blöcke in Auftrag geben können. Wir wünschen uns, dass es La page verte – Die grüne Seite dauerhaft als studentische Initiative an der Universität des Saarlandes geben wird, denn es wird immer Fehldrucke geben, die gerettet werden können. Gleichzeitig verstehen wir die Blöcke als Nachhaltigkeitskampagne. Wir hoffen, dass wir die Studierenden und Mitarbeiter*innen der UdS auf diesem Wege für die Problematik der Papierverschwendung sensibilisieren
können, sodass in Zukunft weniger oder zumindest doppelseitig gedruckt wird. Außerdem möchten wir mit der Universität in den Dialog treten, um z. B. anzuregen, an den universitären Computern das doppelseitige Drucken als Voreinstellung festzulegen und mehr Recycling-Papier zu nutzen.

Foto: La page verte

 

Verfasser*innen des Berichts (gekürzt) sind Dariah , Elisa , Ronja und Ylva

Wie politisch ist Bildungsarbeit?

Akteure des Netzwerks Bildung für nachhaltige Entwicklung in und um München treffen sich zweimal jährlich bei den Netzwerk-Treffen Umweltbildung. Die Mitglieder sind Kolleg*innen aus Bildungseinrichtungen, Verbänden, Institutionen, Initiativen und Verwaltung, sowie selbständig Tätige mit den Schwerpunkten Natur, Umwelt und Nachhaltigkeit. Diesmal war auch Simeon aus dem youpaN mit dabei.

Das Vernetzungstreffen am 17.10. stand unter dem Thema „Jugend bewegt Zukunft & Politische Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und wurde von Steffi Kreuzinger (Ökoprojekt MobilSpiel e.V.) moderiert.

Wie politisch soll-darf-kann-muss Bildungsarbeit sein?

Der erste Programmslot: „Wie politisch soll-darf-kann-muss Bildungsarbeit sein?“ Impuls und Austausch war mit Christoph Rössler von der Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik e.V., Die Pastinaken. Inhalt: Viele rechtsorientierte Organisationen springen zurzeit auf den Trend auf, sich den Umweltschutz mit der Begründung “Umweltschutz ist Heimatschutz” auf die Agenda zu setzen. So ist auf der Homepage der AFD zu lesen: “Artenschutz ist Umweltschutz. Umweltschutz ist Heimatschutz. Heimatschutz ist blau, blau ist die AfD.“

Foto: Simeon Timmer

Selbstverständlich sind Rechtpopulisten ebenso vom Klimawandel betroffen wie auch alle anderen, doch Umweltschutz ist schwer mit faschistischen Ansichten vereinbar. Kurzerklärt: Rechtsradikale haben den Umweltschutz als Tätigkeitsfeld entdeckt. Nicht aus Überzeugung, sondern um einen weiteren Krakenarm in die Gesellschaft zu strecken. Dieses Unterfangen ist aber ebenso durchschaubar wie in seiner Substanz lächerlich. Denn wie kann mensch Leben schützen wollen, aber gleichzeitig einen starken Hass auf andere Ethnien und Kulturen haben und diesen das Recht auf ein sicheres Leben verwehren?
Mehr zum Thema: “wie politisch darf Bildung sein?” gibt es auf der Website der Bpb unter zu lesen.

Wie kann BNE das Engagement der jungen Generation unterstützen?

Der zweite Programmslot “Wie kann BNE das Engagement der jungen Generation unterstützen?” wurde durch Jule Müller vom Cambio eV. (Dresden) angeleitet. Unsere aktuelle Ausganslage: weltweite multiple Krisen; ineffektive politische Bearbeitung der Krisen in den letzten Jahrzehnten; Fridays for Future und Extinction Rebellion zeigen, dass ein großes Aktivierungspotential da ist. Gemeinhin bekannt ist bereits, dass es bereits zahlreihe Ansätze für die Aktivierung von jungen Menschen gibt. Der erste Schritt sollte sein, Lösungen anzubieten, die Politik und Wandel abseits des Parlaments und des Wahlzettels erfahrbar machen. Eine der bekanntesten Kampagnen sind die „Social Development Goals“, kurz SDG´s. Sie bieten einen schönen Einstieg, allerdings basieren diese auf problematischen Grundannahmen, die oftmals als alternativlos dargestellt werden:

  • Alternativlosigkeit von Wirtschaftswachstum
  • Verständnis von Umwelt und Natur als ökonomische Ressource
  • Eurozentrische Vorstellung von Entwicklung

Foto: Simeon Timmer

Doch laut Beutelsbacher Konsens ist es unsere primäre Aufgabe, Kontroversität und Denkräume zu eröffnen – unter dem Konsens – dass Bildung und Wissen nie neutral sind. Dies heißt als Konsequenz für die Bildungslandschaft: Kritische Selbstreflektion von den Bildungsakteur*innen; Sichere Lernräume, um sich auf das Hinterfragen gewohnter Denk- und Handlungsweisen einzulassen; Angst- und Ohnmachtserfahrungen Raum geben, gehört genauso dazu, wie die Gestaltung berührender und ermutigender Lernräume; Einbringung von Bewegung, Emotionen und Kunst; Abkehr von Expert*innentum, Schaffung gemeinsamer Denkräume mit reger Diskurskultur; Jugendliche und ihr Wissen &Können ernstnehmen, einbinden!; Neues Verständnis schaffen, was Politik //Demokratie bedeutet.

Dies sollte zukünftig in der Arbeit mit jungen Menschen beachtet werden um eine gelingende und qualitative Jugendpartizipation zu ermöglichen.
Im Anschluss an die Programmslots wurde noch über die vorgestellten Ideen und Ansichten ausführlich diskutiert und Kontakte ausgetauscht.

Der Artikel wurde von Simeon aus dem youpaN verfasst.

BNE 2.0

Beim „BNE 2.0“ Workshop im Kompetenzzentrum für nachhaltigen Konsum konnten Nicolas und ich vorletzte Woche als Expert*innen für junge Lebenswelten punkten: an dem Tag sollte es auch darum gehen, neue Konzepte der BNE für die Generation Z zu erkunden. Zusammen mit Karen vom DLR Projektträger und Dilan aus der youboX & Stiftung Bildung durften wir unsere Arbeit im Jugendbeteiligungsprozess der BNE vorstellen. Außerdem haben wir davon gesprochen, wie sich „diese jungen Leute“ von heute so organisieren, wie wir es in unseren Engagementbereichen erleben, zum Beispiel bei Fridays For Future und was das für die Ausrichtung von BNE zu bedeuten hat.
Nicolas und Noura aus dem youpaN

Wir haben von vielen Akteur*innen ein brennendes Interesse wahrgenommen, zu verstehen, wie die junge Klimabewegung sich in diesem Jahr so schnell vervielfachen konnte und sind froh, zusammen mit Lukas aus dem Bundesvorstand der Naturschutzjugend unsere Expertise einbringen zu können: in unserer Präsentation wie auch in einer Podiumsdiskussion und Workshops danach.

Der Artikel wurde von Noura aus dem youpaN verfasst.

Das youpaN bei der Search Conference BBNE

Neulich waren Marcel und ich zusammen in Berlin bei der 1. Search Conference für Berufliche Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BBNE). Zahlreiche Expert*innen aus der Beruflichen Bildung kamen zusammen und wir sprachen über die Entwicklung eines Systems von Indikatoren, anhand dessen sich die Umsetzung der BBNE bemessen lässt. Leider waren keine jugendliche Expert*innen aus der Beruflichen Bildung da, also keine Menschen, die gerade eine Ausbildung machen und mitten drin stecken.
Das fanden wir sehr schade und wünschen uns eine solche Beteiligung für die nächste Search Conference!

Foto: Christopher Zentgraf

Trotzdem waren wir froh, jugendliche Perspektiven einbringen zu können. Dabei haben wir vor allem betont, dass uns für ein nachhaltiges Lernen auch besonders das Wie des Lernens und nicht nur das Was, die ganzheitliche Nachhaltigkeit, und eine gute Partyzipation wichtig sind.
Für mich war es interessant in das Feld einzusteigen und wir freuen uns auf die nächste Konferenz, hoffentlich mit mehr Beteiligten von der lernenden Seite der Beruflichen Bildung.
Der Artikel wurde von Noura aus dem youpaN verfasst.