„Zukunft? – Jugend fragen!“

„Zukunft? – Jugend fragen!“

Eine Studie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und des Umweltbundesamtes

Zur Studie

In den letzten Monaten sind wir laut geworden: Junge Menschen gehen auf die Straße und fordern die Politik auf zu handeln. Jetzt.

Doch was steckt eigentlich hinter diesem Begriff „Jugend“? Was beschäftigt uns wirklich und wo sehen wir uns auch selbst in der Verantwortung?

In einer repräsentativen Studie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und des Umweltbundesamtes (UBA) wurden etwas über tausend Jugendliche zu unterschiedlichen Themen befragt. Das Besondere: Schon an der Erstellung der Studie waren junge Menschen in Form des Jugendprojektbeirats des BMU’s beteiligt. Sie waren von Anfang an von der Erstellung der Fragen bis zur Durchführung der Befragungen dabei und konnten ihre Perspektive mit einfließen lassen.

Themen der Studie

Die Befragung fand im Sommer 2019 statt und ist repräsentativ für 14- bis 22-Jährige in der deutschsprachigen Wohnbevölkerung. Sie lief online ab und umfasste ungefähr 30 Minuten, in denen folgende Themen besprochen wurden sind:

  • Klimaschutz und Demokratie – beides steht noch hoch im Kurs
  • Junge Menschen engagieren sich – auch bei FridaysForFuture
  • Umwelt- und Klimaschutz gelingen nur gemeinsam
  • Ökologische und soziale Anliegen gehören zusammen
  • Digitalisierung – Chancen und Risiken für die Umwelt

Im Ganzen lässt sich die Studie hier ansehen.

Was sich aber hervorheben lässt: Als junge Menschen nach den wichtigsten Problemen in Deutschland befragt worden sind, wurde das Thema „Zustand des Bildungssystems“ nach dem „Umwelt- und Klimaschutz“ von 39% als sehr wichtig und von 41% als eher wichtig eingestuft!

Also: Wir brauchen ein Umdenken im Bildungswesen und können auf keinen Fall so weiter machen, wie in den letzten 200 (!) Jahren.

Forderungen des Jugendprojektbeirats

Die Mitglieder des Jugendprojektbeirats im BMU haben als Reaktion auf die Studie in einer Beteiligungswerkstatt „Youth Lab“ und auf der lokalen Klimajugendkonferenz LCOY zehn Forderungen an die Umweltpolitik gestellt.

Neben den Forderungen nach ernstgemeinten Klimaschutz, einer Energie- und Mobilitätswende und einem Fokus auf soziale Gerechtigkeit beim Umwelt- und Klimaschutz unterstützen wir vor allem die Forderungen nach politischer Beteiligung von jungen Menschen und der bundesweiten Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Nur mit dem Wissen um Nachhaltigkeit und den Möglichkeiten mitentscheiden zu dürfen, können wir junge Menschen nachhaltig und selbstwirksam unsere Zukunft gestalten.

Dieser Beitrag wurde von Elena aus dem youpaN verfasst.