La page verte – Die grüne Seite

Trotz Digitalisierung steigt der Papierverbrauch in Deutschland (Quelle:
Verbraucherservice Bayern). Mit einem Verbrauch von 250 kg Papier befindet sich Deutschland weltweit auf Platz 4 (Quelle: Bundesumweltamt 2015). Diese Zahlen sind bedenklich, denn die Papierindustrie hat einen nicht unerheblichen Effekt auf Klima und Umwelt – nicht zuletzt durch die Abholzung von Wäldern, die Entstehung von Monokulturen, das damit einhergehende Artensterben oder die Freisetzung von Chemikalien.

Auch an der Universität des Saarlandes wird nicht an Papier gespart: Jedes Jahr werden an der Universität des Saarlandes ca. 160 Tonnen Papier entsorgt (Quelle: Dezernat ZBD – Zentrale Beschaffung und Dienste, Universität des Saarlandes) . Daher haben wir im April 2019 beschlossen, auf direktem Wege etwas gegen diesen Ressourcenverbrauch zu unternehmen.

Foto: La page verte

Papier retten und neues Leben schenken

Und so wurde La page verte – Die grüne Seite geboren. Die Grundidee ist simpel: Einseitig bedrucktes Papier (z. B. Fehldrucke, Flyer oder Plakate) werden gesammelt, um daraus mit einer einfachen Leimbingung neue Notizblöcke herzustellen. Das Papier wird also „gerettet“, um ihm ein neues Leben zu schenken. Durch die Verwendung unserer Blöcke kann so jede*r einzelne Ressourcen einsparen: Holz, das vor allem bei der Herstellung von Frischfaserpapier gebraucht wird sowie Wasser und Energie, aber auch Chemikalien, die für die Herstellung von Papier eingesetzt werden.
Durch das „direkte“ Recycling wird sich außerdem der energieaufwendige Prozess, in dem aus Altpapier Recyclingpapier hergestellt wird, gespart. Somit kann CO2 eingespart werden. Während ein normaler DIN A4-Block mit 80 Seiten aus Frischfaserpapier 1,2 kg Holz, 20,8 l Wasser und 4,3 kWh Energie verbraucht, ein gleicher Block aus Recyclingpapier 0,4 kg Holz, 8,2 l Wasser und 1,7 kWh Energie (Quelle: IPR – Initiative Pro Recycling, Nachhaltigkeitsrechner), verbrauchen unsere Blöcke so gut wie keine Ressourcen.

Gleichzeitig versteht sich das Projekt als Nachhaltigkeitskampagne und will für einen verantwortungsvolleren Umgang mit Ressourcen sensibilisieren. Dafür befindet sich auf der ersten Seite eines jeden Blocks ein Factsheet zum Thema Papierverbrauch, auf dem Informationen rund um das Thema Papier und Tipps für einen verantwortungsvolleren Umgang damit zu finden sind.

Von der Idee zum Block

Der erste Schritt war die Kontaktaufnahme zu 2nd Page in Lüneburg, die uns die wichtigsten Aspekte rund um ihr Papier-Retten-Projekt erklärten. Darauf folgte die Findung eines Namens sowie die Entwicklung eines Logos. Als wir diese festgelegt hatten, konnten wir auf verschiedene Akteure an der Universität zugehen: So gewannen wir z. B. das Studentenwerk im Saarland e. V. Als Projektpartner, das uns unter anderem einen Raum zur Lagerung des gesammelten Papiers zur Verfügung stellte. Weiterhin sprachen wir mit
dem neuen Verantwortlichen für die Stabstelle Nachhaltigkeit und Digitalisierung der Universität des Saarlandes, um ihm das Projekt zu präsentieren und über bereits vorhandene Nachhaltigkeitsstrategien an der Universität zu sprechen.

Foto: La page verte

 

Dann veranstalteten wir ein Infotreffen, um das Projekt vorzustellen und Freiwillige zu finden, die uns bei der weiteren Umsetzung helfen würden. Werbung dafür haben wir u. a. im Rahmen der Hochschulwahlen gemacht. Rund 20 Personen kamen zur Infoveranstaltung, von denen, gemeinsam mit uns drei Initiatorinnen, ca. 10 heute das Kernteam ausmachen. Ende Juli folgte ein weiteres Treffen, bei dem wir damit begannen, Sammelboxen zu basteln (auch diese ausschließlich aus Altpapier).

Über Datenschutz und Inklusion

Wir haben daraufhin an verschiedenen Orten an der Universität Sammelboxen aufgestellt, u. a. Im Studentenwerk, in der Zentralbibliothek und einigen Teilbibliotheken sowie beim AstA. Während wir manche Standorte selbst angefragt haben, haben sich andere von sich aus an uns gewendet, um eine Box zu „bestellen“, da sie auf das Projekt aufmerksam geworden waren und uns unterstützen wollten.

Diese Boxen werden nun regelmäßig geleert und es findet ca. alle zwei Wochen Treffen statt, bei dem das Papier gemäß  Datenschutzgrundverordnung vorsortiert wird. Ein Freiwilliger hat sich dafür im Voraus an die Datenschutzbeauftragte der Universität des Saarlandes gewandt, um in Erfahrung zu bringen, welche Art von Daten nicht im Block
auftauchen darf.

Foto: La page verte

 

Da wir am 14.10.2019 die Blöcke zum ersten Mal an der Universität präsentieren wollten, ließen wir dann in der letzten Septemberwoche die erste Ladung Blöcke mit dem bis dahin gesammelten Papier in der Behindertenwerkstatt Reha GmbH herstellen (die Papiermenge ergab 186 Blöcke). Die Werkstatt hatten wir zuvor für einen Probedruck bereits besucht. Die Mitarbeiter dort waren sehr freundlich und entgegenkommend und haben uns im Detail gezeigt, wie genau die Blöcke gebunden werden würden.

Infokampagne zu Ressourcenverbrauch

In der Aufbauphase haben wir es geschafft, die Infrastrukturen für das Sammeln und Lagern von Papier an der Universität des Saarlandes aufzubauen, ein Team von engagierten Freiwilligen aufzubauen und schließlich die ersten Blöcke herstellen zu lassen.

Die Blöcke wurden schließlich zu Semesterbeginn bei einem Infostand am Erstsemester-Infotag präsentiert. Das Interesse an unserem Projekt war groß
und die Rückmeldungen zu den Blöcken sehr positiv. Darüber freuten wir uns und es motivierte uns weiterhin. Zusätzlich konnten wir ein paar neue Interessent*innen und sogar weitere Mithelfer*innen rekrutieren, die beim ersten Treffen in diesem Semester sofort kamen, um die Boxen zu leeren und Papier zu sortieren. Aktuell führen wir weitere Gespräche mit dem Studentenwerk, die uns dabei unterstützen, weitere Kooperationspartner*innen zu finden und gemeinsam mit uns zusätzliche Designs für das Cover erarbeiten.

Foto: La page verte

 

In den kommenden Wochen sollen weitere Infostände stattfinden, um die Studierenden über das Projekt zu informieren und somit für das Thema Ressourcenverbrauch zu sensibilisieren. Die Initiative „Faire Uni Saar“, die ein Mal wöchentlich einen Infostand in der Mensa der Universität des Saarlandes hat, hat sich außerdem bereiterklärt, unsere Blöcke an ihrem Stand anzubieten.

Papier retten 2.0

Unser Ziel ist es, dass das Projekt sich in Zukunft selbst tragen kann, also dass wir mittels der Spenden, die wir für die Blöcke erhalten, weitere Blöcke in Auftrag geben können. Wir wünschen uns, dass es La page verte – Die grüne Seite dauerhaft als studentische Initiative an der Universität des Saarlandes geben wird, denn es wird immer Fehldrucke geben, die gerettet werden können. Gleichzeitig verstehen wir die Blöcke als Nachhaltigkeitskampagne. Wir hoffen, dass wir die Studierenden und Mitarbeiter*innen der UdS auf diesem Wege für die Problematik der Papierverschwendung sensibilisieren
können, sodass in Zukunft weniger oder zumindest doppelseitig gedruckt wird. Außerdem möchten wir mit der Universität in den Dialog treten, um z. B. anzuregen, an den universitären Computern das doppelseitige Drucken als Voreinstellung festzulegen und mehr Recycling-Papier zu nutzen.

Foto: La page verte

 

Verfasser*innen des Berichts (gekürzt) sind Dariah , Elisa , Ronja und Ylva

Ein Hotel für Insekten

Vor einem Jahr hat sich an unserer Schule eine Klimagruppe gegründet, die nur so vor Tatendrang zur Rettung der Umwelt strotzte. Im Kleinem haben wir schon tolle Projekte durchgeführt. Leider blieben die aber ein bisschen im Verborgenem. Daher war die Idee, ein Insektenhotel zu bauen. Denn damit wollten wir unser Projekt auf dem Schulgelände sichtbar machen. Und das Interesse unserer Mitschüler*innen am Engagement für Klimaschutz wecken.

Der Zeitpunkt war gut gewählt. Die schockierenden Lebensperspektiven standen uns durch den Workshop noch vor Augen und motivierten.

Bauplan des Insektenhotels

In unserer Klimagruppe sind alle Altersstufen unserer Schule vertreten, da die Sensibilisierung für das Klima nie zu früh anfangen kann. Das Insektenhotel war eine gute Möglichkeit, um alle Altersgruppen leicht zu beteiligen. Beim Insektenhotel konnte jede/r altersunabhängig praktisch Hand anlegen.

Alle Altersgruppen bauen gemeinsam an dem Hotel

Bei der Konzeption des Hotels war uns Stabilität und eine einfache, schnelle Konstruktion wichtig. Daher entschieden wir uns, Europaletten als Grundmaterial für das Gestell zu benutzen und aufeinander zu schichten. Wir haben bei der Materialauswahl darauf geachtet, dass die Baumaterialien aus einer nachhaltiger Forstwirtschaft kommen.

Wie wir es uns vorgenommen hatten, ging der Aufbau (nach anfänglichem Chaos) zügig voran (1 Nachmittag) und war für alle Bauarbeiter*innen sehr zufriedenstellend. Bei Projekten für den Klimaschutz, welche oft aus vielen Dialogen mit anderen Mitschüler*innen, Eltern und Schulpersonal bestehen, ist ein Ergebnis oft nicht sofort sichtbar. Daher ist es zur Abwechslung erfreulich gewesen, nach einer Projektdurchführung sofort ein real existierendes Resultat vor sich stehen zu haben.

Die Zukunftsperspektive unserer Erde ist mit dem Temperaturanstieg und Artensterben (allen voran Insekten) schockierend. Deshalb haben wir uns zwei Tage damit in einem Workshop auseinandergesetzt. Mit einer Mischung aus Ernst und Humor brachten uns die Klimabotschafter*innen des SV-Bildungswerkes den Klimawandel näher. Aber wir wollten die Diskussionen nicht nur Worte sein lassen, sondern direkt handeln: Wir wollten ein Hotel für Insekten bauen.

Es sind noch nicht alle geplanten Füllmaterialien im Hotel platziert, da wir diese möglichst selbstständig in der Natur sammeln wollen, weshalb die Bestückung peu à peu vorangeht. Dennoch haben wir die weitere Bestückung organisiert, weshalb wir schon bald ein voll bestücktes Insektenhotel erwarten können.

Es sind noch nicht alle geplanten Füllmaterialien im Hotel platziert, da wir diese möglichst selbstständig in der Natur sammeln wollen, weshalb die Bestückung peu à peu vorangeht. Dennoch haben wir die weitere Bestückung organisiert, weshalb wir schon bald ein voll bestücktes Insektenhotel erwarten können.

Mit der Digitalisierung in eine nachhaltige Zukunft! Teil 2

Die Bits&Bäume Konferenz in Berlin

Quelle

Am Freitag Abend hieß es dann für mich wieder auf nach Berlin, auf die Konferenz für Digitalisierung und Nachhaltigkeit, wo Räume geschaffen wurden, in dem sich die Bits (Technik-Spezialisten) und die Bäume (Nachhaltigkeits-Spezialisten) austauschen und vernetzen konnten.

Da hab ich auch Sander vom Jugendbeirat Ba-Wü und Christoph und Dilan von der youboX getroffen, mit denen wir gemeinsam den youpaN Stand im Lichtforum vertreten haben.

Die Bits&Bäume war überfüllt von Workshops, Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Vernetzungsmöglichkeiten, da auch eine Vielzahl von Organisationen, Vereinen und Initiativen vertreten waren. Einen Überblick über das Programm bekommst du hier und es gibt sogar Videoaufzeichnungen wo du nachverfolgen kannst, was passiert ist.

Prägend für die Bits&Bäume fand ich persönlich, dass es kapitalismuskritisch war und Lösungen durch digitale Technologien, wie freie Software, dezentrale Energiewende, ein freies, dezentrales und sicherheitsfokussiertes Internet und viele andere Technologien gezeigt hat. Es gibt sogar eine ganze Website, die sich der Frage widmet, wie eine neue/andere Gesellschaft (eine commons-basierte Gesellschaft) aussehen könnte, welche nicht auf bisherigen Kapitalismus-Logiken (Markt, Eigentum, Ware, Staat etc.) basiert. Auch die Open Source Ecology (OSE) Germany möchte das Wirtschaftssystem verändern. Sie ist eine ist eine offene Bewegung, die eine Open Source Ökonomie aufbaut, welche sowohl Produktion als auch Verteilung optimiert, und dabei die Regeneration der Umwelt und soziale Gerechtigkeit fördert.

Quelle

Was mich gefreut hat ist, dass einige Bäume (Nachhaltigkeits-Spezialisten) bei ihrem Betriebssystem auf FLOSS (Free/Libre Open Source Software) umgestiegen sind. Ich persönlich benutze die GNU/Linux Distribution Ubuntu. Es gibt zahlreiche Infos im Internet, wie auch du FLOSS benutzen kannst.

Zum Schluss gab wurden noch Forderungen, die aus der Konferenz hervorgegangen sind, vorgestellt. Du kannst sie hier nachlesen: Bits&Bäume Forderungen.

Aufgefallen ist, dass viele Bits gleichzeitig Bäume und Bäume auch gleichzeitig Bits waren/sind, das heißt, Technik-begeisterte Menschen setzen sich auch schon für Nachhaltigkeit ein und Nachhaltigkeits-begeisterte Menschen setzen sich für Technik/Digitalisierung ein, bzw. nutzen sie als ein Werkzeug für eine nachhaltigere Welt.

Fazit:

Das leitet auch sehr gut zum Fazit über, denn die Digitalisierung ist ein Werkzeug und wir Menschen bestimmen, was wir damit machen. Solange wir uns in einem Handels- und Wirtschaftssystem befinden, welches auf Profit und Wachstum basiert, sehen wir, dass Digitalisierung nicht dem Wohle der Menschen und der Umwelt dient, sondern vor allem den großen Konzernen, wie GAFAM, die durch den Datenkapitalismus noch reicher und mächtiger werden.

Folglich muss das oberste Ziel sein, unser globales Handels- und Wirtschaftssystem zu verändern, damit es keinen Anreiz mehr gibt, technologische Werkzeuge zum Schaden und Ausbeutung von Mensch und Erde zu nutzen, sondern zum Wohle aller. Wie das funktionieren könnte wird ausführlich in dem Buch „Das Geldspiel und darüber hinaus“ beschrieben.

Dieser Artikel wurde von Aaron geschrieben.

Mit der Digitalisierung in eine nachhaltige Zukunft? Teil 1

Bild von Manuel Hilscher

Wir leben im Zeitalter eines grundlegenden strukturellen Wandels: der digitalen Revolution. Künstliche Intelligenz (KI), Automatisierung und Autonomisierung, Industrie 4.0, Blockchain, 3D-Drucker, Internet der Dinge und vieles mehr sind Begriffe, die immer öfter fallen und mit denen meine Großeltern, geschweige denn Eltern, wenig anfangen können. So eine technologische Entwicklung hat es noch nie in der Geschichte der Menschheit gegeben und das führt zu vielen Fragen. Die wahrscheinlich wichtigste Frage ist, ob Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammen passt und zusammen gedacht werden soll, ja sogar muss, um vorhandene und auch immer stärker werdende Probleme, wie den Klimawandel, soziale Ungerechtigkeit, Hunger, Armut, Umweltzerstörung etc. zu lösen?

Ermöglicht uns die Digitalisierung mehr Freiheit, indem Maschinen und Roboter die langweiligen, monotonen und gefährlichen Arbeiten übernehmen und wir Menschen uns frei entfalten können oder verursacht die Digitalisierung immer mehr Probleme?

Auf den letzten zwei Veranstaltungen, auf denen ich in Vertretung des Jugendbeirats Ba-Wü und dem youpaN war, sollte es um diese Fragen gehen.

Das THINK-Forum 2018 in Heidelberg

Bild von Manuel Hilscher

Am 15.11.2018 kamen Menschen, die sich für Nachhaltigkeit und Digitalisierung interessieren, im Bürgerhaus B3 zusammen, um sich Gedanken zu machen, wie diese beiden zusammenpassen. Das Forum für junge Visionäre wurde im Vorfeld vom „Wir ernten was wir säen“-Team und dem Jugendbeirat Ba-Wü organisiert.

Es gab zwei Think-Labs mit verschiedenen Themen, jeweils eins am Vormittag und eins am Nachmittag, um sich auszutauschen, von den eingeladenen Experten zu lernen und zu diskutieren.

Es ging um die Arbeitswelt der Zukunft, Industrie & Handwerk 4.0, Datenschatz vs. Datenschutz, Mensch und Maschine, Blockchain, Achtsamkeit in der digitalen Welt und smart food produktion – alles super spannend!

Joschka Bödecker von der Universität Freiburg

Besonders gefallen hat mir der Workshop „Mensch und Maschine“ mit Joschka Bödecker von der Universität in Freiburg, wo es um die neuesten Entwicklungen von KI und Robotik ging. Er hat uns auch von seinen Forschungen erzählt.

Die wichtigsten Punkte am Ende des Tages sind unserer Meinung nach:

  • Technik- & Datensuffizienz: Das bedeutet, genügsamer mit digitalen Geräten umzugehen, die ja doch alle Ressourcen brauchen, um hergestellt zu werden und um zu funktionieren.
  • Datensouveränität: Große Konzerne, wie Google, Apple, Facebook, Amazon und Microsoft (GAFAM), aber auch Staaten, wie USA (NSA) und China, sammeln jegliche Daten von Menschen. Es ist wichtig, sich davor zu schützen, denn Daten sind Informationen und das bedeutet Macht, die missbraucht werden kann (personifizierte Werbung, Manipulation, Überwachung etc.).
  • Gemeinwohlorientierung: Open Source, Commons, Kooperationen, freie Software etc. machen es möglich, dass alle von der Digitalisierung Nutzen haben und nicht, dass nur die großen Konzerne noch reicher und mächtiger werden.
  • Kritische digitale Bildung: Es ist wichtig, die Digitalisierung zu verstehen, damit man besser einschätzen kann, was die Chancen und Risiken sind.

Der Abend wurde bei lockeren Gesprächen zur Vernetzung und Austausch beendet. Mehr zur Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg erfährst du hier.

Wie es dann auf der Bits&Bäume Konferenz in Berlin war, erfährst du im zweiten Teil des Artikels.

Dieser Artikel wurde von Aaron geschrieben.

Eine youcoN ohne CO²

Jede*r von uns hinterlässt Spuren. Ein neues Smartphone, eine Fahrt mit dem Auto oder auch ein Eis an der Ecke. Alles verbraucht Ressourcen und bedeutet, dass CO² ausgestoßen wird. Das nennt sich ökologischer Fußabdruck. Auch zur youcoN wurde CO² ausgestoßen. Denn 130 junge Menschen, die youboX, die Betreuer*innen und Referent*innen sind aus ganz Deutschland nach Wolfsburg gekommen, um dort zu Bildung für nachhaltige Entwicklung zu tagen. Das bedeutet: über 150 Mal eine Hin- und Rückfahrt, stapelweise benutzes Papier, Poster und noch vieles mehr.

Wie wir wissen, sollte der Ausstoß von CO² möglichst verringert werden, um den Klimawandel so gut es geht aufzuhalten. Auf der youcoN wurden 3.300 kg CO² ausgestoßen. Das ist viel, aber wir denken, dass es sich lohnt, denn:

  • wir haben ganz viele neue Ideen und Projekte für eine nachhaltigere Zukunft entwickelt.
  • wir gleichen die Menge an ausgestoßendem CO² aus.


Dafür gibt es Organisationen wie etwa atmosfair, denen man Geld spenden kann, damit sie in den weltweiten CO²-Ausstoß verringern. Das kann das Bauen von energiesparenden Holzöfen sein oder aber, dass Wälder gepflanzt werden.

Unser youpaN ist sich auf jeden Fall einig: Alle Konferenzen, Seminare oder auch Klassenfahrten sollten klimaneutral sein. Das heißt einerseits, den CO²-Ausstoß möglichst klein halten, indem es etwa nur vegetarisches und veganes Essen gibt oder die Anreise mit der Bahn erfolgt. Andererseits sollte das ausgestoßene CO² ausgeglichen werden.

Einen Rechner wie viel eure Konferenz an CO² ausstößt findet ihr zum Beispiel hier. Und wenn ihr Besucher*in einer Veranstaltung seid, könnt ihr die Organisator*innen ja mal fragen, ob sie auch klimaneutral denken. Und wenn nicht, sagt ihnen doch, wo sie sich informieren können.

Übrigens: Wenn ihr selbst euren ökologischen Fußabdruck berechnen wollt, dann guckt hier. Auf der youcoN führte das zu einem interessanten Selbstexperiment.

TV-Tipp: Europas dreckige Ernte – Das Leid hinter dem Geschäft mit Obst und Gemüse

Wo kommt eigentlich das Obst und Gemüse im Supermarkt her?

Mir ist aufgefallen, dass Obst und Gemüse oft aus Spanien und Italien kommt, was ja auch Sinn macht, denn dort ist es warm und es gibt für viele Pflanzen gute Bedingungen zum Wachsen. Außerdem ist es ja auch besser als aus Asien, Afrika oder Südamerika, denn das ist doch wegen des weiten Transports nicht gerade sehr umweltschonend. Zu guter Letzt ist es ja Europa, das heißt, die Arbeiter werden fair bezahlt und bei den Produktionsbedingungen werden die höchsten Standards eingehalten.

Doch stimmt das? Und wie kann das Obst und Gemüse so billig sein?

Das Erste hat sich genau diese Fragen gestellt und sich das mal genauer angeschaut. Was sie herausgefunden haben, haben sie in einer Sendung ausgestrahlt, die jetzt kostenlos in der ARD Mediathek zu finden ist.

Meiner Meinung nach sind die Probleme und Misstände, die in der Sendung gezeigt werden,  Symptome unseres profitorientierten Handels- und Wirtschaftssystems, denn, weil das Hauptziel von jedem Unternehmen Gewinn (Profit) ist, werden auf die Umwelt und Menschen wenig oder gar keine Rücksicht genommen.

Wie sieht es denn mit Fleisch aus?

Dazu habe ich in den letzten Tagen ein Buch aus dem Englischen übersetzt. Es hat den Titel „Die Welt und uns selbst essen“ und Du kannst es kostenlos lesen.

Was kann man tun?

Eine Lösung ist, das Handels- und Wirtschaftssystem zu ändern, damit solche Bedingungen gar nicht erst entstehen, doch das ist gar nicht so einfach und braucht Zeit. Deswegen ist meiner Meinung nach am Besten:

  • Lebensmittel, die weggeworfen werden, retten (foodsharing, containern, in Berlin wurde sogar ein Supermarkt für weggeworfene Lebensmittel eröffnet)
  • weniger/kein Fleisch essen bei einem Bio-Landwirt regional und saisonal einkaufen (Beispiel Solidarische Landwirtschaft)
  • bei einem einem spannenden Open Source Projekt, wie dem farmbot oder verschiedenen urban gardening Projekten in der Stadt engagieren
  • Gemüse selbst anbauen
  • das Wissen teilen (mit anderen Menschen darüber reden, Vorträge, Workshops machen)
  • und was fällt Dir noch ein? 

Dieser Artikel wurde von Aaron geschrieben.

3 Tipps für ein nachhaltigeres Leben

Pfand statt Pappe

Sicher ist es dir auch schon aufgefallen. Überall laufen Menschen mit Coffee-to-go-Bechern rum. Schön, dass so vielen ihr Kaffee schmeckt. Doof, dass dabei allein in Deutschland mehr als 3.000.000.000 Becher pro Jahr verbraucht werden. Das heißt es entstehen riesige Müllberge. Dabei kann man das leicht ändern. In vielen Cafés kannst du dir deinen Kaffee oder deine heiße Schokolade auch in einen mitgebrachten Becher schütten lassen. Und in ein paar Stäten kannst du dir Becher leihen, die du immer wieder auffüllen kannst. Coole Idee, oder?

Hahn schlägt Plastikflasche

Wusstest du, dass in Deutschland das Wasser aus dem Wasserhahn überall trinkbar ist? Füll deine Trinkflasche einfach mit Leitungswasser und los geht’s. Das Tolle daran ist: Du sparst eine Menge Geld. Ein Liter Wasser aus der Leitung kostet nämlich nur 0,2 Cent. Hättest du das gewusst? Die meisten Leute nicht. Und außerdem sparst du dir die Schlepperei von Getränkekisten.

Noch Standby oder schon aus?

Elektrogeräte wie Laptops oder Fernseher verbrauchen auch im Energiesparmodus Strom. Auch wenn sie auf „Standby“ geschaltet sind. Und das gar nicht so wenig. Wenn man alle Geräte richtig ausschaltet, würden wir insgesamt 15 Prozent weniger Strom verbrauchen. Und das nur, wenn wir unsere Geräte den Stecker ziehen. Wir von der youboX denken: Stromsparen kann ziemlich leicht sein.

Wenn du auch noch ein paar Tipps hast, her damit. Schreib uns einfach einen Kommentar.