Christoph Pennig

Pressemitteilung: youpaN fordert bessere Jugendbeteiligung und flächendeckende Implementierung von BNE

youpaN fordert bessere Jugendbeteiligung und flächendeckende Implementierung von Bildung für nachhaltige Entwicklung

14.02.2019. Das youpaN hat am letzten Wochenende seine Forderungen überarbeitet verabschiedet. In diesen verlangt das politische Jugendgremium eine bessere Jugendbeteiligung, eine Implementierung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Fläche und einen kritischen
Diskurs mit aktuellen Systemen und Institutionen.

Zu diesem Thema erläutert Noura Hammouda, Mitglied des youpaN: „Bessere Jugendbeteiligung ist ein Schlüsselelement in der Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN und von BNE, wird aber nicht als solches behandelt. Junge Menschen werden nach wie vor in unserer Gesellschaft klein gehalten. Dabei sollten gerade sie die Möglichkeit haben, ihre Zukunft mitzugestalten. Die Unzufriedenheit von Jugendlichen über diese Tatsache entlädt sich nun in Bewegungen wie ‚Fridays for Future. ‘“

Nicolas Klasen, ebenfalls Mitglied des youpaN, ergänzt: „Zudem muss BNE endlich flächendeckend umgesetzt werden, um unsere Gesellschaft für die Zukunft fit zu machen. Dabei geht es nicht nur um Lehrpläne, sondern auch darum, wie Lernen stattfindet. Lernorte brauchen neue, nachhaltige Methoden und müssen konsequent barriere- und diskriminierungsfrei sein. Nur so können wir eine nachhaltige Gesellschaft gestalten.“

Die Pressemitteilung finden steht zum Download zur Verfügung.

Das youpaN steht gerne für Rückfragen, Interviews oder Hintergrundgespräche zur Verfügung.

 

Ansprechpartner*innen:

Nicolas Klasen:

E-Mail: *protected email*, Tel.: 015908143468

Noura Hammouda:

E-Mail: *protected email*, Tel.: 015738263984

Lukasz

Wir brauchen interkulturelle Kompetenz! Aber…was ist überhaupt Kultur?

Kultur ist weitaus mehr als ein klischeehaftes Abendessen, bei dem jede*r ein nationales Gericht mitbringt, worüber anschließend gestritten wird was das Beste ist. Kultur setzt sich aus unterschiedlichen Bereichen zusammen, wie Musik, Kunst, Sprachen, Moral, Religion, Technik, Wirtschaft und noch vielen Weiteren. Kultur ist zeitlos und reicht von der Vergangenheit bis in die Zukunft, wobei sie ständig im Wandel ist und sie hat dabei einen ganz großen Einfluss auf uns.

Wie beeinflusst Kultur unser Leben?

Unser Denken und Handeln wird von unserer Kultur geprägt, weshalb auch du dich mit dem Thema beschäftigen solltest, um neue Perspektiven zu entdecken. Wenn wir auf das klischeehafte Abendessen zurückgreifen und den Bereich der Ernährung genauer unter die Lupe nehmen, erkennt man Esskulturen, wie in Europa das Verzehren von Fleischprodukten. Für viele Europäer ist es selbstverständlich, dass zum Beispiel Rind auf den Teller gehört.

In religiösen Strömungen wie dem Hinduismus verzichten viele auf den Verzehr von Rind und im Buddhismus wird sogar ganz auf Fleischkonsum verzichtet. Das kleine Meerschweinchen wird in manchen lateinamerikanischen Gebieten für den Verzehr gezüchtet, was für die Europäer wieder unvorstellbar ist. Aber auch chemische Innovationen wie Plastik oder Wirtschaftsordnungen, die heute die Welt stark beeinflussen, gab es nicht schon immer. Vielleicht entdeckst du auch bei dir Angewohnheiten oder Denkmuster, nach denen du schon immer gehandelt hast und es immer noch tust, ohne wirklich darüber nachgedacht zu haben. Dabei entscheiden wir nicht selber, in welche Kultur wir geboren werden und welche Denkweise wir annehmen. Der Philosoph John Locke hielt den Verstand für eine tabula rasa, was so viel bedeutet wie unbeschriebenes Blatt, das erst nach der Geburt mit Inhalt gefüllt wird. Diese These ist sehr umstritten, schaut man aber auf die Entwicklungspsychologie, zeigt diese zu mindestens, dass das Blatt nach der Geburt und bis ins hohe Alter stets durch neue Impulse gewandelt wird.

Was hat Kultur mit BNE zu tun?

Beschäftigen wir uns mit unterschiedlichen Kulturen, kann unser Denkhorizont erweitert werden und wir fangen an selbstverständliche Sachen zu hinterfragen. Im Bezug auf die Vergangenheit gab es schon immer einen kulturellen Austausch, der in der heutigen Zeit der Globalisierung seinen Höhepunkt erreicht. BNE könnte dabei ein Vorreiter einer neuen Epoche werden und unsere Kultur maßgebend verändern. Deswegen ein Appell an dich: Beteilige dich und pack mit an. Lasst uns zusammen den Boden für eine friedliche und nachhaltige Welt säen, im dem sich die Wurzeln der Toleranz und Freiheit verankern und daraus eine Landschaft mit Vielfalt entsteht, die für jede*n eine Frucht des Glückes bereithält.

Christoph Pennig

Projektideen fürs neue Jahr!

Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende entgegen und wir haben zusammen mit euch tolle youprOs geplant und umgesetzt. 17 Stück insgesamt! Vielen Dank an alle, egal ob Planer*in oder Teilnehmer*in, die mitgemacht haben!

Was für Projekte gab es?

Um nur ein paar zu nennen: Wir haben mit euch zum Beispiel das youprONachhaltig Schenken – DIY Weihnachtsworkshop umgesetzt. Bei diesem besinnlichen Weihnachtsworkshop habt ihr gelernt, wie man nachhaltige Geschenke selbst herstellen kann.

Oder unser youprOGlobale Partnerschaften für Klimagerechtigkeit.  Im Rahmen dieses Projektes wurden drei Wochenendseminare über den Klimawandel in Malawi und Niedersachsen, souveräne, klimaresiliente Gemeinden in Malawi und Niedersachsen und globale Partnerschaften für Klimagerechtigkeit durchgeführt. 

Unser neuer Projekt-Reader zum Ideenfinden und -planen

Des Weiteren haben wir vor kurzem unseren neuen Projekt-Reader vorgestellt. Mit diesem unterstützen wir dich bei der Umsetzung deiner Idee(n). Und wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du dein Projekt zum Erfolg führst. Blätter dich einfach durch unsere Broschüre und schau dir die unterschiedlichen Tools dafür an. Damit wird es jetzt noch leichter Projektideen umzusetzen.

Mach 2019 zu deinem Projektjahr!

Die Projektideen können ganz unterschiedlich sein. Ganze egal ob du eine Plakatkampagne für Ressourcenschutz an deiner Uni machen möchtest. Ein Jugend-Camp zu den SDGs planst oder YouTube-Videos über Gleichberechtigung in deiner Schule filmen möchtest. Wichtig ist nur, dass dein Projekt etwas mit Nachhaltigkeit zu tun hat und wie wir in Zukunft handeln können. Das kann z.B. Umweltschutz durch Müllvermeidung oder auch Demokratielernen durch Diskussionen sein.

Damit wir auch im neuen Jahr viele neue Projekte umsetzen können, sind wir auf viele Ideen angewiesen. Auf unserer interaktiven Karte kannst du dir anschauen, was es überall für vielfältige Projekte gibt. Schau doch mal was in deiner Nähe umgesetzt wurde oder wo es noch keine Projekte gibt und lass dich dabei inspirieren für neue Projekte!

Wir freuens uns auf deine neuen Projektideen und wünschen dir einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Lukasz

3. Pariser Platz Rede

Prof. Dr. Dr. Ervin Laszlo hielt am 3. Dezember die 3. Pariser Platz Rede und betont die Notwendigkeit der Evolution unseres Bewusstseins, das zu oft egozentrisch und materialistisch geprägt ist.

Bevorstehende Krisen? – Wir sind bereits mittendrin

Laszlo sieht die globalen Krisen nicht als bevorstehende Ereignisse, auf die wir uns in aller Ruhe vorbereiten können, sondern als Krisen, die hier und jetzt stattfinden. Nun liegt es an uns den richtigen Weg zu gehen – und das am besten sofort!

Auf die Frage, ob er angesichts von 7 Milliarden Menschen, die die Erde ausbeuten, wirklich glaube, dass das Ruder noch herumgerissen werden könne, antwortete Laszlo: „Ja, sonst bräuchten wir ja gar nichts mehr tun.“ Laszlo schaut voller Optimismus in die Zukunft und sieht gerade diese Zeit des Umbruchs für die Chance des Wandels – das Potenzial dazu liegt in einem jeden Menschen. Neue Technologien und soziale Medien können dabei neue Möglichkeiten schaffen, die viel mehr Menschen in die Lage versetzen den Wandel zu gestalten, sei es auf lokaler oder globaler Ebene.

Lukasz

youpaN auf der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung

Am 13. Dezember 2018 fand die 8. Versammlung der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung statt und das youpaN war die junge Stimme, vertreten von Ronja Hallerbach, stellvertretend von Nikolas Karanikolas, begleitet von Elena Keil.

Mehr Jugendbeteiligung!

Das youpaN setzte sich auf der Nationalen Plattform für mehr Jugendbeteiligung ein. Dabei wurde von Ronja Hallerbach die Wichtigkeit von Jugendbeteiligung stark betont. „Fehlende Partizipationsmöglichkeiten erschwerden es Jugendlichen, sich im Erwachsenenalter in politisches Geschehen einzubinden“, so Ronja. Sie forderte deshalb Jugendzukunftsräte in allen Bundesländern, damit Jugendliche ihre Zukunft mitgestalten können und das richtige Werkzeug dafür in die Hände bekommen. Ein anderes wichtiges Thema war der Fortbestand des youpaNs, da das Projekt 2019 ausläuft. Dafür forderte Ronja die Fortbestehung und Verbesserung der Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendliche sowie die Ausweitung zur Funktion als globales Vorbild. Die Reaktionen der Anwesenden der Nationalen Plattform sprachen für eine Zustimmung der genannten Forderungen, weshalb wir mit großen Erwartungen in das kommende Jahr blicken.

Alle Forderungen des youpaNs findest du hier: Forderungen

Aaron

youprO: Bildung neu denken

Das aktuelle Bildungssystem

Wie gefällt es dir in der Schule oder Hochschule? Bist du glücklich? Kannst du das lernen/machen, was du möchtest, oder gehst du zu solchen Institutionen, weil du es musst. Weil es alle machen. Weil du später mal einen Arbeitsplatz haben musst, mit dem du überleben kannst. Oder weil du dich vielleicht nicht traust deinen eigenen Weg zu gehen?

Wenn ich diese Fragen beantworte, dann muss ich ehrlich gestehen, dass ich nicht gerne in die Schule gegangen bin. Genauer gesagt mochte ich es überhaupt nicht. Klar, ich habe meine Freunde jeden Tag gesehen, aber für 5-7 Stunden am Tag aus dem Fenster starren in die Schule gehen? Warum?

Natürlich ist das jetzt sehr übertrieben, aber es ist wahr, dass ich oft aus dem Fenster gestarrt und mich gefragt habe, warum das alles? Warum sitze ich hier? Warum muss ich dies und das und jenes lernen, obwohl ich das vielleicht gar nicht möchte? Bin ich in der Schule, um meinen Interessen nachzugehen, verschiedene Dinge auszuprobieren und mein Potenzial zu entdecken und entfalten oder bin ich in der Schule, um Arbeiter zu werden, Befehlen/Aufgaben zu gehorchen und das alles nicht kritisch zu hinterfragen?

Um ein vollständigeres Bild zu bekommen war ich auf einem gewöhnlichen Gymnasium, in der wir Schüler*innen jeden Tag auf unseren Platz sitzen, ruhig sein und dem/der Lehrer*in zuhören mussten. Für manche mag dieses System funktionieren (doch selbst das bezweifle ich), aber für mich und den Großteil meiner Klasse nicht. Fast alle Menschen meiner Klasse gingen nicht gerne zur Schule, lernten für eine Klassenarbeit ein paar Tage davor, um das Gelernte ‚auszukotzen‘ und kurz danach wieder zu vergessen. Deswegen ist dieser Art von Lernen ist obsolet (hinfällig/veraltet). Und was macht man, wenn das der Fall ist?

Ausbrechen!

Um genau solche alternativen Lernwege jenseits der Schule/Hochschule ging es gestern (am 15.12.18) auf dieser Messe im Forum Factory in Berlin, die gleichzeitig im Rahmen eines youprOs umgesetzt wurde. Organisiert wurde die Messe vom Verband freier Bildungsalternativen, deren Vision es ist, dass „jeder Mensch nach seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen lernen und leben kann.“ (Quelle)

Ziel der Messe ist/war es, „bestehende Projekte sichtbar zu machen und miteinander zu vernetzen.“ (Quelle) Da war es auch schon keine Frage mehr, dass Marcel und ich vom youpaN dort hingehen, von uns erzählen und Werbung für weitere youprOs machen würden. Nach einer langen Zugfahrt mit wenig Schlaf kam ich morgens an, habe mit Marcel unseren Stand aufgebaut und ich muss sagen, ich bin immer noch ziemlich beeindruckt von den vielen Menschen, die ihre Bildung in die Hand nehmen und individuelle Lernwege jenseits von Schule/Hochschule bestreiten. Sei es die Wanderuni, die ReiseuniProject Peace, die Demokratische Stimme der Jugend e. V., die Akademie für angewandtes gutes Leben, wandlungsträume, das Kollektiv für gelebte Utopie, die Freilerner-Solidargemeinschaft e. V. und viele mehr, sie alle zeigen Wege auf, nicht weiter zur Schule zu gehen oder mal nicht BWL zu studieren, weil man ‚nicht weiß, was man machen soll‘.

Das youpaN wirbt für die youprOs

Marcel, Laura und ich haben viel Werbung für die Projekte gemacht, die wir gemeinsam mit jungen Menschen umsetzen und das kam sehr gut an! Viele schienen interessiert und überlegen es sich, ein youprO mit uns zu machen. Wie viele Projektideen in der nächsten Zeit eintrudeln werden, wird sich zeigen, jedenfalls war es sehr schön auf der Messe zu sein. Vor allem hat sie mich darin bestärkt, auch ‚meinen eigenen Weg weiterhin zu gehen‘, da ich seit meinem Abitur 2015 alternativ lerne (jenseits einer Institution).

Bildung muss tauschlogikfrei sein!

Das besondere an der Messe war, dass sie tauschlogikfrei organisiert wurde.  Friederike Habermann und auch Tobi Rosswog haben dazu am Nachmittag Workshops angeboten. Tauschlogikfrei bedeutet, dass man Dinge bedingungslos bekommt und nicht mehr (so wie heute) etwas dafür geben muss (Geld, Daten, Privatsphäre etc.). Für die Messe musste man also keinen Eintritt zahlen und das Essen war tauschlogikfrei: jede*r durfte etwas mitbringen und teilen, musste es aber nicht. Diesen Gedanken/Ansatz, Dinge außerhalb der Tauschlogik zu organisieren finde ich extrem spannend, weswegen ich auch das Bildungsprojekt TROM übersetze. Dort wird aber nicht der Begriff tauschlogikfrei verwendet, sondern handelsfrei. Schau dir dazu das Buch „Das Geldspiel und darüber hinaus“ und „Die Ursache der meisten Probleme an.

Was denkst du?

Einfach mal ausbrechen und nicht zur Schule/Hochschule gehen – wie fühlt sich das für dich an? Kommen Ängste hoch? Zukunftssorgen? Was könnten die anderen denken?

Oder klingt es auch nach Freiheit, Selbstbestimmtheit und Abenteuer?

Könntest du dir vorstellen nicht mehr zur Schule/Uni zu gehen und Dinge zu lernen, wann, wo, warum, wie und mit wem du willst?

Heutzutage gibt es ein Ding namens Internet, wo Wissen frei zugänglich ist, und Wissensplattformen, wie die Khan Academy, auf der jeder Mensch in seiner Geschwindigkeit lernen kann.

Nelson Mandela hat mal gesagt:

„Bildung ist die mächtigste Waffe, die du verwenden kannst, um die Welt zu verändern.“ (Quelle)

Vielleicht müssen wir jungen Menschen einfach mal ausbrechen, alternative Lernwege jenseits der Schule gehen und Bildung neu denken.

Dieser Artikel wurde von Aaron geschrieben.

Lukasz

Der Nachhaltige Adventskalender

Du hast noch keinen Adventskalender? Dann lohnt es sich, einen Blick auf den Nachhaltigen Adventskalender zu werfen, denn hinter jedem Adventstürchen versteckt sich nicht nur ein Stück Genuss für den Moment, sondern auch eine Message, die dein Leben bereichert.

Ein Kalender, der Hoffnung stiftet

„Es ist erstaunlich, dass einzelne Menschen, die sich zusammenschließen, so viel bewegen können!“, erzählt Janna Hoppmann begeistert. Sie hat vor zwei Jahren den Nachhaltigen Adventskalender ins Leben gerufen. Dass sie mit ihrem Team innerhalb von einem Monat mit den 24 Inspirationen für einen nachhaltigen Lebensstil 25.000 Menschen aus 120 Ländern der Welt erreichen könnte, hätte sie niemals gedacht.

Die Idee begann mit dem großen Anliegen, Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) für alle Menschen der Welt zugänglich zu machen  – und das ohne durch einen erhobenen Zeigefinger abzuschrecken. Der Nachhaltige Adventskalender soll den Nutzer*innen BNE auf eine spaßige Weise näherbringen, damit aus dieser positiven Grundhaltung heraus Hoffnung und Lust zum Handeln entstehen können. Dabei kommt zwar der Begriff „BNE“ auf der Webseite und in den Türchen nicht ein Mal ausgeschrieben vor, steckt aber dafür im gesamten Inhalt des Projektes. Hinter den 24 Adventstürchen verstecken sich Texte und Anregungen, wie du morgen eine bessere Welt erschaffen kannst, – so ruft Türchen 10 dazu auf, Natur zu erleben und sich bei einem Winterspaziergang zu veranschaulichen, wofür es sich lohnt, die Erde zu schützen. Andere Türchen enthalten konkrete Ratschläge, um im alltäglichen Leben Ressourcen zu sparen, ohne dass Verzicht im Vordergrund steht. Und je näher Weihnachten rückt, desto stärker liegt der Fokus auf der Frage, was Nachhaltigkeit für uns alle tun kann. Insbesondere die letzten Türchen regen zu Genuss, Entschleunigung und Achtsamkeit an.

Wie alles begann

Die Idee für den Nachhaltigen Adventskalender entstand auf einem Psychologie-Kongress im November 2016, auf der sich die Gründerin Janna die Frage stellte, wie eine zivilgesellschaftliche Bewegung gegen den Klimawandel entstehen könnte – eine Bewegung, die nicht den Glauben an eine bessere Zukunft verliert und jeden Menschen dazu einlädt, Verantwortung für unsere Welt zu übernehmen. Im letzten Jahr hat das ehrenamtliche Team viel Zeit damit verbracht, den Kalender umweltpsychologisch und wissenschaftlich neu zu denken, ihn auf Sozialen Medien zu etablieren, viele Aktionen zu planen und durchzuführen sowie mit den ersten großen Umwelt-NGOs in Deutschland Kooperationen aufzubauen. Für 2019 plant das Team Kooperationen nach Brasilien und lokale Kalender-Versionen mit ersten internationalen Regionalgruppen in verschiedenen Ländern.

Die Macher*innen

Das Team von rund 15 Menschen vielfältiger Interessen und Fähigkeiten verbindet das Ziel, die Welt nachhaltiger zu machen und dabei schon morgen vor der Haustür zu starten. Dabei setzen sie auf die Stärke der Gemeinsamkeit. Der Nachhaltige Adventskalender wurde von Helfenden aus aller Welt in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Die Gründerin und Projektmanagerin Janna, seit kurzem auch Teil des youpaN, ist besonders stolz darauf, dass das Team mit Hilfe des Kalenders in den letzten zwei Jahren schon viele Tausende Menschen inspirieren konnte und wünscht sich, dass es noch viele weitere werden. Das Projekt arbeitet politisch unabhängig und völlig unkommerziell.

Türchen, 2019, öffne dich!

Du hast Lust, im Jahr 2019 Teil der Bewegung rund um den Nachhaltigen Adventskalender zu werden, möchtest lokale Kooperationen aufbauen, Veranstaltungen organisieren, programmieren oder designen? Das Team freut sich auf deine Nachricht an ed.tn1550648980evda-1550648980elban1550648980iatsu1550648980s@ofn1550648980i1550648980.

Christoph Pennig

81 Initiativen zu nachhaltiger Bildung ausgezeichnet

Initiativen zur Stärkung von Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet

Am 28.11.2018 wurden in Bonn 32 Lernorte, 43 Netzwerke und sechs Kommunen für ihr herausragendes Engagement im Rahmen des Nationalen Aktionsplanes Bildung für nachhaltige Entwicklung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutschen UNESCO-Kommission ausgezeichnet. Mit ihrer Arbeit tragen die Ausgezeichneten zur Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms BNE bei. Die Initiativen haben eine hohe gesellschaftliche Bedeutung, um das Bewusstsein für einen schonenden Umgang mit Ressourcen und der Notwendigkeit eines nachhaltigen Lebens zu vermitteln. Die ausgezeichneten Initiativen leisten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung und unterstützen die Verankerung einer nachhaltigen Entwicklung im deutschen Bildungssystem.

Die 81 ausgezeichneten Initiativen, kommen zu all den tollen Initiativen die es in Deutschland schon gibt hinzu.

Quelle: bne-portal

Informationen zu allen Initiativen findest du hier!

GemüseAckerdemie unter den Ausgezeichneten

Unter den ausgezeichneten Initiativen befindet sich die GemüseAckerdemie Ackerdemia e.V., die zum Ziel hat die Wertschätzung für Lebensmittel in der Gesellschaft zu steigern und dem Wissens- und Kompetenzverlust im Bereich Lebensmittelproduktion, der Entfremdung von der Natur, gesunder Ernährung und Lebensmittelverschwendung entgegen zu wirken. Nur wenige Kinder und Jugendliche wissen, wo unsere Lebensmittel herkommen. Die GemüseAckerdemie ist ein Bildungsprogramm bei dem bundesweit individuell an Schulen und Kitas, Kinder und Jugendliche in kleinen Teams über eine Saison Gemüse produzieren. Sie bekommen so landwirtschaftliches Fachwissen und Zusammenhänge praktisch vermittelt. Durch die selbstständige Vermarktung des Gemüses lernen die Kinder zusätzlich eine nachhaltige und direkte Form des Wirtschaftens kennen.

Dringender Handlungsbedarf

Die neusten Warnungen des Weltklimarates und Weltbiodiversitätsrat zeigen, wie wichtig schnelle und weitreichende Veränderungen sind.

Nachhaltige Entwicklung bedeutet Menschenwürde und Chancengerechtigkeit für alle in einer intakten Umwelt zu verwirklichen. Bildung ist für eine nachhaltige Entwicklung zentral. Sie versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und abzuschätzen, wie sich eigene Handlungen auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirken.

Lukasz

youcoN 2019 – Eine Robinsonade

Ein täglicher Kampf um das Überleben – isoliert und meilenweit keine Menschenseele in Sicht. Du fühlst die kalten Regentropfen an deinem Körper und merkst wie deine Klamotten durchsickern. Im dichten Gestrüpp hörst du wildes Knurren und auf dem Boden siehst du giftige Insekten rumkrabbeln.

Das können wir dir nicht bieten. Aber dafür kannst du zusammen mit 150 jungen Menschen coole Ideen für die Bildung der Zukunft entwickeln.

youcoN 2019 – Wir.L(i)eben.Zukunft

Vom 29. Mai 2019 bis 02. Juni 2019 geht die youcoN in die dritte Runde. Dieses Mal auf der Insel Rügen. Das Thema dreht sich rund um Bildung: Wie soll Bildung in Zukunft aussehen? Wie macht Bildung die Welt besser? Welche Herausforderungen müssen wir bewältigen und wie kannst DU dabei anpacken?

Auf der youcoN 2019 wird es wieder jede Menge spannende Workshops geben, es werden dynamische Diskussionen geführt und interessante Vorträge gehalten. Für das alles haben wir spannende Referent*innen eingeladen. Das youpaN und viele weitere Initiativen werden vor Ort sein und du kannst mittendrin dein Zelt aufschlagen und mitmachen.

Kann ich mir das leisten?

JA! Definitiv. Denn wir übernehmen all deine Kosten. Wir bezahlen deine Anreise, Verpflegung und Unterkunft.

Save the Date und bleib auf dem Laufenden.

youcoN 2019 – Wir.L(i)eben.Zukunft

Christoph Pennig

youprO: Wegweiser

Die Projektidee

Das Projekt Wegweiser verfolgt das Ziel, junge Menschen bei ihrer Sinnfindung und Selbstverwirklichung zu unterstützen. Indem eine Auseinandersetzung mit zentralen lebensphilosophischen Themen wie Sinn, Glück, Achtsamkeit und Verantwortung gefördert wird, soll zum einen die Idee einer ganzheitlichen und humanistischen Bildung an Schulen begünstigt, zum anderen das Bewusstsein junger Menschen mehr zum bedachten Umgang mit sich selbst und der Umwelt geführt werden.  

Um dies zu erreichen, soll zunächst im ersten Schritt des Projekts eine Studie zum Thema Sinn & Selbstwert an Schulen mit ca. 400 Teilnehmer*Innen durchgeführt werden. Dabei soll an erster Stelle eine Antwort auf die Frage geliefert werden, welchen Sinn Schüler für ihr persönliches Leben sehen bzw. anstreben. Anschließend besteht die Hauptleistung des Projekts, aufbauend auf den Ergebnissen der Studie, aus der Bereitstellung eines gedruckten philosophischen Arbeitshefts, das sowohl an Schüler*Innen als auch an Lehrer*Innen verteilt werden soll.  

Das Arbeitsheft ist dadurch charakterisiert, dass man darin selbst lebensnahe und relevante Themen aus dem Bereich der Philosophie bearbeiten kann und nicht nur philosophische Texte zum Lesen bekommt. Ziel der im Arbeitsheft dargestellten Inhalte soll sein, jungen Menschen dabei zu helfen, herauszufinden, wer sie sind, was ihre Fähigkeiten sind und wie sie mit ihren Fähigkeiten und Talenten etwas in der Welt bewegen können. Die Inhalte des Arbeitshefts werden außerdem vor Ort an Schulen in verschiedenen Klassen und ggf. noch in einer Arbeitsgemeinschaft bearbeitet.

Der Projektpartner vor Ort ist das Heinrich-Heine-Gymnasium in Ostfildern-Nellingen. Das Projekt Wegweiser ist so konzipiert, dass es jederzeit und an jedem Ort wiederholbar ist, da die Materialien einfach reproduzierbar und erweiterbar sind. Das Projekt kann daher auch als Lehreinheit, Workshop oder Arbeitsgemeinschaft durchgeführt werden.

Bildung für Nachhaltige Entwicklung bekannt machen

Das Projekt Wegweiser soll die Welt nachhaltiger machen, indem ein Grundstein für Achtsamkeit und Selbstreflexion im Bewusstsein junger Menschen gelegt wird. Nachhaltigkeit ist hierbei so zu verstehen, dass junge Menschen erkennen, mit welchen ihrer Fähigkeiten sie etwas zur Gemeinschaft beitragen können und dabei sozusagen mit sich selbst im Reinen sind und persönlich Glück sowie Zufriedenheit empfinden können. Die Auseinandersetzung mit konkreten philosophischen Inhalten trägt nicht nur zu einer ganzheitlichen Bildung bei, sondern macht junge Menschen zudem aufmerksamer im Umgang mit sich selbst und der Umwelt, das heißt mit der Natur und anderen Menschen.  

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ wird im Projekt Wegweiser in zwei Formen verwendet, die eng miteinander verbunden sind. Einerseits wird Nachhaltigkeit im Sinne einer offenen, sinnstiftenden und lebensbereichernden Bildung für junge Menschen verstanden und andererseits im Sinne eines achtsamen Umgangs mit sich selbst, der Natur und der sozialen Gemeinschaft. Beide Formen der Nachhaltigkeit zu lernen und auch weitergeben zu können, setzt den gedanklichen Umgang mit spezifischen Themen dieses Gebiets voraus, darunter beispielsweise die Themen Verantwortung und Selbstbewusstsein.  

Das philosophische Arbeitsheft liefert als Lehrmaterial eine gute Grundlage dafür, diesen zentralen Schritt zu mehr Nachhaltigkeit in der Welt, zu fördern. Die Machart des Projekts erlaubt es zudem die Grundidee der Förderung von Nachhaltigkeit schnell zu verbreiten. 

Ort: Ostfildern-Nellingen

Zeit: November 2018 bis Novemebr 2019